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CRV im Trading einfach erklärt: Wie du das Chance-Risiko-Verhältnis richtig nutzt

Das Chance-Risiko-Verhältnis, kurz CRV, ist eines der wichtigsten Werkzeuge für erfolgreiches Trading. Es zeigt dir vor jedem Trade, wie viel Gewinn du im Vergleich zum möglichen Verlust erwarten kannst. 


Ohne ein solides Verständnis des CRV handelst du im Blindflug und riskierst, selbst bei vielen erfolgreichen Trades unter dem Strich Verluste zu machen. Egal ob du gerade erst mit dem Trading beginnst oder bereits Erfahrung hast: Das CRV hilft dir, emotionale Entscheidungen zu vermeiden und stattdessen systematisch profitable Gelegenheiten zu identifizieren. 


In diesem Artikel erfährst du, was das CRV genau bedeutet, wie du es berechnest und in deiner Trading-Praxis richtig anwendest.

 

 

CRV im Trading – Das Wichtigste in Kürze:

💡 Definition: Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) vergleicht den potenziellen Gewinn eines Trades mit dem möglichen Verlust. Es wird als Verhältnis, etwa als 2:1 angegeben, was für doppelt so hohe Chancen im Vergleich zum Risiko steht.


💡 Grundformel: CRV = Chance / Risiko. Beispiel: Beträgt das Gewinnziel (Chance) 100€ und die gewählte Verlustgrenze (Risiko) 50€, ergibt das ein CRV von 2:1.


💡 Bedeutung: Das CRV ist ein zentrales Werkzeug im Risikomanagement. Es hilft dir, Trades so zu planen, dass Gewinnpotenzial und Verlustbegrenzung in der Balance sind, was unerlässlich für den langfristigen Erfolg ist.


💡 Typische Werte: Viele Trader streben ein CRV von mindestens 2:1 an. Höhere CRVs wie 3:1 oder sogar mehr bedeuten theoretisch „mehr Gewinn pro Risiko“, sind aber schwerer zu erreichen. Ein CRV von 1:1 gilt als Mindestmaß, dann entspricht der Gewinn dem Risiko.


💡 Vorteil guter CRV-Strategien: Ein durchdachtes CRV verbessert die Handelsdisziplin. Es zwingt dich, Stop Loss und Kursziel im Voraus festzulegen, und verhindert, dass du unverhältnismäßig viel riskierst. 

Das Chance-Risiko-Verhältnis, kurz CRV, ist eines der wichtigsten Werkzeuge für erfolgreiches Trading. Es zeigt dir vor jedem Trade, wie viel Gewinn du im Vergleich zum möglichen Verlust erwarten kannst. 


Ohne ein solides Verständnis des CRV handelst du im Blindflug und riskierst, selbst bei vielen erfolgreichen Trades unter dem Strich Verluste zu machen. Egal ob du gerade erst mit dem Trading beginnst oder bereits Erfahrung hast: Das CRV hilft dir, emotionale Entscheidungen zu vermeiden und stattdessen systematisch profitable Gelegenheiten zu identifizieren. 


In diesem Artikel erfährst du, was das CRV genau bedeutet, wie du es berechnest und in deiner Trading-Praxis richtig anwendest.

 

 

CRV im Trading – Das Wichtigste in Kürze:

💡 Definition: Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) vergleicht den potenziellen Gewinn eines Trades mit dem möglichen Verlust. Es wird als Verhältnis, etwa als 2:1 angegeben, was für doppelt so hohe Chancen im Vergleich zum Risiko steht.


💡 Grundformel: CRV = Chance / Risiko. Beispiel: Beträgt das Gewinnziel (Chance) 100€ und die gewählte Verlustgrenze (Risiko) 50€, ergibt das ein CRV von 2:1.


💡 Bedeutung: Das CRV ist ein zentrales Werkzeug im Risikomanagement. Es hilft dir, Trades so zu planen, dass Gewinnpotenzial und Verlustbegrenzung in der Balance sind, was unerlässlich für den langfristigen Erfolg ist.


