Wenn Notenbanken die Zinsen anheben oder senken, verschieben sich die Kapitalströme rund um den Globus. Für Devisentrader eröffnet das insbesondere dann Chancen, sobald zwischen zwei Währungen deutliche Zinsunterschiede bestehen. Auf diesem Prinzip beruht eine der ältesten Strategien im Devisenhandel: der Carry Trade.
Die Idee dahinter ist simpel, ihre Umsetzung weniger. Kapital wird in einem Land mit niedrigen Zinsen aufgenommen und in eine Währung mit höherer Verzinsung investiert. Der Gewinn entsteht aus der Differenz beider Zinssätze – dem sogenannten „Carry“. Ob die Rechnung aufgeht, hängt jedoch nicht nur von den Zinsen, sondern auch von der Wechselkursentwicklung ab.
In den Jahren ultraniedriger Zinsen war der Carry Trade kaum rentabel. Nachdem die großen Zentralbanken ihre Leitzinsen jedoch wieder auseinanderdriften lassen, gewinnt die Strategie an Reiz. Besonders im Umfeld divergierender Geldpolitik – zwischen den USA, Europa und Japan – rückt sie erneut in den Fokus professioneller Anleger.
Was genau hinter diesem Mechanismus steckt, wie sich Carry Trades umsetzen lassen und welche Risiken damit verbunden sind, liest du jetzt in unserem Ratgeber.
Carry Trade – Das Wichtigste in Kürze:
💡 Carry Trade bedeutet, von Zinsunterschieden zwischen zwei Währungen zu profitieren: Kapital wird in einer niedrig verzinsten Währung aufgenommen und in eine höher verzinste investiert.
💡 Der Gewinn entsteht aus der Zinsdifferenz – dem sogenannten Carry – sowie möglichen Kursgewinnen, falls die Zielwährung aufwertet.
💡 Typische Währungspaare sind USD/JPY, AUD/JPY oder NZD/JPY, da sie deutliche Unterschiede im Zinsniveau aufweisen.
💡 Attraktiv ist die Strategie in stabilen Marktphasen mit klaren geldpolitischen Trends; riskant wird sie bei hoher Volatilität oder abrupten Zinsänderungen.
Wenn Notenbanken die Zinsen anheben oder senken, verschieben sich die Kapitalströme rund um den Globus. Für Devisentrader eröffnet das insbesondere dann Chancen, sobald zwischen zwei Währungen deutliche Zinsunterschiede bestehen. Auf diesem Prinzip beruht eine der ältesten Strategien im Devisenhandel: der Carry Trade.
Die Idee dahinter ist simpel, ihre Umsetzung weniger. Kapital wird in einem Land mit niedrigen Zinsen aufgenommen und in eine Währung mit höherer Verzinsung investiert. Der Gewinn entsteht aus der Differenz beider Zinssätze – dem sogenannten „Carry“. Ob die Rechnung aufgeht, hängt jedoch nicht nur von den Zinsen, sondern auch von der Wechselkursentwicklung ab.
In den Jahren ultraniedriger Zinsen war der Carry Trade kaum rentabel. Nachdem die großen Zentralbanken ihre Leitzinsen jedoch wieder auseinanderdriften lassen, gewinnt die Strategie an Reiz. Besonders im Umfeld divergierender Geldpolitik – zwischen den USA, Europa und Japan – rückt sie erneut in den Fokus professioneller Anleger.
Was genau hinter diesem Mechanismus steckt, wie sich Carry Trades umsetzen lassen und welche Risiken damit verbunden sind, liest du jetzt in unserem Ratgeber.
Carry Trade – Das Wichtigste in Kürze:
💡 Carry Trade bedeutet, von Zinsunterschieden zwischen zwei Währungen zu profitieren: Kapital wird in einer niedrig verzinsten Währung aufgenommen und in eine höher verzinste investiert.
💡 Der Gewinn entsteht aus der Zinsdifferenz – dem sogenannten Carry – sowie möglichen Kursgewinnen, falls die Zielwährung aufwertet.
💡 Typische Währungspaare sind USD/JPY, AUD/JPY oder NZD/JPY, da sie deutliche Unterschiede im Zinsniveau aufweisen.
💡 Attraktiv ist die Strategie in stabilen Marktphasen mit klaren geldpolitischen Trends; riskant wird sie bei hoher Volatilität oder abrupten Zinsänderungen.
