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Stabilität im volatilen Kryptomarkt: Was sind Stablecoins?

Nicht alle Kryptowährungen gleichen einer Achterbahnfahrt. Einige sind bewusst auf Stabilität ausgelegt. Genau hier kommen Stablecoins ins Spiel.


Stablecoins sind digitale Währungen, deren Wert – wie der Name bereits suggeriert – möglichst stabil bleibt. In der Regel sind sie an reale oder stabilere Vermögenswerte wie den US-Dollar gekoppelt. Im Gegensatz zu Bitcoin oder Ethereum, deren Kurse teils stark schwanken, bieten Stablecoins eine vergleichsweise konstante Preisbasis. Genau das macht sie zu einem wichtigen Instrument für Krypto-Trader, DeFi-Nutzer und risikoaverse Anleger.


Doch was sind Stablecoins eigentlich genau? Wie funktionieren sie und warum gewinnen sie gerade jetzt immer mehr an Bedeutung?


In diesem Ratgeber erklären wir, was Stablecoins sind, welche Arten es gibt, wie sie besichert werden und welche Rolle sie im heutigen Finanzökosystem spielen. Dabei werfen wir auch einen Blick auf indirekte Investmentmöglichkeiten über Handels- und Investmentplattformen.

 

Stablecoins – Das Wichtigste in Kürze:

💡 Kryptowährungen mit Wertbindung: Stablecoins sind digitale Vermögenswerte, deren Preis an reale oder stabilere Werte gekoppelt ist – meist an Fiatwährungen wie den US-Dollar. Ziel ist es, Stabilität in einem sonst stark volatilen Markt zu schaffen.

💡 Zentraler Baustein der Krypto-Ökonomie: Stablecoins ermöglichen den Handel zwischen Kryptowährungen, erleichtern internationale Zahlungen und sind ein fundamentales Element vieler DeFi-Protokolle.

💡 Unterschiedliche Arten von Stablecoins: Man unterscheidet u.a. zwischen fiat-besicherten, krypto-besicherten und algorithmischen Stablecoins.

💡 Absicherung und Liquidität: Durch ihre geringe Volatilität werden Stablecoins häufig zum Werterhalt, für schnelle Transfers, als Absicherung gegen Marktschwankungen oder zur Portfolio-Diversifikation genutzt.

💡 Risiken durch Intransparenz und “Depegs”: Nicht alle Stablecoins sind gleich sicher. Fehlende Transparenz, unzureichende Besicherung oder der Verlust der Wertbindung („Depeg“) können erhebliche Risiken darstellen. 

Nicht alle Kryptowährungen gleichen einer Achterbahnfahrt. Einige sind bewusst auf Stabilität ausgelegt. Genau hier kommen Stablecoins ins Spiel.


Stablecoins sind digitale Währungen, deren Wert – wie der Name bereits suggeriert – möglichst stabil bleibt. In der Regel sind sie an reale oder stabilere Vermögenswerte wie den US-Dollar gekoppelt. Im Gegensatz zu Bitcoin oder Ethereum, deren Kurse teils stark schwanken, bieten Stablecoins eine vergleichsweise konstante Preisbasis. Genau das macht sie zu einem wichtigen Instrument für Krypto-Trader, DeFi-Nutzer und risikoaverse Anleger.


Doch was sind Stablecoins eigentlich genau? Wie funktionieren sie und warum gewinnen sie gerade jetzt immer mehr an Bedeutung?


In diesem Ratgeber erklären wir, was Stablecoins sind, welche Arten es gibt, wie sie besichert werden und welche Rolle sie im heutigen Finanzökosystem spielen. Dabei werfen wir auch einen Blick auf indirekte Investmentmöglichkeiten über Handels- und Investmentplattformen.

 

Stablecoins – Das Wichtigste in Kürze:

💡 Kryptowährungen mit Wertbindung: Stablecoins sind digitale Vermögenswerte, deren Preis an reale oder stabilere Werte gekoppelt ist – meist an Fiatwährungen wie den US-Dollar. Ziel ist es, Stabilität in einem sonst stark volatilen Markt zu schaffen.

