11:30 · 28. Mai 2026

Silberpreis gibt um 1,5 % nach 🚩 Die Bank of America sieht Potenzial für eine Erholung

Silber Prognose 2026: Bank of America sieht Silberpreis bei 100 USD
Das Wichtigste in Kürze
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Bank of America bleibt trotz aktueller Korrektur bullisch  
  • Die industrielle Nachfrage nach Silber könnte sich abschwächen
  • Der Silberpreis bleibt stark von geopolitischen Risiken, Kapitalflüssen und Anlegerstimmung abhängig 

Der Silberpreis steht aktuell erneut unter Druck und verliert heute rund 1,5 %. Damit setzt sich die deutliche Korrektur der vergangenen Handelstage fort. Dennoch bleibt die Bank of America in ihrer aktuellen Silber Prognose langfristig optimistisch und hält weiterhin einen Anstieg auf bis zu 100 USD je Unze bis Ende 2026 für möglich.

► Silber WKN 965310 | ISIN XC0009653103 | Ticker: Silber

Die Analysten der US-Bank betonen jedoch, dass ein solcher Anstieg des Silberpreises vermutlich nur temporär wäre und nicht dauerhaft aufrechterhalten werden könnte. Aktuell werde die Rallye vor allem durch den starken Goldmarkt, geopolitische Unsicherheiten sowie die geringe Liquidität am physischen Silbermarkt unterstützt.

Silberpreis unter Druck durch schwächere Industrienachfrage

Trotz der positiven Silber Prognose warnt die Bank of America vor zunehmenden Risiken auf der Nachfrageseite. Besonders die industrielle Nachfrage nach Silber könnte sich in den kommenden Quartalen abschwächen.

Hohe Preise sorgen laut den Analysten dafür, dass Hersteller verstärkt versuchen, den Silberverbrauch zu reduzieren oder günstigere Alternativen einzusetzen. Dieser sogenannte „Thrifting“-Effekt könnte den Silberpreis mittelfristig belasten.

Photovoltaik bleibt entscheidender Faktor für die Silber Prognose

Ein zentrales Risiko für den Silberpreis sieht die Bank of America im Solarsektor. Die Photovoltaikindustrie war in den vergangenen Jahren einer der wichtigsten Treiber der globalen Silbernachfrage.

Laut der aktuellen Silber Prognose könnte die Nachfrage aus diesem Bereich jedoch bereits 2025 ihren Höhepunkt erreicht haben. Gleichzeitig verlangsamt sich die Produktion von Solarmodulen in China, während für 2026 ein Rückgang neuer Solarinstallationen erwartet wird.

Dies könnte das Wachstum der industriellen Silbernachfrage deutlich bremsen.

Silbermarkt könnte sich deutlich entspannen

Die Bank of America erwartet, dass sich das globale Angebotsdefizit am Silbermarkt im laufenden Jahr um bis zu 90 % reduzieren könnte. Dadurch würde der Markt anfälliger für einen Angebotsüberschuss werden - selbst bei moderaten Verkäufen durch Investoren.

Gleichzeitig dürfte sich Silber laut den Analysten künftig stärker wie ein Edelmetall und weniger wie ein Industriemetall entwickeln. Für den Silberpreis würden damit Faktoren wie Kapitalflüsse, Anlegerstimmung und geldpolitische Erwartungen zunehmend wichtiger werden.

Geopolitik und Energiewende stützen den Silberpreis langfristig

Trotz der vorsichtigeren Einschätzung sieht die Bank keinen drastischen Nachfrageeinbruch. Silber bleibt weiterhin ein zentraler Bestandteil der globalen Energiewende und vieler Zukunftstechnologien.

Auch geopolitische Spannungen, insbesondere der Konflikt mit dem Iran, könnten die Nachfrage nach alternativen Energien weiter antreiben und damit langfristig unterstützend für den Silberpreis wirken.

Hohe Volatilität bleibt wahrscheinlich

Die Experten warnen zudem vor weiterhin starken Schwankungen am Silbermarkt. Bereits Anfang des Jahres war der Silberpreis zeitweise in Richtung 120 USD je Unze gestiegen, da Investoren und industrielle Käufer um begrenzte physische Bestände konkurrierten.

Zusätzliche Risiken ergeben sich aus den laufenden Handelsgesprächen zwischen den USA, Kanada und Mexiko. Da Kanada und Mexiko wichtige Silberlieferanten für die Vereinigten Staaten sind, könnten mögliche Zölle oder Handelskonflikte die Versorgungslage erneut verschärfen.

Silber Prognose im Tageschart

Quelle: XTB Investment Plattform, aufgenommen am 28.05.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.

ETF-Abflüsse zeigen vorsichtige Anlegerstimmung

Trotz des hohen Silberpreises gehen die Bestände physisch besicherter Silber-ETFs weiter zurück. Gleichzeitig zeigen aktuelle CFTC-Daten, dass spekulative Investoren bislang nur begrenztes Interesse an einer deutlichen Ausweitung ihrer Long-Positionen haben.

Damit bleibt der Silbermarkt äußerst sensibel gegenüber Veränderungen der Anlegerstimmung und globaler Kapitalflüsse. Für die kommenden Monate bedeutet das weiterhin Potenzial für starke Kursanstiege, aber auch für scharfe Korrekturen.

 

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