Wer sich zum ersten Mal mit Forex, CFDs oder anderen gehebelten Finanzinstrumenten beschäftigt, stößt fast sofort auf einen kleinen Begriff mit großer Bedeutung: den Pip.
Kaum eine Kennzahl taucht im Trading so häufig auf, und doch bleibt sie für viele Einsteiger zunächst rätselhaft. Dabei ist die Idee dahinter einfach: Ein Pip ist eine Einheit zur Messung von Kursbewegungen.
Statt zu sagen, ein Kurs sei „ein kleines bisschen“ gestiegen, lässt sich mit Pips exakt beziffern, wie groß eine Bewegung war. Genau deshalb sind Pips für Trader so wichtig: Sie machen Kursbewegungen konkret und vergleichbar und bilden die Grundlage, um Gewinne, Verluste und vor allem das eingegangene Risiko sauber zu erfassen.
In diesem Beitrag erfährst du Schritt für Schritt, was Pips sind, wie sie berechnet werden und warum sie im Handelsalltag eine so zentrale Rolle spielen.
Pips – Das Wichtigste in Kürze:
💡 Ein Pip ist die standardisierte Maßeinheit für Kursbewegungen, vor allem im Devisenhandel.
💡 Bei den meisten Währungspaaren entspricht ein Pip der vierten Nachkommastelle (0,0001), bei Yen-Paaren der zweiten (0,01). Bei Gold oder Indizes kann die Definition abweichen.
💡 Pips machen Kursbewegungen über verschiedene Märkte hinweg vergleichbar und bilden die Basis für die Performance-Messung.
💡 Für das Risikomanagement sind Pips zentral, denn Stop-Loss- und Take-Profit-Abstände werden meist in Pips geplant.
💡 Wie viel ein Pip in Geld wert ist, hängt von Positionsgröße und Kontowährung ab.
Wer sich zum ersten Mal mit Forex, CFDs oder anderen gehebelten Finanzinstrumenten beschäftigt, stößt fast sofort auf einen kleinen Begriff mit großer Bedeutung: den Pip.
Kaum eine Kennzahl taucht im Trading so häufig auf, und doch bleibt sie für viele Einsteiger zunächst rätselhaft. Dabei ist die Idee dahinter einfach: Ein Pip ist eine Einheit zur Messung von Kursbewegungen.
Statt zu sagen, ein Kurs sei „ein kleines bisschen“ gestiegen, lässt sich mit Pips exakt beziffern, wie groß eine Bewegung war. Genau deshalb sind Pips für Trader so wichtig: Sie machen Kursbewegungen konkret und vergleichbar und bilden die Grundlage, um Gewinne, Verluste und vor allem das eingegangene Risiko sauber zu erfassen.
In diesem Beitrag erfährst du Schritt für Schritt, was Pips sind, wie sie berechnet werden und warum sie im Handelsalltag eine so zentrale Rolle spielen.
Pips – Das Wichtigste in Kürze:
💡 Ein Pip ist die standardisierte Maßeinheit für Kursbewegungen, vor allem im Devisenhandel.
💡 Bei den meisten Währungspaaren entspricht ein Pip der vierten Nachkommastelle (0,0001), bei Yen-Paaren der zweiten (0,01). Bei Gold oder Indizes kann die Definition abweichen.
💡 Pips machen Kursbewegungen über verschiedene Märkte hinweg vergleichbar und bilden die Basis für die Performance-Messung.
💡 Für das Risikomanagement sind Pips zentral, denn Stop-Loss- und Take-Profit-Abstände werden meist in Pips geplant.
💡 Wie viel ein Pip in Geld wert ist, hängt von Positionsgröße und Kontowährung ab.
Was sind Pips im Trading?
Bevor wir in die Details einsteigen, klärt dieses Kapitel zunächst die Grundfrage: Was ist Pips Trading überhaupt, und warum hat sich dieser Begriff durchgesetzt? Wenn du das Prinzip einmal verstanden hast, wird die praktische Anwendung leicht.
