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Chartanalyse lernen – Wie du Charts liest und Muster erkennst

Die Chartanalyse bezeichnet die Auswertung von Kursdiagrammen (= Charts), um mögliche zukünftige Preisbewegungen abzuleiten. Statt auf Bilanzen oder Kennzahlen zu schauen, analysierst du Trends, Muster sowie Unterstützungs- und Widerstandszonen direkt im Chart. 

Die Grundidee ist, dass alle relevanten Infos im Chart selbst zu finden sind und Kursmuster sich wiederholen. So kannst du auf Basis des Charts konkrete Szenarien entwickeln, statt Entscheidungen aus dem Bauchgefühl zu treffen. Das heißt, dass du mit der Chartanalyse Szenarien formulieren kannst: Wo zeichnet sich eine Kursschwäche ab? Wo kippt ein Trend? 

In diesem Artikel bekommst du einsteigerfreundlich aufbereitet Antworten auf Fragen wie: Was genau ist Chartanalyse? Wie funktioniert die technische Chartanalyse? Welches sind die wichtigsten Chartanalyse Muster und Indikatoren? 

 

Chartanalyse – Das Wichtigste in Kürze: 

💡 Was ist Chartanalyse? Chartanalyse ist die Auswertung von Kurs- und Volumendiagrammen. Ziel ist es, Trends und Muster zu erkennen, um wahrscheinliche Kursbewegungen abzuleiten. 

💡 Wieso „technische“ Analyse? Weil die Chartanalyse ausschließlich auf technischen Daten, also Kursverläufen, Handelsvolumen und Zeit, basiert, die in Charts und mit mathematischen Indikatoren analysiert werden, ohne Betrachtung fundamentaler Unternehmensdaten. 

💡 Einsatzgebiete: Chartanalyse wird in allen liquiden Märkten genutzt: Aktien, Indizes, Forex, Rohstoffe oder Krypto. Sie hilft Tradern, Einstiegs- und Ausstiegspunkte zu planen und Trading-Entscheidungen zu strukturieren. 

💡 Formationen & Indikatoren: Wichtige Elemente sind Chartformationen, also Kursmuster wie etwa Kopf-Schulter-Formationen oder Doppelhochs und -tiefs oder Indikatoren wie gleitende Durchschnitte.  

💡 Chancen und Grenzen: Chartanalyse bringt Struktur in den Handelsablauf und kann das Risikomanagement unterstützen. Aber sie liefert Wahrscheinlichkeiten und ist keine Garantie für Gewinne. Externe Faktoren können die Ergebnisse der Chartanalyse ungültig machen.  

Die Chartanalyse bezeichnet die Auswertung von Kursdiagrammen (= Charts), um mögliche zukünftige Preisbewegungen abzuleiten. Statt auf Bilanzen oder Kennzahlen zu schauen, analysierst du Trends, Muster sowie Unterstützungs- und Widerstandszonen direkt im Chart. 

Die Grundidee ist, dass alle relevanten Infos im Chart selbst zu finden sind und Kursmuster sich wiederholen. So kannst du auf Basis des Charts konkrete Szenarien entwickeln, statt Entscheidungen aus dem Bauchgefühl zu treffen. Das heißt, dass du mit der Chartanalyse Szenarien formulieren kannst: Wo zeichnet sich eine Kursschwäche ab? Wo kippt ein Trend? 

In diesem Artikel bekommst du einsteigerfreundlich aufbereitet Antworten auf Fragen wie: Was genau ist Chartanalyse? Wie funktioniert die technische Chartanalyse? Welches sind die wichtigsten Chartanalyse Muster und Indikatoren? 

 

Chartanalyse – Das Wichtigste in Kürze: 

💡 Was ist Chartanalyse? Chartanalyse ist die Auswertung von Kurs- und Volumendiagrammen. Ziel ist es, Trends und Muster zu erkennen, um wahrscheinliche Kursbewegungen abzuleiten. 

