- Kakao Prognose bleibt bärisch
- Nachfrage ist das Hauptproblem: Schwache Verarbeitungsdaten (v. a. Europa) signalisieren „Demand Destruction“ – ohne Nachfrageerholung bleibt der Preisdruck hoch.
- Schokolade könnte günstiger werden
- Kakao Prognose bleibt bärisch
- Nachfrage ist das Hauptproblem: Schwache Verarbeitungsdaten (v. a. Europa) signalisieren „Demand Destruction“ – ohne Nachfrageerholung bleibt der Preisdruck hoch.
- Schokolade könnte günstiger werden
Die Cocoa-Futures (COCOA) an der ICE-Börse in den USA sind heute um mehr als 7% eingebrochen. Auslöser sind wachsende Sorgen über einen Angebotsüberschuss in der Saison 2025/26 sowie eine breite Liquidation von Long-Positionen, die den Abwärtsdruck deutlich verstärkt.
Damit dreht der Markt das Narrativ, das 2024 und 2025 dominierte, vollständig um: Statt Knappheit stehen nun bessere Produktionsaussichten, steigende Ernten und eine schwache Nachfrage im Mittelpunkt. Nach einem Rückgang von fast 50% im Jahr 2025 hat sich die Abwärtsbewegung zu Beginn von 2026 nochmals beschleunigt. Die aktuelle Kakao Prognose bleibt daher kurzfristig klar belastet.
► COCOA WKN: 570581 | ISIN: XC0005705816
Börse Aktuell: Warum fällt der Kakao-Preis so stark?
1) Angebotslage kippt Richtung Überschuss
Ein zentraler Faktor für die Kakao Prognose 2026 ist die wachsende Erwartung eines deutlichen Überangebots. Gründe dafür sind:
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Besseres Wetter in Westafrika, insbesondere in Côte d’Ivoire und Ghana
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Steigende Produktion in Südamerika
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Gleichzeitig schwächere Abnahme durch Hersteller
Laut Daten der International Cocoa Organization (ICCO) lagen die geschätzten Lagerbestände am Ende der Saison 2024/25 bei 1,1 Mio. Tonnen, was 4,2% höher als im Vorjahr ist. Zwar liegt dieser Wert unter der statistischen Schätzung von 1,3 Mio. Tonnen, doch der Trend bleibt eindeutig: Die Bestände steigen im Jahresvergleich spürbar.
Schwache Verarbeitungsdaten: Nachfrage bleibt der kritische Punkt
Ein wichtiger Indikator für die reale Nachfrage sind die Verarbeitungszahlen (Grindings). Diese zeigen aktuell eine deutliche Schwäche:
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Europa: -8,3% im Jahresvergleich (schwächstes Q4 seit 12 Jahren)
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Asien: -4,8% im Jahresvergleich
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Nordamerika: +0,3% im Jahresvergleich (nahezu unverändert)
Für die Börse Aktuell bedeutet das: Selbst wenn das Angebot steigt, fehlt derzeit der Nachfragesog, der Preise stabilisieren könnte.
Werden Schokolade-Preise jetzt fallen?
Die starken Kakao-Preissprünge der letzten Jahre haben sich zeitverzögert in höheren Schokoladenpreisen im Einzelhandel niedergeschlagen. Viele Konsumenten reagieren darauf mit:
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geringeren Käufen
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Wechsel zu günstigeren Alternativen
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stärkerer Preissensibilität
Für die laufende Saison rechnen Prognosen mit einem Überschuss von 175.000 bis 250.000 Tonnen (oder mehr) – getragen durch bessere Bedingungen in Westafrika und eine Erholung der Produktion in Südamerika.
In Côte d’Ivoire belasten zudem steigende Lagerbestände und Hafen-Staus den physischen Markt. Die Regierung hat bereits 123.000 Tonnen unverkauften Kakao gekauft, um die Lage zu stabilisieren. Gleichzeitig gibt es politischen Druck auf die Regulierungsbehörde (CCC), da Marktteilnehmer Lieferkettenprobleme und Engpässe kritisieren.
Die kurzfristige Kakao Prognose bleibt damit klar: Wenn die Produktionsbedingungen stabil bleiben, steigen die Chancen auf sinkende Schokoladenpreise.
