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10:08 · 23. Mai 2022

Marktkommentar: S&P 500 - Abwärtstrend intakt, kritische Corona-Lage in China

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Leichte Erholung nach kurzfristiger Bodenbildung.

Die Futures auf die US-Indizes erholen sich am Montag etwas, nachdem der S&P 500 in der Vorwoche seine Verlustserie für eine siebte Woche in Folge ausgebaut hat. Die Quartalszahlen großer US-Einzelhändler, die Aussicht auf eine weitere Straffung der Geldpolitik und die sich verschlechternde Corona-Situation in China lasteten auf der Stimmung. Andererseits ist es am Freitag an den Tiefs vom 12. Mai zu einem Fehlausbruch gekommen - kurzfristig lässt dies auf eine Bodenbildung hoffen. Der Stabilisierungsversuch ändert jedoch nichts an der Trendrichtung. Durch den heutigen Kursanstieg notiert der Index wenige Punkte über dem 23,6%-Retracement des vorherigen Abwärtsimpulses.

EURUSD steigt am Montag und testet das Hoch der Vorwoche, das am Donnerstagabend bei 1,0607 erreicht wurde. Wichtiger ist der Widerstand bei 1,0642 - das Hoch vom 5. Mai, mit dem der jüngste Abwärtsimpuls begann. Eine Fortsetzung des Abwärtstrends ist am wahrscheinlichsten, während ein Tagesschlusskurs darüber eine Trendumkehr signalisieren könnte. In der Vorwoche hat das Paar seinen sechswöchigen Rückgang unterbrochen und die Woche mit einem Plus von mehr als 200 Pips geschlossen. Der kurzfristige Chart zeigt, dass der Kurs seit einigen Stunden an der 1,06er-Marke zu kämpfen hat. Im Stundenchart hat es bisher lediglich für drei Fehlausbrüche gereicht.

Der DE30 ist am Montag fester in den Handel gestartet und hat den Abstand zu dem Widerstand bei 14.318 Punkten verringert. In der Vorwoche hat es bereits einen Annäherungsversuch gegeben. Solange die Hürde nicht per Tagesschlusskurs überwunden wird, ist eine weitere Verkaufswelle am wahrscheinlichsten. Das Tief der Vorwoche, das am Donnerstag bei 13.671 Punkten erreicht wurde, könnte den Verkäufern als nächstes Kursziel dienen. Im Stundenchart ist die kurzfristige Struktur bullisch - dies könnte sich ändern, wenn der deutsche Leitindex unter das lokale Tief bei 14.074 Punkten rutscht. Händler sollten auch das offene Aufwärtsgap berücksichtigen.

Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de

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