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Wasserstoff ETF: Lohnt sich die Investition in die Zukunftstechnologie?

Wasserstoff begleitet die Energiewende als eines ihrer großen Versprechen: Ein Energieträger, der sich speichern, transportieren und in Industrie wie Verkehr einsetzen lässt, ohne zwangsläufig auf fossile Quellen angewiesen zu sein. Kein Wunder also, dass viele Anleger genauer hinschauen, wenn von der Wasserstoffwirtschaft die Rede ist.  


Wer an diesem Thema teilhaben möchte, ohne sich auf einzelne Aktien festzulegen, landet schnell beim Wasserstoff ETF. Über ein einziges Wertpapier lässt sich damit in einen ganzen Korb von Unternehmen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette investieren.  


Das erklärt, warum Wasserstoff ETFs zuletzt so oft im Fokus standen. Gleichzeitig lohnt ein nüchterner Blick: Die Technologie kann erhebliche Chancen eröffnen, doch der Sektor ist jung, schwankungsanfällig und in vielen Bereichen noch nicht profitabel.  


Dieser Text ordnet ein, was hinter einem Wasserstoff ETF steckt, worauf du bei der Auswahl achten kannst und für wen sich ein solches Investment überhaupt eignet. 

 

 

Wasserstoff ETF – Das Wichtigste in Kürze: 

💡 Ein Wasserstoff ETF bündelt viele Aktien aus der Wasserstoffbranche in einem börsengehandelten Fonds. 


💡 Energiewende, staatliche Förderprogramme und der Umbau der Industrie gelten als langfristige Treiber des Sektors. 


💡 Der Markt ist jung und hoch schwankungsanfällig; deutliche Kursausschläge nach oben wie unten sind eher die Regel als die Ausnahme. 


💡 Gegenüber einer einzelnen Wasserstoffaktie streut ein Wasserstoff ETF das Risiko über mehrere Unternehmen und Regionen. 


💡 Am ehesten eignet sich ein Wasserstoff ETF als Beimischung für Anleger mit langem Anlagehorizont. 

Wasserstoff begleitet die Energiewende als eines ihrer großen Versprechen: Ein Energieträger, der sich speichern, transportieren und in Industrie wie Verkehr einsetzen lässt, ohne zwangsläufig auf fossile Quellen angewiesen zu sein. Kein Wunder also, dass viele Anleger genauer hinschauen, wenn von der Wasserstoffwirtschaft die Rede ist.  


Wer an diesem Thema teilhaben möchte, ohne sich auf einzelne Aktien festzulegen, landet schnell beim Wasserstoff ETF. Über ein einziges Wertpapier lässt sich damit in einen ganzen Korb von Unternehmen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette investieren.  


Das erklärt, warum Wasserstoff ETFs zuletzt so oft im Fokus standen. Gleichzeitig lohnt ein nüchterner Blick: Die Technologie kann erhebliche Chancen eröffnen, doch der Sektor ist jung, schwankungsanfällig und in vielen Bereichen noch nicht profitabel.  


Dieser Text ordnet ein, was hinter einem Wasserstoff ETF steckt, worauf du bei der Auswahl achten kannst und für wen sich ein solches Investment überhaupt eignet. 

 

 

Wasserstoff ETF – Das Wichtigste in Kürze: 

💡 Ein Wasserstoff ETF bündelt viele Aktien aus der Wasserstoffbranche in einem börsengehandelten Fonds. 


💡 Energiewende, staatliche Förderprogramme und der Umbau der Industrie gelten als langfristige Treiber des Sektors. 


💡 Der Markt ist jung und hoch schwankungsanfällig; deutliche Kursausschläge nach oben wie unten sind eher die Regel als die Ausnahme. 


💡 Gegenüber einer einzelnen Wasserstoffaktie streut ein Wasserstoff ETF das Risiko über mehrere Unternehmen und Regionen. 


💡 Am ehesten eignet sich ein Wasserstoff ETF als Beimischung für Anleger mit langem Anlagehorizont. 

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Was ist ein Wasserstoff ETF und warum interessieren sich Anleger dafür? 

