15:40 · 12. August 2026

Krypto-News: Bitcoin bildet einen Boden, bleibt aber weiterhin hinter der Wall Street zurück 🚩 Haben die „Wale“ aufgehört zu verkaufen?

Bitcoin Prognose & Krypto News: Bodenbildung oder Abwärtstrend?
Das Wichtigste in Kürze
Das Wichtigste in Kürze
  • Die größten Bitcoin-Inhaber sind von Verkäufen zum Aufbau von Beständen übergegangen 
  • Institutionelles Kapital kehrt allmählich in den Kryptomarkt zurück 
  • Makroökonomisches Umfeld wird für BTC nach schwächeren US-Arbeitsmarktdaten weniger restriktiv 
  • Trotz verbesserter Kapitalzuflüsse und erneuter Akkumulation durch „Wale“ bleibt Bitcoin deutlich hinter der Wall Street zurück

Bitcoin versucht nach einem schwachen Jahresstart wieder Fuß zu fassen. Es gibt erste Anzeichen dafür, dass die aggressivste Phase des Verkaufsdrucks bereits hinter uns liegen könnte. Dennoch zeigt die aktuelle Krypto News-Lage, dass der Markt weiterhin schwach bleibt. Laut CoinShares haben die größten BTC-Halter von Verkäufen auf Akkumulation umgestellt, während Krypto-Fonds die fünfte Woche in Folge Kapitalzuflüsse verzeichnen konnten. Gleichzeitig haben schwächere US-Arbeitsmarktdaten die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der Fed gedämpft, was hochvolatile Vermögenswerte etwas entlastet. Das Problem für jede bullische Bitcoin Prognose: BTC hinkt den Aktienmärkten auf relativer Basis weiterhin deutlich hinterher, und es gibt noch keine Bestätigung für eine dauerhafte Trendwende – was sich auch in den On-Chain-Daten widerspiegelt. Die kurzfristigen Fundamentaldaten verbessern sich derzeit schneller als der Kurs selbst, was eher auf einen laufenden Bodenbildungsprozess hindeutet als auf den Beginn eines neuen, kraftvollen Bullenimpulses.

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Haben die Bitcoin-Wale aufgehört zu verkaufen?

Eine der wichtigsten Veränderungen im Markt betrifft das Verhalten der größten BTC-Halter. Laut CoinShares-Daten haben Wale seit Oktober 2025 Bitcoin im Wert von rund 40 Milliarden US-Dollar verkauft und damit eine der größten Quellen für Verkaufsdruck im aktuellen Zyklus geschaffen. Dieser Prozess beginnt jedoch abzuflachen. CoinShares weist auf drei aufeinanderfolgende Wochen der Akkumulation unter den größten Haltern hin – ein Muster, das historisch in ähnlichen Phasen der vierjährigen Bitcoin-Zyklen aufgetreten ist. Wenn sich dieser Wandel als nachhaltig erweist, könnte dem Markt eine der wesentlichen Angebotsquellen abhandenkommen, die die Preise in den letzten Monaten belastet haben.

Seit Oktober 2025 haben Wale rund 40 Milliarden US-Dollar in BTC veräußert. Bitcoin verzeichnet nun drei Wochen in Folge Akkumulation. Beginnt der Kurs sich in Richtung 70.000 USD zu erholen, könnte das zyklische Tief bereits hinter dem Markt liegen. Dies bedeutet jedoch nicht automatisch den Beginn eines neuen Bullenmarktes. Bis zum Herbst sind eine Konsolidierung und ein möglicher Test des Bereichs um 80.000 USD wahrscheinlicher, obwohl auch ein Rückgang in Richtung 50.000 USD oder darunter möglich bleibt. Diese Unterscheidung ist für die Bitcoin Prognose wichtig: Das Ende einer großen Verkaufswelle nimmt Gegenwind heraus, erzeugt für sich genommen aber noch nicht genug Nachfrage für einen nachhaltigen Aufwärtstrend. Sollte neues Angebot entstehen, könnte Bitcoin seine Verluste ausweiten und prozentuale Rückgänge erleben, die mit früheren Bärenmärkten vergleichbar sind.

