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10:10 · 23. Mai 2019

Marktkommentar: Kein Ende beim Handelsstreit in Sicht

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++ Tech-Sektor wird zur Zielscheibe ++ Risikoaversion nimmt zu ++ S&P 500 könnte Unterstützungszone um 2.800 Punkte-Marke testen ++ DE30 verliert am Donnerstag an Boden ++

Statt erhofften Signalen von Gesprächsbereitschaft, intensiviert sich der Handelsstreit zwischen den USA und China weiter, wobei speziell der Tech-Sektor zunehmend zur Zielscheibe wird. Der Angriff auf technologielastige Unternehmen ist keinesfalls Zufall, wenn man sich die Top 10-Liste der Produkte chinesischer US-Importe anschaut, die bisher von Strafzöllen ausgenommen waren. Die von der Internationalen Handelskommission der USA (ITC) veröffentlicht Liste wird vor allem mit großem Abstand von Mobiltelefonen und Laptops angeführt, die ein Handelsvolumen von 44,8 Mrd. USD bzw. 38,7 Mrd. USD umfassen. „Sowohl die USA als auch China scheinen sich auf eine längere Periode des Handelskonflikts vorzubereiten", schrieben Analysten von Nomura. Ein Ende der Handelsspannungen ist offenbar nicht in Sicht.

Der gestrige Handelstag am Mittwoch war alles andere als spektakulär, da bei allen drei großen US-Aktienindizes überschaubare Verluste zwischen -0,28% und -0,45% zu beobachten waren. Der NASDAQ war nicht überraschend der Underperformer. Beim marktbreiten S&P 500 konnten die Bullen zwar seit Dienstag vor einer Woche den Kurs stabilisieren und Abstand von der Unterstützung um die 2.800-Punkte-Marke halten, für einen Ausbau der Erholung reichte es allerdings nicht. Andererseits fällt der US-Aktienindex im H4-Chart zum ersten Mal in der Rallye von 2019 nachhaltig unter den 200er EMA. Unter der Berücksichtigung des erhöhten Abwärtsdrucks im vorbörslichen Handel könnten die Bären einen stärkeren Ausverkauf vorbereiten. Die Käuferseite ist damit in der Bringschuld, um dies zu vermeiden.

Das gestern Abend veröffentlichte FOMC-Sitzungsprotokoll des letzten Treffens erwies sich wie bereits von vielen erwartet als Nicht-Ereignis. Die Fed-Mitglieder sehen angesichts der unsicheren Aussichten für die Weltwirtschaft einen weiterhin geduldigen Ansatz als angemessen. Des Weiteren wurden die Chancen auf eine Zinssenkung verringert, da einige Notenbanker die schwächeren Inflationsdaten als „vorübergehend” betrachtet werden. Die Haltung ist allerdings nichts neues, da Fed-Chef Jerome Powell dies bereits bei einer Rede kommuniziert hatte. Die Märkte sahen daher wenig Anlass auf das geldpolitische Update zu reagieren. Beim USDIDX als auch bei der Wall Street waren keine nennenswerten Bewegungen zu beobachten.

Am deutschen Aktienmarkt machten die Bären bereits im vorbörslichen Handel Druck. Die Abwärtsbewegung gewann zur europäischen Eröffnung rasant an Dynamik und um 10:45 Uhr wird der DE30 sogar unterhalb der 12.000 Punkte-Marke gehandelt. Die letzte Hoffnung liegt nun bei der Unterseite des bullischen Trendkanals der Rallye von 2019, die sich bereits vergangene Woche einigen Tests unterziehen musste. Ein Schlusskurs unterhalb der genannten Unterseite würde den Aufwärtstrend brechen. Danach könnten die Bären den 200er EMA bei 11.790 Punkten in Angriff nehmen.

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