Die Finanzmärkte starten vorsichtig in die neue Handelswoche.
Die Futures auf den S&P 500 ziehen sich zu Wochenbeginn leicht zurück, nachdem am vergangenen Freitag ein wichtiger Widerstandsbereich erreicht wurde: Das 61,8%-Retracement des vorherigen Abwärtsimpulses und die psychologische Marke von 4.000 Punkten. In der Vorwoche hatte der marktbreite Index rund 6% an Wert gewonnen, da Anleger darauf setzten, dass die Fed auf der nächsten Sitzung im Dezember die Zinsen nur um 50 Basispunkte anheben wird. Der Fed-Direktor Christopher Waller warnte jedoch, dass der Zinserhöhungszyklus noch einige Zeit andauern werde. Das Treffen zwischen US-Präsident Joe Biden und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping ist heute das wichtigste Ereignis.
EURUSD steigt am Montag um 0,22% und nähert sich dem Hoch der Vorwoche an. Am Freitag ist das Paar bis auf 1,0357 gestiegen - den höchsten Stand seit Anfang Juli, wenn man die Tageschlusskurse berücksichtigt. In der Vorwoche hatte das Paar das September-Hoch bei 1,0197 nachhaltig durchbrochen. Der Bruch hat den langfristigen Abwärtstrend beendet. Die nächsten Kursziele auf der Oberseite sind die Hochs vom Juni bei 1,0366 und Mai bei 1,0627. Gegenüber dem Jahrestief, das im September bei 0,9535 erreicht wurde, ist das Paar um mehr als 800 Pips gestiegen. Im Wochenchart liegt die wichtigste Support-Zone zwischen 0,9730 und 0,9976.
Der DE30 kann sich am Montag von den vorbörslichen Verlusten erholen und steht kurz vor einem Test des Hochs der Vorwoche. Dieses wurde am Freitagabend bei 14.351 Punkten erreicht. Der Widerstand muss überwunden werden, um den Aufwärtstrend zu bestätigen. Im Falle einer kurzfristigen Topbildung werden sich die Bären auf die Unterstützung bei 14.189 Punkten konzentrieren. Von diesem Niveau begann der jüngste Aufwärtsimpuls im Stundenchart - die Bullen wollen diesen Bereich verteidigen. In der Vorwoche setzte der DE30 die Rally für eine sechste Woche in Folge fort. Die Aufwärtsbewegung hatte an Dynamik gewonnen, da die Hochs vom September und August durchbrochen wurden.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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