Das US-Börsenbarometer scheitert immer wieder am 61,8%-Retracement.
Der S&P 500 tritt am Mittwoch vorbörslich auf der Stelle, da die US-Zwischenwahlen noch keinen klaren Sieger haben. Das Rennen ist knapp und die Auszählung der Stimmen geht weiter. Den ersten Ergebnissen zufolge behalten die Demokraten die Kontrolle über den Senat, die Republikaner dürften das Repräsentantenhaus übernehmen. Das endgültige Ergebnis könnte jedoch erst in einigen Tagen oder sogar Wochen feststehen. Gestern stieg der marktbreite Index für den dritten Handelstag in Folge. Allerdings war ein Fehlausbruch am 61,8%-Retracement des Abwärtsimpulses, der in der Vorwoche gestartet wurde, zu beobachten. Anleger haben am Abend kurzfristige Gewinne mitgenommen.
EURUSD steigt am Mittwoch leicht und versucht, sich dem Oktober-Hoch bei 1,0093 anzunähern. Der gestrige Ausbruchsversuch war nicht erfolgreich, doch die Bullen scheinen nicht locker zu lassen. Man beachte, dass mit dem gestrigen Anstieg das 78,6%-Retracement des Abwärtsimpulses, der vor acht Wochen gestartet wurde, durchbrochen wurde. Dies signalisiert, dass die Aufwärtskorrektur im Abwärtstrend stark ist. Nach dem gestrigen Fehlausbruch auf der Oberseite könnte sich jedoch ein Double-Top abzeichnen. Ein Ausbruch nach oben würde wiederum weiteres Aufwärtspotenzial freisetzen. Entscheidend für einen Richtungswechsel ist ein Anstieg über das September-Hoch bei 1,0197.
Der DE30 schwankt am Mittwoch zwischen Gewinnen und Verlusten. Gestern ist der deutsche Leitindex für den dritten Handelstag in Folge gestiegen. Dabei konnten die Bullen den Kurs über das September-Hoch bei 13.569 Punkten drücken. Dadurch hat sich das Chartbild mittelfristig aufgehellt. Um den langfristigen Abwärtstrend zu beenden, muss das August-Hoch, das bei 13.969 Punkten zu finden ist, nachhaltig durchbrochen werden. Anzumerken ist, dass der DE30 in dieser Woche zum ersten Mal seit Anfang Juni die 50-Wochen-Linie getestet hat. Der gleitende Durchschnitt wurde erreicht, nachdem der Index seit Anfang Oktober ohne größere Unterbrechungen um fast 2.000 Punkte zugelegt hat.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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