- Starke Tech-Erholung
- Robuster US-Arbeitsmarkt
- Apple warnt vor Preiserhöhung
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Nasdaq 100, S&P 500 & Dow Jones starten furiose Aufholjagd nach dem Fed-Selloff
Die US-Aktienmärkte zeigen sich am Tag nach dem turbulenten Zinsentscheid widerstandsfähig und leiten eine breite Erholung ein. Nach den gestrigen Kursverlusten im Anschluss an die mit Spannung erwartete FOMC-Sitzung greifen die Investoren an der Wall Street wieder mutig zu. Die Terminkontrakte auf den technologielastigen Nasdaq 100 führen die Bewegung mit einem satten Plus von 2,25 % an, während die Futures auf den breiten S&P 500 um 1,4 % zulegen. Auch der traditionsreiche Dow Jones signalisiert mit einem Plus von 1,1 % eine spürbare Entlastung der Standardwerte.
Die Marktteilnehmer navigieren derzeit durch ein hochkomplexes makroökonomisches Umfeld: Ein historisches US-Iran-Abkommen, sinkende Benzinpreise und der spektakuläre SpaceX-Börsengang bestimmen das Sentiment. Dennoch bleibt eine gewisse Grundnervosität spürbar. Unter dem neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh hat die Notenbank ihre explizite Forward Guidance (Zukunftsausblick) aufgegeben, was die Märkte dazu zwingt, Wirtschaftsdaten ab sofort in Echtzeit zu bewerten.
Key Takeaways
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Starke Tech-Erholung: Der Nasdaq 100 führt die Wall-Street-Rallye nach dem gestrigen Ausverkauf an.
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Robuster US-Arbeitsmarkt: Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken auf stabile 226.000.
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Apple warnt vor Preiserhöhung: Drastisch steigende Speicherchip-Kosten könnten das kommende iPhone spürbar verteuern.
Stabiler Arbeitsmarkt stützt das bullische Fundament an der Wall Street
Flankiert wird die freundliche Stimmung im S&P 500 und Dow Jones von den neuesten Konjunkturdaten aus Washington. Die Erstanträge auf staatliche Arbeitslosenhilfe in den USA sanken in der vergangenen Woche um 4.000 auf saisonbereinigte 226.000 und trafen damit exakt die Prognosen der Ökonomen. Dies untermauert das Bild eines weiterhin stabilen und gesunden US-Arbeitsmarktes, da die Zahl der Entlassungen historisch niedrig bleibt.
Einzig die fortlaufenden Anträge auf Arbeitslosenhilfe kletterten leicht um 24.000 auf 1,81 Millionen an, was zeigt, dass die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz in Zeiten geopolitischer Unsicherheit etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Für den übergeordneten Trend im Dow Jones bleibt dieser minimale Anstieg jedoch vorerst ein vernachlässigbares Rauschen.
Technische Analyse: Nasdaq 100 bricht dynamisch aus 📊
Aus charttechnischer Sicht liefert der Nasdaq 100 ein beeindruckendes Signal der Stärke. Die Kontrakte des Index schossen im heutigen Handelsverlauf um 2,0 % nach oben und durchbrachen dabei mit hohem Momentum das wichtige 78,6 % Fibonacci-Retracement-Level bei 30.264 Punkten.
Der Kurs notiert im 4-Stunden-Chart (H4) weiterhin komfortabel über den exponentiellen gleitenden Durchschnitten der 10er-, 30er- und 100er-Perioden (EMAs), was den intakten kurzfristigen Aufwärtstrend unterstreicht. Die Bullen haben nun das jüngste psychologische Verlaufshoch bei 30.769 Punkten im Visier. Da der 14-Perioden-RSI mit einem Wert von 58,4 Punkten noch ein gutes Stück von der überkauften Zone entfernt ist, bleibt technisch reichlich Luft für weitere Kursgewinne im Nasdaq 100 und S&P 500.
Unternehmens-News: Apple-Sorgen, Accenture-Crash und ein GTA-6-Paukenschlag
Auf der Unternehmensebene wirbeln die aktuellen Meldungen das Gefüge im S&P 500 und Nasdaq 100 heute kräftig durcheinander:
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Apple (AAPL.US; +0,6 %): Der iPhone-Gigant warnt vor „unvermeidbaren“ Preiserhöhungen bei der kommenden Hardware. Grund ist ein massiver Preissprung bei Speicherchips (RAM), deren Kosten sich seit Ende 2025 durch den extremen KI-Boom und Lieferkettenprobleme im Nahen Osten verdoppelt haben. Experten schätzen, dass die Preise für Smartphones weltweit um bis zu 20 % steigen könnten.
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Accenture (ACN.US; -16,7 %): Ein schwerer Schock im IT-Beratungssektor belastet den S&P 500. Das Unternehmen verfehlte im dritten Quartal die Umsatzprognosen (18,7 Mrd. USD vs. 18,78 Mrd. USD erwartet) und kappte die organische Wachstumsprognose für das Gesamtjahr. Die Enttäuschung löste eine Kettenreaktion aus und zog Mitbewerber wie Capgemini (-8,4 %), Cognizant und Infosys kräftig nach unten.
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HIVE Digital (HIVE.US; +7,5 %): Die Aktie schießt im Nasdaq 100 nach oben. Der Krypto- und KI-Infrastruktur-Spezialist sicherte sich einen dreijährigen GPU-Cloud-Vertrag über 220 Millionen US-Dollar mit Bell Canada und Cohere, der den Einsatz von 2.304 hochentwickelten NVIDIA Grace Blackwell GPUs vorsieht.
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Rockstar Games / Take-Two (TTWO.US): Ein Highlight für Gaming-Investoren: Rockstar hat das offizielle Cover-Art für das lang ersehnte Grand Theft Auto 6 enthüllt und den Vorverkaufsstart für Konsolen auf den 25. Juni terminiert. Das Spiel soll am 19. November erscheinen, wobei an der Wall Street bereits intensiv debattiert wird, ob Take-Two den Standardpreis auf 80 US-Dollar oder mehr anheben wird.
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SpaceX (SPCX.US): Die Aktie verliert nach dem fulminanten Börsendebüt der Vorwoche den zweiten Tag in Folge an Boden und gibt um rund 7,3 % auf circa 178 US-Dollar nach.
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Rumble (RUM.US; +7,0 %): Die Papiere springen hoch, nachdem die Übernahme von 85,2 % der Anteile an der Northern Data AG abgeschlossen wurde. Unter dem neuen Namen RUM Group Inc. wurde die KI-Infrastruktureinheit „Quake AI“ gegründet, die Zugriff auf 22,000 NVIDIA H100/H200 Grafikkarten bietet.
Expertenfazit von Jeremy Krings
Die Wall Street beweist nach dem geldpolitischen Dämpfer durch Kevin Warsh bemerkenswerte Nehmerqualitäten. Während der Dow Jones von den stabilen Arbeitsmarktdaten profitiert, zündet der Nasdaq 100 dank starker KI-Infrastruktur-Deals von Rumble und HIVE Digital den Turbo. Das Überwinden der charttechnischen Hürde bei 30.264 Punkten im Tech-Sektor ebnet den Weg für einen Test der historischen Höchststände. Investoren im S&P 500 sollten den Blick nun fest nach vorne richten – solange die Tech-Schwergewichte die steigenden Hardware-Kosten kompensieren können, bleibt der übergeordnete Bullenmarkt voll intakt.
Nasdaq 100 Index Chart (H4) Chartanalyse
Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 18.06.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in Punkten. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
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