💡 Wieso „technische“ Analyse? Weil die Chartanalyse ausschließlich auf technischen Daten, also Kursverläufen, Handelsvolumen und Zeit, basiert, die in Charts und mit mathematischen Indikatoren analysiert werden, ohne Betrachtung fundamentaler Unternehmensdaten. 

💡 Einsatzgebiete: Chartanalyse wird in allen liquiden Märkten genutzt: Aktien, Indizes, Forex, Rohstoffe oder Krypto. Sie hilft Tradern, Einstiegs- und Ausstiegspunkte zu planen und Trading-Entscheidungen zu strukturieren. 

💡 Formationen & Indikatoren: Wichtige Elemente sind Chartformationen, also Kursmuster wie etwa Kopf-Schulter-Formationen oder Doppelhochs und -tiefs oder Indikatoren wie gleitende Durchschnitte.  

💡 Chancen und Grenzen: Chartanalyse bringt Struktur in den Handelsablauf und kann das Risikomanagement unterstützen. Aber sie liefert Wahrscheinlichkeiten und ist keine Garantie für Gewinne. Externe Faktoren können die Ergebnisse der Chartanalyse ungültig machen.  

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Chartanalyse einfach erklärt

Bevor wir tiefer einsteigen, klären wir zunächst die Basics, nämlich was genau Chartanalyse bedeutet und wie sie sich von der klassischen Fundamentalanalyse unterscheidet.

Was genau ist eine Chartanalyse?

Das Wort “Chart” ist das kürzere und geläufigere Wort für das deutsche Wort Diagramm. Kurz gesagt, handelt es sich bei der Chartanalyse um die Interpretation von Kursen. Dabei werden vergangene Preisverläufe und oft auch das Handelsvolumen betrachtet, um Trends, Muster und mögliche Szenarien für die Zukunft abzuleiten. 

Statt nur Zahlen zu lesen, siehst du den Kursverlauf als Linie oder Kerzen visualisiert. So erkennst du leicht, ob ein Kurs gerade einen Höhenflug hat oder in einer Flaute steckt. Die Chartanalyse ist also das Lesen von Kursdiagrammen, um daraus Handlungsideen abzuleiten. 

Wichtig ist, dass es dabei nicht um Hellseherei geht, sondern um Wahrscheinlichkeiten. Durch die Analyse von Trends und Mustern kannst du etwa einschätzen, ob die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass ein Kurs weiter steigt oder bald dreht. Die meisten Trader nutzen Chartanalyse, um bessere Timing-Entscheidungen zu treffen, also den Zeitpunkt für Kauf oder Verkauf zu optimieren. 

Chartanalyse vs. Fundamentalanalyse: Wann setzt du welche Analyse ein?

Es handelt sich bei der Chart- und Fundamentalanalyse um völlig unterschiedliche Ansätze. Man kann sagen, dass die Chartanalyse sich auf das “Was passiert im Kurs?” konzentriert, die Fundamentalanalyse andererseits auf das “Warum passiert es?”. 

Bei der Fundamentalanalyse schaust du dir Unternehmenszahlen, Nachrichten, Konjunkturdaten und mehr an, um den “inneren Wert” einer Aktie mit Hilfe der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens zu beurteilen. 

Die technische Chartanalyse hingegen blendet diese fundamentalen Faktoren bewusst aus und fokussiert ausschließlich auf das Verhalten des Marktes selbst. Es gilt der Grundsatz: Alles Wissenswerte ist bereits im Chartpreis enthalten. 

Kurzfristiges, aktives Trading wie Daytrading oder Swing Trading basiert häufig vor allem auf der Chartanalyse, weil es hier primär um die aktuellen Marktbewegungen und das Timing geht. 

Langfristige Anleger, die über viele Jahre Vermögen aufbauen möchten, greifen eher zur Fundamentalanalyse, um den Wert eines Unternehmens zu ermitteln und grundlegende Entscheidungen zu treffen. 

