14:13 · 24. Juli 2026

BÖRSE AKTUELL: Die europäischen Aktien versuchen zum Ende der Woche, sich zu erholen💡

Börse Aktuell: DAX steigt dank SAP - Markt News zu Volkswagen, Ölpreis und Nahost
Das Wichtigste in Kürze
Das Wichtigste in Kürze
  • Börse aktuell: Europas Aktienmärkte erholen sich, der DAX profitiert vor allem von den starken SAP-Zahlen.
  • Markt News: Der Nahost-Konflikt bleibt der wichtigste Unsicherheitsfaktor, während der Ölpreis nach Gewinnmitnahmen wieder nachgibt.
  • Volkswagen: Gewinnrückgang, gestrichene Umsatzprognose und ein möglicher Stellenabbau von bis zu 100.000 Arbeitsplätzen belasten den Autobauer.

Die europäischen Aktienmärkte starten mit einer Erholung in den Handel, nachdem sie am Vortag den stärksten Tagesverlust seit zwei Wochen verzeichnet hatten. Anleger richten ihren Blick auf starke Unternehmenszahlen und bewerten gleichzeitig die Auswirkungen steigender Ölpreise sowie der geopolitischen Spannungen auf die Geldpolitik.

Der paneuropäische STOXX 600 gewinnt rund 0,5% auf 642,62 Punkte. Besonders der DAX profitiert von den starken Quartalszahlen von SAP. Die Aktie des Softwarekonzerns legt nach einem überraschend starken Wachstum im Cloud-Geschäft um mehr als 6% zu und zählt zu den größten Kurstreibern. Auch der britische FTSE 100 steigt um 0,3% auf 10.674,68 Punkte. Unterstützung erhält der Index durch Finanzwerte, nachdem HSBC den Verkauf seines Singapur-Versicherungsgeschäfts für 2,1 Milliarden US-Dollar angekündigt hat.

Quelle: XTB

Markt News: Nahost-Konflikt bleibt wichtigster Kurstreiber

Im Mittelpunkt der Markt News steht weiterhin die Eskalation im Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran und den Huthi-Rebellen nach Angriffen auf zwei saudische Öltanker im Roten Meer mit "schweren militärischen Konsequenzen". Die Sorge vor möglichen Störungen der Energieversorgung bleibt damit hoch.

Trotz der geopolitischen Risiken gibt der Brent-Ölpreis nach einem vorherigen Anstieg über 95 US-Dollar je Barrel wieder nach. Marktteilnehmer nutzen die kräftige Rally teilweise für Gewinnmitnahmen.

Am Devisenmarkt bleibt der US-Dollar unter Druck. Während Euro und britisches Pfund gegenüber dem Greenback zulegen, steuert der japanische Yen aufgrund der anhaltend lockeren Geldpolitik der Bank of Japan auf den stärksten Wochenverlust seit Mai zu und notiert auf dem niedrigsten Niveau seit rund 40 Jahren.

Börse aktuell: Technologieaktien führen die Gewinnerliste an

Innerhalb des europäischen Aktienmarktes entwickelt sich der Technologiesektor mit einem Plus von 1,65% am stärksten. Auch Finanz- und Industriewerte gewinnen jeweils rund 1,30%. Belastet wird der Gesamtmarkt dagegen vom Energiesektor mit einem Minus von 0,87%. Ebenfalls schwächer präsentieren sich Kommunikations- sowie zyklische Konsumwerte.

Markt News: Unternehmensmeldungen im Überblick

Quelle: XTB

SAP überzeugt mit starken Cloud-Zahlen

SAP zählt mit einem Kursplus von 6,33% zu den klaren Gewinnern des Tages. Ausschlaggebend ist das stärker als erwartete Wachstum im Cloud-Geschäft, das den gesamten DAX stützt.