Bevor es um Auswahl und Strategie geht, lohnt ein Schritt zurück zu den Grundlagen. Was genau verbirgt sich hinter einem Wasserstoff ETF? Und warum zieht ausgerechnet dieses Thema an den Finanzmärkten seit einigen Jahren so viel Aufmerksamkeit auf sich? Beide Fragen hängen enger zusammen, als es zunächst scheint.

Was ist ein Wasserstoff ETF?

Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines bestimmten Wertpapierindex möglichst genau nachbildet. Ein Wasserstoff ETF bezieht sich also auf einen Index, der Unternehmen aus dem Wasserstoffsektor nach klaren Regeln zusammenfasst. 

Kaufst du einen Anteil ein einem Wasserstoff ETF, investierst du nicht in eine einzelne Wasserstoff Aktie, sondern auf einen Schlag in viele Firmen zugleich. Das ist der entscheidende Unterschied zur Einzelanlage: Schwächelt ein Unternehmen, bestimmen noch die übrigen Werte des Korbs das Ergebnis mit. 

Ein ETF auf Wasserstoff bildet einen entsprechenden Index Korb automatisch (passiv) und regelbasiert ab, wird wie eine Aktie über die Börse gehandelt und ist dabei in der Regel günstiger als ein aktiv gemanagter Fonds. 

Für viele Einsteiger ist das der unkomplizierteste Weg, um an diesem Anlagethema teilzuhaben. Die meisten Wasserstoff ETFs legen die Erträge automatisch wieder an und lassen sich an regulären Handelsplätzen wie Xetra kaufen und verkaufen.

Warum gilt Wasserstoff als Zukunftstechnologie?

Wasserstoff lässt sich vielseitig einsetzen, und genau das macht ihn für die Zukunft interessant. In der Industrie könnte er fossile Energieträger ersetzen, etwa in der Stahl- und Chemieproduktion, wo sich die nötigen hohen Temperaturen kaum allein mit Strom erzeugen lassen. 

In der Mobilität steht er vor allem bei schweren Anwendungen wie Lkw, Schiffen oder Zügen zur Debatte, weniger beim Pkw, der sich gut elektrifizieren lässt. Als Speichermedium kann Wasserstoff überschüssigen Ökostrom aufnehmen und zeitversetzt wieder verfügbar machen.

So gilt er vielen als möglicher Baustein der Dekarbonisierung, also der schrittweisen Abkehr von Kohle, Öl und Gas. Ob sich diese Rolle in der Breite durchsetzt und wann sie wirtschaftlich tragfähig wird, ist allerdings noch offen.

Arten von Unternehmen, die typischerweise in Wasserstoff ETFs enthalten sind

In einem Wasserstoff ETF steckt meist eine Mischung sehr unterschiedlicher Geschäftsmodelle. Dazu zählen: 

  • Produzenten, die Wasserstoff etwa per Elektrolyse herstellen
  • Hersteller von Brennstoffzellen, die ihn wieder in Strom umwandeln 
  • Infrastrukturunternehmen, die Anlagen, Leitungen oder Tankstellen errichten
  • große Industrie- und Energiekonzerne, für die Wasserstoff einer von vielen Geschäftsbereichen ist. 

💡 Wichtig zu wissen: Kaum ein Fonds enthält ausschließlich reine Wasserstofffirmen, sogenannte Pure Plays. Etablierte Konzerne bringen zwar Stabilität ins Depot, hängen mit ihrem Gesamtgeschäft aber nur zu einem Teil am Wasserstoff, während kleinere Spezialisten stärker schwanken. 

Wie eng oder weit ein ETF das Thema fasst, unterscheidet sich von Produkt zu Produkt erheblich und prägt sein Rendite-Risiko-Profil maßgeblich. Ein Blick in die Liste der größten Positionen eines Wasserstoff ETF lohnt deshalb in jedem Fall, bevor du dich für ein Produkt entscheidest.


So findest du einen Wasserstoff ETF, der zu den Anlagezielen passt

Den einen besten Wasserstoff ETF gibt es nicht. Welcher zu dir passt, hängt von deinen Zielen ab. Statt einer Rangliste ist deshalb ein Raster aus Kriterien, mit dem du Produkte selbst einordnen und vergleichen kannst, hilfreicher.

Welche Kriterien sind bei der Auswahl eines Wasserstoff ETFs wichtig?