In der Praxis schließen sich beide Ansätze aber nicht aus. Viele erfolgreiche Anleger kombinieren sie. Zum Beispiel kann die Fundamentalanalyse helfen, aussichtsreiche Aktien auszuwählen, und die Chartanalyse bestimmt dann den konkreten Kaufzeitpunkt.


Wie funktioniert die Chartanalyse in der Theorie?

In diesem Abschnitt geht es darum, auf welchen Prinzipien die technische Chartanalyse beruht, welche Charttypen es gibt und was die Basis-Werkzeuge sind.

Welche Grundprinzipien stehen hinter der technischen Chartanalyse?

Hinter der Chartanalyse stehen einige Kernideen: 

  • Angebot und Nachfrage spiegeln sich im Chart wider. Steigende Kurse zeigen, dass Käufer dominieren, fallende Kurse deuten auf Verkaufsdruck hin. 
  • Trends zeigen die grundlegende Richtung der Kursentwicklung. Charttechniker unterscheiden Aufwärtstrends, Abwärtstrends und Seitwärtsphasen. Ein oft zitierter Grundsatz lautet: “The trend is your friend”; ein Trend setzt sich tendenziell fort – bis er schließlich abbricht (“until it ends“).
  • Unterstützung: Ein Unterstützungsniveau liegt unter dem aktuellen Kurs und entsteht dann, wenn sich bei vorhergehenden Tiefs Käufer fanden, die die Abwärtsbewegung stoppten. 

Der Kurs prallt dann sozusagen nach oben ab. Je öfter eine Unterstützung durch den Kursverlauf getestet wird, als desto stärker gilt sie. Ein Bruch spricht für weiter fallende Kurse.

  • Widerstand: Ein Widerstandsniveau liegt oberhalb des Kurses und basiert auf früheren Hochs, wo Verkäufer dominierten und Aufwärtstrends stoppten. Bei Durchbruch wird das Widerstandsniveau häufig zur neuen Unterstützung. 
  • Der Markt diskontiert alles, soll heißen: Alle verfügbaren Informationen, vergangene, aktuelle sowie erwartete Ereignisse betreffend, also etwa Unternehmensnachrichten oder geopolitische Entwicklungen, spiegeln sich im Preisdiagramm wider. 

Deshalb konzentriert sich die Chartanalyse auf den Chart selbst, anstatt alle News getrennt zu analysieren. Nur unbekannte, unvorhersehbare Neuigkeiten können den Preis noch bewegen.

Kurz zusammengefasst geht die technische Chartanalyse davon aus, dass sich Verhaltensmuster an den Märkten wiederholen und diese Wiederholungen gezielt genutzt werden können. Allerdings geht es dabei immer um Wahrscheinlichkeiten, nicht Gewissheiten.

Welche Charttypen gibt es und welcher ist für den Einstieg am sinnvollsten?

Es gibt verschiedene Darstellungsformen für Kurscharts. Als Einsteiger begegnest du vor allem Linien-, Balken- und Candlestick-Charts. 

Der Linienchart ist der einfachste. Er verbindet meist die Schlusskurse verschiedener Perioden wie Tag oder Stunde zu einer Linie. Damit bekommst du einen schnellen Überblick über den groben Trend. Allerdings fehlen Details wie Schwankungen innerhalb der Perioden. 

Chartanalyse: Linienchart
Quelle: XTB App, abgerufen am 16.01.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.


Balkencharts zeigen pro Zeitraum vier Infos: Eröffnungs-, Hoch-, Tief- und Schlusskurs (Open, High, Low, Close). Jeder Zeitraum wird als senkrechter Strich dargestellt, mit kleinen horizontalen Strichen links (Eröffnung) und rechts (Schluss). Das bietet mehr Details als der Linienchart, für Ungeübte ist es aber etwas schwieriger alles auf einen Blick zu erfassen.

Chartanalyse: Balkenchart
Quelle: XTB App, abgerufen am 16.01.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.


