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09:00 · 9. Mai 2022

Marktkommentar: Märkte am Rande der Panik

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S&P 500 fällt seit fünf Wochen.

Die Inflations- und Zinsängste, der anhaltende Ukraine-Krieg und die sich verschlechternden Wachstumsaussichten treiben die Finanzmärkte an den Rand der Panik. Die Futures auf den S&P 500 fallen zu Wochenbeginn zum vierten Mal in diesem Monat unter die Tiefs vom Februar. Bisher tauchten immer wieder rechtzeitig Käufer auf, doch ein stärkerer Rückgang könnte mehr Stopp-Loss-Orders auslösen und weitere Short-Seller anziehen. Ausschlaggebend für eine Verbesserung der kurzfristigen Situation wäre ein Anstieg über die Hochs von Ende April. An diesen war der Index bei der Erleichterungsrally vom Mittwoch nach dem Zinsentscheid der Fed gescheitert.

EURUSD gibt am Montag um die 30 Pips nach und testet die 1,05er-Marke, die an jedem Handelstag der Vorwoche erfolgreich verteidigt werden konnte. Am Freitag beendete das Paar die Handelswoche im Wochenchart mit einer Doji-Kerze. Durch den tieferen Schlusskurs wurde die Abwärtsbewegung für eine fünfte Woche in Folge fortgesetzt, doch die Doji-Kerze deutet auf eine gewisse Unentschlossenheit sowie erschöpfte Verkäufer hin. Um den Abwärtstrend zu beenden, müsste das Paar kräftig steigen - selbst Anstiege bis zur 1,09er-Marke wären im Tageschart als Korrekturen einzuordnen.

Der DE30 ist am Montag im vorbörslichen Handel unter das Tief gerutscht, das am Mittwoch vor zwei Wochen bei 13.572 Punkten erreicht wurde. Ein Großteil der Verluste wurde kurzfristig wieder ausgeglichen, doch ein Tagesschlusskurs darunter würde den kurzfristigen Aufwärtstrend beenden. Am vergangenen Mittwoch hat der deutsche Leitindex nach einem zweiten Versuch den Widerstand bei 14.182 Punkten nachhaltig durchbrochen, was einen kurzfristigen Richtungswechsel signalisiert hat. Die Stimmung bleibt weiterhin angespannt, da die kurzfristige Volatilität hoch ist und das Bullenlager starke Hürden vor sich hat.

Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de

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