- Der JOLTS-Bericht um 16:00 Uhr ist der wichtigste Termin im Wirtschaftskalender und könnte die Erwartungen an den Fed-Zinskurs verändern.
- USD/CAD dürfte aufgrund mehrerer zeitnah veröffentlichter Daten aus den USA und Kanada besonders volatil reagieren.
- Nach Börsenschluss stehen AMD und Arista Networks im Fokus, während die API-Lagerbestände neue Impulse für WTI und Brent liefern könnten.
- Der JOLTS-Bericht um 16:00 Uhr ist der wichtigste Termin im Wirtschaftskalender und könnte die Erwartungen an den Fed-Zinskurs verändern.
- USD/CAD dürfte aufgrund mehrerer zeitnah veröffentlichter Daten aus den USA und Kanada besonders volatil reagieren.
- Nach Börsenschluss stehen AMD und Arista Networks im Fokus, während die API-Lagerbestände neue Impulse für WTI und Brent liefern könnten.
Die Finanzmärkte starten am Dienstag mit einer abwartenden Tendenz in den Handel. Anleger bewerten neue Inflationsdaten aus dem asiatisch-pazifischen Raum sowie die Stabilisierung an den Energiemärkten. Obwohl der heutige Wirtschaftskalender vergleichsweise überschaubar ausfällt, könnten wichtige Konjunkturdaten aus Nordamerika am Nachmittag für neue Impulse sorgen.
Im Mittelpunkt steht der US-Bericht zu den offenen Stellen, bekannt als JOLTS Job Openings. Die Daten liefern wichtige Hinweise auf die Verfassung des amerikanischen Arbeitsmarktes und könnten dadurch die Erwartungen an den weiteren Zinskurs der US-Notenbank Fed beeinflussen. Außerdem stehen die Auftragseingänge der US-Industrie, die Handelsbilanzen der USA und Kanadas sowie der kanadische Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe auf dem Programm.
Südkoreas Inflation fällt stärker als erwartet
Die Verbraucherpreisinflation in Südkorea hat sich im Juli überraschend deutlich abgeschwächt. Der VPI stieg im Jahresvergleich um 2,8%. Analysten hatten mit einer Inflationsrate von 3,0% gerechnet, nachdem auch der vorherige Wert bei 3,0% gelegen hatte.
Im Monatsvergleich sank der südkoreanische VPI um 0,2%. Der Marktkonsens hatte hingegen einen Anstieg um 0,1% erwartet. Die schwächeren Inflationsdaten könnten den geldpolitischen Spielraum der südkoreanischen Notenbank vergrößern. Für die asiatischen Aktienmärkte ergeben sich daraus grundsätzlich positive Impulse, sofern die Entwicklung nicht als Zeichen einer deutlich nachlassenden Nachfrage interpretiert wird.
📆 Wirtschaftskalender: Die wichtigsten Termine heute
(alle Angaben in deutscher Zeit)
| Uhrzeit | Land | Konjunkturdaten | Prognose | Vorher |
|---|---|---|---|---|
| 08:00 Uhr | Rumänien | Erzeugerpreise im Jahresvergleich | - | 12,05% |
| 08:30 Uhr | Australien | Rohstoffpreisindex im Jahresvergleich | - | 16,9% |
| 10:00 Uhr | Italien | Einzelhandelsumsätze, saisonbereinigt, im Monatsvergleich | 0,1% | 0,2% |
| 14:30 Uhr | USA | Handelsbilanz | -73,1 Mrd. USD | -77,6 Mrd. USD |
| 14:30 Uhr | Kanada | Handelsbilanz | 3,1 Mrd. CAD | 4,24 Mrd. CAD |
| 15:30 Uhr | Kanada | Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe | 50,5 | 53,0 |
| 16:00 Uhr | USA | Auftragseingänge ohne Transport, endgültig, im Monatsvergleich | 0,6% | 1,8% |
| 16:00 Uhr | USA | Auftragseingänge langlebiger Güter, endgültig, im Monatsvergleich | 0,3% | -4,0% |
| 16:00 Uhr | USA | Auftragseingänge der Industrie im Monatsvergleich | 0,2% | -1,3% |
| 16:00 Uhr | USA | JOLTS-Stellenangebote | 7,45 Mio. | 7,594 Mio. |
| 22:40 Uhr | USA | Wöchentliche API-Rohöllagerbestände | - | +3,3 Mio. Barrel |
JOLTS-Bericht als wichtigster Termin des Tages
Der JOLTS-Bericht um 16:00 Uhr dürfte zum entscheidenden Termin für die Börse heute werden. Erwartet werden 7,45 Millionen offene Stellen, nach zuvor 7,594 Millionen. Ein Rückgang würde auf eine weitere Abkühlung der Arbeitskräftenachfrage hindeuten.