Carry Trades einfach erklärt
Händler am Devisenmarkt stoßen früher oder später auf den Begriff Carry Trade. Dahinter verbirgt sich eine Strategie, die auf Zinsunterschieden zwischen Währungen basiert – ein sogenanntes Zinsdifferenzgeschäft. Obwohl das Prinzip schon seit Jahrzehnten bekannt ist, erlebt es in Zeiten schwankender Geldpolitik immer wieder neue Aufmerksamkeit.
Was ist ein Carry Trade?
Carry Trades beschreiben das gezielte Ausnutzen von Zinsunterschieden zwischen zwei Währungen. Trader leihen sich Kapital in einer Währung mit niedrigem Zinssatz und investieren es gleichzeitig in eine andere Währung, die einen höheren Zins bietet. Der Zinsunterschied zwischen beiden – also die Carry – bildet dabei die potenzielle Rendite der Position.
Stell dir das auf die Praxis übertragen in etwa wie folgt vor:
Du nimmst beispielsweise in Japan Geld zu einem geringen Zinssatz auf und legst es dann in US-Dollar an. Dadurch profitierst du von der Differenz zwischen den japanischen und amerikanischen Zinsen. Solange sich der Wechselkurs kaum bewegt oder die Zielwährung sogar aufwertet, lässt sich so ein stabiler Ertrag erzielen.
Dass dieser Mechanismus funktioniert, ist darauf zurückzuführen, dass Kapital weltweit dorthin fließt, wo es besser verzinst wird. Auf diese Weise können Carry Trades zeitweise ganze Markttrends verstärken. Steigt die Nachfrage nach einer Hochzinswährung, wertet sie häufig weiter auf, was den Effekt zusätzlich verstärkt.
Wie entsteht der Gewinn im Carry Trade?
Die Ertragsquelle liegt in der Zinsdifferenz. Die Währung, in der Geld aufgenommen wird, nennt man Funding Currency, die mit dem höheren Zinssatz ist entsprechend die Target Currency.
Die Differenz zwischen beiden Zinssätzen ergibt schließlich den theoretischen Ertrag, der dem Trader regelmäßig gutgeschrieben wird, meist in Form sogenannter Swaps oder Rollover-Zinsen.
Zwar kann das Ganze in ruhigen Marktphasen eine verlässliche Einkommensquelle sein. Allerdings birgt der Carry Trade auch ein inhärentes Wechselkursrisiko. Wenn die Zielwährung nämlich an Wert verliert, kann der Zinsvorteil schnell aufgezehrt oder sogar ins Negative gedreht werden. Das ist der hauptsächliche Grund, weshalb Carry Trades als klassische Strategie für stabile Marktphasen gelten und weniger für volatile Zeiten geeignet sind.
Bei professionellen Brokern wie XTB lassen sich diese Zinsunterschiede transparent nachvollziehen. So werden dir in der Handelsplattform die jeweiligen Swap- oder Rollover-Zinsen für jedes Währungspaar klar ausgewiesen, wodurch du auf einen Blick siehst, welche Währungen als potenzielle Funding- und Target Currencies in Frage kommen und wie sich die Zinsdifferenzen auf täglicher Basis auswirken.
Wie funktioniert ein Carry Trade?
Um zu verstehen, wie du mit Zinsunterschieden Rendite erzielen kannst, lohnt ein Blick auf den Ablauf eines typischen Carry Trades. Die zugrunde liegende Logik ist recht simpel, ihre Umsetzung im Markt allerdings hochkomplex, insbesondere, weil Wechselkursbewegungen den Ertrag entscheidend beeinflussen.
Wie läuft ein typischer Carry Trade ab?
- Zu Beginn des Prozesses wählst du zwei Währungen, deren Zinssätze deutlich voneinander abweichen.
- Die Währung mit dem niedrigeren Zinssatz dient dir als Funding Currency, also als Finanzierungsquelle. In dieser nimmst du einen Kredit auf oder eröffnest eine Short-Position.
- Anschließend tauschst du das Kapital in eine Target Currency um – eine Währung mit höherem Zinssatz – und legst es dort an.
Solange sich der Wechselkurs stabil entwickelt, profitierst du täglich von der Zinsdifferenz zwischen beiden Währungen. Diese Differenz wird von Brokern über sogenannte Swaps oder Rollover-Zinsen abgerechnet. Sie können positiv oder negativ ausfallen, je nachdem, in welche Richtung du positioniert bist.