💡 Typische Werte: Viele Trader streben ein CRV von mindestens 2:1 an. Höhere CRVs wie 3:1 oder sogar mehr bedeuten theoretisch „mehr Gewinn pro Risiko“, sind aber schwerer zu erreichen. Ein CRV von 1:1 gilt als Mindestmaß, dann entspricht der Gewinn dem Risiko.


💡 Vorteil guter CRV-Strategien: Ein durchdachtes CRV verbessert die Handelsdisziplin. Es zwingt dich, Stop Loss und Kursziel im Voraus festzulegen, und verhindert, dass du unverhältnismäßig viel riskierst. 

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Was bedeutet CRV im Trading?

Das CRV ist mehr als eine weitere Kennzahl. Es bildet das Fundament jeder durchdachten Trading Strategie und hilft dir, diszipliniert und rational zu handeln. Bevor du am Markt agierst, solltest du immer wissen, welchen Verlust du dir maximal erlauben könntest und welchen Gewinn du realistisch erwarten darfst. Genau diese Relation bildet das Chance-Risiko-Verhältnis ab.

Was ist das CRV (Chance-Risiko-Verhältnis)?

Das Chance-Risiko-Verhältnis beschreibt als grundlegendes Trading-Konzept das Verhältnis zwischen dem potenziellen Gewinn (Chance) und dem potenziellen Verlust (Risiko). Es hilft dir, die Attraktivität einer Handelsidee zu bewerten, bevor du eine Position eröffnest.

Dieses Verhältnis ist wie ein Kompass für deinen Trade: Es zeigt dir auf einen Blick, ob die Chance groß genug ist, um das eingegangene Risiko zu rechtfertigen. Je höher das CRV, desto attraktiver erscheint ein einzelner Trade. Allerdings nur potenziell, weil ein hohes Chance-Risiko-Verhältnis allein natürlich noch keinen Gewinn garantiert. 

Welche Rolle spielt das CRV im Risiko- und Money-Management?

Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) spielt eine zentrale Rolle, da es den erwarteten Ertrag eines Trades im Verhältnis zum eingegangenen Risiko misst. Ein gutes CRV sichert langfristige Profitabilität, auch wenn die Trefferquote nicht sehr hoch ist.

Das CRV bestimmt die Profitabilität, also wie viel Gewinn ein Trader im Verhältnis zu seinem Risiko bei Verlusten erzielt. Die erwartete Rendite eines Handelssystems ergibt sich aus der Kombination von CRV und Trefferquote. Dabei zeigt sich: Selbst bei einer Trefferrate unter 50% kann ein gutes CRV (etwa 2:1 oder höher) die Profitabilität sichern, weil die Gewinne die Verluste übersteigen.

Das CRV ist also wichtiger als die Trefferquote allein, weil:

  • Eine hohe Trefferquote ohne angemessenes CRV kann trotzdem zu Verlusten führen, wenn Verluste größer sind als Gewinne.
  • Ein gutes CRV sorgt dafür, dass einzelne Gewinne ausreichend groß sind, um mehrere Verluste auszugleichen.
  • Das Money-Management achtet darauf, dass Risiko pro Trade kontrolliert und mit dem CRV in Einklang gebracht wird, um das Gesamtrisiko zu minimieren und die Rendite zu maximieren.

Im Risikomanagement gehört das CRV zu den Grundlagen. Das CRV hilft, Stop-Loss- und Take-Profit-Punkte (SL/TP) strategisch zu setzen, die ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Risiko und potenziellem Gewinn garantieren. Zusammen mit Positionsgrößenregelungen bestimmt es das Risiko pro Trade und schützt so das Gesamtkapital.

