Die Futures auf Kakao sind heute an der ICE um 4 % gefallen und haben ein Viermonatstief erreicht, was auf ein verbessertes Angebot, nachlassende Spannungen auf dem angespannten Markt und Druck auf große Spekulanten durch die Long-Positionierung zurückzuführen ist.
- Der globale Kakaomarkt erlebt eine Verschiebung, wobei die International Cocoa Organization (ICCO) für die Saison 2024/25 einen Überschuss von 142.000 metrischen Tonnen prognostiziert – das erste Überangebot seit vier Jahren. Laut ICCO-Prognosen wird die globale Kakaoproduktion im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um fast 8 % steigen und 4,84 Millionen metrische Tonnen (MMT) erreichen.
- Hershey, einer der größten Schokoladenhersteller der Welt, betonte kürzlich, dass die Preisbildung bei Kakao-Futures weiterhin von der Dynamik von Angebot und Nachfrage beeinflusst wird.
Steigende ICE-Lagerbestände
- Die von der ICE überwachten Kakaovorräte in US-Häfen haben sich deutlich erholt, nachdem sie am 24. Januar mit etwa 1,26 Millionen Säcken ein 21-Jahres-Tief erreicht hatten. Bis Donnerstag waren die Bestände auf ein fast viermonatiges Hoch von 1,64 Millionen Säcken gestiegen, was auf eine Verbesserung der Versorgungslage hindeutet.
- Unterdessen meldete Nigeria, der fünftgrößte Kakaoproduzent der Welt, im Januar einen Anstieg der Kakaoexporte um 27 % gegenüber dem Vorjahr auf 46.970 MT. Dieser deutliche Anstieg unterstreicht das erhöhte Angebot aus Westafrika, einer wichtigen Produktionsregion.
Gemischte Signale aus der Elfenbeinküste
- Die Elfenbeinküste, der weltweit größte Kakaoexporteur, bleibt ein entscheidender Faktor für die globalen Angebotstrends. Regierungsdaten zeigen, dass vom 1. Oktober bis zum 9. März ivorische Bauern 1,40 Mio. Tonnen Kakao verschifft haben, was einem Anstieg von 15 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Wachstumsrate hat sich jedoch im Vergleich zum Anstieg von 35 % im Dezember erheblich verlangsamt, was Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Exporttrends aufkommen lässt.
- Die Elfenbeinküste, der größte Kakaoproduzent der Welt, stellt sich auf eine geringere Ernte als üblich ein, da trockene Wetterbedingungen, insbesondere die Harmattan-Winde, die Erträge bedrohen. Die Sekundärernte, die im April beginnt, wird laut Bloomberg-Schätzungen voraussichtlich etwa 400.000 Tonnen erreichen, was einem Rückgang von 440.000 Tonnen im Vorjahr entspricht.
- Während einige Analysten auf die jüngsten Regenfälle in den westlichen Regionen als potenziellen Schub für den letzten Teil der Ernte hinweisen, bleiben Bedenken hinsichtlich der Bohnenqualität und des allgemeinen Angebotsniveaus bestehen. Lokale Kakaoverarbeiter befürchten, dass das ungünstige Wetter die Bäume geschwächt hat, was zu weniger und qualitativ schlechteren Schoten führt.
- Die weltweiten Kakaovorräte bleiben knapp, und trotz der jüngsten Überschussprognose der ICCO von 142.000 Tonnen rechnen einige Experten immer noch mit einem Versorgungsengpass. Die Haupterntezeit, die im Oktober beginnt, wird nun im Mittelpunkt stehen, da ausreichende Niederschläge in den kommenden Monaten für die Stabilisierung der Produktion unerlässlich sein werden.
Sorgen um die Nachfrage
- Trotz des gestiegenen Angebots belastet der Nachfragedruck die Kakaopreise. Führungskräfte der führenden Schokoladenhersteller Hershey und Mondelez haben Bedenken geäußert, wie sich die rekordhohen Kakaopreise auf die Verbrauchernachfrage auswirken.
- Führungskräfte von Hershey räumten im Februar ein, dass die gestiegenen Kosten das Unternehmen dazu zwingen, seine Produktrezepturen zu ändern und Kakao durch alternative Zutaten zu ersetzen, um die steigenden Kosten zu senken. Diese Verschiebung unterstreicht die potenziellen langfristigen Auswirkungen des teuren Kakaos auf die Schokoladenindustrie.
- Während der Kakaomarkt derzeit mit einer Überschussprognose und sich verändernden Nachfragemustern konfrontiert ist, bleibt die Preisvolatilität ein zentrales Thema, da Händler und Produzenten das Gleichgewicht zwischen Angebotsstärke und Verbraucherstimmung bewerten.
Kakao Chartanalyse – Daily:

Quelle: xStation5 von XTB
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