Die Risikoaversion an den Finanzmärkten nimmt zu.
Zu Wochenbeginn weiten die Futures auf die drei wichtigsten US-Indizes ihre Verluste der vergangenen Woche weiter aus. Der technologielastige Nasdaq verliert über 3% an Wert und testet das Jahrestief. Anleger sind besorgt, da die Stimmung der US-Verbraucher laut den Daten der University of Michigan im Juni auf ein Rekordtief gefallen ist und die Fed mit ihrem geldpolitischen Straffungsprozess eine Rezession auslösen könnte. Andere Anlageklassen wie Rohstoffe und Kryptowährungen stehen ebenfalls unter Druck. Die Ölsorte Brent fällt um fast 2% auf unter 120 Dollar pro Barrel, während der Bitcoin um 8% auf 25.000 Dollar nachgibt und damit den tiefsten Stand seit 18 Monaten erreicht.
EURUSD fällt am Montag für einen dritten Handelstag in Folge und findet kurzfristig Unterstützung am Tagestief vom 18. Mai bei 1,0460. Seit dem Intraday-Hoch vom Donnerstag, dass nach der Bekanntgabe des EZB-Zinsentscheids erreicht wurde, ist das Paar um 3% gefallen. Der Dollar wertet gegenüber dem Euro wieder auf, da die Händler stärkere Zinsanhebungen durch die Fed erwarten und die US-Währung als sicherer Hafen gilt. Sollten die Aktienindizes von der Wall Street ihre Jahrestiefs nicht verteidigen können, würde dies für eine weitere Dollar-Aufwertung sprechen. Das nächste wichtige EURUSD-Ziel auf der Unterseite ist das im Mai erreichte 5-Jahrestief bei 1,0349.
Der DE30 gibt am Montag über 300 Punkte nach und nähert sich dem Monatstief vom Mai bei 13.272 Punkten an. Der Index fällt für den vierten Handelstag in Folge - seit dem letzten signifikanten Hoch vom 6. Juni hat der DE30 über 1.200 Punkte an Wert verloren. Sollte das oben genannte Niveau bei 13.272 Punkten nicht als Unterstützung genutzt werden, könnte das Jahrestief, das am 7. März bei 12.423 Punkten erreichte wurde, anvisiert werden. Im H4-Chart gibt es keine Anzeichen, die auf eine bullische Umkehr hindeuten.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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