💡 Zentraler Baustein der Krypto-Ökonomie: Stablecoins ermöglichen den Handel zwischen Kryptowährungen, erleichtern internationale Zahlungen und sind ein fundamentales Element vieler DeFi-Protokolle.

💡 Unterschiedliche Arten von Stablecoins: Man unterscheidet u.a. zwischen fiat-besicherten, krypto-besicherten und algorithmischen Stablecoins.

💡 Absicherung und Liquidität: Durch ihre geringe Volatilität werden Stablecoins häufig zum Werterhalt, für schnelle Transfers, als Absicherung gegen Marktschwankungen oder zur Portfolio-Diversifikation genutzt.

💡 Risiken durch Intransparenz und “Depegs”: Nicht alle Stablecoins sind gleich sicher. Fehlende Transparenz, unzureichende Besicherung oder der Verlust der Wertbindung („Depeg“) können erhebliche Risiken darstellen. 

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Was sind Stablecoins? Einfach erklärt

Stablecoins sind eine spezielle Art von Kryptowährungen, die darauf ausgelegt sind, einen möglichst stabilen Wert zu halten. In der Regel sind sie an reale Vermögenswerte wie den US-Dollar, den Euro oder andere Fiatwährungen gekoppelt.

Im Gegensatz zu Bitcoin oder Ethereum, deren Preise stark durch Angebot und Nachfrage schwanken, zielen Stablecoins auf Preisstabilität ab. Dadurch eignen sie sich besonders für Anleger und Trader, die von der Geschwindigkeit und Flexibilität von Kryptowährungen profitieren möchten, ohne die teils erheblichen Kursschwankungen in Kauf zu nehmen.

Vereinfacht gesagt lassen sich Stablecoins als das „digitale Bargeld“ der Krypto-Welt verstehen. Sie werden genutzt, um Gelder schnell zu transferieren, Gewinne zwischenzuparken oder Transaktionen durchzuführen, ohne sich Sorgen über plötzliche Preisbewegungen machen zu müssen.

Stablecoins in der Praxis

Stablecoins spielen eine zentrale Rolle im realen Krypto-Ökosystem und werden für unterschiedliche Anwendungsfälle genutzt:

  • Handel und Absicherung: Trader nutzen Stablecoins, um Gewinne zu sichern oder Volatilität zu vermeiden, ohne den Kryptomarkt komplett zu verlassen.
  • Internationale Zahlungen: Sie ermöglichen schnelle, kostengünstige Transfers über Ländergrenzen hinweg – besonders relevant in Schwellenländern.
  • Grundlage für DeFi: Viele DeFi-Anwendungen wie Lending- und Borrowing-Plattformen basieren auf Stablecoins als Liquiditäts- und Recheneinheit.
  • Inflationsschutz in instabilen Volkswirtschaften: In Ländern mit hoher Inflation ermöglichen Stablecoins den Zugang zu einem dollarähnlichen Wert – oft ohne klassisches Bankkonto.

Warum Stablecoins eine zentrale Rolle im Kryptomarkt spielen

Stablecoins sind weit mehr als nur ein technisches Hilfsmittel. Sie bilden die Brücke zwischen der traditionellen Finanzwelt und dem Kryptomarkt. Durch ihre stabile Wertbindung ermöglichen sie es, Kapital effizient zwischen Fiat- und Krypto-Systemen zu bewegen, ohne ständig Wechselkursrisiken einzugehen.

Für viele Marktteilnehmer sind Stablecoins der bevorzugte Einstiegspunkt ins Krypto Trading. Sie dienen als Recheneinheit, Liquiditätsreserve und Transaktionsmedium – Funktionen, die klassische Währungen im dezentralen Umfeld nur eingeschränkt erfüllen können.

Gerade in Zeiten erhöhter Marktunsicherheit gewinnen Stablecoins zusätzlich an Bedeutung. Sie erlauben es Investoren, im Ökosystem zu bleiben, ohne sich der vollen Volatilität von Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum auszusetzen. Damit tragen Stablecoins maßgeblich zur Stabilität, Liquidität und Funktionsfähigkeit des gesamten Kryptomarktes bei.


Wie funktionieren Stablecoins?