Natürlich ist das CRV isoliert betrachtet kein Garant für Gewinne. Marktbedingungen und Wahrscheinlichkeiten spielen ebenfalls eine Rolle. Aber als Bestandteil des Money-Managements, also der Steuerung des eingesetzten Kapitals und der Positionsgrößen, ist ein durchdachtes CRV unverzichtbar. 

Welche CRV Arten gibt es?

Um das CRV optimal zu nutzen, solltest du die verschiedenen Anwendungsarten kennen:

Absolutes vs. relatives CRV

Das absolute CRV bezieht sich auf konkrete Geldbeträge. Wenn du beispielsweise 100 Euro riskierst, um einen potenziellen Gewinn von 200 Euro zu erzielen, spricht man von einem absoluten CRV. Diese Betrachtungsweise ist oft intuitiv, da sie direkt mit deinem Kapital in Verbindung steht. 

Das relative CRV hingegen drückt das Chancen-Risiko-Verhältnis numerisch aus. Ein CRV von beispielsweise 2:1 bedeutet dann eben, dass der mögliche Gewinn doppelt so hoch ist wie der mögliche Verlust, unabhängig vom genauen Euro-Betrag. 

Die relative Darstellung ist die gängigere und flexiblere Methode, da sie universeller anwendbar ist und sich leicht auf unterschiedliche Positionsgrößen übertragen lässt.

CRV pro Trade vs. CRV einer Strategie

Eine weitere Unterscheidung liegt darin, ob du das CRV für einen einzelnen Trade oder für deine gesamte Handelsstrategie betrachtest. 

Das CRV pro Trade legst du fest, bevor du eine Position eröffnest. Du definierst hierbei genau, wo dein Stop Loss liegt und wo du deinen Gewinn mit einem Take Profit realisieren möchtest. Aus diesen Werten ergibt sich das konkrete Chance-Risiko-Verhältnis für diese spezifische Transaktion. 

Das CRV pro Strategie hingegen blickt auf die Gesamtperformance deiner Handelsmethode über einen längeren Zeitraum und viele Trades hinweg. Es ist ein Durchschnittswert, der dir zeigt, welches CRV deine Strategie im Allgemeinen erzielt, auch wenn einzelne Trades davon abweichen können. 

Beide Perspektiven sind wichtig: Das CRV pro Trade hilft dir bei der disziplinierten Umsetzung deines Handelsplans, während das CRV pro Strategie dir die Effektivität deines Ansatzes insgesamt aufzeigt.


Wie berechnet man das Chance-Risiko-Verhältnis?

Die Berechnung des CRV ist mathematisch simpel, seine korrekte Anwendung erfordert jedoch Verständnis und Disziplin. Die Kunst liegt darin, realistische Werte für Chance und Risiko zu bestimmen.

Wie lautet die CRV-Formel?

Die Grundformel lautet:

CRV=Chance / Risiko

Dabei stehen Chance und Risiko für die potenziellen Werte deines Trades. Konkret ist die Chance die Differenz zwischen deinem Einstiegskurs (Entry) und dem Kursziel (Take Profit). Das Risiko ist die Differenz zwischen Einstiegskurs und dem Stop Loss. 

Das folgende Schaubild stellt das Prinzip exemplarisch für einen CRV von 2:1 dar:

CRV Trading: Schaubild

Diese Definition gilt bei Long-Trades (Kaufpositionen); bei Short-Trades (Verkaufspositionen) kehrt sich das Prinzip um. Dann liegt der Stop Loss oberhalb des Einstiegs und das Kursziel darunter. Aber das Verhältnis berechnet sich analog.

Wie berechnet man das CRV in der Praxis?

