S&P 500 fällt vorbörslich unter die 4.000er-Marke.
Die Futures auf den S&P 500 stehen am Montag nach der volatilen Vorwoche und der mittlerweile sechswöchigen Verlustserie weiter unter Verkaufsdruck. Der marktbreite Index prallte im vorbörslichen Handel am 23,6%-Retracement des vorherigen Abwärtsimpulses, der bereits am vergangenen Freitag trotz der dynamischen Erholungsrally nicht durchbrochen werden konnte, ab. Die Marktstimmung verschlechterte sich wieder, nachdem das monatliche Datenpaket aus China, das heute Nacht veröffentlicht wurde, enttäuschte und Sorgen über die globalen Wirtschaftsaussichten schürte. Das Risiko eines wirtschaftlichen Abschwungs bleibt angesichts des bleibenden Preisdrucks und der steigenden Kreditkosten hoch.
EURUSD wird zu Wochenbeginn leicht höher über der runden 1,04er-Marke gehandelt, die am Donnerstag erstmals seit 2017 durchbrochen wurde. Am Freitag schloss das Paar über 20 Pips höher, doch damit wurde nur ein kleiner Teil der jüngsten Verluste ausgeglichen. In der Vorwoche fiel der Kurs für eine sechste Woche in Folge - der Rückgang vom Donnerstag trug mit über 130 Pips zu einem erheblichen Teil zu diesen Verlusten bei. Am Donnerstag durchbrach das Paar mit einer sehr dynamischen Bewegung die Tiefs vom April, sodass der langfristige Abwärtstrend bestätigt wurde. Um den Trend im Tageschart umzukehren, müsste das Monats-Hoch vom 5. Mai bei 1,0642 überwunden werden.
Der DE30 korrigierte am Montag einen Teil seiner viertägigen Aufwärtsbewegung und rutschte dabei wieder unter die Marke von 14.000 Punkten, die am Freitag erstmals seit dem 4. Mai per Schlusskurs durchbrochen wurde. Im heutigen vorbörslichen Handel ist der deutsche Leitindex am 78,6%-Retracement des vorherigen Abwärtsimpulses abgeprallt. Ein Anstieg über das Hoch bei 14.318 Punkten, das am 5. Mai im Intraday-Handel erreicht wurde, ist erforderlich, um einen Richtungswechsel einzuleiten. Ohne einen nachhaltigen Bruch könnte der Verkaufsdruck zunehmen, der wiederum einen Test der Tiefs der Vorwoche, die bei 13.272 Punkten liegen, auslösen könnte.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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