Hierzu ein kurzes Beispiel: Verkaufst du den japanischen Yen (mit traditionell niedrigem Zinsniveau) und kaufst dafür den australischen Dollar, erhältst du Zinsen auf die Long-Position in AUD und zahlst Zinsen auf die Short-Position in JPY. Die Differenz ist der „Carry“. Fällt sie positiv aus, wird sie deinem Konto täglich gutgeschrieben.
Welche Währungen eignen sich für Carry Trades?
Entscheidend für den Erfolg von Carry Trades sind die Zinsdifferenz und die Stabilität des Wechselkurses. Historisch galten der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF) lange als klassische Funding Currencies, da ihre Zentralbanken über Jahre hinweg extrem niedrige Leitzinsen hielten.
Auf der Gegenseite standen häufig Währungen mit vergleichsweise hohen Zinssätzen, etwa der australische Dollar (AUD), der neuseeländische Dollar (NZD) oder – in bestimmten Phasen – auch der südafrikanische Rand (ZAR).
Überblick über die typischen Währungen für Carry Trades:
- Funding Currencies (niedrige Zinsen):
- Japanischer Yen (JPY)
- Schweizer Franken (CHF)
- Target Currencies (höhere Zinssätze):
- Australischer Dollar (AUD)
- Neuseeländischer Dollar (NZD)
- Südafrikanischer Rand (ZAR)
- US-Dollar (USD, in bestimmten Marktphasen)
Große Beliebtheit erfuhr über viele Jahre das eben vorgestellte Währungspaar AUD/JPY, weil Australien regelmäßig höhere Zinsen bot als Japan. Auch USD/JPY hat sich in den letzten Jahren zu einem zentralen Carry-Trade-Paar entwickelt, seit die Federal Reserve deutlich restriktiver agiert als die Bank of Japan.
In der Handelsplattform von XTB kannst du die jeweils gültigen Swap-Sätze dieser und weiterer Paare in Echtzeit einsehen. Sie zeigen, wie groß der tägliche Zinsvorteil oder -nachteil ausfällt und sind damit ein entscheidendes Kriterium, um deine Carry-Trade-Chancen auf eine realistische Bewertungsbasis zu stellen.
Praxisbeispiel: So funktioniert Carry Trading mit Zahlen
Unterstellen wir einen fiktiven japanischen Leitzins in Höhe von 0,1%, während australische Einlagen mit 4,5% verzinst werden. Jetzt könntest du eine Position eröffnen, bei der du 100.000 JPY verkaufst und im Gegenzug australische Dollar erwirbst. Die Zinsdifferenz zwischen beiden Währungen beträgt somit satte 4,4% pro Jahr.
Bleibt der Wechselkurs konstant, würdest du demnach – vereinfacht gerechnet – rund 4,4% Rendite jährlich aus der Zinsdifferenz erzielen. Bewegt sich der AUD/JPY-Kurs zusätzlich leicht nach oben, also wertet der australische Dollar gegenüber dem Yen auf, erhöht das deinen Gewinn sogar.
Die Strategie funktioniert aber nur, solange der Wechselkurs stabil bleibt oder sich in die gewünschte Richtung entwickelt. Sollte der Yen dagegen aufwerten, kann der Währungsverlust den Zinsvorteil schnell übersteigen. Aus diesem Grund kombinieren erfahrene Trader den Carry Trade häufig mit Risikomanagement-Methoden wie Stop-Loss-Orders oder Hedging-Positionen.
Chancen und mögliche Risiken von Carry Trades
Der Reiz des Carry Trades liegt in seiner scheinbaren Einfachheit. Tatsächlich sind die Chancen real, die Risiken allerdings ebenso. Du solltest also erkennen, wann Carry Trades attraktiv sind und wann Vorsicht angebracht ist.
Wann ist ein Carry Trade besonders attraktiv?
Vor allem in Phasen stabiler oder „vorhersehbarer“ Märkte performen Carry Trades gut. Wenn die Zinsdifferenzen zwischen zwei Volkswirtschaften groß und gleichzeitig die Wechselkurse vergleichsweise ruhig sind, kann sich der Zinsvorteil über Wochen oder im Idealfall Monate hinweg lohnen.
Klassischerweise trifft das auf Zeiten zu, in denen die Geldpolitik der Notenbanken auseinanderläuft: Eine Zentralbank hält an niedrigen Zinsen fest, während eine andere restriktiver wird.