In der Praxis bestimmst du das CRV eines Trades in ein paar einfachen Schritten. Und zwar unabhängig davon, ob es sich um einen Aktienkauf, einen ETF-Investment oder einen CFD-Trade handelt:

  1. Einstiegspreis festlegen: Du planst etwa, Aktie XY zu 100€ zu kaufen oder einen DAX-CFD bei 15.000 Punkten zu verkaufen.
  2. Stop Loss setzen: Definiere ein konkretes Niveau, bei dem du aussteigst, falls der Trade gegen dich läuft, um die Verluste zu begrenzen. Im Beispiel: Stop Loss bei 98€, also 2€ unter dem Einstieg von 100€.
  3. Take Profit bestimmen: Lege fest, bei welchem Kurs du den Gewinn mitnehmen würdest, wenn der Trade in deine Richtung läuft. Im Beispiel: Kursziel bei 104€.
  4. Chance und Risiko berechnen: Ermittele nun die Differenzen zwischen Einstiegskurs und dem Stop Loss bzw. dem Zielkurs. In unserem Beispiel: 
    • Chance = 104 - 100 = +4€; 
    • Risiko = 100 - 98 = -2€. 
  5. CRV ausrechnen: Teile die Chance durch das Risiko: 4€ / 2€ = 2. Das CRV dieses Trades beträgt also 2:1. 

Wie du siehst, ist die Berechnung nicht kompliziert. Entscheidend ist, realistische Werte zu wählen. Als Trader solltest du deinen Stop Loss dort setzen, wo das deine Annahmen ungültig werden würden, etwa unter einer wichtige Unterstützung im Chart. Das Kursziel sollte dort liegen, wo du einen signifikanten Gewinn erzielen kannst, bevor der Trend dreht, etwa an einem nächsten Widerstand. 

Anhand dieser sinnvollen Marken ergibt sich dann das CRV. Nicht jeder Trade wird ein perfektes Ergebnis gemäß dem Chancen-Risiko-Verhältnis liefern. Aber du kannst vorab entscheiden, ob sich der Trade lohnt. Wenn das CRV unter deiner Mindestschwelle liegt, lässt du ihn lieber aus.

Moderne Trading Plattformen bieten dir bei der Berechnung Unterstützung. Mit dem in der XTB App integrierten Rechner kannst du das CRV ermitteln, indem du Risiko (Stop-Loss-Distanz) und Chance (Take-Profit-Distanz) eingibst.


So setzt du das CRV in der Trading-Praxis richtig ein 

Die theoretische Kenntnis des CRV ist eine Sache, die praktische Umsetzung eine andere. Hier erfährst du, wie du das CRV systematisch in deine Trading-Routine integrierst und welche Märkte sich dafür besonders eignen.

Wie lege ich Chance und Risiko im Chart fest?

In der Praxis bestimmst du Stop Loss (Risiko) und Take Profit (Chance) über zentrale Charakteristika des Marktes. Unterstützungen und Widerstände (auch als Support und Resistance bekannt) sind die wichtigsten Ankerpunkte. 

Ein Stop Loss gehört knapp unter eine signifikante Unterstützung, weil erst dort die Unterbrechung eines Trends zu erwarten ist. Das Kursziel, wo der Take Profit gesetzt wird, liegt idealerweise knapp unter dem nächsten Widerstand, da dort häufig Gewinnmitnahmen einsetzen. So entsteht ein nachvollziehbares CRV, das auf möglichst realistischen Marken basiert.

Auch die Volatilität spielt eine zentrale Rolle. In Märkten mit hohen Schwankungen, etwa Krypto oder Nebenwerten, müssen Stops weiter entfernt liegen. Das erhöht zwar nominelle das Risiko, verhindert aber, dass „normale“ Schwankungen dich ausstoppen, deine eigentlich intakte Position also automatisch geschlossen wird. 

Das Gewinnziel muss ebenfalls plausibel sein. Zu weit entfernte Ziele erzeugen ein attraktives CRV, sind aber oft statistisch unerreichbar. 

Wie wähle ich die passende Positionsgröße anhand des CRV?

Das CRV sagt dir zwar, wie das Verhältnis von Gewinnchance zu Verlustrisiko pro gehandelter Einheit ist, aber wie viele Einheiten eines Instruments solltest du überhaupt handeln? 

