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09:41 · 31. Mai 2022

Marktkommentar: Brent testet 120-USD-Marke, Aktien- und Anleihekurse fallen

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EU erzielt Einigung über russisches Ölembargo.

Anleger werden auch in dieser Woche wachsam bleiben, da befürchtet wird, dass der Straffungsprozess der Zentralbanken eine Rezession auslösen könnte. Der Preis für die Ölsorte Brent stieg heute in der Spitze um rund 2% und erreichte mit 120 USD fast den höchsten Stand seit drei Monaten, da die EU eine Einigung über das russische Ölembargo erzielt hat. Die meisten Indizes sowie die Anleihepreise gaben daraufhin nach. Die Tnote könnte für den dritten Tag in Folge fallen, während die Futures auf den S&P 500 zu korrigieren beginnen - das 78,6%-Retracement der vorherigen Abwärtsbewegung erwies sich gestern als zu starker Widerstand.

EURUSD gibt am Dienstag fast die gesamten Gewinne der gestrigen Sitzung ab und nähert sich wieder der 1,07er-Marke an, die in der Vorwoche nach mehreren Angriffsversuchen durchbrochen werden konnte. Am Montag stieg das Paar um 46 Pips und bestätigte im 4-Stundenchart bereits am Vormittag durch ein höheres Hoch den Aufwärtstrend. Trotz des zunehmenden Verkaufsdrucks ist der heutige Rückgang vorerst nur als Korrektur einzustufen. Um den Abwärtstrend zu beenden, müsste das Tagestief vom vergangenen Freitag bei 1,0697 nachhaltig unterschritten werden.

Der DE30 schwächelt am Dienstag und korrigiert einen kleinen Teil seiner viertägigen Aufwärtsbewegung. Am Montag hatte der Kursanstieg bereits an Dynamik verloren. Die bärische Umkehr erfolgte nur wenige Punkte unter dem Hoch vom 21. April bei 14.616 Punkten, das für die Käufer das nächste wichtige Kursziel darstellt. Seit dem Ausbruch vom Freitag über den Widerstand bei 14.319 Punkten befindet sich der deutsche Leitindex kurzfristig im Aufwärtstrend. Im Falle stärkerer Kursrückgänge könnten das genannte Ausbruchsniveau und das Tagestief vom Freitag als erste Unterstützungen dienen.

Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de

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