Die Märkte hoffen auf eine weitere Entspannung an der Inflationsfront.
Die Anleger scheinen erst einmal keine größeren Positionen eingehen zu wollen. Die Futures auf den S&P 500 halten sich vor dem Bericht zu den US-Verbraucherpreisen in einer engen Range von 25 Punkten auf. Zum Vergleich: Die gestrige Handelsspanne betrug fast 130 Punkte. Die Gesamtinflation dürfte sich im Februar von 6,4% auf 6,0% verlangsamt haben, doch eine negative Überraschung (höhere Rate) könnte die Erwartungen an die Geldpolitik verändern und die Aktienkurse weiter belasten. Der Markt erwartet seit kurzem, dass die Zinsen bei der nächsten Sitzung unverändert bleiben.
EURUSD hat sich heute weiter von dem gestrigen Tageshoch bei 1,0748 zurückgezogen und ist bis auf 1,0678 zurückgefallen. Ein Teil der Intraday-Verluste konnte jedoch wieder ausgeglichen werden. Das Paar kehrte sogar wieder über 1,07 zurück. Dies ist nicht nur eine psychologisch wichtige Marke, sondern hier ist auch das Hoch bei 1,0704 zu finden. Hier wurde am 20. Februar der vorherige Abwärtsimpuls gestartet. Durch den gestrigen Anstieg wurde diese Hürde per Schlusskurs durchbrochen - ein Zeichen dafür, dass sich der Euro weiter erholen könnte. Die Hochs bei 1,0748 und 1,0845 stellen potenzielle Ziele dar.
Der DAX / DE30 erholte sich heute leicht bis auf 15.079 Punkte, nachdem der Index gestern zum ersten Mal seit zwei Monaten unterhalb von 15.000 Punkten schloss. Die Bullen scheinen die Marke nicht aufzugeben. Gegenüber dem Jahreshoch betrug der Verlust zwischenzeitlich 800 Punkte - allein gestern ging es gegenüber dem Tageshoch um 600 Punkte nach unten. Durch den starken Anstieg im Januar sind im Wochenchart Ungleichgewichte entstanden, sodass weitere Rückgänge möglich sind. Eine erste Anlaufstelle wäre das Niveau von 14.742 Punkten - ein Ziel auf der Unterseite und ein Bereich, wo die Käufer aktiver werden könnten.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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