Börse Aktuell: Die Finanzmärkte richten ihren Fokus zunehmend auf die wirtschaftlichen Verluste durch den anhaltenden Konflikt im Persischen Golf. Diese Reaktion ist nachvollziehbar, da Kriege typischerweise erhebliche negative wirtschaftliche Auswirkungen haben. Investoren berücksichtigen steigende Haushaltsbelastungen, Risiken für das Wachstum sowie Inflationsdruck.
Börsennews: Verteidigungsunternehmen als Profiteure
Im aktuellen Umfeld zählen Rüstungsunternehmen zu den wenigen klaren Gewinnern. Die militärische Eskalation, insbesondere die Luftoperationen der USA und Israels im Iran, führt zu einem massiv gestiegenen Bedarf an moderner Munition.
Offiziellen Angaben zufolge führten die USA bis zum Waffenstillstand über 10.000 Kampfeinsätze durch und griffen mehr als 13.000 Ziele an.
Engpass Munition: Ein zentraler Faktor für die Börse aktuell
Ein wesentliches Problem der Verteidigungsindustrie ist die begrenzte Produktionskapazität. Während der Operation „Epic Fury“ kamen unter anderem folgende Waffensysteme zum Einsatz:
- über 1.000 Tomahawk-Marschflugkörper
- über 1.000 JASSM-Raketen
- etwa 60 PrSM-Raketen
- rund 250 SM-3-Raketen
- über 200 SM-6-Raketen
- mehr als 200 THAAD-Abfangsysteme
- über 1.000 Patriot PAC-3 Raketen
Schätzungen zufolge wurden damit 30-60% der Bestände bei modernen Langstreckensystemen aufgebraucht. Die Wiederauffüllung könnte aufgrund begrenzter Produktionskapazitäten bis zu vier Jahre dauern.
Börse Aktuell: RTX und Lockheed Martin dominieren
Die Produktion dieser hochentwickelten Waffensysteme liegt nahezu vollständig bei zwei Unternehmen:
- RTX Corp.: Tomahawk, SM-3, SM-6
- Lockheed Martin: JASSM, PrSM, THAAD, Patriot PAC-3
Allein die Wiederauffüllung der Lagerbestände könnte ein Volumen von etwa 20 bis 30 Milliarden US-Dollar erreichen. Bei einer konservativen Schätzung von 25 Milliarden US-Dollar ergibt sich folgendes Umsatzpotenzial:
- RTX: etwa 11-13 Milliarden US-Dollar
- Lockheed Martin: etwa 13-16 Milliarden US-Dollar
Börsennews: Gewinnpotenzial noch nicht eingepreist?
Bei operativen Margen von rund 12-13% ergibt sich ein zusätzliches Gewinnpotenzial von:
- insgesamt 1,5-2,5 Milliarden US-Dollar über vier Jahre
- jährlich etwa 0,4-0,6 Milliarden US-Dollar
Aktuell deuten die Markterwartungen jedoch nicht darauf hin, dass dieses Potenzial vollständig eingepreist ist. Die Prognosen für die operativen Gewinne bleiben weitgehend stabil:
- Lockheed Martin: ca. 9,6 Milliarden (2026) und 10,1 Milliarden US-Dollar (2027)
- RTX: ca. 12,3 Milliarden (2025) und 13,5 Milliarden US-Dollar (2026)
Dies impliziert ein mögliches Aufwärtspotenzial von rund 5% beim operativen Gewinn, während sich beide Aktien nahe mehrmonatiger Tiefstände befinden.
Börse Aktuell: Risiken und Unsicherheiten
Trotz der positiven Perspektiven bestehen Unsicherheiten:
- Rüstungsunternehmen sind breit diversifiziert
- andere Geschäftsbereiche können Ergebnisse beeinflussen
- Produktionsdetails und Kostenstrukturen sind größtenteils geheim
- staatliche Aufträge unterliegen politischen Entscheidungen
Fazit: Börsennews mit Chancen im Rüstungssektor
Börse Aktuell: Die geopolitische Lage schafft kurzfristig Belastungen für die Märkte, eröffnet jedoch gezielte Chancen im Verteidigungssektor. RTX und Lockheed Martin könnten von der notwendigen Wiederauffüllung militärischer Bestände profitieren.
Ob dieses Potenzial bereits vollständig in den Kursen reflektiert ist, bleibt eine der zentralen Fragen für Anleger.
Kamil Szczepański
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