- Börse aktuell: KI-Aktien treiben Nasdaq und europäische Börsen deutlich nach oben
- Markt News: Der Konflikt zwischen den USA und Iran lässt Öl- und Gaspreise weiter steigen
- Anleger richten den Blick nun auf die Quartalszahlen von Tesla, Google und weiteren US-Technologiekonzernen
- Börse aktuell: KI-Aktien treiben Nasdaq und europäische Börsen deutlich nach oben
- Markt News: Der Konflikt zwischen den USA und Iran lässt Öl- und Gaspreise weiter steigen
- Anleger richten den Blick nun auf die Quartalszahlen von Tesla, Google und weiteren US-Technologiekonzernen
Die Börse aktuell zeigte sich am Dienstag deutlich stärker. Sowohl die US-amerikanischen als auch die europäischen Aktienmärkte legten kräftig zu. Der Nasdaq gewann 1,3%, während der Euro Stoxx 50 um 0,9% zulegte. Gleichzeitig verschärfte sich jedoch der Konflikt zwischen den USA und Iran, wodurch der Brent-Ölpreis erneut über die Marke von 92 US-Dollar je Barrel stieg.
Börse aktuell: KI-Aktien treiben die Märkte an
Vor allem Unternehmen aus dem KI-Sektor sorgten für die positive Entwicklung an den Aktienmärkten. Zu den größten Gewinnern im Nasdaq zählten Nebius, Sandisk, Micron, Teradyne und Seagate mit Kursgewinnen von jeweils mehr als 10%. Auch in Asien setzte sich die positive Stimmung teilweise fort. Der südkoreanische KOSPI stieg um 2%, unterstützt durch Samsung (+2,8%) und SK Hynix (+2,4%).
Abbildung 1: Tagesgewinner und -verlierer im Nasdaq 100 (21.07.2026)
Quelle: XTB Research, 22.07.2026
Schwächer präsentierten sich dagegen die chinesischen Börsen. Der Hang Seng verlor rund 1%, belastet durch deutliche Kursverluste bei Tencent (-6,2%), Geely (-4%) und Xiaomi (-3,5%). Die Futures auf den S&P 500 notieren leicht im Minus (-0,2%). Im Fokus stehen neben der geopolitischen Lage vor allem die anstehenden Quartalszahlen von Tesla, Google, AT&T, IBM und ServiceNow.
Markt News: Geopolitische Spannungen bleiben das dominierende Thema
Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt. Die USA setzen ihre Luftangriffe auf iranische Ziele fort, während Iran mit Angriffen auf Ziele in Kuwait, Jordanien, Syrien und Bahrain reagiert. Auslöser der jüngsten Eskalation war der Tod von mindestens drei US-Soldaten infolge iranischer Angriffe in Jordanien und im Irak. Präsident Donald Trump kündigte eine harte Reaktion an und drohte mit weiteren Angriffen auf zivile und energiebezogene Infrastruktur.
Zwar arbeiten Katar, Ägypten und Pakistan weiterhin an einem Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe, bislang gibt es jedoch keine Einigung. Sowohl Washington als auch Teheran signalisierten dennoch Gesprächsbereitschaft.
Ölpreise steigen weiter
Die anhaltenden Spannungen sorgen für steigende Energiepreise.
- Brent: rund 92 US-Dollar je Barrel (+8% im Wochenvergleich)
- WTI: rund 85 US-Dollar (+6% im Wochenvergleich)
- Erdgas (TTF): rund 60 US-Dollar je MWh (+11% im Wochenvergleich)
Gold und Silber profitieren vom Risk-off-Modus
Trotz fehlender wichtiger Konjunkturdaten steigen in vielen Industrieländern die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen. Gleichzeitig legen Edelmetalle weiter zu. Gold steigt auf rund 4.135 US-Dollar je Feinunze (+1,4%), Silber auf 59,8 US-Dollar (+1,7%). Die Entwicklung deutet auf eine zunehmende Risikoaversion der Anleger hin. Während KI-Aktien die Börsen stützen, suchen Investoren gleichzeitig verstärkt nach sicheren Anlagen.