Mehrere Kennzahlen verdienen beim Vergleich eines Wasserstoff ETFs deine Aufmerksamkeit. 

  • Die Gesamtkostenquote (TER – Total Expense Ratio) zeigt, welcher Anteil deines Vermögens jährlich für die Verwaltung anfällt; bei Wasserstoff ETFs liegt sie häufig zwischen 0,30 und 0,55 Prozent und damit höher als bei breiten Standard ETFs. 
  • Das Fondsvolumen gibt Hinweise auf die Wirtschaftlichkeit, denn sehr kleine Fonds tragen ein höheres Risiko, irgendwann geschlossen zu werden. 
  • Die Indexzusammensetzung verrät, welche und wie viele Unternehmen enthalten sind und wie streng das Thema gefasst ist. 
  • Die Replikationsmethode beschreibt, ob der ETF die im Index enthaltenen Aktien tatsächlich kauft (physische Replikation) oder die Wertentwicklung über Finanzkonstruktionen abbildet (synthetisch). 
  • Die Liquidität, ablesbar etwa an der Handelsspanne zwischen An- und Verkaufskurs (dem sogenannten Spread), entscheidet darüber, wie reibungslos du Anteile kaufen und verkaufen kannst. 

Erst im Zusammenspiel ergeben diese Punkte ein belastbares Bild eines ETF.

Ist der größte Wasserstoff ETF automatisch der beste?

Es liegt nahe, den größten Fonds für den besten zu halten. Ein hohes Fondsvolumen spricht zwar dafür, dass ein ETF etabliert ist und seltener geschlossen wird, ein aussagekräftiges Qualitätskriterium ist es aber nicht. 

Größe sagt zum Beispiel nichts darüber aus, ob die Indexstrategie zu deinen Vorstellungen passt, wie breit gestreut der Fonds ist oder wie er sich künftig entwickelt. Ein großer Wasserstoff ETF kann ebenso stark schwanken wie ein kleiner, denn beide hängen am selben volatilen Sektor. 

Sinnvoller ist es, Volumen, Kosten, Indexkonzept und Streuung gemeinsam zu betrachten. Der bester Wasserstoff ETF ist letztlich der, der zu deiner Strategie, deinem Zeithorizont und deiner Risikobereitschaft passt, nicht automatisch jener mit den meisten verwalteten Geldern.

Die Rolle der Diversifikation innerhalb des ETFs

Ein ETF ist natürlich breiter aufgestellt als eine Einzelaktie, doch die Streuung hat im Wasserstoffsektor Grenzen. Viele der einschlägigen Indizes umfassen nur 25 bis 40 Werte, und nicht selten machen die größten Positionen einen beträchtlichen Teil des Fonds aus. 

Konzentriert sich dann ein erheblicher Anteil auf eine Handvoll Unternehmen, spricht man von einem Klumpenrisiko: Gerät eines dieser Schwergewichte unter Druck, zieht das den gesamten ETF spürbar mit nach unten. 

Beim Vergleich verschiedener Wasserstoff ETF lohnt deshalb ein Blick darauf, wie viele Positionen jeweils enthalten sind und wie stark die Top-Werte gewichtet werden. Je gleichmäßiger die Verteilung, desto weniger hängt dein Investment am Schicksal einzelner Firmen. 

Diese Information findest du in den Factsheets der Anbieter, die die größten Positionen und ihre Gewichtung regelmäßig ausweisen.

Das Wichtigste zur Auswahl von ETFs auf Wasserstoff hier noch einmal zusammengefasst:

Wasserstoff ETF: Auswahlkriterien


Welche Wasserstoff ETFs gibt es am Markt?

Wer „Wasserstoff ETF“ in die Suche eingibt, stößt auf eine überschaubare Zahl an Produkten. Der Markt ist klein, hier ein Überblick zu den wichtigsten Fonds.

Welche bekannten Wasserstoff ETFs stehen Anlegern zur Verfügung?

Aktuell bilden nur eine gute Handvoll ETFs das Thema ab (alle genannten Daten mit Stand Juni 2026). Bitte beachte jedoch, dass es sich bei den im folgenden genannten Titeln nicht um eine Anlageempfehlung handelt.