So kann ein Carry Trade in USD/JPY dann attraktiv sein, wenn die US-Notenbank ihre Leitzinsen hoch hält, während die Bank of Japan ihre Nullzinspolitik fortsetzt. In diesem Umfeld ist das Zinsgefälle klar definiert und die Richtung der Kapitalströme oft eindeutig. Kapital fließt tendenziell in den Dollarraum, was die Position zusätzlich stützen kann.
Aber auch hier nochmal der wichtige Hinweis: Die Strategie lohnt nur, solange der Wechselkurs stabil bleibt oder sich in Richtung der Zielwährung entwickelt. Eine abrupte Marktbewegung – etwa durch politische Ereignisse, Zinsentscheidungen oder Risikoaversion – kann deine Kalkulation schnell zunichtemachen.
Welche Risiken birgt Carry Trading – und wie lassen sie sich begrenzen?
Das größte Risiko liegt im Wechselkurs selbst. Wertet die Finanzierungswährung stark auf, kann der Verlust aus der Kursbewegung den gesamten Zinsvorteil übersteigen. Dieses Risiko zeigt sich besonders deutlich in Phasen plötzlicher Marktverunsicherung.
Wenn Anleger weltweit Risiko scheuen und Kapital aus Hochzinswährungen abziehen, werden Carry Trades oft gleichzeitig geschlossen. Die Kursbewegungen werden durch diesen Prozess dann zusätzlich verstärkt.
Neben dem Wechselkursrisiko spielt das Zinsänderungsrisiko eine entscheidende Rolle. Dreht eine Zentralbank unerwartet an der Zinsschraube, verändert sich die Grundlage des gesamten Trades. Auch Liquidität kann ein relevantes Thema werden, wenn Marktteilnehmer in kurzer Zeit ähnliche Positionen abbauen müssen.
Da Carry Trades häufig mit Hebel gehandelt werden, ist ein umsichtiges Risikomanagement unverzichtbar. Schon kleine Kursveränderungen wirken sich bei gehebelt gehandelten Währungspaaren überproportional stark auf das Konto aus.
Wie kann man Carry-Trade-Risiken absichern oder kontrollieren?
Erfahrene Trader arbeiten mit klar definierten Risikolimits. Stop-Loss-Orders helfen, Verluste automatisch zu begrenzen, sobald der Markt gegen die eigene Position läuft. Ebenso wichtig ist die Größenkontrolle einzelner Positionen – ein zu hoher Hebel oder ein überproportionierter Kapitaleinsatz kann eine an sich solide Strategie ruinieren.
Der Diversifikation kommt ebenfalls große Bedeutung zu. Verteilst du deine Carry Trades auf verschiedene Währungspaare oder kombinierst sie mit anderen Anlageklassen, reduzierst du Klumpenrisiken.
Über Broker mit breitem Produktangebot, wie etwa XTB, lassen sich Währungspositionen gezielt mit anderen Instrumenten wie Aktien, CFDs oder ETFs ergänzen. Das ermöglicht es, Strategien abzusichern oder zu variieren, ohne den Fokus auf das Zinsdifferenzprinzip zu verlieren.
Zudem profitieren Privatanleger wie du bei XTB vom gesetzlichen Schutz vor Nachschusspflicht innerhalb der EU. Das bedeutet, dass Verluste nie über das von dir eingesetzte Kapital hinausgehen können. Gerade bei Strategien, die auf Hebel basieren, ist das ein nicht zu unterschätzender Sicherheitsmechanismus.
Strategien für erfolgreiche Carry Trades
Ob aus Carry Trades tatsächlich ein Gewinn resultiert, hängt maßgeblich von der zugrundeliegenden Strategie ab. Du musst verstehen, wie sich Carry Trades strukturieren und steuern lassen, damit du ihr Potenzial gezielt nutzen kannst und dich dabei keinen unnötigen Risiken aussetzt.
Positive und negative Carry Trades im Vergleich
Grundsätzlich wird zwischen positiven und negativen Carry Trades unterschieden.
- Bei einem positiven Carry Trade erhältst du Zinsen, weil du eine höher verzinste Währung kaufst und eine niedrig verzinste verkaufst. Du profitierst also täglich von der Zinsdifferenz. Voraussetzung ist ein stabiler oder sich zu deinen Gunsten bewegender Wechselkurs.
- Ein negativer Carry Trade funktioniert entsprechend umgekehrt: Du hältst eine Position, bei der du Zinsen zahlst, statt sie zu bekommen. Solche Trades können dennoch sinnvoll sein, wenn du auf eine bestimmte Wechselkursentwicklung setzt und die Kursgewinne größer sind als die täglichen Zinskosten.
