11:54 · 22. Mai 2026

Chart des Tages 🔴 Weizenpreis fällt nach starkem Anstieg, da sich die Aussichten aufgrund verbesserter Niederschlagsprognosen für die USA aufhellen

Chart des Tages: Weizen Prognose 2026 - USDA-Schock und Wetterrisiken treiben Markt
Das Wichtigste in KĂĽrze
Das Wichtigste in KĂĽrze
  • Die USDA-Prognosen fĂĽr die US-Winterweizenernte 2026/27 fielen deutlich schwächer aus als erwartet  
  • Verbesserte Wetterbedingungen und erwartete Niederschläge in den US-Anbaugebieten bremsen aktuell jedoch den Preisanstieg 
  • Die aktuelle Weizen Prognose bleibt volatil

Die jüngste Rallye am Weizenmarkt wurde durch überraschend schwache Prognosen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) für die Winterweizenernte 2026/27 ausgelöst. Die drastischen Abwärtsrevisionen überraschten selbst pessimistische Marktteilnehmer und sorgten für einen starken Anstieg der Futures. Dennoch sind die CBOT-Weizen-Futures zuletzt wieder unter die Marke von 650 Punkten gefallen.

Laut ADM Investor Services haben die jüngsten Niederschläge in wichtigen US-Anbaugebieten die Sorgen über eine mögliche Verknappung des Angebots deutlich reduziert. Zwar stützt potenzielle Nachfrage aus China weiterhin den Markt, doch die verbesserten Wetterbedingungen in den USA wirken derzeit stärker belastend auf die Preise.

Das US Climate Prediction Center (NOAA) erwartet in den kommenden 8 bis 14 Tagen überdurchschnittliche Niederschläge in den Great Plains. Dadurch verbessern sich die Aussichten für die Ernte. Gleichzeitig berichtet AgResource, dass große spekulative Marktteilnehmer vor dem Wochenende und angesichts politischer Unsicherheiten Long-Positionen abbauen.

Chart des Tages: Wetterprobleme und Spekulation treiben die Weizen Prognose

Das größte Risiko bleibt die extreme Wetterlage in den südlichen US Plains. Monate anhaltender Trockenheit haben insbesondere Regionen schwer getroffen, die für die Produktion von Hard Red Winter Wheat entscheidend sind - darunter West-Kansas, Ost-Colorado und die Panhandle-Region.

Das USDA rechnet für die gesamte US-Winterweizenproduktion nur noch mit 1,048 Milliarden Bushel. Das entspricht einem Rückgang von 25 % im Jahresvergleich und markiert den niedrigsten Stand seit 1965. Besonders bemerkenswert: Die erste USDA-Schätzung lag rund 160 Millionen Bushel unter den durchschnittlichen Analystenerwartungen.

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Am stärksten betroffen ist Hard Red Winter Wheat. Die Produktion soll laut USDA auf 514,8 Millionen Bushel fallen - ein Rückgang von 36 % im Jahresvergleich. In Kansas, dem wichtigsten Weizenstaat der USA, werden durchschnittliche Erträge von lediglich 37 Bushel pro Acre erwartet. Im Vorjahr lagen diese noch bei 51 Bushel.

Der Markt reagierte bereits seit Jahresbeginn sensibel auf die sich verschlechternden Erntebedingungen. Der USDA-Bericht im Mai löste jedoch eine neue Aufwärtsbewegung aus. Sollten sich die Angebotsaussichten weiter verschlechtern, könnte sich die Rallye am Weizenmarkt fortsetzen.

Globale Angebotslage stützt die Weizen Prognose

Fundamental erhält der Markt zusätzlich Unterstützung durch die globale Angebots- und Nachfragesituation. Das USDA erwartet nicht nur in den USA geringere Ernten, sondern auch bei wichtigen Exportnationen wie Argentinien, Australien und Kanada.

Dadurch sollen die weltweiten Weizenbestände um rund 1,5 % sinken. Die US-Endbestände könnten sogar um 17 % auf 775 Millionen Bushel zurückgehen - den niedrigsten Stand seit drei Jahren.

Paradoxerweise schwächen die gestiegenen Preise inzwischen jedoch die Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen auf dem Weltmarkt. Die Frühjahrsrallye hat die Preise für US-Winterweizen deutlich über russische Angebote steigen lassen. Deshalb rechnet das USDA damit, dass die US-Weizenexporte in der Saison 2026/27 um 15 % gegenüber den hohen Vorjahreswerten zurückgehen werden. Erwartet werden lediglich noch 762 Millionen Bushel.

Gleichzeitig prognostiziert das USDA einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 6,50 USD pro Bushel für US-Landwirte - rund 1,50 USD mehr als in der Saison 2025/26. Für Produzenten ergeben sich dadurch attraktive Verkaufschancen.

Spekulative Positionierung sorgt für hohe Volatilität

Die aktuellen Kursbewegungen werden weiterhin stark von spekulativen Fonds beeinflusst. Viele Marktteilnehmer hielten zuvor erhebliche Short-Positionen im Weizenmarkt. Entsprechend kann aggressives Short-Covering zu starken Kursschwankungen führen.

Historisch betrachtet verlaufen Rallyes im Weizenmarkt jedoch häufig nur kurzfristig, da viele Fonds Long-Positionen nicht dauerhaft halten möchten.

Weizen im Tageschart (D1)

Weizen im Prognose Tageschart

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 22.05.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

Quelle: NOAA

 

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