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Wirtschaftskalender & Börse Heute: Ruhigerer Wochenausklang nach turbulenten Handelstagen im Fokus
Der makroökonomische Wirtschaftskalender präsentiert sich am heutigen Freitag merklich ausgedünnt, was nach einer von dynamischen Kursverlusten geprägten Handelswoche zu einem spürbaren Rückgang des Handelsvolumens führen könnte. Die Marktteilnehmer nutzen den Tag, um die jüngsten PCE-Inflationsdaten aus den USA sowie die anhaltend falkenhaften Kommentare hochrangiger Federal-Reserve-Mitglieder zu verdauen. Die fundamentale Agenda für die Börse Heute kommt ohne die ganz großen Schwergewichts-Daten aus der Realwirtschaft aus. Im medialen Rampenlicht stehen am Nachmittag primär das renommierte Konsumklima der Universität Michigan inklusive der neuen Inflationserwartungen der US-Bürger sowie die anstehenden Reden der Fed-Mitglieder Williams und Kashkari. Neben den großen Aktienindizes bleibt das Währungspaar EURUSD im Fokus, nachdem der Euro zum Wochenende unter die charttechnisch wichtige Unterstützung von 1,14 gerutscht ist.
Key Takeaways
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Dünner Wirtschaftskalender: Keine Top-Schwergewichtsdaten zum Wochenschluss, was das Volumen dämpfen könnte.
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Uni-Michigan im Blick: Das US-Konsumklima und die Inflationserwartungen steuern den Nachmittag.
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Zinsdruck belastet Forex: EURUSD rutscht unter 1,14 und verbleibt im Visier von Fed-Sprechern an der Börse Heute.
Rückblick auf die Asien-Sitzung: Japans Inflation zieht wieder an
Bereits in der vergangenen Nacht lieferte der Wirtschaftskalender erste wichtige Impulse aus dem asiatisch-pazifischen Raum. In Japan kletterte die Kernrate des Verbraucherpreisindex (CPI) für die Region Tokio im Juni im Jahresvergleich auf 1,6 %. Obwohl dieser Wert exakt den vorherigen Konsenschätzungen des Marktes entsprach, signalisiert er eine deutliche Beschleunigung der Preisdynamik gegenüber dem Vormonat (1,3 % y/y). Diese Entwicklung hält den fundamentalen Druck auf die Bank of Japan (BoJ) hinsichtlich baldiger weiterer Zinserhöhungen aufrecht. Zudem prägten vorbörslich die nächtlichen Reden von RBNZ-Chefin Breman und FOMC-Mitglied Goolsbee die erste Tendenz bei den Währungspaaren rund um den US-Dollar und den Neuseeland-Dollar (NZD).
Die wichtigsten Termine im Wirtschaftskalender (MESZ-Zeiten)
Im europäischen Frühhandel wurden bereits die Einzelhandelsumsätze aus Norwegen (Mai: -2,1 % m/m) sowie der schwedische Erzeugerpreisindex (Mai: 6,6 % y/y) publiziert. Für den weiteren Tagesverlauf an der Börse Heute gelten folgende Kerntermine:
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10:30 Uhr – Deutschland: Rede von Bundesbank-Präsident Joachim Nagel
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14:30 Uhr – USA: Handelsbilanz für Waren im Mai (Prognose: -85,1 Mrd. USD / Vorwert: -82,4 Mrd. USD)
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16:00 Uhr – USA: Uni-Michigan Verbrauchervertrauen Juni (Prognose: 50,0 / Vorwert: 44,8)
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16:00 Uhr – USA: Kurzfristige (Prognose: 4,6 % / Vorwert: 4,8 %) & Langfristige Inflationserwartungen (Prognose: 3,4 % / Vorwert: 3,9 %)
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16:30 Uhr – USA: Rede von New York Fed-Präsident John Williams
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17:30 Uhr – USA: Rede von Minneapolis Fed-Präsident Neel Kashkari
3 Märkte im Fokus der Börse Heute 📊
1. EURUSD (Forex) Das wichtigste Devisenpaar der Welt steht am Nachmittag vollständig unter dem Einfluss der US-Publikationen im Wirtschaftskalender. Das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan und insbesondere die Subkomponenten zu den kurz- und langfristigen Inflationserwartungen der Amerikaner werden die Richtung des US-Dollars maßgeblich diktieren. Für zusätzliche Volatilität vor dem Wochenende könnten zudem falkenhafte oder taubenhafte Töne in den anstehenden Reden der Fed-Mitglieder Williams und Kashkari sorgen.
2. Brent-Rohöl (OIL) Der Ölpreis bewegt sich aufgrund der anhaltend angespannten geopolitischen Lage im Nahen Osten weiterhin in der Nähe seiner lokalen Widerstandsniveaus. Um 19:00 Uhr blicken Rohstoff-Trader auf den wöchentlichen Baker-Hughes-Bericht über die aktiven US-Bohrinseln (Konsens erwartet einen leichten Anstieg auf 436). Jedes unerwartete Sinken der US-Bohraktivität könnte als Vorwand für eine kurzfristige Erholung dienen, bevor die Handelswoche schließt.
3. Nasdaq 100 Die Futures des US-Technologieindex sind erneut unter Abwärtsdruck geraten. Belastet wird der Sektor durch Gewinnmitnahmen bei den Apple-Anteilscheinen sowie die Ankündigung von Microsoft, die Preise für die Xbox aufgrund gestiegener Komponentenkosten anzuheben. Neben der latenten Nervosität rund um den gesamten „AI Trade“ könnte der Nasdaq am heutigen Abend zusätzlich von einer potenziell restriktiven Rhetorik der Fed-Sprecher ausgebremst werden.
Fazit
Die Börse Heute atmet nach den heftigen Turbulenzen der vergangenen Tage ein wenig durch. Der Wirtschaftskalender liefert zwar keine makroökonomischen Hochkaräter mehr, doch das US-Konsumklima um 16:00 Uhr und die anschließenden Statements der Fed-Vertreter besitzen ausreichend Sprengkraft, um kurz vor dem Wochenende für sprunghafte Bewegungen zu sorgen. Insbesondere Tech-Investoren im Nasdaq 100 und Forex-Händler beim EURUSD sollten angesichts der dünneren Wochenend-Liquidität aufmerksam agieren und Absicherungen strikt beachten, falls die Inflationserwartungen der US-Konsumenten heißer als erwartet ausfallen.
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