Kakao Prognose 2026: Druck auf Hersteller und neue Preisanpassungen
Schokoladenproduzenten befinden sich weiter in einem schwierigen Umfeld:
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Sinkende Kakao-Preise könnten Margen verbessern
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Allerdings sind viele Kosten über Forward-Kontrakte aus der Hochpreisphase noch „eingeloggt“
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Verbraucher akzeptieren höhere Preise zunehmend weniger
Zusätzlich verarbeiten viele Hersteller weiterhin Bohnen, die nahe den Höchstständen eingekauft wurden. Deshalb wurden in den letzten Quartalen häufig Maßnahmen umgesetzt wie:
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Preiserhöhungen
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kleinere Packungsgrößen
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Rezeptur-Anpassungen (z. B. Ersatz von Kakaobutter durch günstigere Pflanzenfette)
Sollte der Preisrückgang bei Kakao anhalten, ist eine Preisentlastung bei Schokolade wahrscheinlicher – denn mittelfristig müssen Preise wieder stärker zur Nachfrage passen, um den Konsum anzukurbeln.
Auch an der Börse wird dieser Effekt beobachtet: Aktien von Unternehmen wie Hershey, Mondelez und Barry Callebaut versuchen sich zu stabilisieren, da der Markt auf eine Abschwächung der „Demand Destruction“ durch fallende Rohstoffkosten setzt.

Quelle: xStation5 von XTB, aufgenommen am 23.01.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

Quelle: xStation5 von XTB, aufgenommen am 23.01.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Technische Analyse: Trend bleibt bärisch (COCOA D1 / H4)
Aus charttechnischer Sicht bleibt das Bild klar negativ:
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Der Preis testet aktuell die untere Begrenzung eines fallenden Trendkanals
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COCOA notiert deutlich unter EMA200 und EMA50
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Der RSI signalisiert überverkaufte Bedingungen
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Die Futures steuern auf einen Wochenverlust von über 20% zu – den stärksten Rückgang seit über 18 Monaten
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Der Abstand zum Hoch beträgt inzwischen über 65%
Für die Börse Aktuell ergibt sich daraus: Ohne eine spürbare Nachfragebelebung oder einen plötzlichen Wetter-Schock bleibt die Kakao Prognose kurzfristig weiter unter Druck.
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FAQ
Was ist die aktuelle Kakao Prognose?
Die Kakao Prognose bleibt kurzfristig negativ: steigende Angebotsaussichten und schwache Nachfrage drücken die Cocoa-Futures weiter.
Warum fällt der Kakao-Preis aktuell so stark?
Hauptgründe sind Long-Liquidationen, die Erwartung eines Angebotsüberschusses 2025/26 und schwächere Nachfrage aus der Schokoladenindustrie.
Gibt es 2025/26 einen Kakao-Überschuss?
Viele Prognosen rechnen mit einem Überschuss von etwa 175.000 bis 250.000 Tonnen oder mehr, unterstützt durch bessere Ernten in Westafrika und Südamerika.
Wie entwickelt sich die Nachfrage nach Kakao?
Die Nachfrage ist schwach, vor allem in Europa. Verarbeitungsdaten zeigen rückläufige Grindings, was auf geringeren Verbrauch hindeutet.
Werden Schokolade-Preise jetzt wieder sinken?
Ja, die Wahrscheinlichkeit steigt. Sinkende Kakao-Preise könnten mittelfristig zu günstigeren Schokoladenpreisen führen, wenn Hersteller die Entlastung weitergeben.
Warum bleibt Schokolade trotzdem teuer?
Viele Produzenten haben Rohstoffe über Forward-Kontrakte aus der Hochpreisphase gesichert. Diese „eingelockten“ Kosten verzögern Preissenkungen.
Welche Rolle spielt Westafrika für den Kakao-Preis?
Westafrika ist die wichtigste Produktionsregion. Verbesserte Wetterbedingungen in Côte d’Ivoire und Ghana erhöhen das Angebot und belasten die Preise.
Wie sieht die technische Lage bei Cocoa-Futures aus?
Der Trend ist klar bärisch: COCOA notiert unter wichtigen gleitenden Durchschnitten (EMA50/EMA200), der RSI ist überverkauft und der Abwärtstrend bleibt intakt.
Was könnte den Kakao-Preis wieder steigen lassen?
Ein Nachfrageanstieg, ein Wetter-Schock (z. B. Trockenheit) oder neue Angebotsrisiken könnten den Markt drehen und Preise stabilisieren.
Was bedeutet „Börse Aktuell“ für Kakao-Anleger?
Börse Aktuell heißt: hohe Volatilität, starke Trendbewegung und ein Markt, der derzeit stärker von Fundamentaldaten (Überschuss + schwache Nachfrage) als von Knappheit getrieben wird.
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