HSBC verkauft Versicherungsgeschäft

HSBC gewinnt rund 1,2%, nachdem die Bank den Verkauf ihres Lebensversicherungsgeschäfts in Singapur an Allianz für 2,7 Milliarden Singapur-Dollar beziehungsweise rund 2,1 Milliarden US-Dollar bekannt gegeben hat. Die Transaktion entspricht der Strategie, sich stärker auf das Kerngeschäft in Asien zu konzentrieren.

3i Group auf Rekordhoch

Die Aktie der britischen Beteiligungsgesellschaft 3i Group steigt um 3,1%, nachdem UBS das Kursziel von 2.900 auf 3.200 Pence angehoben hat.

Energiewerte unter Druck

Trotz hoher Ölpreise geraten Energieaktien unter Verkaufsdruck. BP verliert 1,6%, Shell gibt 0,9% nach. Besonders deutlich fällt der Rückgang bei Neste aus, deren Aktie nach schwachen Quartalszahlen rund 10% verliert. Auch Securitas steht nach enttäuschenden operativen Ergebnissen mit einem Minus von 11% unter Druck.

Adidas und Puma geben nach

Adidas verliert 5,2%, Puma 1,2%. Auslöser ist ein schwächer als erwarteter Gewinnausblick des Konkurrenten Deckers Outdoor, dem Mutterkonzern der Marken Hoka und UGG.

Volkswagen im Fokus: Gewinne brechen ein, Konzern plant tiefgreifenden Umbau

Volkswagen steht heute besonders im Fokus der Markt News. Der Autobauer hat seine Umsatzprognose für 2026 zurückgezogen, nachdem das operative Ergebnis im zweiten Quartal um 9,5% auf 3,5 Milliarden Euro gesunken ist. Der Umsatz lag mit 82,4 Milliarden Euro zwar über den Analystenschätzungen, die operative Marge erreichte jedoch lediglich 4,2%.

Für das Gesamtjahr hält Volkswagen zwar an einer operativen Marge zwischen 4,0% und 5,5% fest, erwartet beim Umsatz nun jedoch einen Rückgang von bis zu 3%. Die Aktie verlor nach Veröffentlichung der Zahlen zeitweise mehr als 3%.

Radikaler Sparkurs bei Volkswagen

Konzernchef Oliver Blume treibt die umfassendste Restrukturierung der Unternehmensgeschichte voran. Im Raum steht ein Stellenabbau von bis zu 100.000 Arbeitsplätzen sowie eine deutliche Reduzierung der Modellpalette. Bereits zuvor hatte Volkswagen angekündigt, bis 2030 insgesamt 50.000 Stellen abzubauen, von denen bereits 37.000 über freiwillige Programme und Vorruhestand umgesetzt wurden.

China bleibt größtes Problem

Besonders belastend wirkt sich der Einbruch der Verkaufszahlen in China aus. Dort gingen die Auslieferungen innerhalb von drei Monaten im Jahresvergleich um mehr als ein Drittel zurück. Hintergrund ist der zunehmende Wettbewerb durch chinesische Elektroautohersteller, die günstigere und technologisch fortschrittlichere Fahrzeuge anbieten.

Gleichzeitig sieht Volkswagen erste Anzeichen einer Stabilisierung in Nordamerika. In Europa sorgen neue günstige Elektrofahrzeuge der Marken Volkswagen, Skoda und Cupra für steigende Bestellungen. Dennoch bleibt der Konzern angesichts geopolitischer Unsicherheiten und des intensiven Wettbewerbs erheblich unter Druck.

 

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FAQ

Warum steigt der DAX heute?
Vor allem die starken Quartalszahlen von SAP treiben den DAX nach oben.

Welche Markt News bewegen Anleger aktuell?
Im Fokus stehen der Nahost-Konflikt, die Entwicklung des Ölpreises sowie zahlreiche Unternehmenszahlen.

Warum steht Volkswagen unter Druck?
Schwächere Gewinne, ein deutlicher Absatzrückgang in China und umfangreiche Restrukturierungspläne sorgen für Belastung.

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