Der wohl mit Abstand größte ETF auf Wasserstoff ist aktuell der L&G Hydrogen Economy UCITS ETF (HTMW.DE), der den Solactive Hydrogen Economy Index physisch nachbildet, dreißig Werte enthält und ein Fondsvolumen im mittleren dreistelligen Millionenbereich erreicht. TER: 0,49% p.a.

Daneben steht der VanEck Hydrogen Economy UCITS ETF, mit einem Fondsvolumen von 187 Mio. Euro, bildet den MVIS Global Hydrogen Economy ESG Index ab. Die TER liegt bei 0,5% p.a.

Ebenfalls zu den größeren Wasserstoff ETFs gehört der Amundi Global Hydrogen UCITS ETF, mit einem Volumen von 300 Mio. Euro.

Der Global X Hydrogen UCITS ETF (HYCN.DE) konzentriert sich enger auf reine Wasserstoffwerte und fiel zuletzt durch besonders deutliche Kursausschläge auf. Die Fondgröße beträgt etwa 67 Mio. Euro und die TER bei 0,50%.

Auch zu nennen sind der BNP Paribas Easy ECPI Global ESG Hydrogen Economy UCITS ETF und der Invesco Hydrogen Economy UCITS ETF (HYDE.DE), mit TERs von 0,30% bzw. 0,60%, die beide aber sehr klein sind (20 Mio bzw. 9 Mio. Euro). 

Allen gemeinsam ist, dass sie ihre Erträge thesaurieren, also automatisch wieder anlegen. 

Worin unterscheiden sich Wasserstoff ETFs?

So ähnlich die Namen klingen, so unterschiedlich sind die Produkte im Detail. Der wichtigste Unterschied liegt im zugrunde liegenden Index, denn er entscheidet, welche Unternehmen aufgenommen werden, wie streng das Thema gefasst ist und wie viele Positionen am Ende im Fonds landen. 

Manche Indizes setzen bewusst auf reine Wasserstoffspezialisten, andere mischen breit aufgestellte Konzerne bei, was die Schwankungen dämpfen, das eigentliche Thema aber verwässern kann. 

Auch die regionalen Schwerpunkte variieren, etwa zwischen den USA, Europa und Asien. Hinzu kommen Unterschiede beim Fondsvolumen und bei den Kosten, die zwischen rund 0,30 und 0,60 Prozent pro Jahr liegen. 

Wer zwei Wasserstoff ETFs vergleicht, sollte deshalb weniger auf den Namen achten als auf Indexlogik, Streuung und Gebühren. Auch ein Blick auf die bisherige Wertentwicklung kann helfen, sollte angesichts der kurzen Historie vieler Produkte aber nicht überbewertet werden.


Chancen und Risiken im Vergleich: Ist ein Wasserstoff ETF sinnvoll?

Kommen wir zur Kernfrage vieler Anleger: Ist ein Wasserstoff ETF sinnvoll? 

Eine pauschale Antwort wäre unseriös. Hilfreicher ist es, Chancen und Risiken nüchtern nebeneinanderzulegen und daraus eigene Schlüsse zu ziehen. Beides gehört untrennbar zusammen, gerade in einem so jungen Sektor, in dem große Erwartungen und harte Realität dicht beieinanderliegen.

Welche Chancen bieten Wasserstoff ETFs?

Die Chancen eines Wasserstoff ETFs beginnen bei der Diversifikation. Statt auf eine einzelne, womöglich verlustträchtige Wasserstoffaktie zu setzen, verteilst du dein Geld über viele Unternehmen und Regionen, was Einzelausfälle abfedert. 

Gerade in einer Branche, in der heutige Hoffnungsträger morgen schon abgelöst sein können, ist diese Streuung ein echter Vorteil gegenüber dem Kauf einzelner Titel. 

Dazu kommt das Marktpotenzial: Der Sektor steht vergleichsweise am Anfang, und sollte sich Wasserstoff in Industrie und Schwerverkehr durchsetzen, könnte er über Jahre wachsen. Diese Aussicht wird von massiver politischer Förderung gestützt. 

Die Europäische Union verfolgt ehrgeizige Ziele für den Hochlauf von grünem Wasserstoff bis 2030, und Deutschland hat im Rahmen seiner Nationalen Wasserstoffstrategie Milliardenbeträge zugesagt. 