Markt News: Inflation und Notenbanken im Fokus
Ungarn
Die ungarische Zentralbank senkte zum zweiten Mal seit Beginn des Iran-Konflikts den Leitzins. Hintergrund ist der Rückgang des VPI auf 1,7% und damit unter das Inflationsziel von 3% ±1 Prozentpunkt. Trotz der Zinssenkung liegt der Leitzins weiterhin rund zwei Prozentpunkte über dem Niveau in Polen. Sollte das kräftige Reallohnwachstum von 7% einer weiteren Lockerung nicht entgegenstehen, dürften weitere Zinssenkungen folgen.
Großbritannien
Die britischen Inflationsdaten für Juni fielen niedriger aus als erwartet. Der VPI sank auf 2,6%, vor allem aufgrund günstigerer Kraftstoffpreise. Der Kern-VPI verharrte dagegen bei 2,6%, während die Inflation im Dienstleistungssektor lediglich leicht auf 3,6% zurückging. Aus Sicht der Bank of England bleibt dies ein wesentlicher Inflationsfaktor. Die Märkte rechnen derzeit mit zwei Zinserhöhungen bis Jahresende. Bereits im September könnte der erste Schritt erfolgen.
Devisen: US-Dollar und Rohstoffwährungen gefragt
Steigende Ölpreise und geopolitische Unsicherheit stärken den US-Dollar sowie rohstoffnahe Währungen wie die norwegische Krone und den australischen Dollar. Der japanische Yen bleibt dagegen unter Druck. USD/JPY erreichte zuletzt mit 163,2 den höchsten Stand seit fast 40 Jahren.
Abbildung 2: Zinssätze in den USA (Obergrenze) und Japan + USDJPY (1987–2026)
Quelle: Bloomberg, 21.07.2026
Neben der Rückkehr des Carry Trades belastet vor allem die Sorge vor steigenden Energiepreisen. Da Japan rund 90% seines Energiebedarfs importiert und stark vom Nahen Osten abhängig ist, würde eine weitere Eskalation des Konflikts erhebliche Risiken für Inflation und Energieversorgung mit sich bringen.
Figure 3: Japan's Energy Trade Balance (1998 - 2026)
Quelle: IEA, 21.07.2026
Kryptowährungen leicht unter Druck
Auch am Kryptomarkt zeigt sich eine vorsichtigere Stimmung.
- Bitcoin verliert rund 0,8% und fällt unter 66.000 US-Dollar.
- Ethereum gibt um 0,2% auf rund 1.920 US-Dollar nach.
Experten Fazit: Börse aktuell bleibt zwischen KI-Euphorie und geopolitischen Risiken
Die Börse aktuell wird weiterhin von zwei gegensätzlichen Faktoren bestimmt: Einerseits sorgt die Rückkehr der KI-Aktien für steigende Kurse an den Aktienmärkten. Andererseits belasten die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten die Stimmung und treiben Energiepreise sowie sichere Anlageklassen wie Gold nach oben. Die anstehenden Quartalszahlen großer US-Technologiekonzerne dürften den Märkten in den kommenden Tagen zusätzliche Impulse liefern.
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Michał Jóźwiak, Finanzmarktanalyst bei XTB
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FAQ
Warum steigt die Börse aktuell trotz geopolitischer Spannungen?
Vor allem die starke Entwicklung von KI-Aktien stützt die Aktienmärkte und überlagert derzeit einen Teil der geopolitischen Risiken.
Welche Markt News bewegen Anleger heute besonders?
Im Mittelpunkt stehen die Eskalation im Nahen Osten, steigende Energiepreise sowie die anstehenden Quartalsberichte großer US-Unternehmen.
Warum steigen Gold und Öl gleichzeitig?
Geopolitische Unsicherheiten erhöhen die Nachfrage nach sicheren Häfen wie Gold und lassen gleichzeitig Sorgen über mögliche Angebotsengpässe am Ölmarkt wachsen.
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