Kapital kehrt langsam in Krypto-Fonds zurück

Ein positiveres Signal für die Krypto News kommt von den Kapitalflüssen. Anlageprodukte für digitale Vermögenswerte verzeichneten in der Woche bis zum 7. August Zuflüsse von rund 1,05 Milliarden US-Dollar, was die fünfte Woche in Folge mit Zuflüssen markiert. Dies sieht besonders interessant aus im Vergleich zum vorherigen Zeitraum von acht Wochen, in dem Anleger Rekordabflüsse von 8 Milliarden US-Dollar verzeichneten. In relativ kurzer Zeit hat sich der Markt somit von einer aggressiven Risikoreduzierung hin zu erneuter Akkumulation verlagert.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den US-amerikanischen Spot Bitcoin ETFs. Sie zogen in der Woche bis zum 7. August rund 853,5 Millionen US-Dollar an – das stärkste Ergebnis seit Mitte April. Allein der iShares Bitcoin Trust von BlackRock entfiel auf rund 700 Millionen US-Dollar dieser Zuflüsse, während sein Nettovermögen bei etwa 48,5 Milliarden US-Dollar lag. In Kombination mit dem nachlassenden Verkaufsdruck der Wale entsteht so eine konstruktivere Angebots- und Nachfragesituation als noch vor wenigen Wochen.

Die größten Halter reduzieren die Menge an BTC, die sie auf den Markt bringen, genau in dem Moment, in dem institutionelles Kapital zurückkehrt. Das Anlegerinteresse an Aktien und Aktienfonds bleibt jedoch weiterhin deutlich stCategorically stärker als die Nachfrage nach Bitcoin und dem breiteren Kryptomarkt.

Die Fed bleibt der Schlüssel für eine Rückkehr in Richtung $100.000

Die US-Zinsen bleiben der wichtigste makroökonomische Katalysator für Bitcoin. Schwächere Arbeitsmarktdaten haben die Erwartungen an weitere Fed-Zinserhöhungen gedämpft und BTC geholfen, sich von den Jahrestiefs zu erholen. Laut dem Szenario von CoinShares reicht das reine Zurückschrauben von Zinserhöhungserwartungen jedoch nicht aus, um eine größere Bewegung auszulösen. Eine Bitcoin Prognose in Richtung 100.000 USD würde wahrscheinlich klarere Anzeichen für eine Eintrübung des Arbeitsmarktes und eine deutlichere Verschiebung der Markterwartungen hin zu niedrigeren Zinsen erfordern. Der Markt bleibt daher in einer unbequemen Lage.

Die Daten sind schwach genug, um Sorgen vor weiterer Geldpolitik-Straffung zu dämpfen, aber noch nicht schwach genug, um die Fed zu einer deutlich taubenhafteren Haltung zu zwingen. Das Jackson Hole Symposium könnte weitere Hinweise liefern, obwohl CoinShares keine explizit taubenhafte Botschaft der Zentralbank erwartet. Öl bleibt eine weitere wichtige Variable. Eine Deeskalation rund um den Iran könnte die Energiepreise und den Inflationsdruck senken und so das makroökonomische Umfeld für Bitcoin indirekt verbessern, während eine erneute Eskalation diesen Effekt schnell umkehren könnte.

Bitcoin hinkt der Wall Street weiterhin hinterher

Dies ist das stärkste Argument dagegen, das Ende der Krypto-Schwäche zu früh auszurufen. Glassnode weist darauf hin, dass Bitcoin gegenüber den großen Aktienindizes noch keine relative Stärke zurückgewonnen hat. In den letzten 90 Tagen ist BTC um rund 20 % gefallen, während der S&P 500 um etwa 5 % zulegen konnte.

Die Divergenz ist seit Jahresbeginn noch größer. Bitcoin liegt rund 35 % im Minus und Altcoins haben durchschnittlich 57 % verloren, während der Nasdaq und der Russell 2000 um etwa 38 % bzw. 31 % gestiegen sind. Einige Rohstoffe schnitten noch besser ab: Gold stieg um etwa 60 %, Kupfer um 66 % und Silber um 107 %.

Glassnode beschreibt das aktuelle Setup als einen aktiengetriebenen Markt. In anderen Worten: Sich verbessernde Zuflüsse und die Akkumulation der Wale sind konstruktive Krypto News, aber der echte Test kommt erst, wenn Bitcoin anfängt, die großen Aktienindizes konsistent zu outperformen.

Der Juli brachte eine wichtige Wende — was ist mit der Regulierung?

Die ersten Anzeichen eines solchen Wandels könnten im Juli aufgetaucht sein. Während einer scharfen Korrektur bei KI- und Halbleiteraktien fielen Chip-ETFs um mehr als 20 % und der Nasdaq 100 verlor fast 7 %. Im selben Monat stieg Bitcoin um rund 9 % und Ethereum legte um 20 % zu. Nur wenige Monate zuvor wäre eine solche Divergenz aufgrund der sehr starken Korrelation von BTC mit Tech-Aktien viel unwahrscheinlicher gewesen. Bitcoins 90-Tage-Korrelation mit dem Nasdaq erreichte im Mai 0,89, während Daten von K33 Research zeigten, dass die 30-Tage-Korrelation bis Ende Juli auf 0,43 gefallen war.

