An den globalen Finanzmärkten ist eine Risikoaversion zu beobachten, da die Anleger über die Verbreitung und die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus besorgt sind und Trump der EU mit neuen Autozöllen droht.
++ Coronavirus belastet die Marktstimmung ++ EUR-Händler auf Pressekonferenz von Lagarde gespannt ++ DE30 versucht Kurs zu stabilisieren ++
Die drei großen Indizes der Wall Street beendeten die gestrige Sitzung wenig verändert gegenüber ihren vorherigen Schlusskursen, gaben allerdings am Abend ihre gesamten Intraday-Gewinne wieder ab. In Asien ist heute ein breiter Ausverkauf erkennbar, wobei die chinesischen Aktien am stärksten betroffen sind - der Shenzhen Composite verliert sogar 3,45% an Wert.
Die Lungenkrankheit hat fast 600 Menschen infiziert und bereits elf Todesfälle gefordert. Die Ölhändler befürchten, dass der Virus die Nachfrageseite belastet könnte. Brent vertieft am Donnerstag seinen Rückgang und fällt auf ein 7-Wochentief. Am gestrigen Abend sorgte der durch das API signalisierte Aufbau der Rohöllagerbestände von 1,6 Mio. Barrel (Erwartung: -1,3 Mio. Barrel) für eine zusätzliche Belastung.
EURUSD bewegt sich seit letztem Freitag in einer engen Handelsspanne von 25 Punkten unterhalb der 1,11er-Marke. Nach dem „Inverted-Hammer” vom Dienstag gibt es die Hoffnung, dass das Paar am Fibonacci-Retracement von 61,8% - der im Dezember 2019 begonnenen Aufwärtsbewegung - abprallen könnte. Die Händler werden sich heute auf die Rhetorik der EZB-Chefin Christine Lagarde sowie die mögliche Ankündigung einer Strategieüberprüfung konzentrieren.
Der DE30 vertieft heute seinen Pullback und notiert zum ersten Mal seit zwei Wochen unterhalb der 200-Stunden-Linie. Die Bullen versuchen jedoch den Kurs über dem gestrigen Tagestief zu halten, sodass eine Erholung nicht auszuschließen ist. Es gibt allerdings einiges aufzuholen, daher bleibt der Markt weiter anfällig für Rückgänge. Aktuell ist ein Kursstand von 13.450 Punkten erkennbar.
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