Hier kommt die Positionsgröße ins Spiel. Eine Grundregel der Geldanlage lautet, dass man nur das Kapital riskieren sollte, dessen Verlust man im Extremfall auch verschmerzen kann. In der Praxis setzen viele Privatanleger maximal 1–2 % ihres Trading-Kapitals als Risikobudget pro Trade aufs Spiel.

Um die passende Positionsgröße zu finden, gehst du dann so vor: 

Risikobudget dividiert durch den Stop-Abstand vom Einstiegskurs ergibt die Stückzahl. Beispiel: 100€ Risikobudget und 5€ Stop-Abstand entspricht 20 Einheiten des getradeten Finanzinstruments.

In diesem Zusammenhang ist noch eine Anmerkung wichtig: Gerade bei CFDs und Forex nutzt du oft Hebel (Leverage). Ein hoher Hebel erlaubt größere Positionen mit wenig Kapitaleinsatz, was die Chancen aber auch das Risiko entsprechend ansteigen lässt.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Trading mit Hebel nichts am CRV selbst ändert, da dieses nur vom Verhältnis von Chance und Risiko abhängt. Doch ein hoher Hebel kann dich verleiten, extrem große Positionen zu handeln, was das absolute Verlustpotenzial erhöht. 

Fazit: Ein gutes CRV nutzt dir nur, wenn du die Positionsgröße richtig wählst. Dadurch steuert Position-Sizing zusammen mit dem CRV, wie viel Kapital für jeden Trade riskiert wird, und bindet das individuelle Trade-Risiko in die übergeordnete Risikostrategie ein. 

 

Welche Märkte eignen sich für die Anwendung des CRV beim Trading? 

Grundsätzlich gilt: Das CRV-Konzept lässt sich in jedem Markt anwenden. Natürlich unterscheiden sich die Märkte in ihrer Volatilität und Dynamik:

  • Bei Blue-Chip-Aktien (großen Standardaktien) oder breiten ETF-Investments sind die Kursschwankungen oft moderater. Hier sind CRVs im Bereich um 1:1 bis 2:1 üblich, weil extreme Sprünge nach oben seltener sind. 
  • CFDs auf Indizes oder Forex ermöglichen es, kurzfristig auf kleine Kursbewegungen mit Hebel zu setzen. Die CRVs können unterschiedlich ausfallen: Manche Daytrader arbeiten mit knapp positiven CRVs wie 1,2:1 pro Trade bei hoher Frequenz. Andere streben Intraday (also für den gesamten Handelstag) 2:1 oder mehr an. 

Wichtig ist, die Transaktionskosten wie Spreads oder Kommissionen im Blick zu haben, da sonst gerade bei kleinen CRVs die Gebühren den Gewinn auffressen könnten.

  • Kryptowährungen und manche Rohstoffe wie Erdöl sind extrem volatil. Das bedeutet, hier sind hohe CRVs möglich, genauso wie größere Rückschläge. In solchen Märkten ist ein striktes Risikomanagement mit klarem CRV besonders wichtig.

Das CRV ist also grundsätzlich in allen Märkten anwendbar. Entscheidend ist, es an die jeweilige Marktcharakteristik anzupassen. 

Übrigens: Bei XTB profitierst du von einem breiten Handelsangebot, was die Umsetzung von CRV-Strategien erleichtert. Du kannst etwa Aktien, Forex-Paare, Indizes oder Rohstoffe an einem Ort handeln. Und zwar alle in der leistungsstarken XTB App.

Was ist ein „gutes“ CRV und woran kann man das erkennen?

Pauschal lässt sich die Frage nach einem guten CRV nicht beantworten, denn „gut“ hängt vom Kontext ab. 

Welche CRV-Werte gelten als sinnvoll?