Der populärste Charttyp ist der Candlestick- oder Kerzenchart. Er zeigt ebenfalls OHLC, aber in Form farbiger Kerzen: Eine meist grüne (oder weiße) Kerze bedeutet, der Kurs ist in der Periode gestiegen (Schlusskurs liegt über Eröffnungskurs), eine rote (oder schwarze) Kerze steht für fallende Kurse. 

Der Körper der Kerze markiert die Spanne zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs, die Dochte oben und unten zeigen die Extrempunkte (Hoch/Tief). 

Chartanalyse: Kerzenchart
Quelle: XTB App, abgerufen am 16.01.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.


Candlesticks sind beliebt, weil sie visuell sehr aussagekräftig sind. Man erkennt auf einen Blick, ob im betreffenden Zeitraum Käufer oder Verkäufer die Oberhand hatten. Gerade Lernende finden Candlestick-Muster anschaulich, da viele Chartformationen leicht erkennbar sind. 

Natürlich kannst du in modernen Handelsplattformen, wie mit der von XTB jederzeit zwischen diesen Charttypen wechseln. 

Unterstützungen, Widerstände und Trends: Das Fundament deiner Chartanalyse

Wie schon erwähnt, ist eine der ersten Aufgaben beim Blick auf einen Chart das Finden von Unterstützungs- und Widerstandsbereichen, häufig auch als Support und Resistance bezeichnet. 

Eine Unterstützung ist ein Kursniveau, bei dem der Preis mehrfach nach oben gedreht hat, also ein Tiefpunkt, an dem die Nachfrage offenbar groß genug war, um fallende Kurse zu stoppen. Ein Widerstand ist das Gegenteil: eine Preisschwelle, bei der weitere Anstiege mehrfach gescheitert sind, weil Verkaufsdruck einsetzt.

Chartanalyse: Unterstützung
 
Chartanalyse: Widerstand
 

Unterstützungen und Widerstände sind wichtig, weil hier Angebot und Nachfrage aufeinandertreffen und sich Trends entscheiden. Häufig orientieren Trader ihre Stop-Loss- und Take-Profit-Orders an solchen Niveaus. 

Eng verwoben damit ist der Trend: Befindet sich der Markt in einem Aufwärts- oder Abwärtstrend, dienen Unterstützungen und Widerstände oft als Zwischenetappen, wobei aus Widerständen Unterstützungen werden können (Aufwärtstrend) und umgekehrt in Abwärtstrends. 

Für dich als Einsteiger heißt das: Zeichne im Chart markante Hoch- und Tiefpunkte ein. Verbinde Hochpunkte zu einer potenziellen Widerstandslinie und Tiefpunkte zu einer Unterstützungslinie.

So entsteht ein Gerüst, das dir zeigt, wo der Kurs Spielraum hat und wo es eng werden könnte. Ein solches Szenario aus Trends und Preisbereichen ist das Fundament jeder Chartanalyse. Visuell hilft es ungemein, viele Trader zeichnen diese Linien als erstes, bevor sie über Einstieg oder Ausstieg nachdenken.

 

 

Welche Chancen und Risiken bietet die technische Chartanalyse?

Technische Chartanalyse kann sehr hilfreich sein, aber sie ist keine Wunderwaffe. Welchen konkreten Nutzen hat sie und wo liegen ihre Grenzen? 

Welche Vorteile hat Chartanalyse für Trader?

  • Klare Struktur und Systematik
    Chartanalyse hilft dir, nach festen Regeln zu handeln statt impulsiv. Einstiege, Ausstiege und Zielzonen lassen sich anhand konkreter Signale planen.
  • Besseres Risikomanagement
    Technische Marken wie Unterstützungen, Widerstände oder Stop-Loss-Niveaus helfen, Verluste zu begrenzen und Chancen klar zu definieren.
  • Schnelle Einschätzung der Marktlage
    Trends sind im Chart sofort sichtbar. Du erkennst auf einen Blick, ob du mit dem Markt handelst oder gegen ihn.
  • Universell einsetzbar
    Die Werkzeuge der Chartanalyse lassen sich auf nahezu alle Märkte anwenden – Aktien, Indizes, Devisen, Rohstoffe oder Kryptowährungen.
  • Objektivere Entscheidungen
    Statt Gerüchten oder Bauchgefühl folgst du nachvollziehbaren Mustern, Linien und Indikatoren im Chart.