Fallen die Stellenangebote deutlich schwächer als erwartet aus, könnten Anleger verstärkt auf eine lockerere Geldpolitik der Fed setzen. Das könnte die Renditen von US-Staatsanleihen und den US-Dollar belasten, während zinssensitive Technologieaktien Unterstützung erhalten könnten. Ein überraschend starker Wert würde dagegen für einen weiterhin robusten Arbeitsmarkt sprechen und könnte die Erwartungen an sinkende US-Zinsen dämpfen.
Neben der Zahl der offenen Stellen bleiben auch das Verhältnis zwischen freien Stellen und Arbeitslosen sowie die Entwicklung der Kündigungen relevant. Eine hohe freiwillige Kündigungsquote gilt üblicherweise als Zeichen dafür, dass Beschäftigte Vertrauen in ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.
US-Auftragseingänge geben Hinweise auf die Industriekonjunktur
Zeitgleich mit den JOLTS-Daten veröffentlicht das US Census Bureau die Auftragseingänge der Industrie. Für die gesamten Factory Orders wird im Monatsvergleich ein Anstieg um 0,2% erwartet, nachdem sie zuvor um 1,3% gesunken waren.
Bei den Auftragseingängen ohne den volatilen Transportsektor rechnen Analysten mit einem Plus von 0,6%. Die endgültigen Bestellungen langlebiger Wirtschaftsgüter sollen im Monatsvergleich um 0,3% gestiegen sein. Bessere Daten könnten die Zuversicht in die US-Konjunktur stärken, zugleich aber die Aussicht auf baldige Zinssenkungen durch die Fed abschwächen.
Handelsbilanzen der USA und Kanadas
Bereits um 14:30 Uhr rücken die Außenhandelsdaten in den Mittelpunkt. Das US-Handelsdefizit dürfte sich von 77,6 Mrd. USD auf 73,1 Mrd. USD verringert haben. Eine deutliche Abweichung könnte die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum und damit auch den US-Dollar beeinflussen.
Kanada soll gleichzeitig einen Handelsbilanzüberschuss von 3,1 Mrd. CAD ausweisen. Zuvor hatte der Überschuss 4,24 Mrd. CAD betragen. Zusammen mit dem kanadischen Einkaufsmanagerindex um 15:30 Uhr könnten die Daten zu stärkeren Bewegungen im Währungspaar USD/CAD führen.
Quartalszahlen: AMD, Caterpillar und Pfizer im Blick
Neben dem Wirtschaftskalender prägen zahlreiche Unternehmensberichte das Geschehen an den Aktienmärkten. Bereits vor der US-Börseneröffnung legen mehrere wichtige Konzerne ihre Zahlen vor:
- Merck & Co.
- Caterpillar
- Pfizer
Nach dem US-Börsenschluss folgen:
- SpaceX
- AMD
- Arista Networks
- Light & Wonder
- ONEOK
Insbesondere die AMD-Zahlen dürften für den Halbleitersektor und den Nasdaq relevant sein. Investoren achten auf die Entwicklung im Geschäft mit Rechenzentren, KI-Beschleunigern und klassischen Prozessoren. Die Ergebnisse von Caterpillar können zugleich Hinweise auf die weltweite Industrie-, Bau- und Investitionsnachfrage liefern.