Was ist ein Pip einfach erklärt?
Das Akronym “Pip” steht für Percentage in Point, was im Trading-Jargon die kleinste standardisierte Einheit bezeichnet, um die sich ein Kurs bewegt. Klassischerweise werden Pips für das Forex Trading, also den Handel mit Devisen, verwendet (Forex bedeutet Foreign Exchange, also Fremdwährung).
Bei den meisten Währungspaaren ist die kleinste Kursbewegung eine Veränderung an der vierten Nachkommastelle. Steigt beispielsweise der EUR/USD Kurs von 1,0850 auf 1,0851, so ist das genau ein Pip. .
Der Vorteil dieser Einheit liegt in ihrer Klarheit: Statt unpräzise von „etwas höher“ oder „leicht gefallen“ zu sprechen, können Trader Bewegungen exakt in Pips angeben.
Ein Pip ist damit so etwas wie die gemeinsame Sprache des Devisenhandels. Egal ob du eine Kursbewegung beschreibst, einen Trading-Gewinn errechnest oder das Risiko abschätzen möchtest, der Pip liefert dir dafür eine einheitliche, nachvollziehbare Maßeinheit.
Warum werden Kursbewegungen in Pips statt in Euro oder US-Dollar angegeben?
Auf den ersten Blick wäre es naheliegend, Kursbewegungen direkt in Euro oder US-Dollar auszudrücken. In der Praxis stößt das aber schnell an Grenzen, denn ein Geldbetrag sagt nur dann etwas aus, wenn man die Positionsgröße kennt.
Zehn Euro Gewinn können das Ergebnis einer winzigen oder einer sehr großen Position sein. Würde man Bewegungen direkt in Euro oder Dollar angeben, wäre die Zahl ohne Angabe der Positionsgröße irreführend.
Die Kursbewegung in Pips ist dagegen unabhängig vom eingesetzten Kapital. Dadurch lassen sich einzelne Trades und sogar ganze Märkte vergleichen. Ein Trader kann sagen, er habe bei dem Währungspaar EUR/USD 30 Pips und bei GBP/USD 20 Pips gewonnen, und jeder weiß sofort, welche Bewegung die größere war, ohne dafür die Positionsgröße kennen zu müssen.
Darüber hinaus macht man sich von der jeweiligen Rechenwährung unterschiedlicher Paare unabhängig. Der Geldwert eines Pips würde ja zusätzlich vom Wechselkurs abhängen, wenn die Kontowährung des Traders von der Notierungswährung des jeweiligen Paares abweicht. Der reine Pip-Wert bleibt davon unberührt und ist somit als Bezugsgröße aussagekräftiger.
Die Bedeutung von Trading Pips liegt also darin, dass sie eine neutrale Vergleichsebene schaffen. Sie trennen die Analyse, wie weit sich der Kurs bewegt hat, sauber von der Frage, was das geldwerte Ergebnis dieser Bewegung im Einzelfall ist.
Was bedeutet „Pips“ im Forex und CFD Handel?
Ursprünglich stammt der Pip wie erwähnt aus dem Forex Handel. Dort beschreibt er üblicherweise die kleinste Änderung eines Wechselkurses. Was ein Pip im Devisenhandel bedeutet, ist deshalb klar definiert und über Anbieter hinweg weitgehend einheitlich.
Mit dem Aufkommen von CFDs (Contracts for Difference, also Kursdifferenzkontrakten) hat sich der Begriff jedoch ausgeweitet. Über einen CFD setzt du auf die Kursentwicklung eines Basiswerts, ohne diesen tatsächlich zu besitzen. Da viele dieser Basiswerte ebenfalls Währungspaare sind, lag es nahe, auch hier in Pips zu rechnen.
