++ Schwache Asien-Sitzung am Donnerstag ++ EURUSD-Händler auf Inflationsdaten aus Deutschland gespannt ++ DE30-Bären versuchen sich durchzusetzen ++
Die drei großen US-Indizes profitierten am Mittwoch von einigen starken Datenpunkten und bildeten den dritten Tag in Folge neue Allzeithochs aus. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete jedoch gestern Gesetze, die die pro-demokratische Bewegung in Hong Kong unterstützen. Die Unterzeichnung dürfte keine Überraschung gewesen sein, lässt jedoch Sorgen aufkommen, dass dies den Abschluss eines Phase-1-Abkommens mit China erschweren könnte. Peking warnte am Donnerstag bereits vor „starken Gegenmaßnahmen". Die heutige Asien-Sitzung enttäuschte und der S&P 500 (Future) gibt seine gestrigen Gewinne fast vollständig ab. Die US-Märkte bleiben heute aufgrund eines Feiertages („Thanksgiving”) geschlossen.
EURUSD stand am Mittwoch unter Verkaufsdruck, nachdem einige US-Daten positiv überraschten. Die BIP-Daten für das dritte Quartal wurden von 1,9% auf 2,1% revidiert, während der Auftragseingang langlebiger Güter im Oktober um 0,6% anstieg (Erwartung: -1,4%). Die Unterstützung an der 1,10er-Marke wurde getestet, aber nicht unterschritten. Einerseits könnte der Markt bereits eine starke US-Wirtschaft eingepreist haben, andererseits dürfte die schwache PCE-Inflation aus den USA die Abwärtsbewegung gebremst haben - die Kerninflation ging im Oktober von 1,7% auf 1,6% im Jahresvergleich zurück. Die Inflationsdaten aus Deutschland (14:00 Uhr) könnten beim EURUSD-Paar über Abpraller oder Einbruch entscheiden.
Der DE30 konnte in den letzten Handelstagen die Marke von 13.300 Punkten nicht überwinden und wird am Donnerstag erneut zurückgeworfen. Die Rückgänge halten sich Grenzen, die Bären scheinen aber weiterhin die Oberhand zu behalten. Wenn die Bullen nicht bald aktiv werden, wäre eine Annäherung an die untere Grenze des Konsolidierungsbereichs bei 13.160 Punkten möglich. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der deutsche Leitindex bei 13.234 Punkten.
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