Wo liegen die Grenzen der Chartanalyse?

  • Keine Erfolgsgarantie
    Chartmuster liefern Wahrscheinlichkeiten, keine sicheren Prognosen. Auch scheinbar klare Setups können scheitern.
  • Anfällig für überraschende Ereignisse
    Unerwartete Nachrichten wie Zinsschritte, politische Entscheidungen oder Unternehmensmeldungen können technische Marken abrupt aushebeln.
  • Vergangenheit wiederholt sich nicht zwangsläufig
    Muster, die früher funktionierten, müssen in der aktuellen Marktsituation nicht mehr zuverlässig sein.
  • Fundamentaldaten werden ausgeblendet
    Wer ausschließlich auf Charts schaut, übersieht möglicherweise fundamentale Faktoren mit starkem Kurseinfluss.
  • Gefahr der Überinterpretation
    Wer in jedem Kursverlauf Formationen sieht, läuft Gefahr, Zufall mit Signal zu verwechseln.

Halte dir immer vor Augen, dass Chartanalyse kein Blick in die Glaskugel ist, sondern ein Werkzeug, um Wahrscheinlichkeiten abzuwägen. Realistische Erwartungen sind das A und O. Und sie funktioniert am besten in Kombination mit solider Vorbereitung und Disziplin im Risikomanagement.

Typische Fehler, die Einsteiger bei der Chartanalyse machen

  • Überladung mit Indikatoren: Häufig nutzen Einsteiger zu viele Indikatoren gleichzeitig, was den Überblick erschwert und die Aussagekraft verwässert. 
  • Fehlender Handelsplan: Ohne klare Regeln für Einstieg, Ausstieg und Positionsgröße entsteht leicht ein impulsiver, inkonsistenter Handelsstil. Ein definierter Plan hilft dir, diszipliniert zu handeln und die Qualität deiner Entscheidungen messbar zu verbessern.
  • Einseitige Signalinterpretation: Ein einzelnes Signal reicht in der Regel nicht aus. Erst im Zusammenspiel mit dem übergeordneten Trend und anderen Bestätigungsmerkmalen entsteht ein tragfähiges Setup. 
  • Unzureichendes Risikomanagement: Jeder Trade benötigt ein definiertes Verlustlimit und ein klares Chance-Risiko-Verhältnis (CRV). Viele Fehler entstehen nicht aus der Analyse, sondern durch mangelnden Schutz gegen unerwartete Kursbewegungen. 

Tools wie die Orderfunktionen von XTB helfen dir, Verluste systematisch zu begrenzen.


Die wichtigsten Tools, die du für die Chartanalyse kennen solltest

In der Praxis nutzt du zur Chartanalyse vor allem zwei Werkzeuge, um Muster zu erkennen und Handelsentscheidungen abzusichern: Chartformationen und technische Indikatoren. 

Was sind wichtige Formationen in der Chartanalyse? 

Grundsätzlich solltest du dich auf einige wenige klar erkennbare Chartmuster konzentrieren und versuchen, nicht zu viel in sie hineinzuinterpretieren. 

Zu den wichtigsten gehören: 

  • Trendumkehrformationen wie die Kopf-Schulter-Formation oder Doppelhoch bzw. -boden deuten auf einen möglichen Richtungswechsel hin. Sie treten häufig an Trendenden auf und gewinnen an Aussagekraft, wenn sie mit einem Volumenanstieg einhergehen. 
  • Trendfortsetzungsformationen wie Flaggen, Wimpel oder aufsteigende Dreiecke signalisieren eine temporäre Konsolidierung im Trend. Ein Ausbruch in Trendrichtung, idealerweise mit steigendem Volumen, gilt als Bestätigung und Einstiegschance.
  • Ausbruchs- und Konsolidierungsformationen wie Rechtecke oder die Cup-and-Handle-Formation (Tasse mit Henkel) zeigen eine Phase relativer Gleichgewichtslage. Ein Ausbruch (Range Breakout) markiert häufig den Beginn einer neuen Bewegung. 