Dennoch gibt es Richtwerte:

  • Ein CRV von 1:1 bedeutet, dass Chance und Risiko gleich groß sind. Damit ein solcher Trade profitabel wird, brauchst du eine Trefferquote von über 50 Prozent. Ein CRV unter 1 ist meist unattraktiv, weil du dann extrem häufig richtig liegen müsstest. Viele Trader arbeiten deshalb mit einem Mindestwert von 1:1 oder höher.
  • Ein CRV von 2:1 gilt als solide, weil du bereits mit rund 33 Prozent Trefferquote den Break-even erreichst. Es ist in vielen Märkten mit moderaten Stops und vernünftigen Kurszielen häufig umsetzbar. 
  • CRVs ab 3:1 wirken besonders attraktiv, weil wenige Gewinntrades mehrere Verluste ausgleichen können. Allerdings sind solche Setups seltener und schwerer umzusetzen, da hohe Gewinnziele oft eine größere Marktbewegung voraussetzen.

Zusammenhang von CRV und Trefferquote

Das Chance-Risiko-Verhältnis darf also niemals isoliert betrachtet werden. Es hängt eng mit der Trefferquote (Gewinnhäufigkeit) zusammen. 

Einfach gesagt: Eine Strategie ist profitabel, wenn die Gewinne die Verluste übersteigen. Ob das der Fall ist, bestimmt sich durch CRV und Trefferquote gemeinsam.

Eine nützliche Kennzahl ist die benötigte Trefferquote für Break-even. Sie lässt sich aus dem CRV berechnen. Die Break-Even Trefferquote errechnet man aus dem CRV mit folgender Formel:

Break-Even Trefferquote=11+CRV

Diese Quote gibt an, wie viel Prozent der Trades mindestens gewinnen müssen, um langfristig ohne Verlust zu bleiben. Ein paar Beispiele:

CRV

Break-Even Trefferquote

0,5:1 (Chance < Risiko)

≈ 67 %

1:1

50 %

2:1

33 %

3:1

25 %

Je größer das CRV, desto niedriger darf die Trefferquote sein, um zumindest kein Geld zu verlieren. Wichtig ist zu verstehen, dass CRV und Trefferquote sich gegenseitig beeinflussen. 

Wer mit geringem CRV tradet, muss sehr oft richtig liegen. Wer ein hohes CRV hat, darf sich öfter irren, muss aber unter Umständen geduldig auf Gewinne warten.

Wie definiere ich mein persönliches CRV je nach Strategie?

Jede Strategie hat ihren bevorzugten CRV-Bereich. Daytrader arbeiten oft mit kurzen Zeitfenstern und kleinen Kurszielen. Extrem hohe CRVs sind intraday selten erreichbar, weil starke Bewegungen im Minutenchart selten auftreten. Daher liegen typische CRVs im Daytrading zwischen 1:1 und 2:1, kombiniert mit hoher Trefferquote. 

Im Swing Trading handelt  man über mehrere Tage oder Wochen. Dabei nutzt man Zwischenbewegungen im Trend und kann deshalb größere Kursziele anpeilen. CRVs von 2:1 oder 3:1 sind hier keine Seltenheit. Swing Trader handeln weniger oft, daher muss jedes Setup ein attraktives Verhältnis liefern.

Positionstrader und klassische Investoren denken langfristig. CRVs können hier deutlich größer ausfallen, weil langfristige Kursziele viel mehr Spielraum bieten. 

Ein Beispiel wäre ein Risiko von 20 Prozent und eine Chance von 100 Prozent. „Langfristig“ verträgt gut diversifiziert niedrigere Trefferquoten, wenn die wenigen erfolgreichen Trades überproportional gewinnen.


Typische Fehler bei der Nutzung des CRV im Trading und wie man sie vermeidet

Obwohl das Chance-Risiko-Verhältnis ein vergleichsweise einfaches Konzept ist, tappen viele Trader in ähnliche Fallen. Zu deren Vermeidung abschließend die wichtigsten Hinweise.

Welche Fehlentscheidungen entstehen durch falsche CRV-Annahmen?