Heute begegnet dir der Pip daher nicht nur im klassischen Devisenhandel, sondern auch bei CFDs auf Rohstoffe wie Gold, auf Indizes oder andere Märkte. Wichtig ist nur, im Hinterkopf zu behalten, dass die genaue Definition außerhalb des Forex-Bereichs je nach Markt und Anbieter variieren kann.
Wie werden Pips berechnet?
Die wohl häufigste Frage rund um das Thema lautet: Wie zählt und berechnet man Pips eigentlich? Die gute Nachricht vorweg: Mit ein paar einfachen Beispielen wird das Prinzip schnell greifbar, und kompliziertes Rechnen ist dafür nicht nötig.
Wie viele Pips entsprechen einer Kursbewegung?
Ein konkretes Beispiel: Angenommen, EUR/USD notiert bei 1,0850 und steigt im Lauf des Tages auf 1,0865. Um die Bewegung in Pips zu zählen, betrachtest du die vierte Nachkommastelle: Von 1,0850 auf 1,0865 sind das 15 Pips.
Du ziehst also den niedrigeren Kurs vom höheren ab und zählst die Veränderung ausgehend von der vierten Stelle nach dem Komma. Fällt der Kurs umgekehrt von 1,0865 auf 1,0850, hat sich der Markt um dieselben 15 Pips nach unten bewegt.
Was diese 15 Pips als Geldbetrag für dein Konto bedeuten, hängt von der Positionsgröße ab. Im Forex- und CFD-Handel wird diese in sogenannten Lots angegeben, wobei ein Standard-Lot 100.000 Einheiten der Basiswährung entspricht.
Bei EUR/USD ist ein Pip pro Standard-Lot daher rund 10 US-Dollar wert (100,000 x 0,0001), unsere 15 Pips also etwa 150 US-Dollar.
Handelst du kleinere Positionen, sinkt der Wert proportional: Bei einem Minilot (10.000 Kurseinheiten) auf etwa einen USD, bei einem Microlot (1.000 Kurseinheiten) auf nur etwa 0,10 USD. Dieselbe Kursbewegung von 15 Pips bedeutet also je nach Handelsgröße einen völlig anderen Geldbetrag.
Da der Handelswert in diesem Beispiel in US-Dollar ausgedrückt wird, die Konten bei deutschen Online Brokern aber meist in Euro geführt werden, rechnet die Handelsplattform das Ergebnis zusätzlich in die Kontowährung um. Das Grundprinzip bleibt gleich: Pip-Bewegung mal Positionsgröße ergibt den Geldwert.
Warum gibt es bei manchen Währungspaaren andere Pip-Werte?
Während bei den meisten Währungspaaren ein Pip an der vierten Nachkommastelle liegt, ist er bei einigen Ausnahmen anders definiert: Bei der indischen Rupie zählt die zweite Nachkommastelle, bei der indonesischen Rupiah sogar eine ganze Währungseinheit, streng genommen also eher ein ganzer „Punkt“ vor dem Komma.
Eine wichtige Ausnahme solltest du kennen: die Yen-Paare. Bei Währungspaaren mit dem japanischen Yen, etwa USD/JPY oder EUR/JPY, liegt ein Pip nicht an der vierten, sondern an der zweiten Nachkommastelle. Bewegt sich USD/JPY von 150,25 auf 150,30, sind das also 5 Pips und nicht etwa 500.
Der Grund für diese Besonderheit ist historisch und liegt im Wert des Yen: Weil ein Yen nur einen kleinen Bruchteil eines Dollars wert ist, werden Yen-Kurse traditionell mit weniger Nachkommastellen notiert. Damit ein Pip eine sinnvolle Größenordnung repräsentiert, hat man ihn hier auf die zweite Stelle gelegt.
