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11:10 · 12. Dezember 2019

Marktkommentar: EURUSD profitiert von schwachem USD

++ S&P 500 nähert sich seinem Allzeithoch ++ USD schwächelt nach Fed-Sitzung ++ DE30 steigt weiter gen Norden ++

Die Federal Reserve ließ am Mittwoch den Zinskorridor von 1,5% bis 1,75% unverändert und der Dot-Plot zeigte, dass 13 von 17 FOMC-Mitgliedern bis 2021 weder eine Senkung noch eine Erhöhung des Zinsniveaus vorsehen. Die Stellungnahme lieferte wenig bahnbrechende Nachrichten und Fed-Chef Jerome Powell bekräftigte bei seiner Pressekonferenz die Botschaft, dass der aktuelle geldpolitische Kurs angemessen sei. Powell sagte auch, dass das moderate Wirtschaftswachstum und die historisch niedrige Arbeitslosigkeit bis zu den Präsidentschaftswahlen 2020 anhalten dürften. Der S&P 500 profitierte von der akkommodierenden Haltung der Fed und beendete die gestrige Sitzung mit einem Gewinn von 0,3%.

Andererseits legte Powell seine persönliche Messlate für künftige Zinserhöhungen höher. Dies belastete die US-Währung an breiter Front und ließ EURUSD aufwerten. Das Paar näherte sich dem Anfang November ausgebildeten Double-Top-Muster, stößt jedoch mit der 200-Tage-Linie (EMA) auf starken Widerstand. Der gleitende Durchschnitt wird am Donnerstag vorerst respektiert - seit Mai 2018 ist ein Überwinden unmöglich, sodass der Druck groß ist. Wird eine Trendwende erneut verhindert? Die Händler konzentrieren sich am Mittag auf den Zinsentscheid der EZB (13:45 Uhr) sowie die erste Rede der neuen EZB-Chefin Christine Lagarde.  

Der DE30 befindet sich am Donnerstag nach den anfänglichen Anstiegen wieder in der Gewinnzone für diese Woche. Der seit Dienstagmittag zu beobachtende Erholungskurs lässt Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme des Trends aufkommen. Entscheidend ist ein Befreiungsschlag bei 13.300 Punkten. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der deutsche Leitindex bei 13.202 Punkten.
 

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