Solche Programme schaffen Nachfrage und ein Stück Planungssicherheit für die beteiligten Firmen. Hinzu kommt die mögliche industrielle Nutzung dort, wo sich Prozesse kaum anders dekarbonisieren lassen, etwa in der Stahl- und Chemieproduktion. 

Für Anleger mit langem Atem kann ein Wasserstoff ETF damit ein Weg sein, an einer möglichen industriellen Entwicklung teilzuhaben, ohne die künftigen Gewinner im Voraus kennen zu müssen.

Welche Risiken sollten Anleger kennen?

Den Chancen stehen handfeste Risiken gegenüber, die du kennen solltest. Das Auffälligste ist die hohe Volatilität: Wasserstoffwerte schwankten in den vergangenen Jahren extrem, zeitweise ging es um Dutzende Prozent nach oben und ebenso steil wieder nach unten. Wer solche Ausschläge im Depot schlecht aushält, gerät leicht in Versuchung, im falschen Moment zu verkaufen.

Viele Geschäftsmodelle sind zudem noch nicht profitabel, weil grüner Wasserstoff in der Herstellung teuer bleibt und in etlichen Anwendungen noch nicht wettbewerbsfähig ist. Hinzu kommt die Konkurrenz anderer Technologien. Im Pkw etwa hat sich die Batterie weitgehend durchgesetzt, beim Heizen gilt Wasserstoff vielfach als unwirtschaftlich. Es ist also keineswegs ausgemacht, in welchen Bereichen sich die Technologie am Ende behauptet.

Schließlich besteht eine starke Abhängigkeit von politischen Entscheidungen, denn Fördergelder, Quoten und Regulierung treiben den Sektor, können aber auch jederzeit gekürzt werden. Das vergleichsweise kleine Anlageuniversum verschärft diese Effekte, weil sich Rückschläge einzelner Schwergewichte unmittelbar im betreffenden ETF niederschlagen.

Für welche Anleger kann ein Wasserstoff ETF sinnvoll sein?

Aus alledem ergibt sich kein klares Ranking, sondern eine Einordnung. Ein Wasserstoff ETF passt am ehesten zu Anlegern, die Schwankungen aushalten, einen langen Anlagehorizont von vielleicht zehn Jahren und mehr mitbringen und das Investment als gezielte Wette auf eine Zukunftsbranche verstehen. 

Sinnvoll ist er typischerweise als begrenzte Beimischung, die ein breit gestreutes Basisdepot ergänzt, nicht als dessen Kern. Wie groß dieser Anteil ausfällt, bleibt eine persönliche Entscheidung, die zu deiner Risikobereitschaft und deiner übrigen Vermögensaufteilung passen sollte. Als grobe Orientierung nennen viele Beobachter einen einstelligen Prozentbereich des Gesamtdepots, eine feste Regel dafür gibt es jedoch nicht.

Wer dagegen kurzfristig denkt oder schwankende Kurse schlecht erträgt, ist mit einem so spezialisierten Thema wie Wasserstoff ETF selten gut bedient. Hier noch einmal die zentralen Pros und Cons im Überblick:

Wasserstoff ETF: Chancen & Risiken


So kannst du in Wasserstoff ETFs investieren

Bleibt die Frage, wie du konkret vorgehst, wenn du in einen Wasserstoff ETF investieren möchtest. Der Weg ist unkomplizierter, als viele Einsteiger vermuten.

So investierst du Schritt für Schritt in einen Wasserstoff ETF

In der Praxis sind es nur drei Schritte. 

  1. Zuerst eröffnest du ein Handelskonto bei dem Online Broker deiner Wahl. 
  2. Anschließend suchst du den gewünschten Wasserstoff ETF gezielt zum Beispiel über seine ISIN heraus, also die eindeutige internationale Wertpapierkennnummer. 
  3. Im dritten Schritt legst du fest, wie viel Geld du anlegen willst, und platzierst eine Kauforder, entweder als einmaligen Kauf oder als regelmäßigen ETF Sparplan. Den Anlagebetrag bestimmst du dabei selbst. 

Vor dem ersten Kauf lohnt ein Blick in das Basisinformationsblatt des Fonds, das Kosten, Strategie und Risiken knapp zusammenfasst.

Einmalanlage oder regelmäßiger Vermögensaufbau?

