Risikomanagement und Psychologie: Bestimmung der Positionsgröße

FORTGESCHRITTEN - Übung 14
Lesedauer dieser Übung: ca. 10 Minuten

Risikomanagement und Psychologie: Bestimmung der Positionsgröße
 

In dieser Lektion lernen Sie:
 

  • Was notwendig ist, um langfristig an den Märkten zu agieren

  • Welche Regeln Sie vor großen Verlusten bewahren

  • Warum es beim Trading so wichtig ist, die richtige Positionsgröße auszuwählen

 

Die Positionsgröße ist einer der wichtigsten Aspekte beim Handel an den Finanzmärkten, da das Volumen, welches Sie handeln, Ihr Risiko und Ihre Denkweise beeinflusst. Die Eröffnung einer zu großen Position könnte bei jeder kleinen Marktbewegung Ängste und Zweifel hervorrufen oder Ihre ganze Kapitaleinlage gefährden. Während die Eröffnung einer zu kleinen Position ein Gefühl von Reue oder Gier hervorrufen kann, da keine größeren Gewinne realisiert werden können.

 

 

Was genau ist die Bestimmung der Positionsgröße?

Die Bestimmung der Positionsgröße kann beschrieben werden als die Auswahl des richtigen Risikobetrages. Aber wie bestimmt man nun "den richtigen Betrag"? Ähnlich wie bei Ihrem Handelsplan, der Ihren ganz eigenen Blick auf die Märkte beinhaltet, hängt die Bestimmung Positionsgrößen von Ihnen und Ihrem Trading-Stil ab.
 

Offensichtlich ist bei der Bestimmung der Positionsgröße der wichtigste Punkt die Höhe des Kapitals, mit dem Sie in der Lage sind zu handeln. Wenn Sie eine relativ überschaubare Kapitaleinlage haben und Sie ein Volumen auswählen, welches viel zu groß für das Konto ist, dann reicht ein Bad Call oder ein schlechter Trade, um Ihre gesamte Kapitaleinlage in Gefahr zu bringen.
 

Andererseits gibt es Händler, die es bevorzugen, aggressiver vorzugehen und sich dabei wohlfühlen, größere Risiken einzugehen. Dies ist natürlich auch davon abhängig, wie sehr man von einem Trade überzeugt ist. Bei der Suche nach der idealen Positionsgröße gibt es einige Fragen, die Sie sich stellen sollten:
 

  • Auf einer Skala von 0 bis 10 (0 sich unwohl fühlen, 10 sich sehr wohlfühlen): Wie risikofreudig sind Sie?

  • Mit wie vielen offenen oder zu verwaltenden Trades fühlen Sie sich wohl?

  • Mit welcher Kapitaleinlage fühlen Sie sich beim Handel wohl? Wie viel sind bereit, pro Trade zu riskieren?

 

Kommen wir zu einem konkreten Beispiel. Stellen Sie sich einen Trader mit einer Kapitaleinlage von $1000 vor, der eine eher konservative Vorgehensweise bevorzugt und ein besonderes Interesse für den Devisenmarkt hat. Außerdem, dass ein Treffen der Federal Reserve bevorsteht und unser Händler den EURUSD kaufen möchte, da er erwartet, dass das Währungspaar während des Treffens steigt. Allerdings sieht er ein signifikantes Risiko, dass die Zentralbank den Dollar durch eine "hawkische" Nachricht unterstützen könnte. Die Folge wäre eine Abwärtsbewegung beim EURUSD. Was sollte unser Händler nun tun, falls er immernoch den EURUSD kaufen möchte? Er sollte eine kleinere Positionsgröße wählen. Mit einer unangemessenen Positionsgröße könnte er möglicherweise zu viel von seinem Kapital einsetzen. Sollte die Fed den USD tatsächlich stützen, besteht trotz eines gesetzten Stop-Loss Levels die Gefahr, einen großen Teil seiner Einlage zu verlieren. Daher ist die Bestimmung der Positionsgröße entscheidend, um sich vor großen Verlusten zu schützen und langfristig an den Märkten handeln zu können.

 

 

Investieren statt zocken

Wie kann sich ein Händler also für sinnvolle Assets entscheiden? Wie wir bereits oben erläutert haben, müssen Sie zuallererst Ihre eigene Risikobereitschaft bewerten. Händler sollten immer nur diesen Geldbetrag investieren, der im Falle eines Verlustes keine Auswirkung auf das Leben haben. Zweitens sollte jeder Trader im Vorhinein festlegen, wie viel er oder sie bereit ist, bei einem einzelnen Trade zu verlieren. Wenn Sie beispielsweise $1000 zum Traden zur Verfügung haben, müssen Sie sich entscheiden, welchen Prozentsatz von Ihrem Kapital Sie bereit sind maximal zu riskieren. Üblicherweise werden 2-3% empfohlen, aber es könnte im Falle von riskanteren Strategien auch zwischen 5 bis 10% sein. Warum nicht mehr? Die Antwort steckt in einer einfachen Rechnung. Wenn Sie 50% Ihres Kapitals verlieren, brauchen Sie eine Rendite von 100%, um die vorherigen Verluste wieder auszugleichen. Ein Verlust von nur 2% wird einen weniger signifikanten Einfluss auf Ihr Kapital haben, sodass Sie Ihre Strategie beibehalten können. Daher ist die Bestimmung der Positionsgröße so wichtig, um sich vor großen Verlusten zu schützen, die Ihre Trading-Reise in kurzer Zeit beenden könnten.
 

Natürlich wird es auch Situationen geben, in denen Sie sich selbst fragen werden müssen, ob es angemessen wäre, bei gleichbleibender Gewinnerwartung ein größeres Risiko einzugehen: Das Chancen-Risiko-Verhältnis könnte quasi nicht groß genug sein, um einen Trade zu öffnen. Um diese Frage zu beantworten, müssen Sie Ihre Handelsmethode und Risikobereitschaft verstehen. Ein zu hohes Risiko könnte man auch als zocken bezeichnen, nicht als investieren. Im Allgemeinen schaffen und folgen die erfolgreichsten Trader immer einem strikten Regelwerk und halten sich an ihren Trading-Plan. Es gibt fast keine Erfolgsgeschichten von Tradern, die alles auf eine Karte setzen, um eine außergewöhnliche Rendite zu erwirtschaften.

 

 

Die Wichtigkeit einer angemessen Positionsgröße

Um zu bestimmen, wie viel Sie pro Trade einsetzen sollten und wie Sie eine maximale Kapitalrendite erwirtschaften können, sollten Sie immer die Anzahl an Pips berechnen, die Sie bereit sind zu verlieren, falls der Markt sich einmal gegen Sie wendet. Das Setzen von Stop- Loss Levels ist daher entscheidend beim Trading, insbesondere bei den Devisenmärkten (Forex), die von schnellen Kursbewegungen und hoher Volatilität geprägt sind. Trotz eines Stop- Loss Levels kann eine zu große Position zu sehr hohen Verlusten führen. Die Bestimmung der richtigen Positionsgröße ist daher von großer Bedeutung, um langfristig an den Märkten agieren zu können. Dies ist der schmale Grat, der das Trading vom Zocken unterscheidet.


 

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 77% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Veröffentlicht von: X-Trade Brokers Dom Maklerski S.A

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