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10:10 · 30. Dezember 2019

Marktkommentar: USD schwächelt zum Jahresende

++ Geopolitische Risiken nehmen zu ++ EURUSD überwindet 1,12er-Marke ++ DE30 gibt am Montag etwas nach ++

Die Ölpreise stiegen am Montag nach einem US-Luftangriff gegen die vom Iran unterstützten Milizen im Irak und in Syrien (Hisbollah) auf ein neues 3-Monatshoch. Dies ist eine Reaktion auf die Tötung eines US-Zivilisten am vergangenen Freitag. US-Beamte warnten am Sonntag vor „zusätzlichen Maßnahmen", um die Interessen der Vereinigten Staaten zu verteidigen. Brent notiert heute früh bei 70 USD. An den Aktienmärkten sind gemischte Signale zu erkennen. Während der S&P 500 am Freitag nach einer dreimonatigen Rallye eine Verschnaufpause einlegte, outperformen die chinesischen Aktien zum Wochenbeginn: Der Shanghai Composite konnte sogar um 1,16% steigen.

Der USD schwächelt zum Jahresende, da die Hoffnung auf ein Phase-1-Deal und die lockere Geldpolitik großer Zentralbanken die Aussichten für die Weltwirtschaft verbessern. Der USDIDX erlebte am Freitag den größten Rückgang seit Oktober und könnte das schwächste Wachstum seit sechs Jahren aufweisen. EURUSD überwindet am Montag zum ersten Mal seit Mitte August die 1,12er-Marke. Europäische Anleger könnten jedoch weiter vorsichtig bleiben, was das Wachstum in der Eurozone im nächsten Jahr angeht. Überzeugende EMIs aus China in dieser Woche könnten dem EUR zu einer weiteren Aufwertung verhelfen.

Der DE30 konnte am Freitag trotz der anfänglichen Gewinne nicht weiter steigen und rutschte am Nachmittag sogar in die Verlustzone. Der Kampf um die Marke von 13.300 Punkten scheint kein Ende zu nehmen, da der Kurs am heutigen Montag weiter nachgibt. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der deutsche Leitindex bei 13.180 Punkten.
 

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