Für dich heißen diese Abweichungen vor allem: Verlass dich nicht blind auf die Zahl der Nachkommastellen, sondern wisse, an welcher Stelle bei deinem Währungspaar der Pip sitzt. Diese Ausnahme im Kopf zu behalten, erspart dir später ärgerliche Rechenfehler.
Unterschied zwischen Pip und einer Pipette
Wenn du dir Kurse auf einer Handelsplattform ansiehst, fällt dir vielleicht eine zusätzliche Ziffer auf. Statt 1,0850 zeigt die Plattform 1,08505, also eine fünfte Nachkommastelle. Diese letzte Stelle ist kein vollständiger Pip, sondern ein Zehntel davon und wird Pipette oder fraktionaler Pip genannt. Bei Yen-Paaren ist die Pipette entsprechend die dritte Nachkommastelle.
Anbieter zeigen sie an, um Kurse genauer darzustellen und engere Preise anbieten zu können. Für deine Berechnungen ändert sich dadurch im Grunde nichts, du musst nur wissen, welche Stelle der eigentliche Pip ist und welche die feinere Pipette.
Verwechselt man beide, erscheinen Kursbewegungen schnell zehnmal größer oder kleiner, als sie es tatsächlich sind. Wer den Unterschied zwischen Pip und Pipette kennt, liest die Kursanzeige von Anfang an richtig.
Zur Verdeutlichung hier das Wichtigste zur Berechnung von Pips noch einmal in einer Grafik zusammengefasst:
In der Praxis musst du den Pip-Wert übrigens nur selten von Hand ausrechnen, denn moderne Handelsplattformen nehmen dir das ab. Bei XTB ist in die Plattform ein Trading-Rechner direkt in die Ordermaske integriert, der dir den Pip-Wert einer geplanten Position sowie den Spread auch als Geldbetrag, die erforderliche Margin und mögliche Gewinne oder Verluste sofort anzeigt.
Warum sind Pips für Trader wichtig?
Pips sind weit mehr als eine technische Maßeinheit. Im Handelsalltag werden sie zum Werkzeug, mit dem Trader ihre Leistung beurteilen und ihr Risiko steuern. Warum das so ist, zeigt der Blick auf drei eng verbundene Bereiche: die Messung von Gewinnen und Verlusten, das Setzen von Limit Orders und das Risikomanagement.
Wie werden Gewinne und Verluste in Pips gemessen?
Viele Trader notieren ihre Ergebnisse nicht nur in Geldwerten, also etwa Euro oder Dollar, sondern zusätzlich in Pips, und das hat den bereits genannten, guten Grund: Ein Gewinn von 50 Euro sagt für sich genommen wenig aus, denn er könnte aus einer großen Position mit kleiner Bewegung oder einer kleinen Position mit großer Bewegung stammen.
Eine Angabe wie „plus 40 Pips“ beschreibt dagegen unmittelbar die Qualität des Trades, also wie gut Einstiegs- und Ausstiegspunkt getroffen wurden, unabhängig vom eingesetzten Kapital. Dadurch lassen sich verschiedene Trades sauber vergleichen.
Wer beispielsweise im Januar 200 Pips und im Februar 120 Pips erzielt hat, kann seine Performance über die Zeit beobachten, ohne dass schwankende Positionsgrößen das Bild verzerren. Pips trennen also den Erfolg einer Trading Strategie von der Frage, wie viel Geld am Ende geflossen ist.
Wie helfen Pips beim Setzen von Stop Loss und Take Profit?
Hier zeigt sich der praktische Nutzen von Pips besonders deutlich. Eine Stop-Loss-Order schließt eine Position automatisch, sobald ein bestimmter Verlust erreicht ist, und begrenzt so das Risiko. Eine Take-Profit-Order tut dasselbe bei Erzielung eines angestrebten Gewinns.
Viele Trader definieren die Abstände für diese Limit Orders in Pips, etwa Stop Loss 20 Pips unter dem Einstieg und Take Profit 40 Pips darüber. Der Grund ist wieder die Vergleichbarkeit: Ein in Pips gemessener Abstand spiegelt direkt die Marktbewegung wider und lässt sich von einem Trade auf den nächsten übertragen.