Das Verständnis dieser beiden Richtungen ist zentral, denn ein Carry Trade ist kein Selbstläufer. Selbst ein positiver Zinsunterschied führt nicht automatisch zu Gewinn, wenn sich der Wechselkurs ungünstig entwickelt.
Trader, die bereits geübt sind, prüfen deshalb nicht nur die nominale Zinsdifferenz, sondern auch die wirtschaftliche Lage beider Länder, deren geldpolitische Ausrichtung und das aktuelle Marktumfeld. Nur wenn alle Komponenten zusammenspielen, entsteht ein tragfähiger Vorteil.
Was ist der Unterschied zwischen kurzfristigen und langfristigen Carry Trades?
Carry Trades lassen sich über sehr unterschiedliche Zeiträume umsetzen. Kurzfristige Strategien wie Intraday- oder Swing-Ansätze zielen auf kleine Bewegungen ab und nutzen kurzfristige Schwankungen der Swap-Sätze. Sie erfordern präzises Timing und hohe Aufmerksamkeit, eignen sich aber kaum, um vom eigentlichen Zinsvorteil zu leben, da dieser über einzelne Stunden oder Tage für gewöhnlich noch gering ist.
Langfristige Carry Trades laufen dagegen über Wochen und Monate. Sie basieren auf stabilen geldpolitischen Trends und profitieren stärker von der kumulierten Zinsdifferenz. Wer beispielsweise mehrere Monate lang eine Position mit einem jährlichen positiven Swap von vier Prozent hält, kann spürbare Zusatzerträge erzielen. Der Wechselkurs muss dafür natürlich im Rahmen bleiben.
Nachteil langer Laufzeiten ist das wachsende Risiko geldpolitischer Wendepunkte. Ändert eine Notenbank ihren Kurs, schrumpft der Zinsvorteil oder kehrt sich im schlimmsten Fall um. Daher kombinieren viele Trader mittelfristige Laufzeiten mit einer engen Überwachung der Zinsentwicklung. In der Handelsplattform von XTB lassen sich Swap-Sätze und Zinsentscheidungen in Echtzeit verfolgen, damit du Positionen rechtzeitig anpassen kannst.
Welche Kennzahlen und Indikatoren helfen bei der Analyse?
Erfolgreiches Carry Trading beginnt immer mit der richtigen Analyse. Neben der reinen Zinsdifferenz spielen weitere Kennzahlen eine Rolle. Die Inflationsraten beider Länder bestimmen etwa, ob die nominale Zinsdifferenz auch real besteht. Entscheidend ist also der sogenannte Realzinsvorteil. So können steigende Inflationsraten einen vermeintlich attraktiven Zinsvorsprung schnell relativieren.
Daten wie die Positionierung institutioneller Anleger aus den Commitments of Traders (COT)-Reports liefern dir derweil Hinweise darauf, ob Carry Trades bereits stark überlaufen sind. Ein hoher Anteil spekulativer Long-Positionen in einer Hochzinswährung kann ein Warnsignal sein.
Ergänzend lohnt sich der Blick auf Volatilitätsindizes, wie zum Beispiel den VIX, da Carry Trades in ruhigen Marktphasen besser funktionieren als bei sprunghaften Kursbewegungen.
Übrigens – in XTBs Trading App stehen für dich umfangreiche Analyse- und Chartfunktionen bereit, mit denen du wirtschaftliche Daten, das Marktsentiment und Swap-Sätze effizient auswerten kannst.
Wie kann man Carry Trading lernen und sicher üben? XTB hilft dir!
Händler, die mit Carry Trades nachhaltigen Erfolg erzielen, sind in aller Regel bestens mit den Mechanismen des Devisenmarktes vertraut. Anfänger sollten ihren Start sukzessive und in einer risikofreien Umgebung vorbereiten, bevor sie erstmals echtes Geld einsetzen.
Welche Schritte helfen beim Einstieg in den Carry Trade?
Am Anfang steht das Verständnis der Grundlagen des Währungshandels. Dazu gehört zu wissen, wie sich Zinsen auf Wechselkurse auswirken, was hinter Begriffen wie Swap und Spread steckt und welche Rolle Liquidität und Volatilität spielen.
