Der US500 korrigiert am Donnerstag fast bis zum 50%-Retracement des vorherigen Aufwärtsimpulses.
Am Dienstagnachmittag hatte der Index begonnen, sich von seinem Rekordhoch zurückzuziehen und durchbrach gestern Abend nach der Veröffentlichung des FOMC-Protokolls für die Dezembersitzung die lokalen Unterstützungen. Die Fed bereitet sich darauf vor, die Geldpolitik schneller zu straffen als bisher angenommen, um eine Überhitzung der US-Wirtschaft zu verhindern. Die Rendite der 10-jährigen US-Anleihen ist auf über 1,7% gestiegen, den höchsten Stand seit März 2021. Dies verstärkte die Sorgen um die wachstumsorientierten Tech-Aktien, die gestern erneut am stärksten abverkauft wurden.
EURUSD fällt am Donnerstag unter 1,13 und nähert sich dem am Dienstagmittag bei 1,1272 erreichten Wochentief. Am Mittwoch hatte sich das Paar erholt und im Stundenchart bis zum 61,8%-Retracement des vorherigen Abwärtsimpulses korrigiert. Dort stieß der Kurs mehrfach auf Widerstand und begann gestern Abend zu drehen. Um den kurzfristigen Abwärtstrend zu bestätigen, müsste der Bereich um 1,1272 durchbrochen werden. Sollte dies gelingen, dürften sich die Verkäufer wieder auf das Jahrestief 2021 konzentrieren, das am 24. November bei 1,1186 erreicht wurde und aktuell rund 70 Pips entfernt ist.
Am deutschen Aktienmarkt hat die Volatilität zugenommen. Am Donnerstag durchbrach der DE30 vorbörslich das gestrige Tagestief, konnte jedoch die heutigen Verluste größtenteils wieder ausgleichen (langer Schatten im D1), während der Index am Mittwoch mit einem Minus schloss - gegen Mittag begann der DE30 wenige Punkte unterhalb des Allzeithochs zu schwächeln. Im Stundenchart ist die kurzfristige Struktur innerhalb des übergeordneten Aufwärtsimpulses durch den beschriebenen Bruch bärisch. Nur ein Anstieg über das Wochenhoch (16.273 Punkte) würde daran etwas ändern.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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