Ob Einmalanlage oder regelmäßiger Vermögensaufbau besser passt, hängt von deiner Situation ab. Eine Einmalanlage bringt einen größeren Betrag sofort an den Markt und kann sich auszahlen, wenn die Kurse anschließend steigen, setzt dich aber dem vollen Risiko eines ungünstigen Einstiegszeitpunkts aus. 

Ein Sparplan verteilt deine Käufe über die Zeit, sodass du mal zu höheren, mal zu niedrigeren Kursen kaufst und den Einstiegszeitpunkt entschärfst. Gerade im schwankungsanfälligen Wasserstoffsektor empfinden viele Anleger das regelmäßige Sparen als die nervenschonendere Variante.

So kannst du Wasserstoff ETFs über die Investment Plattform von XTB kaufen

Auch über die Investment Plattform von XTB lassen sich Wasserstoff ETFs handeln. Wir bieten den Kauf echter ETFs an, bei denen du den Fondsanteil tatsächlich besitzt, als auch ETF CFDs (Kursdifferenzkontrakte), mit denen du lediglich auf den Kurs spekulierst. 

Zusätzlich zu ETFs auf Wasserstoff hast du die Möglichkeit, über Fractional Shares, also Anteile an Aktien, dich bereits mit kleinen Beträgen beteiligen an diesem Wirtschaftssektor zu beteiligen. 

Für den langfristigen Vermögensaufbau stehen Sparpläne schon ab 15 Euro bereit, die sich automatisiert ausführen lassen. Der größte Wasserstoff ETF, der L&G Hydrogen Economy UCITS ETF, ist bei XTB beispielweise sparplanfähig.

Es gibt also mehrere Alternativen, um einen Wasserstoff ETF unkompliziert mit einem breit gestreuten Basisdepot zu kombinieren. 

 

 

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FAQ

Ein börsengehandelter Indexfonds, der viele Aktien aus der Wasserstoffbranche bündelt. So investierst du mit einem einzigen Wertpapier breit gestreut in den Sektor statt in eine einzelne Aktie.

Der Markt ist vergleichsweise klein. Zu den bekanntesten zählen zum Beispiel der L&G Hydrogen Economy, der VanEck Hydrogen Economy und der Global X Hydrogen sowie Produkte von BNP Paribas und Amundi.

Den einen besten gibt es nicht. Welcher zu dir passt, entscheidet sich über Kosten, Indexkonzept, Streuung und deinen Anlagehorizont.

Das hängt von deinen Zielen ab. Als kleine, langfristige Beimischung kann ein Wasserstoff ETF sinnvoll sein, als alleiniges Investment ist er für die meisten zu riskant.

Reine Wasserstoff ETFs sind selten; viele Produkte mischen breit aufgestellte Industrie- und Energiekonzerne bei. Wie streng das Thema gefasst ist, zeigt der zugrunde liegende Index.

Ein ETF streut über viele Unternehmen und senkt so das Einzelrisiko, während eine einzelne Aktie höhere Chancen, aber auch höhere Verlustrisiken birgt. Was besser passt, hängt von deiner Risikobereitschaft ab.

Ja. Die gängigen Wasserstoff ETFs sind sparplanfähig und lassen sich bei vielen Brokern bereits mit kleinen Raten regelmäßig besparen.

Die wichtigsten Risiken von ETFs auf Wasserstoff sind hohe Kursschwankungen, oft noch unprofitable Geschäftsmodelle, die Konkurrenz anderer Technologien und eine starke Abhängigkeit von politischer Förderung. Das kleine Anlageuniversum verstärkt diese Risiken.

Für risikobewusste Anleger mit langem Atem können Wasserstoff ETF eine gezielte Beimischung sein. Üblich ist ein kleiner Depotanteil, der ein breit gestreutes Basisinvestment ergänzt.

Jens Klatt

Marktanalyst bei XTB | Berlin

Jens Klatt ist seit über 20 Jahren als Analyst und Trader in der Finanzbranche tätig und hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Aufgrund seiner Erfahrung ist er ein gern gesehener Interview-Gast im deutschen TV, z.B. bei ARD oder Welt.

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Offenlegung gemäß § 80 WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte

Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten investiert sein.

Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen an den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.
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