Handelsfrieden oder schwieriger Kompromiss?

14:57 28. Juli 2025

📉 Börse heute nach dem Zollabkommen:
Handelsfrieden oder fauler Kompromiss?

Die Börse reagiert aktuell nervös auf die jüngste Einigung zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten. Unter dem politischen Druck von Präsident Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wurde ein neues Handelsabkommen geschlossen. Dieses sieht einen pauschalen Zollsatz von 15 % auf die meisten EU-Waren vor, die in die USA exportiert werden. Damit wurde ein drohender Handelskrieg zwar abgewendet, doch die Vereinbarung bleibt hinter den Erwartungen europäischer Exporteure zurück.

Am Freitag beurteilten Marktteilnehmer die Chancen für eine Einigung mit 50:50. Wäre es zu keiner Lösung gekommen, hätten ab dem 1. August 2025 alle EU-Waren mit 30 % Zoll belegt werden sollen. Somit ist dieses Abkommen als Vermeidung eines Worst-Case-Szenarios zu bewerten – jedoch mit klaren Nachteilen für Europa.

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⚖️ Wer profitiert? Ein asymmetrischer Deal

Die Vereinbarung wirkt unausgewogen: Die EU akzeptiert Zölle von 15 %, sichert sich jedoch Zollbefreiungen in strategischen Sektoren wie Luftfahrt, Halbleiter, Chemieprodukte, Generika und Agrarrohstoffe. Dagegen bleiben Stahl und Aluminium mit Zöllen von 50 % weiterhin stark belastet – trotz geplanter Verhandlungen.

Bis zu einem Fünftel der in die USA eingeführten ausländischen Waren stammen aus EU-Ländern. Quelle: Bloomberg Finance LP

Für die Börse heute bedeutet das Unsicherheit für Industriebranchen wie Stahl, Maschinenbau und Automotive. Während der Marktzugang zu den USA für Automobilhersteller erhalten bleibt, verpflichtete sich die EU im Gegenzug zu umfangreichen Käufen amerikanischer Energieträger und Waffen – ein klarer Vorteil für die USA.


📊 Börse aktuell: Marktreaktionen & EZB-Ausblick

Anleger bewerten das Abkommen skeptisch. Zwar wird das Szenario eines umfassenden Zollkriegs vermieden, jedoch wird die EU-Wirtschaft durch steigende Kosten belastet, was das Wachstum bremst. Die „Börse aktuell“ sieht darin eher einen Teilerfolg für Europa, vor allem wegen der Begrenzung der Autozölle und der Abwehr von drastischen Zollerhöhungen auf Arzneimittel.

Die EZB könnte nun verstärkt unter Druck geraten, die Zinsen weiter zu senken, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. In den USA hingegen könnte die steigende Inflation eine Lockerung der Geldpolitik erschweren.

Charttechnisch betrachtet rückt beim EUR/USD die Marke von 1,1600 in den Fokus. Unten folgend ein Blick auf die aktuelle charttechnische Analyse.


🌍 Europas neue Realität im Welthandel

Europa steht unter doppeltem Druck: Zölle aus den USA und Überkapazitäten aus China. Die EU muss sich gegen Billigimporte wie chinesische E-Autos oder Stahl verteidigen und gleichzeitig strategische Sektoren schützen.

Handlungsempfehlungen für die EU:

  • Zollschutz für Schlüsselindustrien (Auto, Luftfahrt, Hightech)

  • Antidumping-Maßnahmen gegen chinesische Überproduktionen

  • Diversifizierung von Exportmärkten, z. B. in Südostasien oder Afrika

  • Bilateraler Dialog mit den USA, um weitere Zollausnahmen zu verhandeln

  • Stärkung von Industriepolitik und Innovation


✅ Fazit: Börse aktuell zwischen Hoffnung und Realität

Die Einigung verhindert einen akuten Handelskonflikt, schafft jedoch kein echtes Gleichgewicht. Während sich die Börse heute kurzfristig beruhigt zeigt, bleiben die mittel- bis langfristigen Herausforderungen für Europa erheblich. Anleger sollten geopolitische Risiken, Inflationsdruck und geldpolitische Reaktionen weiterhin genau beobachten.

Quelle: xStation5 von XTB, aufgenommen am 28.07.2025. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

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Charttechnisch betrachtet rückt beim EUR/USD die Marke von 1,1600 in den Fokus. Ein Bruch dieser Unterstützung könnte Abwärtspotenzial bis 1,1250 freisetzen – ein Risiko, das auf dem Radar der Börse heute bleibt.

 

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