BlackRock argumentiert, dass Bitcoins sinkende Abhängigkeit von Aktien seine potenzielle Nützlichkeit als Portfolio-Diversifikator erhöht. Dies könnte einer der wichtigeren Trends werden, die es in den kommenden Monaten zu beobachten gilt. Wenn Bitcoin bei Nasdaq-Korrekturen weiterhin relativ gut abschneidet, könnte sich das Narrativ allmählich weg von einem „Tech-Risk-on-Asset“ hin zu einer eigenständigeren Anlageklasse verschieben.

Der schwächere Teil des Bildes bleibt die US-Regulierung. Die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY Act in diesem Jahr verabschiedet wird, ist auf Polymarket auf nur noch etwa 15 % gefallen. Es wird nicht erwartet, dass der Senat vor der Sommerpause über das Gesetz zur Krypto-Marktstruktur abstimmt. CoinShares glaubt dennoch, dass eine Verzögerung für Ethereum und Stablecoin-Projekte problematischer wäre als für Bitcoin selbst. Gleichzeitig verlagert sich die Debatte in Washington zunehmend weg von Fragen nach der Legitimität von Krypto hin zu ethischen Bedenken – insbesondere, ob Amtsträger eigene Token herausgeben und davon profitieren dürfen.

Hat Bitcoin bereits einen Boden gebildet?

Das Marktbild ist spürbar konstruktiver geworden, aber ein Element fehlt noch: die Bestätigung durch die Preisaktion. Einerseits flacht die Milliarden-Verkaufswelle der größten Halter ab, Fonds ziehen wieder Kapital an und das Zinsumfeld wird weniger restriktiv. Andererseits bleibt Bitcoin eines der schwächsten Haupt-Assets des Jahres 2026 und muss sich erst noch einen Vorteil gegenüber Aktien zurückerarbeiten.

Das aktuelle Setup sieht daher eher nach einem Bodenbildungsprozess aus als nach dem bestätigten Beginn einer weiteren Bullenmarkt-Phase. Besonders interessant ist jedoch die sich verändernde Marktstruktur: Geringeres Angebot von Walen trifft auf wiederkehrende institutionelle Nachfrage, während Bitcoins Korrelation mit dem Nasdaq zu sinken beginnt.

Die nächste Phase wird weitgehend von drei Faktoren abhängen: der Fed-Politik, dem Verhalten der größten BTC-Halter und der Frage, ob die Zuflüsse in ETFs und andere Anlageprodukte aufrechterhalten werden können. Wenn diese Faktoren von einer sich verbessernden relativen Stärke gegenüber der Wall Street begleitet werden, wird das Argument schwächer, dass Bitcoin in einem aktienbeherrschten Markt gefangen bleibt. Erst dann gäbe es deutlich stärkere Anzeichen dafür, dass der aktuelle Zyklus der Bitcoin-Schwäche tatsächlich zu Ende gegangen ist.

Bitcoin Chart (D1 Intervall)

Bitcoin Prognose im Tageschart

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 12.08.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

Bitcoin ETF Flows

Die letzten Wochen brachten erhebliche Volatilität bei den Spot-Bitcoin-ETF-Flüssen, aber der jüngste Wert von etwa +4,9 Millionen USD deutet im Wesentlichen auf ein Gleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot hin. Dies stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber der vorherigen Sitzung dar, als die Abflüsse rund 180 Millionen USD erreichten, obwohl ein einzelner positiver Tag nicht ausreicht, um eine nachhaltige Kapitalrückkehr zu bestätigen.

Breiter betrachtet zeigten Juli und Anfang August große Zuflüsse von über 200 Millionen USD im Wechsel mit ebenso scharfen Abflüssen, was die fehlende klare Überzeugung unter den Anlegern unterstreicht. BlackRock bleibt die Hauptquelle der Nachfrage an Tagen mit Zuflüssen, während die Flüsse bei anderen Fonds erheblich weniger konsistent sind – ein Muster, das auch über längere Zeiträume sichtbar ist. Für aktuelle Krypto News und den Bitcoin-Kurs wäre das konstruktivere Signal daher nicht ein einzelner außergewöhnlich starker Zuflusstag, sondern eine Reihe positiver Tage, die zeigen, dass institutionelle Anleger wieder systematisch Positionen aufbauen.

Dzienne napływy netto do funduszy ETF dla Bitcoina.