Sobald einmal das Grundverständnis steht, kommt es auf die Übung an. Demokonten sind der beste Weg, um den Mechanismus des Carry Trades realistisch nachzuvollziehen. Du kannst in einem Demokonto Positionen in unterschiedlichen Währungspaaren eröffnen, die täglichen Swaps beobachten und allmählich ein Gefühl dafür gewinnen, wie sich die Zinsdifferenzen auf dein Ergebnis auswirken.
Gerade zu Beginn hilft es, klein zu denken: eine Position öffnen, beobachten, dokumentieren – und dann analysieren, warum sich das Ergebnis entwickelt hat, wie es sich entwickelt hat.
Welche Lernressourcen sind hilfreich?
Natürlich kannst du in der Praxis nur erfolgreich agieren, wenn du auch das nötige Theoriewissen mitbringst. Kenntnisse des Devisenmarktes und seiner Funktionsweise sind beispielsweise unerlässlich, um Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen beziehungsweise passend einzuschätzen.
XTB unterstützt dich dabei mit einer großen Auswahl an Lernmaterialien. Vor allem die ausführlichen Webinare und einordnenden Marktanalysen geben dir wertvolles Knowhow mit auf den Weg.
Solche Ressourcen sind nicht nur für Anfänger gedacht. Auch fortgeschrittene Trader nutzen sie, um Strategien zu verfeinern oder neue Perspektiven auf den Carry Trade zu gewinnen.
Besonders hilfreich ist, dass das Demokonto bei XTB zeitlich unbegrenzt verfügbar ist. Du kannst also in deinem eigenen Tempo üben, Strategien wiederholen und verbessern, bis du dich sicher fühlst.
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FAQ
Ein Carry Trade ist eine Anlagestrategie, bei der du Geld in einer niedrig verzinsten Währung aufnimmst und in eine höher verzinste Währung investierst. Der Gewinn entsteht aus der Differenz beider Zinssätze – dem sogenannten „Carry“.
Trader eröffnen eine Position, bei der sie eine Währung mit niedrigem Zins verkaufen (Funding Currency) und eine höher verzinste Währung kaufen (Target Currency). Die Zinsdifferenz wird über sogenannte Swaps täglich abgerechnet und bildet zusätzlich zu möglichen Kursgewinnen die Hauptertragsquelle.
Die Zinsdifferenz beschreibt den Abstand zwischen den Leitzinsen zweier Länder. Je größer dieser Unterschied, desto attraktiver ist ein Carry Trade. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Wechselkurse stabil bleiben.
Beliebt sind Paare mit klaren Zinsunterschieden wie USD/JPY, AUD/JPY oder NZD/JPY. Japan und die Schweiz gelten häufig als klassische Niedrigzinsländer, während Australien, Neuseeland oder die USA tendenziell höhere Zinsen bieten.
Der Ertrag entsteht aus den täglichen Zinsgutschriften, die durch den positiven Zinsunterschied generiert werden. Bleibt die Zielwährung stabil oder wertet sie auf, erhöht sich die Rendite zusätzlich.
Das Hauptrisiko liegt im Wechselkurs. Wertet die Finanzierungswährung nämlich stark auf, kann sie den gesamten Zinsvorteil zunichtemachen. Hinzu kommen mögliche Verluste durch Zinsänderungen, plötzliche Volatilität im Markt oder einem zu hohen Hebeleinsatz.
Im Grunde gibt es keinen. Beide Begriffe beschreiben dasselbe Prinzip, also den Handel auf Basis unterschiedlicher Zinssätze zwischen zwei Währungen. „Zinsdifferenzgeschäft“ ist lediglich der deutsche Fachausdruck.
Einige spezialisierte Währungs-ETFs bilden Carry-Strategien ab, indem sie in Hochzinswährungen investieren und Niedrigzinswährungen verkaufen. Sie eignen sich vor allem für Anleger, die den Mechanismus nutzen möchten, ohne selbst im Devisenmarkt aktiv zu handeln.
Aus finanzieller Perspektive lohnend ist die Strategie in Phasen stabiler Märkte und klarer geldpolitischer Trends. Bei hoher Volatilität oder abrupten Zinsänderungen sollte man vorsichtig sein, da das Wechselkursrisiko überwiegt.
Mittels der Plattform gewährt dir XTB Zugang zu zahlreichen Währungspaaren, Echtzeitdaten und transparenten Swap-Sätzen. Das kostenlosen Demokonto kannst du zum risikofreien Testen unterschiedlicher Carry-Strategien nutzen und deine Analysen Schritt für Schritt mit Marktberichten und Webinaren vertiefen.
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