Damit Stablecoins ihren stabilen Wert halten können, kommen unterschiedliche Mechanismen zur Absicherung und Steuerung des Preises zum Einsatz. Je nach Ausgestaltung unterscheidet man mehrere Arten von Stablecoins.

Fiat-besicherte Stablecoins (am weitesten verbreitet)

Fiat-besicherte Stablecoins sind im Verhältnis 1:1 durch reale Währungen gedeckt, die als Reserve gehalten werden – etwa US-Dollar auf Bankkonten.

Beispiele: USDC, USDT, BUSD

Für jeden ausgegebenen Stablecoin wird ein entsprechender Gegenwert in Fiatgeld hinterlegt. Die Emittenten geben an, diese Reserven regelmäßig prüfen oder auditieren zu lassen, auch wenn Umfang und Häufigkeit dieser Prüfungen nicht immer einheitlich oder vollständig sind. 

Aufgrund ihrer klaren Struktur und hohen Marktakzeptanz gelten fiat-besicherte Stablecoins als vergleichsweise einfach verständlich und weit verbreitet. Sie werden daher häufig als die zugänglichste Form von Stablecoins betrachtet.

Krypto-besicherte Stablecoins

Diese Stablecoins sind nicht durch Fiatgeld, sondern durch andere Kryptowährungen wie Ethereum abgesichert. Um Kursschwankungen auszugleichen, sind sie meist überbesichert. Als Beispiel kann DAI genannt werden, der auf der Ethereum-Blockchain basiert.

Die Verwaltung und Absicherung erfolgt über Smart Contracts sowie dezentrale Governance-Strukturen. Dadurch entsteht eine geringere Abhängigkeit von zentralen Emittenten. Gleichzeitig ist das Risiko höher, da die hinterlegten Sicherheiten selbst starken Kursschwankungen unterliegen. 

Krypto-besicherte Stablecoins sind besonders im DeFi-Bereich verbreitet und sprechen Nutzer an, die Wert auf Dezentralisierung legen, erfordern jedoch ein höheres technisches Verständnis.

Algorithmische Stablecoins

Algorithmische Stablecoins sind nicht durch reale Vermögenswerte gedeckt. Stattdessen versuchen sie, ihren Wert über automatische Angebotsanpassungen und ökonomische Anreizsysteme stabil zu halten. Token werden je nach Marktlage erzeugt oder verbrannt, um den Preis nahe an der Zielmarke (meist ein US-Dollar) zu halten.

Ein bekanntes Beispiel ist der ehemalige Stablecoin UST (Terra) von Terraform Labs. Während einer Marktpanik im Jahr 2022 brach das System zusammen, da der zugrunde liegende Mechanismus den Wert nicht mehr stabilisieren konnte. 

Viele algorithmische Stablecoins haben sich in Stressphasen als nicht tragfähig erwiesen und gelten daher als hochriskant und experimentell. Obwohl der Ansatz innovativ ist, hat er sich in der Praxis bislang nur eingeschränkt bewährt.


Wie kann man in Stablecoins investieren?

Zunächst eine wichtige Klarstellung: Der Kauf von Stablecoins ist kein Investment im klassischen Sinne – zumindest nicht vergleichbar mit Aktien, Bitcoin oder Ethereum. Stablecoins sind darauf ausgelegt, ihren Wert stabil zu halten. Entsprechend sind keine nennenswerten Kursgewinne zu erwarten.

Dennoch können Stablecoins ein sinnvolles Finanzinstrument sein. Sie fungieren als digitales Bargeld im Kryptomarkt: leicht übertragbar, einfach zu verwahren und besonders nützlich, wenn Anleger liquide bleiben möchten, ohne den Kryptomarkt vollständig zu verlassen.

Im Folgenden zeigen wir, wie Stablecoins in der Praxis genutzt werden können – sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Anleger.

Schritt 1: Den passenden Stablecoin auswählen

Nicht alle Stablecoins sind gleich aufgebaut, und diese Unterschiede sind entscheidend. Grundsätzlich lassen sich drei Hauptkategorien unterscheiden: Fiat-besicherte Stablecoins, Krypto-besicherte Stablecoins und algorithmische Stablecoins.