Pips können auch für das bekannte Chance-Risiko-Verhältnis verwendet werden. Stehen zum Beispiel 40 Pips möglicher Gewinn 20 Pips möglichem Verlust gegenüber, liegt das Verhältnis bei 2:1.
Pips übersetzen damit eine abstrakte Marktbewegung in eine konkrete Regel zur Risikobegrenzung und verbinden die Frage, wie weit sich der Kurs bewegen darf, mit der Frage, wie viel Verlust du akzeptieren willst.
Welche Rolle spielen Pips beim Risikomanagement?
Damit sind wir beim Kern eines jeden durchdachten Trades, dem Risikomanagement. Pips sind hier das Bindeglied zwischen Marktbewegung und Geldeinsatz. Vereinfacht gesagt, ergibt sich dein Risiko pro Trade aus dem Stop-Loss-Abstand in Pips multipliziert mit dem Pip-Wert deiner Position.
Ein größerer Abstand oder eine größere Position bedeuten ein höheres Risiko in Euro, ein kleinerer Abstand oder eine kleinere Position ein geringeres. Genau darüber steuern erfahrene Trader ihre Positionsgröße: Sie legen zuerst fest, wie viel Geld sie maximal riskieren wollen, und leiten daraus ab, wie groß die Position bei einem bestimmten Stop-Loss-Abstand sein darf.
Komplizierte Formeln musst du dafür nicht auswendig können. Wichtig ist das Verständnis, dass Pips, Positionsgröße und Risiko untrennbar zusammenhängen.
Beim konkreten Planen des Risikos unterstützt dich wieder die XTB Handelsplattform. Mit dem bereits vorgestellten Trading-Rechner in der Ordermaske kannst du ein Stop-Loss- oder Take-Profit-Niveau wahlweise über eine Anzahl von Pips, einen festen Geldbetrag oder einen Prozentsatz deines Kontostands festlegen.
So erkennst du unmittelbar, wie sich ein bestimmter Pip-Abstand und eine bestimmte Positionsgröße auf dein Risiko auswirken, und kannst beides aufeinander abstimmen, bevor du eine Position eröffnest.
Wie nutzt man Pips in der Praxis?
Nun zur Anwendung im Alltag. Wie fließt das bisher Gelernte in konkrete Tradingentscheidungen ein, und wo begegnen dir Pips bei der Bedienung der Handelsplattform?
Wie viele Pips sind bei einem Trade wichtig?
Eine feste Zahl, ab wie vielen Pips sich ein Trade lohnt, gibt es nicht, und bei pauschalen Versprechen ist Vorsicht geboten. Wie viele Pips sinnvoll sind, hängt von deiner Strategie, dem gehandelten Markt und deinem Zeithorizont ab.
Ein Daytrader, der mehrere Positionen pro Tag eröffnet, arbeitet oft mit kleinen Zielen von wenigen bis einigen Dutzend Pips. Wer eine Position über Wochen hält, plant dagegen mitunter mit mehreren Hundert Pips.
Auch der konkrete Markt spielt eine Rolle, denn ein ruhiges Währungspaar bewegt sich anders als ein volatiler Rohstoff. Entscheidend ist nicht eine möglichst hohe Pip-Zahl, sondern dass Renditeziel und Stop Loss zu deiner Strategie und zur typischen Schwankungsbreite des Marktes passen. Pips sind ein Werkzeug zur Planung, kein Selbstzweck.
Wo werden Pips auf einer Trading Plattform angezeigt?
In der Praxis musst du Pips nicht selbst zusammenrechnen, denn die Handelsplattform zeigt sie dir an mehreren Stellen an.
- Im Chart kannst du den Abstand zwischen zwei Kursen häufig direkt in Pips ablesen.
