- Stabiler Brent Rohölpreis trotz Geopolitik
- IEA korrigiert Ölnachfrage deutlich nach oben
- Kein schnelles Erreichen von „Peak Oil“
- Stabiler Brent Rohölpreis trotz Geopolitik
- IEA korrigiert Ölnachfrage deutlich nach oben
- Kein schnelles Erreichen von „Peak Oil“
An der Börse Aktuell zeigten sich die Ölpreise kaum beeindruckt von Äußerungen aus hochrangigen iranischen Kreisen. Demnach gibt es derzeit keine Verhandlungen über eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA. Dass der Brent Rohölpreis keine nennenswerte Bewegung zeigt, deutet darauf hin, dass Anleger trotz der jüngsten Schlagzeilen weiterhin von einer schrittweisen Deeskalation der Spannungen im Nahen Osten ausgehen.
► BrentWKN: 967740 | ISIN: XC0009677409 | Ticker: Brent Öl
Iran-Verhandlungen ohne Durchbruch
Aus Teheraner Sicht gibt es keine formelle Frist, die verlängert werden könnte, da die Waffenruhe nach iranischer Darstellung kein offiziell festgelegtes Startdatum hatte:
- Vorwürfe aus Teheran: Der Iran behauptet, die USA hätten die Zwischenvereinbarung bereits innerhalb der ersten 48 Stunden verletzt und sich anschließend zurückgezogen.
- Fokus der Gespräche: Die aktuellen Verhandlungen konzentrieren sich primär auf eine mögliche Rückkehr der USA zum Memorandum of Understanding (MOU) sowie auf einen Zeitplan für die Umsetzung früherer Verpflichtungen.
- Status Quo: Nach Angaben der iranischen Seite wurden bei diesen Verhandlungen bislang keine nennenswerten Fortschritte erzielt.
Wie beeinflussen die neuen IEA-Daten den Brent Rohölpreis?
Parallel dazu hat die Internationale Energieagentur (IEA) ihre historischen Schätzungen für die globale Ölnachfrage erneut deutlich nach oben korrigiert. Der Umfang der Anpassungen zeigt, dass der weltweite Verbrauch erheblich stärker war als bisher angenommen. Für die Börse Aktuell ergeben sich daraus folgende Kennzahlen:
- Nachfrage 2025: Der globale Ölverbrauch für 2025 wird nun auf 104,8 Millionen Barrel pro Tag (b/d) geschätzt – rund 300.000 b/d mehr als in der vorherigen Prognose.
- Deutlicher Jahresvergleich: Im Vergleich zu den Schätzungen vor einem Jahr liegt die aktuelle IEA-Bewertung der Nachfrage für 2025 sogar um bis zu 1,1 Millionen b/d höher.
- Überangebot bleibt bestehen: Trotz der spürbaren Aufwärtskorrektur der Nachfrage geht die IEA davon aus, dass der Ölmarkt im Jahr 2025 überversorgt war, da das durchschnittliche Angebot rund 106,3 Millionen b/d erreichte.
- Langfristiger Trend: Die IEA erwartet nun, dass der globale Ölverbrauch im Jahr 2027 rund 105,7 Millionen b/d erreichen wird. Dies liegt bereits über dem Niveau von 105,6 Millionen b/d, das die Agentur noch vor einem Jahr als Höchststand (Peak Oil) für 2029 prognostiziert hatte.

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 12.08.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Experten Fazit für Anleger
Die aufeinanderfolgenden Revisionen verdeutlichen, dass sich die globale Ölnachfrage als widerstandsfähiger erweist als bisher erwartet. Dies schwächt das Argument, dass der weltweite Ölverbrauch bereits kurz vor einem strukturellen Höhepunkt steht. Der Brent Rohölpreis wird an der Börse Aktuell folglich wieder nahe der Marke von 90 US-Dollar pro Barrel gehandelt.
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