10:28 · 28. Juli 2026

Wirtschaftskalender: PayPal, Visa und Coca-Cola werden die Makrodaten in den Schatten stellen (28.07.2026)

Wirtschaftskalender: Börse heute mit Terminen, Quartalszahlen & Fed

Die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten bestimmten zu Wochenbeginn das Marktgeschehen. Im weiteren Wochenverlauf dürfte der Fokus an der Börse heute jedoch wieder auf den anstehenden Quartalszahlen großer US-Konzerne sowie den geldpolitischen Entscheidungen der wichtigsten Notenbanken liegen. Im Wirtschaftskalender stehen in den kommenden Tagen zahlreiche Termine, die für erhöhte Volatilität sorgen könnten.

Microsoft und Meta veröffentlichen ihre Geschäftszahlen am Mittwoch nach US-Börsenschluss, während Apple und Amazon am Donnerstag folgen. Parallel dazu entscheiden die US-Notenbank Fed (Mittwoch) sowie die Bank of England (Donnerstag) über ihre Leitzinsen.

Zum Wochenausklang rücken die Sitzung der Bank of Japan, die Juli-VPI-Daten aus Europa sowie der bevorzugte US-Inflationsindikator PCE für Juni in den Mittelpunkt. Der Markt rechnet derzeit bei keiner der großen Notenbanken mit einer Zinserhöhung. Entscheidend dürfte vielmehr der Ausblick werden. Eine weiterhin restriktive Kommunikation könnte die Erwartungen auf eine Zinserhöhung bei den folgenden Sitzungen untermauern.

Börse heute: Diese Termine stehen am Dienstag im Fokus

Der heutige Handelstag fällt makroökonomisch vergleichsweise ruhig aus. Im Mittelpunkt stehen vor allem zahlreiche Unternehmenszahlen.

Quartalszahlen vor US-Börsenstart

  • PayPal
  • Coca-Cola
  • Boeing
  • UPS
  • Corning
  • S&P Global
  • Unilever

Quartalszahlen nach US-Börsenschluss

  • Visa
  • Bloom Energy
  • Seagate
  • Waste Management
  • KLA
  • Ford

Auf der Konjunkturseite richtet sich die Aufmerksamkeit vor allem auf den API-Bericht zu den US-Rohöllagerbeständen, der um 21:30 Uhr veröffentlicht wird.

Wirtschaftskalender: Wichtige Konjunkturdaten

Deutschland

Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg trotz der Unsicherheiten im Nahen Osten auf 86,6 Punkte. Die Geschäftserwartungen verbesserten sich auf 86,7 Punkte. Ausschlaggebend waren eine stabilere Nachfrage sowie die weitere Entspannung bei den Lieferketten. Die Daten bestätigen die zuletzt positiven PMI-Indikatoren und sprechen für eine schrittweise Erholung der deutschen Industrie. Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage blieb hingegen nahezu unverändert.

USA

Die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter legten im Juni um 0,3% im Monatsvergleich zu und verfehlten damit die Markterwartung von 2,5% deutlich. Belastend wirkte vor allem die schwächere Nachfrage im Transportsektor.

Positiv entwickelte sich dagegen die Investitionstätigkeit im Technologiesektor. Besonders Computer und elektronische Geräte verzeichneten mit einem Plus von 3,1% im Monatsvergleich kräftige Zuwächse. Auch Basismetalle (+1,1% im Monatsvergleich) sowie elektrische Ausrüstungen (+0,9% im Monatsvergleich) entwickelten sich robust.

Australien

RBA-Chefin Michele Bullock erklärte auf einer Veranstaltung in Sydney, dass die Kerninflation zwar den Erwartungen der Notenbank entspreche, jedoch weiterhin zu hoch sei. Eine weitere Abschwächung der Inlandsnachfrage sowie eine Abkühlung des Arbeitsmarktes seien wahrscheinlich erforderlich. Die Märkte interpretierten die Aussagen insgesamt weniger restriktiv. Zinserhöhungen werden inzwischen deutlich geringer eingepreist.

📆 Wirtschaftskalender: Die wichtigsten Termine heute

(alle Angaben in deutscher Zeit)

Dienstag

USA - Conference Board Verbrauchervertrauen (Juli)

  • Uhrzeit: 15:00 Uhr
  • Vorher: 91,2
  • Konsens: 92,4

USA - API-Rohöllagerbestände

  • Uhrzeit: 21:30 Uhr
  • Vorher: +2,6 Mio.
  • Konsens: -1,5 Mio.

Donnerstag

Australien - VPI (2. Quartal)

  • Uhrzeit: 02:30 Uhr
  • Vorher: 4,1%
  • Konsens: 4,1%

Quartalszahlen im Überblick

Vor US-Börsenstart

  • Boeing
  • SNDL
  • PayPal
  • Coca-Cola
  • Royal Caribbean
  • UPS
  • Corning

Nach US-Börsenschluss

  • Ford
  • Tilray
  • Visa
  • Bloom Energy
  • Electronic Arts
  • Seagate

Börse heute: Drei Märkte im Blick

Öl

Die Ölpreise gerieten zum Wochenauftakt deutlich unter Druck, nachdem Meldungen über eine Entspannung zwischen den USA und dem Iran die Risikoprämie sinken ließen. Gleichzeitig laufen Gespräche zwischen Iran und Oman über Mechanismen zur Sicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus. Trotz dieser Verhandlungen bleibt die Schifffahrt laut Kpler weiterhin deutlich eingeschränkt und liegt weit unter dem üblichen Verkehrsaufkommen.

S&P 500

Der S&P 500 beendete den Montag nahezu unverändert. Sinkende Ölpreise stützten den Markt, während schwächere Halbleiterwerte belasteten. Im weiteren Tagesverlauf dürften vor allem die Quartalszahlen von Boeing, PayPal und Coca-Cola neue Impulse liefern.

EUR/USD

Das Währungspaar bleibt stark von der allgemeinen Marktstimmung abhängig. Nach einem Anstieg über 1,141 notiert EUR/USD aktuell wieder im Bereich von 1,137. Im weiteren Wochenverlauf richtet sich der Blick insbesondere auf die geldpolitischen Signale der US-Notenbank.

Experten Fazit

Der Wirtschaftskalender liefert in dieser Woche zahlreiche potenzielle Kurstreiber für die Börse heute. Neben den Zinsentscheidungen von Fed, Bank of England und Bank of Japan stehen vor allem die Quartalszahlen der großen US-Technologiekonzerne sowie wichtige Inflationsdaten im Fokus. Anleger sollten sich daher auf eine erhöhte Volatilität an den Finanzmärkten einstellen.

 

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FAQ

Welche Termine sind heute im Wirtschaftskalender wichtig?
Heute stehen das US-Verbrauchervertrauen sowie die API-Rohöllagerbestände im Mittelpunkt.

Welche Unternehmen veröffentlichen heute Quartalszahlen?
Unter anderem Boeing, PayPal, Coca-Cola, UPS, Visa und Ford legen ihre Ergebnisse vor.

Warum ist der Wirtschaftskalender für Anleger wichtig?
Konjunkturdaten, Notenbankentscheidungen und Unternehmenszahlen beeinflussen häufig die kurzfristige Entwicklung an den Aktien-, Devisen- und Rohstoffmärkten.

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