Dynamische Aufwärtsbewegungen seit Wochenbeginn.
Die US-Indizes bauen im vorbörslichen Handel die Gewinne weiter aus, da die britische Regierung fast alle Pläne zu den angekündigten Steuersenkungen zurückgenommen hat und die US-Quartalszahlen besser ausgefallen sind als erwartet. Der marktbreite S&P 500 durchbrach während der asiatischen Handelssitzung das Hoch der Vorwoche und weitete die Gewinne gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag zwischenzeitlich auf 4,6% aus. Durch den dynamischen Kursanstieg zeichnet sich im Wochenchart ein potenzielles Umkehrmuster ab - ein Bullish-Engulfing. Trotz der kurzfristigen Aufhellung der Stimmung hat das US-Börsenbarometer erst das 38,2%-Retracement des vorherigen Abwärtsimpulses erreicht.
EURUSD wird am Dienstag zu Beginn der europäischen Eröffnung wenig verändert bei 0,9850 gehandelt. Das Paar ist nach einem leichten Anstieg am 50%-Retracement der Abwärtsbewegung, die vor fünf Wochen gestartet wurde, abgeprallt. Gestern wertete der Euro gegenüber dem Dollar kräftig auf. Das Paar stieg um 120 Pips und beendete die Sitzung über dem Hoch der Vorwoche. In der vergangenen Woche waren sich die Händler unsicher, wie es weiter geht - im Wochenchart wurde ein Doji ausgebildet. Da sich die kurzfristige Ausgangslage für die Bullen verbessert hat, sind weitere Anstiege möglich. Um jedoch den Abwärtstrend zu beenden, muss das Hoch bei 1,0197 durchbrochen werden.
Auch der DE30 profitiert am Dienstag von der verbesserten Risikostimmung. Der Index notiert mehr als 1% über dem gestrigen Schlusskurs und steuert auf das 61,8%-Retracement des vorherigen Abwärtsimpulses zu. Gegenüber dem Jahrestief, das vor drei Wochen bei 11.826 Punkten erreicht wurde, ist der DE30 um rund 1.000 Punkte gestiegen. Doch je stärker die Korrektur, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Markt wieder dreht und in den Abwärtsmodus zurückkehrt. Eine Trendwende wäre im Wochenchart gegeben, wenn das September-Hoch bei 13.569 Punkten nachhaltig durchbrochen wird. Der Abstand beträgt fast 6%.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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