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13:37 · 9. März 2026

Ölpreise steigen auf 120 Dollar pro Barrel; Israel bombardiert iranische Ölanlagen 📌

WTI Preis und Brent Preis steigen stark - Eskalation im Nahen Osten treibt Ölpreise
Das Wichtigste in Kürze
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Das Wichtigste in Kürze
  • Brent Preis und WTI Preis steigen stark wegen geopolitischer Eskalation 
  • Straße von Hormus wird zum zentralen Risiko für den Ölmarkt 
  • Freigabe strategischer Reserven könnte Ölpreise kurzfristig dämpfen 

Am Wochenende ist der Konflikt zwischen Iran, den Vereinigten Staaten und Israel deutlich eskaliert. Beide Seiten haben ihre militärischen Operationen ausgeweitet und gezielt Energieinfrastruktur sowie strategische Ziele in der gesamten Region angegriffen.

Israelische Streitkräfte führten Luftangriffe auf mehrere iranische Ölanlagen nahe Teheran durch. Dabei wurden mindestens vier Treibstofflager sowie ein wichtiger Ölumschlagplatz getroffen, was massive Brände auslöste und zu erheblichen Störungen der Treibstoffversorgung in der Hauptstadt führte.

Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf israelische Stellungen sowie auf Energieinfrastruktur in der Region des Persischen Golfs. Berichten zufolge wurden dabei auch große Ölanlagen und Entsalzungsanlagen in Nachbarländern ins Visier genommen.

Gleichzeitig verschärften sich die Spannungen rund um die Straße von Hormus. Der Schiffsverkehr ist dort nahezu zum Erliegen gekommen, nachdem mehrere Schiffe angegriffen wurden und Tanker mit weiteren Attacken bedroht wurden. Diese wichtige Route ist für etwa 20 % des weltweiten Öltransports verantwortlich und hat damit enorme Bedeutung für den globalen Ölmarkt.

Brent Prognose im Stundenchart

Quelle: xStation5 von XTB, aufgenommen am 09.03.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

Brent Preis springt nach oben

Die Eskalation fiel zudem mit Produktionsstörungen in Irak, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammen. Aufgrund fehlender Tankerkapazitäten begannen sich dort Öllieferungen anzusammeln.

Nach der Eskalation am Wochenende eröffnete der Brent Preis mit einer Aufwärtslücke von rund 15 % und stieg anschließend weiter bis auf etwa 119 USD pro Barrel. Damit ergibt sich ein Anstieg von rund 29 %.

Strategische Ölreserven könnten Brent Preis und WTI Preis bremsen

Im weiteren Verlauf gaben die Ölpreise leicht nach, nachdem Berichte auftauchten, dass die G7-Staaten und die Internationale Energieagentur (IEA) eine koordinierte Freigabe strategischer Ölreserven prüfen.

Die Finanzminister der G7 bereiten ein Notfalltreffen vor, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise sowie eine mögliche gemeinsame Freigabe von strategischen Ölreserven zu diskutieren. Erste Informationen deuten darauf hin, dass eine Freigabe von 300 bis 400 Millionen Barrel im Raum steht.

Dies entspräche etwa 25 bis 30 % der globalen strategischen Ölreserven, die insgesamt rund 1,2 Milliarden Barrel betragen. Zum Vergleich: Während der Russland-Ukraine-Krise im Jahr 2022 wurden etwa 240 Millionen Barrel aus den Reserven freigegeben, rund die Hälfte davon durch die Vereinigten Staaten.

Historisch betrachtet wirken solche Maßnahmen jedoch meist nur kurzfristig stabilisierend und senken den Brent Preis sowie den WTI Preis typischerweise um etwa 10 bis 20 USD, ohne das grundlegende Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage dauerhaft zu verändern.

WTI Preis mit starkem Jahresanstieg

Die Ölpreise verzeichnen aktuell einen wöchentlichen Anstieg, der mit der Dynamik während der COVID-Pandemie vergleichbar ist. Allerdings lagen die Ausgangsniveaus im Jahr 2020 deutlich niedriger, wodurch damals größere relative Veränderungen möglich waren.

Der WTI Preis ist seit Jahresbeginn bereits um mehr als 80 % gestiegen und verzeichnet damit den stärksten Preisschock im betrachteten Zeitraum.

 

Im Monatsvergleich liegt der Ölpreis inzwischen mehr als 53 % im Plus. Dabei ist zu beachten, dass der gesamte Preissprung infolge der Eskalation bereits im März erfolgt ist.

Aus diesem Grund wird der am Mittwoch veröffentlichte CPI-Inflationsbericht die Auswirkungen dieses Preisschocks noch nicht widerspiegeln.

 

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FAQ zum WTI Preis und Brent Preis

Warum steigen der WTI Preis und der Brent Preis aktuell so stark?
Der WTI Preis und der Brent Preis steigen vor allem wegen der Eskalation im Nahen Osten. Angriffe auf Ölinfrastruktur, Produktionsstörungen in wichtigen Förderländern sowie Risiken für den Transport durch die Straße von Hormus sorgen für große Unsicherheit am globalen Ölmarkt.

Was ist der Unterschied zwischen WTI Preis und Brent Preis?
Der WTI Preis (West Texas Intermediate) ist die wichtigste Referenz für den Ölmarkt in den USA. Der Brent Preis hingegen gilt als globale Benchmark und orientiert sich stärker am internationalen Ölhandel, insbesondere in Europa, Afrika und dem Nahen Osten.

Warum ist die Straße von Hormus wichtig für den Brent Preis und den WTI Preis?
Durch die Straße von Hormus wird etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert. Wenn der Tankerverkehr dort gestört wird, kann das Angebot am Markt sinken und sowohl den Brent Preis als auch den WTI Preis deutlich steigen lassen.

Können strategische Ölreserven den WTI Preis und den Brent Preis senken?
Eine koordinierte Freigabe strategischer Ölreserven durch Länder wie die USA oder die G7 kann kurzfristig zusätzlichen Angebotsdruck schaffen. Historisch senken solche Maßnahmen den Brent Preis und den WTI Preis meist nur temporär um etwa 10 bis 20 USD.

Wie stark ist der WTI Preis in diesem Jahr gestiegen?
Der WTI Preis ist seit Jahresbeginn bereits um mehr als 80 % gestiegen. Damit handelt es sich um eine der stärksten Preisbewegungen am Ölmarkt der letzten Jahre.

Wird der aktuelle Ölpreisanstieg sofort in der Inflation sichtbar sein?
Nicht sofort. Da der starke Anstieg des Brent Preis und des WTI Preis erst im Laufe des Monats stattfand, wird der nächste CPI-Inflationsbericht diese Entwicklung noch nicht vollständig widerspiegeln.

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