Bei der Auswahl kommt es weniger auf die technische Konstruktion im Detail an, sondern darauf, wie zuverlässig, liquide und transparent ein Stablecoin im Alltag ist.

Für viele Nutzer stehen dabei drei Fragen im Vordergrund:

  • Wie stabil ist die Wertbindung in der Praxis?
  • Wie hoch ist die Liquidität am Markt?
  • Wie transparent ist der Emittent im Umgang mit Reserven und Risiken?

In der Praxis greifen die meisten Anleger zunächst zu fiat-besicherten Stablecoins wie USDC, USDT oder EURC, da diese breit akzeptiert sind und eine hohe Marktliquidität aufweisen. Sie werden häufig als Standard im Handel und in DeFi-Anwendungen genutzt.

Krypto-besicherte Stablecoins wie DAI spielen vor allem im dezentralen Finanzbereich eine Rolle und sprechen Nutzer an, die Wert auf On-Chain-Transparenz und geringere Abhängigkeit von zentralen Emittenten legen.

Algorithmische Stablecoins erfordern besondere Vorsicht. Auch wenn sie konzeptionell interessant sind, haben vergangene Marktverwerfungen gezeigt, dass diese Modelle in Stressphasen anfällig sein können und daher nicht für jede Anlagestrategie geeignet sind.

Entscheidend ist letztlich nicht der Name des Stablecoins, sondern ob er zum eigenen Ziel, Risikoprofil und Einsatzzweck passt.

Schritt 2: Ziel definieren: Warum Stablecoins nutzen?

Stablecoins werden meist aus einem der folgenden Gründe gehalten:

  • Wertaufbewahrung in USD oder EUR
    In Ländern mit instabilen Währungen können Stablecoins als digitaler Zugang zu einer wertstabileren Referenzwährung dienen – allerdings mit den typischen Krypto-Risiken.
  • Liquidität „parken“
    Viele Trader nutzen Stablecoins, um nach Verkäufen liquide zu bleiben und auf neue Marktchancen zu warten, ohne das Ökosystem zu verlassen.
  • Erträge erzielen
    Hier beginnen Stablecoins, investmentähnliche Eigenschaften anzunehmen. Wichtig ist jedoch: Rendite ist immer mit Risiko verbunden – auch bei Stablecoins.

Schritt 3: Wie lassen sich Erträge mit Stablecoins erzielen?

Es gibt mehrere Wege, mit Stablecoins laufende Erträge zu generieren:

Zentrale Plattformen (CEX-„Earn“-Produkte)

Einige Krypto-Börsen bieten Zinsprodukte für Stablecoins an.

Vorteile:

  • einfache Bedienung
  • niedrige Einstiegshürden

Nachteile:

  • Plattformrisiko
  • Zinssätze können sich kurzfristig ändern

Einlagensicherung oder Garantien bestehen hier in der Regel nicht.

DeFi-Lending-Protokolle (z. B. Aave, Compound, Morpho)

Stablecoins werden dezentral verliehen, um Zinsen von Kreditnehmern zu erhalten.

Vorteile:

  • hohe Transparenz
  • On-Chain-Abwicklung
  • oft attraktivere Renditen

Nachteile:

  • Smart-Contract-Risiken
  • Liquiditätsrisiken
  • Risiko eines Stablecoin-Depegs

DeFi-Renditen sind kein „risikofreier Zins“, sondern erfordern ein gutes Verständnis der Protokolle.

Fortgeschrittene Strategien

Erfahrene Nutzer setzen teils auf komplexe Strategien wie:

  • Funding-Rate-Arbitrage
  • Delta-neutrale Strategien
  • abgesicherte Liquiditätsbereitstellung

Diese Ansätze sind nicht für Einsteiger geeignet und erfordern aktives Risikomanagement.

Indirekt in Stablecoins investieren

Ein direktes Investment in Stablecoins bietet kaum Wachstumspotenzial, da ihr Wert bewusst stabil gehalten wird. Wer dennoch von der zunehmenden Bedeutung von Stablecoins profitieren möchte, kann dies indirekt über börsennotierte Unternehmen tun, die im Stablecoin-Ökosystem eine zentrale Rolle spielen.