- In der Ordermaske siehst du, wie viele Pips dein Stop Loss und dein Take Profit vom aktuellen Kurs entfernt liegen.
- Und bei offenen Positionen wird der aktuelle Gewinn oder Verlust meist sowohl in Pips als auch in deiner Kontowährung dargestellt.
So behältst du jederzeit im Blick, wie weit sich der Markt zu deinen Gunsten oder gegen dich bewegt hat. Gerade für Einsteiger ist das hilfreich, weil die abstrakte Einheit Pip dadurch greifbar wird.
Bei XTB übernimmt diese Aufgabe die hauseigene Plattform, verfügbar als Web-Version oder mobile App (Android und iOS). Offene Positionen, der zugehörige Pip-Abstand und das aktuelle Ergebnis lassen sich dort übersichtlich verfolgen, sodass du Pip-Werte, Risiken und Positionsgrößen jederzeit im Blick behältst, ob am Schreibtisch oder unterwegs.
Welche Fehler machen Einsteiger beim Umgang mit Pips?
Zum Schluss ein Blick auf typische Stolpersteine. Gerade weil Pips so einleuchtend wirken, schleichen sich bei Einsteigern schnell Denkfehler ein. Wer diese kennt, entwickelt ein realistischeres Verständnis dafür, was Pips aussagen und was nicht.
Warum 100 Pips nicht automatisch besser als 10 Pips sind
Es klingt intuitiv richtig: 100 Pips müssen doch besser sein als 10! So einfach ist es aber nicht. Die Aussagekraft eines Pip-Gewinns hängt immer vom Markt, der Positionsgröße und der Strategie ab.
Einhundert Pips bei einer sehr kleinen Position können in Euro weniger einbringen als 10 Pips bei einer großen. Hinzu kommt die Schwankungsbreite: In einem stabilen Hauptwährungspaar sind 100 Pips eine erhebliche Bewegung, bei einem stark schwankenden Rohstoff dagegen Alltag.
Auch das eingegangene Risiko zählt. Wer 100 Pips Gewinn mit einem riskanten Stop Loss von 200 Pips erkauft, sieht sich einem schlechteren Chance-Risiko-Verhältnis gegenüber als jemand, der 10 Pips bei nur 5 Pips Risiko erzielt. Der erste Trade ist also nachteiliger, weil er für weniger Chance mehr Risiko bedeutet, ganz gleich, ob der Einzeltrade am Ende profitabel war. Langfristig frisst nämlich das Risiko die Gewinne auf.
Eine hohe Pip-Zahl allein ist deshalb kein Gütesiegel, sondern wird erst im Verhältnis zu Gesamtstrategie, Positionsgröße und Marktbewegung aussagekräftig.
Warum sagen Pips allein nichts über den tatsächlichen Gewinn oder Verlust aus?
Dieser Punkt ist so wichtig, dass er nochmals in einem eigenen Abschnitt wiederholt werden soll: Derselbe Pip-Abstand kann je nach Positionsgröße völlig unterschiedliche Folgen für dein Konto haben. 20 Pips bei 0,01 Lot in EUR/USD bedeuten rund 2 US-Dollar, dieselben 20 Pips bei einem vollen Standard-Lot dagegen rund 200 US-Dollar.
Die Bewegung am Markt ist identisch, aber die finanzielle Wirkung unterscheidet sich um das Hundertfache. Pips beschreiben also nur die Strecke, die der Kurs zurücklegt, nicht den Geldbetrag, der dabei entsteht. Den erhältst du erst, wenn du die Pip-Bewegung mit dem Pip-Wert deiner Position multiplizierst.
Genau hier wirkt auch der Hebel bei Derivaten wie CFDs: Über die Positionsgröße kann er den Geldwert je Pip stark vergrößern, was Gewinne wie Verluste gleichermaßen verstärkt. Wer das im Hinterkopf behält, lässt sich von hohen Pip-Zahlen weder blenden noch verunsichern.
