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10:46 · 12. Oktober 2022

Marktkommentar: Wall Street - Abwärtsdynamik hat nachgelassen

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Anleger warten gespannt auf die US-Inflationsdaten und das Sitzungsprotokoll der Fed.

An der Wall Street hat der Verkaufsdruck gegenüber der Sitzung vom Freitag nachgelassen. Dennoch konnten in dieser Woche weitere Kursverluste nicht verhindert werden. Am Montag und Dienstag wurden kurzfristige Erholungstendenzen als neue Gelegenheiten gesehen, um den Markt abzuverkaufen. Was belastet? Die Aussicht auf eine mögliche Rezession, steigende Zinsen und hohe Inflationsraten. Zur Preisdynamik gibt es mit den Daten zu den Erzeuger- und Verbraucherpreisen heute und morgen ein Update. Am heutigen Abend wird auch das Sitzungsprotokoll der Fed-Sitzung vom September veröffentlicht. Anleger erhoffen sich neue Hinweise auf den zukünftigen Zinserhöhungspfad.

EURUSD tritt seit gestern auf der Stelle, da sich das Paar nicht für eine klare Richtung entscheiden kann. Am Dienstag hatten sowohl die Bullen als auch die Bären versucht, aus der Range des Vortages auszubrechen. Am Ende wurde die Sitzung im Tageschart mit einem Doji geschlossen. Die viertägige Verlustserie wurde zwar unterbrochen, doch der Startschuss für eine Gegenbewegung blieb bislang aus. Das Paar notiert auf dem tiefsten Stand seit dem 28. September und versucht seit vorgestern, die 0,97er-Marke als kurzfristige Unterstützung zu nutzen. Der langfristige Abwärtstrend ist klar intakt, sodass technisch gesehen weitere Kursrückgänge zu erwarten sind.

Der DE30 legte am Mittwoch bisher um 0,9% zu und glich damit die gesamten Verluste der Vorwoche aus, die auf die gestrige schwache Sitzung zurückzuführen waren. Die Stimmung hatte sich gestern erneut verschlechtert. Der Index erreichte in der kurzfristigen Abwärtsbewegung neue Tiefs und verringerte den Abstand zum Jahrestief auf weniger als 3%. Dennoch könnten die Bullen die Chance auf eine stärkere Gegenbewegung sehen. Nach dem starken Anstieg der Vorwoche ist eine Korrektur bis zum 61,8%-Retracement zu erkennen - an dieser Marke scheint sich der Markt kurzfristig zu stabilisieren. Der übergeordnete Trend ist jedoch weiter abwärts gerichtet, sodass Long-Positionen mit höheren Risiken einhergehen.

Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
 

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