Anleger um weltweiten Konjunkturausblick besorgt.
Die chinesischen Aktienmärkte und die Futures auf die US-Indizes sind zu Wochenbeginn gefallen, nachdem am Sonntag in Shanghai der erste Fall der hochinfektiösen Omicron-Subvariante BA.5 gemeldet wurde. Am Freitag verarbeiteten die Anleger die neuen Arbeitsmarktdaten aus den USA für Juni. Der marktbreite S&P 500 stieg für einen vierten Tag in Folge, beendete die letzte Sitzung der Handelswoche jedoch mit einem Doji - eine Kerze, die auf unentschlossene Marktteilnehmer hindeutete. Der NFP-Bericht fiel besser aus als erwartet, bekräftigte jedoch die Angst, dass die Fed ihren aggressiven Straffungskurs fortsetzen wird, um die Inflation zu bekämpfen. Am kommenden Mittwoch werden die Daten zu den US-Verbraucherpreisen für Juni veröffentlicht.
EURUSD fällt am Montag und versucht sich der rund 120 Pips entfernten Parität anzunähern. Am vergangenen Freitag hatte es bereits einen stärkeren Annäherungsversuch gegeben, doch die Intraday-Verluste konnten bis zum Ende der Sitzung wieder ausgeglichen werden. Das Paar schloss mit einem leichten Plus und einer bullischen Hammerkerze. Da die Umkehrkerze gegen die allgemeine Trendrichtung ausgebildet wurde, ist ein Test der Parität und des darunter liegenden Tiefs vom September 2002 bei 0,9607 am wahrscheinlichsten. Im H4-Chart gibt es keine Anzeichen, die eine stärkere Gegenbewegung rechtfertigen würden. Hierfür wäre ein Anstieg über den Widerstand bei 1,0190 notwendig.
Der DE30 gibt am Montag nach der volatilen Vorwoche nach. In der vergangenen Woche wurde nach einem Test des Jahrestiefs eine dreitägige Erholung eingeleitet. Der deutsche Leitindex schloss die Woche mit einem leichten Plus von rund 50 Punkten und bildete auf Wochenbasis eine bullische Hammerkerze aus. Der Fehlausbruch am Jahrestief signalisiert eine potenzielle Bodenbildung, doch der mittelfristige Abwärtstrend wurde dadurch nicht umgekehrt. Die kurzfristige Struktur im H4-Chart ist wiederum bullisch, sodass eine weitere Erholung möglich ist. Unterhalb des lokalen Tiefs bei 12.748 Punkten würden die Bären wieder übernehmen.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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