Fehlausbruch auf der Unterseite im S&P 500.
Die Euphorie scheint am Freitag verflogen zu sein, da die Futures auf den S&P 500 nicht über das gestrige Tageshoch kommen. Gestern war das US-Börsenbarometer erst auf ein neues Jahrestief gefallen, dann setzte eine dynamische Rally ein. Die enttäuschenden Daten zu den Verbraucherpreisen aus den USA hatten zunächst einen Ausverkauf ausgelöst. Das darauf folgende starke Kaufinteresse könnte signalisieren, dass Anleger auf eine Bodenbildung spekulieren. Andererseits sind weniger schlechte Quartalsberichte sowie die Eindeckung von Leerverkäufen als Gründe für die kurzfristige Umkehr zu nennen. Der Kursanstieg machte Hoffnung, doch der Index erholte sich bisher nur bis zum 61,8%-Retracement des kurzfristigen Aufwärtsimpulses.
EURUSD zieht sich am Freitag leicht zurück, nachdem gestern die Seitwärtsphase nach oben aufgelöst wurde. In dieser Woche hat sich das Paar größtenteils in der Range vom Montag (0,9681 bis 0,9753) aufgehalten. Der gestrige Anstieg hat das kurzfristige Bild aufgehellt, doch der langfristige Abwärtstrend bleibt intakt. Die Bullen haben seit gestern Abend am 38,2%-Retracement des Abwärtsimpulses, der am 12. September begann, zu kämpfen. Für eine Trendumkehr muss der Widerstand bei 1,0197 (Hoch 12. September) nachhaltig durchbrochen werden. Der Abstand beträgt mehr als 400 Pips. Um den Trend fortzusetzen, muss das Paar das mehr als 200 Pips entfernte Jahrestief (0,9535) durchbrechen.
Der DE30 gab die vorbörslichen Gewinne nach Beginn der europäischen Sitzung wieder ab. Heute Nacht stieg der Leitindex jedoch über den Widerstand bei 12.515 Punkten. Im H4-Chart war der Bruch nachhaltig, sodass weitere Kursanstiege gerechtfertigt sein könnten. Andererseits ist zu erwähnen, dass der DE30 heute kurz vor dem Hoch der Vorwoche (12.719 Punkte) und der leicht darüber liegenden 50-Tage-Linie gedreht hat. Der langfristige Abwärtstrend bleibt somit intakt. Um diesen zu beenden, muss das September-Hoch (13.569 Punkte) durchbrochen werden. Von dort aus hatte die jüngste Verkaufswelle begonnen, sodass sich erst hier entscheiden würde, ob die Bullen das Ruder wieder übernehmen.
Maximilian Wienke, CFTe
Marktanalyst bei XTB
maximilian.wienke@xtb.de
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