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10:10 · 12. August 2019

Marktkommentar: Verbesserte Risikostimmung nachhaltig?

++ Goldman Sachs sieht zunehmendes Rezessionsrisiko in den USA ++ Lega-Chef Salvini fordert Neuwahl für Posten des Ministerpräsidenten ++ EURUSD rutscht unter 1,12er-Marke ++ DE30 am Montagmorgen bei 11.800 Punkten ++

In der vergangenen Woche drehte sich alles um die Abwertung des chinesischen Yuans, die Sorge um einen möglichen Währungskrieg zwischen den USA und China auslöste. Die USA beschuldigten China der Währungsmanipulation und seitdem erhielten die Anleger gemischte Signale an der Handelsfront: Einerseits stabilisierte die PBoC den Yuan, um zu zeigen, dass man die eigene Währung nicht als Werkzeug im Handelsstreit nutzen werde. Andererseits belasten die Kommentare von US-Präsident Donald Trump vom letzten Freitag die Risikostimmung. Trump sagte, dass die geplanten Verhandlungsgespräche mit Peking abgebrochen werden könnten. Zum Wochenauftakt reagierten die chinesischen Aktien jedoch erstmal positiv auf die heutige Festlegung des täglichen Yuan-Referenzkurses, während die Futures der drei großen US-Aktienindizes leicht in der Gewinnzone notieren. Aufgrund der Intensivierung des Handelskonflikts äußerte Goldman Sachs wiederum Bedenken hinsichtlich einer US-Rezession. Die US-Investmentbank passte ihre Wachstumsprognose für das vierte Quartal um 0,2% an und erwartet kein Handelsabkommen vor den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020.

In Europa sorgt das politische Chaos innerhalb der italienischen Regierung aus rechter Lega und populistischer Fünf-Sterne-Bewegung für Unruhen. In den letzten Monaten war im Parlament eine immer größere Spaltung zu beobachten. Der stellvertretende Regierungschef Matteo Salvini sieht keine Zukunft für die aktuelle Koalition und fordert eine schnelle Neuwahl um selbst Ministerpräsident zu werden. Am Freitag beantragte die Lega ein Misstrauensvotum gegen den parteilosen Ministerpräsident Giuseppe Conte. Eine mögliche Abstimmung könnte am 13. Oktober stattfinden. Der EURUSD steht am Montag unter Druck. Nach der Zurückeroberung der wichtigen 1,12er-Marke tendierte das Paar einige Tage seitwärts und wies eine sehr geringe Volatilität auf. Im heutigen frühen Handel haben die Bären die Unterseite der jüngsten Konsolidierung um die 1,1180 durchbrochen, sodass der EURUSD auch aus technischer Sicht mit mehr Verkaufsdruck konfrontiert werden könnte.

Der DE30 versucht sich weiterhin von seinem im Juli eingeleiteten Ausverkauf zu erholen. Ein langer unterer Schatten bei der letzten Wochenkerze könnte den Bullen etwas Hoffnung gemacht haben. Wichtige Widerstandszonen, wie beispielsweise die 12.000-Punkte-Marke, sind noch weit entfernt, sodass weitere Anstiege notwendig sind, um das Vertrauen nachhaltig zu stärken. Der Beginn der neuen Handelswoche war zwar positiv, die lokalen Hochs um die 11.850 Punkte bleiben jedoch unüberwindbar. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert der deutsche Leitindex bei 11.745 Punkten. 

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