Der S&P 500 drehte am Dienstagnachmittag und gab die gesamten Wochengewinne ab.
Die Futures auf den S&P 500 werden am Mittwoch vor der Veröffentlichung des Fed-Protokolls wenig verändert gegenüber dem gestrigen Schlusskurs gehandelt. Der marktbreite Index hält sich über dem 61,8%-Retracement des vorherigen Aufwärtsimpulses, das gestern zum zweiten Mal in drei Handelstagen getestet wurde. Am Dienstag verschlechterte sich die Stimmung kurz nach Beginn der US-Eröffnung, da eine neue Sanktionsrunde gegen Russland bevorsteht und ein zu hawkischer Kurs der Fed eine Rezession auslösen könnte. Um den kurzfristigen Trend umzukehren, müssten die Tiefs vom 23. März durchbrochen werden.
EURUSD setzt am Mittwoch seine Abwärtsbewegung, die vor vier Handelstagen begann, fort und notiert auf dem tiefsten Stand seit dem 8. März. Die Verluste für diese Woche belaufen sie aktuell auf mehr als 150 Pips. Sollte das Paar die Woche im Minus schließen, wäre dies der vierte Richtungswechsel innerhalb von vier Wochen. Das nächste übergeordnete Kursziel für die Verkäufer sind die Jahrestiefs, die am 7. März bei 1,0805 erreicht wurden. Im Stundenchart gibt es keine Anzeichen, die auf eine kurzfristige Trendumkehr hindeuten könnten.
Der DE30 hat den Handel am Mittwoch auf der Höhe des gestrigen Schlusskurses gestartet, da die vorbörslichen Verluste bereits vorher wieder ausgeglichen wurden. Während der asiatischen Sitzung ist der Index für eine kurze Zeit unter das gestrige Tagestief gefallen. Die Bullen konnten seit der vergangenen Woche die Angriffe der Bären mehrfach zwischen dem 61,8%-Retracement und dem 78,6%-Retracement der vorherigen Aufwärtsbewegung vereiteln. Das Chartbild bleibt dennoch fragil, insbesondere nach dem gestrigen Abpraller an der 50-Tage-Linie.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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