Chartanalyse: Cup and Handle

Welche Indikatoren unterstützen deine Chartanalyse?

Die folgenden Indikatoren sind Standardtools. Sie sollten sich in der Handelsplattform eines Online Brokers auf jeden Fall finden: 

  • Trendindikatoren wie ein einfacher gleitender Durchschnitt (Moving Average) oder der MACD (Moving Average Convergence Divergence) helfen dir, den übergeordneten Kurspfad und mögliche Trendwechsel zu erkennen. Besonders die Kombination verschiedener Zeiträume, etwa der 50- und 200-Tage-Linie, ist in der Praxis verbreitet.
    Beispiel eines einfachen, gleitenden Durchschnitts (Simple Moving Average - SMA):
    Chartanalyse: MA
    Quelle: XTB App, abgerufen am 16.01.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
     
  • Momentumindikatoren wie der RSI (Relativ Strength Index) oder der Stochastische Oszillator zeigen, wie stark eine Bewegung ist. In überkauften oder überverkauften Zonen liefern sie Hinweise auf potenzielle Umkehrpunkte.
    Beispiel für den RSI:

    Chartanalyse: RSI
    Quelle: XTB App, abgerufen am 16.01.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in USD. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
     
  • Volatilitätsindikatoren wie Bollinger Bänder messen die Schwankungsbreite (Volatilität) eines Kurses und helfen, Ausbrüche oder Übertreibungen zu erkennen.

  • Volumenindikatoren wie die einfachen Volumenbalken unter der Kurslinie ergänzen deine Analyse: Ein Ausbruch mit starkem Volumen hat meist mehr Aussagekraft als ein isolierter Kursimpuls. Volumen wird oft als Bestätigung eines Signals interpretiert.

Wie viele Formationen und Indikatoren brauchst du wirklich?

Im modernen Online Trading stehen dem Anleger eine Fülle von Tools zur Verfügung. Aber in der Regel gilt: weniger ist mehr! Viele erfolgreiche Trader schwören auf nur einige wenige Lieblings-Tools, die sie dafür aber gut beherrschen.

Gerade für den Einstieg sollte man sich also beschränken und auf eine solide Basis von Formationen und Indikatoren bauen, die man zunächst richtig zu lesen lernt, um sie dann auch in Kombination anwenden zu können. Alles darüber hinaus kannst du nach und nach ergänzen, wenn du merkst, dass dir etwas fehlt.

Moderne Trading-Plattformen wie die von XTB haben eine breite Auswahl an Indikatoren und Oszillatoren, aber du musst sie nicht alle auf einmal einsetzen. Die Kunst liegt eher darin, die für dich passenden auszuwählen.

Fokussiere dich auf Qualität statt Quantität: Ein klares Chartbild mit wenigen, aber dafür vertrauten Indikatoren ist Gold wert, während ein überladener Chart eher schadet.


So setzt du die Chartanalyse im Trading praktisch ein

Dieser Abschnitt führt dich Schritt für Schritt durch eine einfache Routine, mit der du die Chartanalyse für einen Trade durchführen kannst.

Schritt 1: Markt und Zeiteinheit auswählen

Bevor du Charts analysierst, entscheidest du, was und wie lange du handeln möchtest. Möchtest du etwa kurzfristige Schwankungen im DAX, den EUR gegen den USD oder den Erdölpreis traden? Oder planst du eine mittel- bis langfristige Position in einer Aktie? 

Deine Entscheidung bestimmt, welche Zeiteinheit im Chart sinnvoll ist: Für Intraday-Trading sind 5-Minuten- oder 1-Stunden-Charts gebräuchlich, beim Swing Trading eher 4-Stunden- oder Tagescharts. Wer langfristig investiert, orientiert sich oft am Wochenchart. 