Ein besonders relevantes Beispiel ist Circle, der Herausgeber des Stablecoins USDC. Circle gilt als einer der wenigen sogenannten Pure Plays im Stablecoin-Bereich. Das Unternehmen ging im Juni 2025 an die Börse in den USA und verschaffte Investoren damit erstmals direkten Zugang zu einem regulierten Unternehmen im Zentrum der globalen Stablecoin-Infrastruktur.

Ein Investment in Aktien von Circle (CRCL.US) beispielsweise ermöglicht es Anlegern, an der Entwicklung des Stablecoin-Marktes zu partizipieren, ohne selbst Kryptowährungen halten zu müssen. 

Dieser Ansatz kann vor allem für Investoren attraktiv sein, die sich im klassischen Aktienmarkt wohler fühlen, aber dennoch vom strukturellen Wachstum digitaler Zahlungssysteme profitieren möchten.

Während Stablecoins selbst primär der Wertstabilität dienen, kann ein Engagement in der dahinterstehenden Infrastruktur langfristig stärker auf Wachstum ausgerichtet sein – allerdings ebenfalls mit unternehmens- und marktspezifischen Risiken.

Übrigens: Über die XTB App haben Anleger die Möglichkeit, in die Circle Aktie zu investieren und so indirekt vom Stablecoin-Trend zu profitieren. Der Handel mit Aktien und ETFs ist bei XTB bis zu einem monatlichen Volumen von 100.000 Euro kommissionsfrei (danach entstehen Kosten, Details: xtb.com/de/aktien), was insbesondere für langfristig orientierte Anleger attraktiv sein kann.


Chancen und Risiken von Stablecoins

Stablecoins sind darauf ausgelegt, Stabilität in den Kryptomarkt zu bringen. Dennoch sind sie keineswegs risikofrei. Wer Stablecoins nutzt oder in das Ökosystem investiert, sollte sowohl die Chancen als auch die potenziellen Risiken kennen.

Welche Risiken und Fallstricke bestehen bei Stablecoins?

  • Zentralisierungsrisiken
    Fiat-besicherte Stablecoins wie USDT oder USDC werden von privaten Unternehmen herausgegeben. Das Vertrauen in den Stablecoin hängt maßgeblich davon ab, wie diese Emittenten ihre Reserven verwalten. 
  • Mangelnde Transparenz
    Nicht alle Stablecoins werden regelmäßig oder vollständig geprüft. In der Vergangenheit gab es Vorwürfe, dass einzelne Emittenten mehr Token ausgegeben haben, als tatsächlich gedeckt waren.
  • Smart-Contract-Risiken
    Krypto-besicherte und DeFi-basierte Stablecoins basieren auf Smart Contracts. Programmierfehler, Sicherheitslücken oder Hackerangriffe können zu unmittelbaren Verlusten führen.
  • Regulatorische Unsicherheit
    Stablecoins rücken zunehmend in den Fokus von Regulierungsbehörden, insbesondere in den USA und der EU. Neue Vorschriften oder Einschränkungen können einzelne Stablecoins oder Geschäftsmodelle erheblich beeinflussen.
  • Zusammenbruch algorithmischer Modelle
    Der Kollaps von TerraUSD (UST) im Jahr 2022 – einst mit einem Marktwert von rund 18 Milliarden US-Dollar – hat gezeigt, dass nicht alle Stabilitätsmechanismen auch unter Stress funktionieren.

Praxis-Tipp: Gerade für Einsteiger empfiehlt es sich, auf regulierte, vollständig besicherte und transparente Stablecoins zu setzen.

Chancen: Wann machen Stablecoins besonders Sinn?

Stablecoins entfalten ihren Nutzen vor allem in bestimmten Marktsituationen:

  • Bei hoher Volatilität: Viele Anleger nutzen Stablecoins, um Kapital aus schwankungsanfälligen Kryptowährungen zwischenzuparken und sich vor kurzfristigen Kurseinbrüchen zu schützen.
  • Bei Gewinnmitnahmen: Statt Bitcoin oder Ethereum direkt wieder in Fiatwährungen zu tauschen, können Gewinne zunächst in Stablecoins gesichert werden, um flexibel im Kryptomarkt investierbar zu bleiben.
  • Für internationale Zahlungen: Übertragungen lassen sich innerhalb weniger Minuten weltweit abwickeln – oft schneller und günstiger als über klassische Bankensysteme.
  • Im DeFi-Bereich: Viele Anwendungen für Lending, Borrowing oder Liquiditätsbereitstellung basieren auf Stablecoins, da sie als stabile Recheneinheit dienen und Preisschwankungen reduzieren.