Quelle: XTB Research

Kumulierte Bitcoin ETF Flows

Nach 649 Handelssitzungen seit der Auflegung der US-Spot-Bitcoin-ETFs bleiben die kumulierten Nettozuflüsse mit rund 50,9 Milliarden USD beeindruckend und unterstreichen das Ausmaß der strukturellen Nachfrage, die sich um diese Anlageklasse entwickelt hat. Der iShares Bitcoin Trust von BlackRock ist der klare Spitzenreiter mit Zuflüssen von über 61,2 Milliarden USD, während Fidelity mehr als 10,1 Milliarden USD angezogen hat, was die starke Kapitalkonzentration in den zwei größten Produkten zeigt.

Das Hauptgegengewicht bleibt der Grayscale Bitcoin Trust, der Abflüsse von mehr als 25,6 Milliarden USD verzeichnete – ohne dieses Angebot läge das kumulierte Ergebnis für das gesamte Segment deutlich höher. Wichtig ist, dass die Gesamtbilanz der Gruppe trotz Phasen schwerer Abflüsse im Jahr 2026 positiv bleibt, was es schwer macht zu argumentieren, dass sich der langfristige Institutionalisierungstrend von Bitcoin umgekehrt hat. Die wichtigste Erkenntnis ist jedoch, dass der Erfolg der Bitcoin-ETFs sehr ungleich verteilt ist: Der Markt hat seine Gewinner klar gewählt, wobei BlackRock als dominantes Tor für Anleger hervorgeht, die einen regulierten BTC-Zugang suchen.

Quelle: XTB Research

Bitcoin ETFs im Vergleich mit den größten traditionellen Markt-ETFs

Kumulierte Zuflüsse von rund 50,9 Milliarden USD bringen Spot-Bitcoin-ETFs in eine interessante Position im Vergleich zu einigen der größten Produkte auf dem traditionellen ETF-Markt. Über einen vergleichbaren Zeitraum seit der Auflegung hat das Bitcoin-ETF-Segment bereits mehr Kapital angezogen als die Flüsse für den SPDR S&P 500 ETF Trust, den Vanguard Information Technology ETF und SPDR Gold Shares, obwohl es immer noch hinter den größten Vanguard- und iShares-Breitmarkt-Aktienfonds liegt.

Besonders bemerkenswert ist die Geschwindigkeit, mit der Bitcoin diese Kapitalbasis aufgebaut hat – US-Spot-ETFs sind erst seit Januar 2024 in Betrieb. Die Daten bestätigen, dass Spot-Bitcoin-ETFs zu einer der wichtigsten Brücken geworden sind, die Krypto mit der traditionellen Vermögensverwaltungsbranche verbinden, obwohl sich das Tempo der Zuflüsse in den letzten Monaten deutlich verlangsamt hat. Für jede fundierte Bitcoin Prognose ist daher nicht nur die Zahl von 50,9 Milliarden USD entscheidend, sondern die Tatsache, dass BTC ein Anlageprodukt geschaffen hat, das in so kurzer Zeit um Kapital mit einigen der weltweit größten und bekanntesten ETFs konkurrieren kann.

Quelle: XTB Research

Größte ETF-Zu- und Abflüsse im Vergleich zum Bitcoin-Kurs

Der Vergleich extremer ETF-Flüsse mit dem Bitcoin-Kurs zeigt, dass ETFs ein wichtiger Teil der Marktstruktur sind, aber keinesfalls als einfacher Kauf- oder Verkaufsindikator behandelt werden sollten. Die größten historischen Zuflüsse traten oft nahe lokaler Hochs oder in reifen Phasen von Bullenimpulsen auf, wenn steigende Preise zusätzliches Kapital anzogen, anstatt eine neue Rallye auszulösen.

Derselbe Mechanismus funktioniert umgekehrt: Die größten Abflüsse zeigen sich oft nach erheblichen Rückgängen, wenn Anleger als Reaktion auf eine sich verschlechternde Dynamik ihr Engagement reduzieren. Dies ist eine wichtige Beobachtung für die aktuelle Bitcoin Prognose, da sie darauf hindeutet, dass ETF-Flüsse teilweise reaktiv sind und einen bestehenden Trend verstärken können, anstatt ihn vorwegzunehmen.

Bei einem Bitcoin-Kurs von rund 64.200 USD wäre das Schlüsselsignal daher nicht ein einzelner starker Zuflusstag, sondern anhaltend positive Flüsse über mehrere aufeinanderfolgende Wochen. Nur eine solche Veränderung würde stärkere Beweise für eine dauerhaftere Rückkehr der institutionellen Nachfrage liefern.

Quelle: XTB Research

Eryk Szmyd, XTB Finanzmarktanalyst

 

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