Wichtig: Passe deinen Zeitrahmen deinem Trading-Stil und Zeitbudget an.

Schritt 2: Trend und Marktumfeld bestimmen

Als Nächstes verschaffst du dir einen Überblick über den aktuellen Trend: Befindet sich der Markt in einem Aufwärtstrend, Abwärtstrend oder einer Seitwärtsbewegung? Beginne mit einem höheren Zeitrahmen wie dem Tages- oder Wochenchart, um dir aus der Vogelperspektive einen Überblick zu verschaffen.

Kombiniere diese Trendbetrachtung mit dem aktuellen Marktumfeld: Gibt es wichtige News, Zentralbankentscheidungen oder geopolitische Spannungen? Das hilft dir, technische Signale richtig einzuordnen.

Schritt 3: Unterstützungen, Widerstände und wichtige Zonen einzeichnen

Im dritten Schritt markierst du im Chart die zentralen Preisniveaus, an denen der Markt mehrfach reagiert hat. Unterstützungen sind Bereiche, wo Käufer eingestiegen sind und der Kurs wieder gestiegen ist. Widerstände markieren Zonen mit Verkaufsdruck. Zeichne diese markanten Hochs und Tiefs mithilfe von Linien oder Rechtecken ein. Auch Trendlinien können helfen, übergeordnete Kursbewegungen sichtbar zu machen.

Schritt 4: Formationen und Indikatoren zur Bestätigung nutzen

Suche nun nach charttechnischen Signalen, die deine Einschätzung bestätigen. Also zum Beispiel Formationen wie Doppelboden, Flagge oder Dreieck, oder Indikatoren wie gleitender Durchschnitt, RSI oder MACD. 

Achte dabei auf das Zusammenspiel mehrerer Elemente: Ein Kaufsignal ist aussagekräftiger, wenn es an einer Unterstützung auftritt und durch ein Muster oder Indikator gestützt wird.

Schritt 5: Eintieg, Stop Loss und Kursziel planen

Plane deinen Trade präzise: Wo möchtest du einsteigen? Wo liegt dein Stop Loss, falls der Kurs sich gegen dich bewegt? Und welches Kursziel peilst du an? Orientiere dich dabei an den nächsten charttechnischen Marken. Berechne auch das Chance-Risiko-Verhältnis, ein Mindestverhältnis von 2:1 gilt als sinnvoll.

Schritt 6: Position managen und Ergebnis nachbereiten

Auch nach dem Einstieg bleibt Disziplin gefragt. Ziehe deinen Stop Loss falls notwendig der Kursentwicklung nach, sichere Gewinne oder steige bei neuen Signalen aus. Dokumentiere jeden Trade in einem Trading-Tagebuch: Warum hast du den Trade gemacht? Was lief gut, was nicht? So verbesserst du deine Chartanalyse über die Zeit kontinuierlich.
 

Praxis-Tipp: Bevor du auf “Kaufen” oder “Verkaufen” klickst, geh gedanklich diese Checkpunkte durch:

  • Markt & Zeitrahmen gewählt? Passt der Markt zu meiner Strategie und habe ich den richtigen Chart-Zeithorizont eingestellt?
  • Überblick verschaffen: Habe ich den übergeordneten Trend erkannt und das aktuelle Marktumfeld (News, Stimmung) berücksichtigt?
  • Levels markiert? Sind wichtige Unterstützungen und Widerstände im Chart eingezeichnet, sodass ich die Spielfeldgrenzen kenne?
  • Signal vorhanden? Sehe ich ein klares Signal (Formation, Kerzenmuster oder Indikator), das meinen Trade-Einstieg rechtfertigt?
  • Chance-Risiko abgeklärt? Habe ich meinen Einstiegs-, Stop-Loss- und Take-Profit-Marken geplant und ist das Chance-Risiko-Verhältnis sinnvoll?
  • Plan vs. Emotion: Handel ich nach meinem Plan und meiner Chartanalyse und nicht aus Angst, etwas zu verpassen, oder unüberlegter Euphorie?