Für wen eignen sich Stablecoins?

Stablecoins sind nicht nur für erfahrene Krypto-Nutzer relevant. Sie können sinnvoll sein für:

  • Trader, die Kapital zwischen Trades parken möchten
  • Anleger in Schwellenländern, die Zugang zu USD- oder EUR-gebundenem Wert suchen
  • Nutzer, die über DeFi-Plattformen Zinsen erzielen möchten
  • Aktieninvestoren, die über Unternehmensbeteiligungen indirekt am Stablecoin-Markt partizipieren wollen (z. B. Circle)

Ein indirektes Engagement ist auch über weitere Unternehmen möglich, die Stablecoin-Infrastruktur entwickeln oder integrieren, etwa PayPal oder Fiserv (FIUSD).

Weniger geeignet sind sie für:

  • Anleger mit Fokus auf starkes Kurswachstum
  • Investoren, die zentralisierten Strukturen oder Fiat-Systemen grundsätzlich misstrauen
  • Nutzer ohne Grundverständnis für Wallets, DeFi oder Krypto-Risiken

Fazit: Stablecoins sind ein Werkzeug, kein Spekulationsobjekt. Ihr Mehrwert liegt in Stabilität, Liquidität und Zugänglichkeit. Am sinnvollsten werden sie als stabile Komponente innerhalb einer breiteren Anlagestrategie eingesetzt – nicht als alleinige Investition.

 

 

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FAQ

Stablecoins sind Kryptowährungen, deren Wert an stabile Vermögenswerte wie den US-Dollar oder den Euro gekoppelt ist. Ziel ist es, Preisschwankungen zu reduzieren und eine konstante Wertbasis im Kryptomarkt zu schaffen.

Zu den bekanntesten Stablecoins zählen USDC, USDT, EURC, DAI und früher auch BUSD. Sie unterscheiden sich vor allem durch ihre Besicherung, Transparenz und den jeweiligen Emittenten.

Stablecoins halten ihren stabilen Wert entweder durch reale Reserven (z. B. US-Dollar), durch Krypto-Sicherheiten oder durch algorithmische Mechanismen. Welche Methode genutzt wird, hängt vom jeweiligen Stablecoin ab.

Stablecoins können auf den meisten Krypto-Börsen und Trading-Plattformen gekauft werden. In der Regel erfolgt der Kauf gegen Fiatwährungen wie Euro oder US-Dollar oder durch den Tausch anderer Kryptowährungen.

Stablecoins gelten als weniger volatil als andere Kryptowährungen, sind jedoch nicht risikofrei. Risiken bestehen unter anderem durch Emittenten, Regulierung, technische Schwachstellen oder den Verlust der Wertbindung.

Ja, Stablecoins können Erträge generieren, etwa durch Lending, DeFi-Protokolle oder Zinsprodukte auf Plattformen. Allerdings ist jede Rendite mit Risiken verbunden – ein risikofreier Ertrag existiert nicht.

Ein algorithmischer Stablecoin ist nicht durch reale Vermögenswerte gedeckt, sondern versucht seinen Wert über Angebots- und Nachfrage-Mechanismen zu stabilisieren. Diese Modelle gelten als besonders risikoreich.

Verliert ein Stablecoin seine Bindung an den Zielwert, kann der Preis deutlich fallen. In extremen Fällen kann dies zu erheblichen Verlusten führen, wie beim Zusammenbruch von TerraUSD (UST) im Jahr 2022.

Ja, Anleger können indirekt vom Stablecoin-Markt profitieren, etwa über Aktien von Unternehmen wie Circle, dem Herausgeber von USDC, oder anderen Firmen, die Stablecoin-Infrastruktur entwickeln oder nutzen.

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