Die US-Indizes versuchen, den Wochenverlust auszugleichen.
Die weltweiten Aktienmärkte erholen sich am Dienstag, da die landesweiten Unruhen in China über die Covid-Beschränkungen nachließen. Anleger hoffen, dass die Proteste dazu führen, dass sich Peking schneller von der strikten Zero-Covid-Politik abwendet. Der CHNComp legte heute um 4,70% zu, während die US-Indizes im vorbörslichen Handel versuchen, sich von den gestern erlittenen Verlusten zu erholen. Der Nasdaq 100 schneidet mit einem Plus von 0,56% am besten ab. Gestern hatte der Index fast um 1,6% nachgegeben, da es auch hawkische Kommentare von Fed-Mitgliedern gab. James Bullard warnte davor, dass die Anleger die Chancen für höhere Zinsen unterschätzen könnten.
EURUSD steigt am Dienstag um 0,32% und versucht im 4-Stundenchart über den EMA21 zu klettern. Gestern hatte das Paar den gleitenden Durchschnitt unterschritten, nachdem es im Intraday-Handel zu einer scharfen Umkehr gekommen ist. EURUSD hatte mittags kurz vor der 1,05er-Marke gedreht. Der Fehlausbruch am darunter liegenden Hoch bei 1,0481, das vor zwei Wochen erreicht wurde, löste einen stärkeren Rückgang aus. Im Wochenchart ist der Aufwärtstrend, der vor drei Wochen eingeleitet wurde, noch intakt, sodass ein neuer Ausbruchsversuch folgen könnte. Eine Rückkehr über den EMA könnte darauf hindeuten, dass die Käufer zurück sind.
Der DE30 steigt am Dienstag um 0,42% - der Anstieg kann als korrektive Bewegung eingeordnet werden. Gestern hatte der deutsche Leitindex die kurzfristigen Unterstützungen bei 14.453 und 14.374 Punkten durchbrochen. Der EMA21 im 4-Stundenchart wurde bei diesem Rückgang ebenfalls unterschritten. Der gleitende Durchschnitt wurde seit heute Nacht mehrfach getestet. Die Ausbrüche waren jedoch nicht nachhaltig, sodass die Bären kurzfristig ihren Vorteil behalten. Händler sollten sich daher auf tiefere Tiefs einstellen. Um einen neuen Aufwärtstrend einzuleiten, muss der Widerstand bei 14.527 Punkten durchbrochen werden - hier begann der jüngste Abwärtsimpuls.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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