Wie unterstützt dich XTB bei der Umsetzung deiner Chartanalyse?

Zum Abschluss noch konkret, wie die Chartanalyse bei XTB praktisch umgesetzt werden kann.

  • Chartanalyse mit XTB: Tools, Charttypen und individuelle Layouts: In der Handelsplattform von XTB stehen dir verschiedene Charttypen (Linien-, Balken- und Candlestick-Charts) zur Verfügung. 

    Ergänzt wird das durch eine breite Auswahl an Zeichenwerkzeugen etwa für Trendlinien, Unterstützungs- und Widerstandszonen sowie alle gängigen Indikatoren wie gleitende Durchschnitte, RSI, MACD und Volumen. 

    Die Plattform erlaubt es dir, mehrere Charts gleichzeitig zu analysieren, individuelle Layouts zu speichern und zwischen Märkten flexibel zu wechseln, von Aktien über Indizes und Forex bis Krypto. Außerdem kannst du deine favorisierten Instrumente in Watchlists organisieren.
  • Chartanalyse risikofrei üben: Besonders nützlich für Einsteiger ist das kostenlose Demokonto, mit dem du Chartanalyse ohne Risiko und mit virtuellem Kapital im realistischen Marktumfeld üben kannst. So bekommst du Routine im Erkennen von Mustern und dem Umsetzen konkreter Trades, inklusive Stop-Loss- und Take-Profit-Funktionen.
  • Alles in einem Handelskonto: XTB bietet Produkte sowohl für aktives Trading wie den CFD Handel oder das Forex Trading als auch für mittel- bis langfristiges Investieren mit echten Aktien oder ETFs. Für beides kann die Chartanalyse nützlich sein. Und das Beste: beides kannst du in ein und demselben Handelskonto nutzen.

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FAQ

Die Chartanalyse wertet Kursverläufe aus, um Trends und Muster zu erkennen. Sie hilft, wahrscheinliche Kursbewegungen besser einzuschätzen und Handelsentscheidungen zu strukturieren.

Starte mit Basiswissen zu Trends, Formationen und Indikatoren. Übe regelmäßig mit einem Demokonto und entwickle eine einfache, wiederholbare Analyse-Routine.

Technische Analyse fokussiert auf Preisbewegungen, Fundamentalanalyse auf Unternehmensdaten. Beide Ansätze lassen sich kombinieren, etwa so: Auswahl der Instrument über Fundamentaldaten, Timing der Trades über Charts.

Kopf-Schulter, Doppelboden/-top, Dreiecke und Flaggen sind häufige, gut erkennbare Muster. Sie signalisieren Trendumkehr oder -fortsetzung und eignen sich gut für den Einstieg.

Gleitende Durchschnitte, RSI und MACD zählen zu den meistgenutzten Tools. Sie unterstützen dich bei Trend-, Momentum- und Risikoeinschätzung.

Chartanalyse funktioniert in allen liquiden Märkten: Aktien, Indizes, Forex, Rohstoffe und Krypto. Die Methoden bleiben unabhängig vom Instrument gleich.

Markt auswählen, Trend bestimmen, Unterstützungen/Widerstände analysieren, Signal suchen, Einstieg planen, Stop Loss setzen, Trade umsetzen und auswerten. Das ist der typische Ablauf.

Im kostenlosen Demokonto kannst du Formationen, Indikatoren und Strategien risikofrei testen und später nahtlos im echten Handelskonto weiterarbeiten.

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Offenlegung gemäß § 80 WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte

Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten investiert sein.

Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen an den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.
Wertentwicklungen von Handelswerten aus der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für Wertentwicklungen in der Zukunft!


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CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 71% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Anlageberatung dar. Die Mitteilungen sind als Werbemitteilung zu verstehen.

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