Aufmerksamkeit richtet sich auf die Non-Farm Payrolls.
Die Futures auf den S&P 500 legen am Freitag vor den Arbeitsmarktdaten für März, die um 14:30 Uhr veröffentlicht werden, leicht zu. Am Donnerstag gewann die kurzfristige Abwärtskorrektur an Dynamik, da Putin mit seinem Rubel-Dekret verwirrte - Zahlungen für russisches Erdgas sollen künftig in Rubel erfolgen. Anleger könnten vorsichtig bleiben, da der Ukraine-Krieg die Energie- und Verbraucherpreise anziehen lässt und die Fed gezwungen ist, schneller zu straffen. Dies könnte die Wirtschaft bremsen - der Anleihemarkt deutete diese Woche erstmals seit 2019 auf eine bevorstehende Rezession hin.
EURUSD setzt am Freitag die gestern eingeleitete Abwärtsbewegung fort und nähert sich der 1,10er-Marke an. Der Rückgang könnte im Tageschart auf den Beginn eines neues Abwärtsimpulses hindeuten, da es am Donnerstag am Hoch vom Vortag beim 78,6%-Retracement zu einem Fehlausbruch kam. Es wurde auch ein Bearish-Engulfing ausgebildet und das Paar ist unter die 50-Tage-Linie gerutscht, die erst am Mittwoch zurückgewonnen wurde. Der NFP-Bericht könnte darüber entscheiden, ob der langfristige Abwärtstrend wieder aufgenommen wird oder nicht.
Der DE30 ist am Freitag etwas höher in den Handel gestartet - aktuell belaufen sich die Gewinne auf rund 100 Punkte. Am Donnerstag hat der deutsche Leitindex die am Mittwochnachmittag eingeleitete Abwärtsbewegung fortgesetzt. Der Rückgang ist vorerst als Abwärtskorrektur im kurzfristigen Aufwärtstrend einzuordnen. Erst ein Rückgang unter die Tiefs bei 14.117 Punkten würde den Trend umkehren. Dennoch ist das Chartbild fragil, da der Kurs am Dienstag vor der 100-Tage-Linie gedreht hat und am Donnerstag wieder unter die 50-Tage-Linie gerutscht ist.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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