Die allgemeine Risikoaversion hat seit Freitag zugenommen.
Die Anlegerstimmung ist zu Beginn der neuen Handelswoche schlecht, da es am Wochenende in China heftige Proteste gab. Die strikte Zero-Covid-Politik sorgt für Frust - die Demonstranten fordern den Rücktritt des chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Der Hang Seng Index verlor heute fast 1,6% an Wert und die Index-Futures aus den USA deuten auf eine schwächere US-Eröffnung hin. Der Nasdaq 100 schneidet vorbörslich am schlechtesten ab - die Verluste belaufen sich auf 1,1%. Am vergangenen Freitag war an der Wall Street eine gemischte Sitzung zu beobachten. Auch hier war es der technologielastige Aktienindex, den es am stärksten traf.
EURUSD steigt am Montag um 0,74% und nähert sich dem Hoch der Vorwoche bei 1,0481. Der Abstand beträgt nur noch wenige Pips. Ein Durchbruch nach oben würde den neuen Aufwärtstrend, der vor drei Wochen begann, bestätigen. In der vergangenen Woche hatte das Paar kurz vorher gedreht - das Wochenhoch wurde bei 1,0448 erreicht. Der heutige Anstieg kann als zweiter Anlauf der Bullen gesehen werden. Im Wochenchart ist der nächste starke Widerstand bei 1,0615 zu finden - das Hoch von Ende Juni. Die 21-Wochen-Linie, die Orientierung für die allgemeine Richtung geben kann, verläuft bei 1,0180. Der Abstand beträgt rund 250 Pips.
Der DE30 fällt am Montag um mehr als 1% und steuert auf das Tagestief vom vergangenen Mittwoch bei 14.374 Punkten zu. Die Abwärtsdynamik beschleunigte sich nach einer kurzlebigen Erholung, die nach Beginn des europäischen Handels zu erkennen war. Die kurzfristige Unterstützung bei 14.453 Punkten wurde bereits während der asiatischen Sitzung aufgegeben - die Bullen hatten jedoch mehrfach versucht, diese zu verteidigen. Durch den heutigen Kursrückgang ist der deutsche Leitindex im 4-Stundenchart auch unter den EMA21 gerutscht. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass nach einer achtwöchigen Rally nun stärkere Verluste drohen könnten.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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