US-Börsen bleiben wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen.
Die Futures auf den S&P 500 geben am Montag nach und testen die Marke von 3.800 Punkten. Der Handel mit den Futures ist aufgrund des US-Feiertages (Unabhängigkeitstag) verkürzt. Die hohen Inflationsraten und das sich verlangsamende Wachstum belasten die Stimmung. Anleger fragen sich, ob mit dem Fehlausbruch der Vorwoche und dem Abpraller am 50%-Retracement der vorherigen Abwärtsbewegung eine neue Verkaufswelle gestartet worden sein könnte. Andererseits wurde am Freitag ein Bullish-Engulfing ausgebildet und das kurzfristige Chartbild ist durch lange untere Schatten geprägt - ein Versuch, den Kurs zu stabilisieren.
EURUSD hält sich am Montag über der 1,04er-Marke, an der es seit dem 13. Juni zu sechs Fehlausbrüchen gekommen ist. Die letzten beiden Fehlausbrüche waren Ende der Vorwoche zu beobachten. Der Abwärtstrend ist intakt, kann jedoch nicht durch tieferes Tiefs bestätigt werden. Man beachte, dass das Paar seit Mai die Tiefs aus dem Jahr 2017 bei 1,0340 nicht getestet hat - es kam lediglich zu Annäherungsversuchen. Bei einem nachhaltigen Bruch würde die Parität in den Fokus rücken. Die starke Unterstützung bei 1,0340 und die Tatsache, dass der Kurs seit dem Hoch vom Juni um 15% gefallen ist, könnten für eine Gegenbewegung sprechen.
Der DE30 fällt zu Wochenbeginn und verringert den Abstand zu den Tiefs vom März (12.423 Punkte) auf weniger als 400 Punkte. Gegenüber dem Hoch vom Mai hat der deutsche Leitindex 1.900 Punkte (13%) an Wert verloren. Seit über drei Monaten notiert der Kurs in der Range der Monatskerze vom März - um den Abwärtstrend zu bestätigen, muss die Unterstützung bei 12.423 Punkten durchbrochen werden. Die nachlassende Dynamik der vergangenen zwei Wochen könnte wiederum auf eine Stabilisierung und eine kurzfristige Gegenbewegung sprechen. Im Tageschart würde es über dem Hoch vom 27. Juni (13.364 Punkte) bullischer werden - hier begann der jüngste Abwärtsimpuls.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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