Diese Märkte stehen heute im Fokus
USD/CAD
Das Währungspaar USD/CAD könnte am Nachmittag eine erhöhte Volatilität verzeichnen. Um 14:30 Uhr werden zeitgleich die Handelsbilanzen der USA und Kanadas veröffentlicht. Anschließend folgen der kanadische Einkaufsmanagerindex sowie die amerikanischen JOLTS-Daten.
Schwache kanadische Konjunkturdaten könnten den kanadischen Dollar belasten und USD/CAD nach oben treiben. Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten hätten potenziell den gegenteiligen Effekt, sofern sie die Erwartungen an eine lockerere Geldpolitik der Fed verstärken.
S&P 500
Für den S&P 500 dürfte der JOLTS-Bericht den wichtigsten makroökonomischen Impuls liefern. Schwächere Stellenangebote könnten die Hoffnung auf niedrigere Zinsen fördern und besonders Wachstums- sowie Technologieaktien unterstützen. Sehr robuste Arbeitsmarktdaten könnten dagegen die Anleiherenditen steigen lassen und damit Druck auf hoch bewertete Aktien ausüben.
Zusätzlich beeinflussen die Quartalszahlen von Caterpillar, Pfizer und weiteren US-Unternehmen die Stimmung. Nachbörslich richtet sich der Blick vor allem auf AMD und Arista Networks.
Rohöl der Sorten WTI und Brent
Die Ölpreise könnten zunächst auf die US-Auftragseingänge reagieren, da diese Hinweise auf die industrielle Nachfrage geben. Am späten Abend folgt der Bericht des American Petroleum Institute zu den wöchentlichen US-Rohöllagerbeständen.
In der Vorwoche waren die Lagerbestände laut den vorliegenden Daten um 3,3 Millionen Barrel gestiegen. Ein weiterer deutlicher Aufbau könnte auf eine schwächere Nachfrage oder ein höheres Angebot hindeuten und die Ölpreise belasten. Ein unerwarteter Lagerabbau könnte WTI und Brent hingegen unterstützen.
Börse heute: Ausblick auf den Handelstag
Der Handelstag beginnt zwar mit einem relativ schlanken Wirtschaftskalender, bietet am Nachmittag jedoch erhebliches Bewegungspotenzial. Die Kombination aus US-Arbeitsmarktdaten, Industrieaufträgen, Handelsbilanzen und Unternehmenszahlen kann neue Erwartungen an Wachstum, Inflation und Fed-Zinsen auslösen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Zeitraum zwischen 14:30 Uhr und 16:00 Uhr. In diesem Fenster erscheinen nahezu alle marktbewegenden nordamerikanischen Konjunkturdaten. Nach dem Börsenschluss könnten die Geschäftsberichte von AMD und Arista Networks zusätzliche Impulse für den Technologie- und Halbleitersektor liefern.
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FAQ zum Wirtschaftskalender und zur Börse heute
Was ist heute der wichtigste Termin im Wirtschaftskalender?
Der wichtigste Termin sind die US-JOLTS-Stellenangebote um 16:00 Uhr. Erwartet werden 7,45 Millionen offene Stellen nach zuvor 7,594 Millionen.
Warum sind die JOLTS-Daten für die Börse wichtig?
Die JOLTS-Daten zeigen, wie hoch die Nachfrage nach Arbeitskräften in den USA ist. Dadurch beeinflussen sie die Erwartungen an Inflation, Löhne und den künftigen Zinskurs der US-Notenbank Fed.
Welche Märkte könnten heute besonders stark reagieren?
Im Fokus stehen der S&P 500, USD/CAD sowie die Ölpreise für WTI und Brent. Nachbörslich könnten die AMD-Zahlen außerdem den Nasdaq und den gesamten Halbleitersektor bewegen.
Welche Unternehmen veröffentlichen heute Quartalszahlen?
Vor Handelsbeginn berichten unter anderem Merck, Caterpillar und Pfizer. Nach Börsenschluss folgen unter anderem AMD, Arista Networks, SpaceX, Light & Wonder und ONEOK.
Wann werden die US-Auftragseingänge veröffentlicht?
Die US-Auftragseingänge der Industrie, die Bestellungen ohne Transportsektor und die endgültigen Aufträge langlebiger Güter werden um 16:00 Uhr veröffentlicht.
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