Welche Besonderheiten gibt es bei Gold und anderen Märkten?
Bislang ging es vor allem um Währungspaare. Sobald du andere Märkte handelst, lohnt ein zweiter Blick. Eine häufige Frage lautet etwa: Was ist ein Pip bei Gold?
Bei Gold, das meist als Paar XAU/USD gehandelt wird (wobei XAU der offizielle ISO-4217-Währungscode für eine Feinunze Gold, also etwa 31,1 Gramm), gibt es keine über alle Anbieter einheitliche Pip-Definition. Häufig wird eine Bewegung an der zweiten Nachkommastelle als ein Pip bezeichnet, also ein Schritt von 2.000,00 auf 2.000,01 US-Dollar.
Andere Anbieter rechnen jedoch anders und nennen schon eine Bewegung um einen ganzen Dollar oder zehn Cent einen Pip.
Ähnliches gilt für Indizes oder andere Rohstoffe, wo statt von Pips oft von Punkten oder Ticks die Rede ist. Für dich heißt das vor allem: Verlass dich nicht auf eine pauschale Regel, sondern wirf vor dem Handel einen Blick in die Instrumentenspezifikation deines Anbieters.
Dort ist festgelegt, wie ein Pip oder Punkt für das jeweilige Instrument definiert ist und welchen Wert er hat. So vermeidest du Fehleinschätzungen, die gerade bei Gold leicht entstehen können.
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FAQ
Ein Pip ist die kleinste standardisierte Einheit, in der eine Kursbewegung gemessen wird, bei den meisten Währungspaaren die vierte Nachkommastelle (0,0001). Er macht Bewegungen messbar und vergleichbar.
Pips dienen als gemeinsame Maßeinheit für Kursbewegungen, Gewinne, Verluste und Risikoabstände. So lassen sich Trades unabhängig von der Positionsgröße vergleichen.
Du ziehst den niedrigeren Kurs vom höheren ab und zählst die Schritte an der relevanten Nachkommastelle, also der vierten bei den meisten Paaren und der zweiten bei Yen-Paaren. Den Geldwert erhältst du, indem du die Pip-Zahl mit dem Pip-Wert deiner Position multiplizierst.
Der Begriff Pip kommt aus dem Devisenhandel, wo er Pip die kleinste Änderungseinheit eines Wechselkurses bedeutet.
Das hängt von der Positionsgröße ab: Beim Währungspaar EUR/USD gilt die Faustregel, dass ein Pip pro Standard-Lot (100.000 Einheiten) rund 10 US-Dollar wert ist, bei 0,01 Lot etwa 0,10 US-Dollar. Der Betrag wird in die Kontowährung umgerechnet.
Eine Pipette ist ein Zehntel-Pip, also die zusätzliche letzte Nachkommastelle, die viele Plattformen anzeigen. Zehn Pipetten ergeben einen Pip.
Bei Gold (XAU/USD) gibt es keine einheitliche Definition; oft gilt die zweite Nachkommastelle als Pip, je nach Anbieter aber auch ein anderer Schritt. Maßgeblich ist die Instrumentenspezifikation deines Brokers.
Weil Pips unabhängig vom eingesetzten Kapital sind und sich Trades dadurch sauber vergleichen lassen. Eine Angabe in Pips beschreibt die Qualität eines Trades, nicht nur den Geldbetrag.
Über den Stop-Loss-Abstand in Pips und den Pip-Wert lässt sich das Risiko pro Trade bestimmen und die Positionsgröße planen. Pips verbinden Marktbewegung und Geldeinsatz.
Meist im Chart, in der Ordermaske bei Stop Loss und Take Profit sowie bei offenen Positionen, häufig parallel in Pips und in der Kontowährung. So siehst du Bewegungen und Ergebnisse auf einen Blick.
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