Typische CRV-Fehler entstehen, wenn Trader das Verhältnis künstlich verbessern wollen oder sich nicht an den eigenen Plan halten. Am kritischsten ist die Psychologie, wenn Trader aus Angst oder Gier ihre Taktik während des laufenden Trades ändern: Gewinne werden zu früh mitgenommen, Stops verschoben oder entfernt. 

Der häufigste Fehler ist ein zu enger Stop Loss. Viele versuchen, das CRV optisch aufzuwerten, indem sie den Stop sehr nah an den Einstieg legen. In der Praxis führt das fast immer zu unnötigen Ausstoppern, weil normale Marktschwankungen sofort die Positionsschließung auslösen. 

Achte deshalb darauf, deine Stops immer an markttechnischen Strukturen auszurichten und nicht am Zufall oder deinem Gefühl.

Der zweite Fehler ist ein unrealistisches Gewinnziel. Trader setzen (un-) bewusst extrem weit entfernte Kursziele, um ein attraktives CRV auf dem Papier zu erzeugen. Sinnvolle Ziele basieren auf Widerständen, Trendbewegungen oder typischen Schwankungsbreiten, nicht auf Wunschdenken.

Ein weiterer Fehler ist Overtrading durch CRV-Fixierung. Ein gutes Verhältnis allein macht noch keinen Trade. Wenn das Setup nicht zur Strategie passt oder Marktumfeld, Trend und Volumen nicht stimmen, ist das CRV wertlos. Ein Trade braucht immer ein valides Signal und eine Marktlogik.

Warum reicht das CRV alleine nicht aus?

Das Chance-Risiko-Verhältnis allein reicht im Trading nicht aus, weil es nur eine Kennzahl ist, die das Verhältnis von Gewinnmöglichkeit zu Verlustrisiko bewertet. Andere wichtige Markt- und Strategie-Faktoren werden nicht berücksichtigt.

Zu den grundlegenden Einschränkungen gehören: 

  • Trefferquote (Eintrittswahrscheinlichkeit): Das CRV sagt nichts über Wahrscheinlichkeiten. Ein scheinbar gutes CRV ist nutzlos, wenn die Strategie langfristig kaum Gewinner produziert.
  • Marktphase: In Seitwärts- oder Trendphasen funktionieren bestimmte Setups, andere nicht: das CRV wird in einem stabilen Trend erreicht, im volatilen Markt jedoch nicht.
  • Volumen: In bestimmten Marktkonstellationen besteht die Gefahr unerwarteter Kursbewegungen (Slippage). Ohne ausreichendes Volumen können Aufträge dann nicht zum geplanten Preis ausgeführt werden.
  • Liquidität: Bei niedriger Liquidität sind die Spreads breiter und Orders schlechter ausführbar. Das erhöht die tatsächlichen Kosten und verschlechtert das Risiko-Ertrags-Verhältnis.
  • Spread: Besonders relevant beim Handel in Märkten mit großen Geld-Brief-Spannen. Der Spread muss ins CRV mit eingerechnet werden, da er den effektiven Gewinn reduziert.
  • Volatilität: In Märkten mit hoher Volatilität können Stop Loss und Take Profit schnell ausgelöst werden, ohne dass Trends erkennbar sind, das macht das CRV weniger aussagekräftig.

Fazit: Das CRV ist wichtig, aber nur zusammen mit den genannten zusätzlichen Faktoren ergibt sich ein realistisches Bild für eine profitabel und nachhaltig funktionierende Trading Strategie.

Wie unterstützt eine gute Plattform dabei, CRV-Fehler zu vermeiden?

Eine gute Trading-Plattform hilft dir, CRV-Fehler zu vermeiden, weil sie Risiko und Chance transparent darstellt und deine Planung strukturiert unterstützt.

  • Visualisierung im Chart: Plattform-Tools zeigen Stop Loss und Take Profit grafisch an. Du erkennst sofort, ob Chance und Risiko sinnvoll verteilt sind und ob der Stop zu nah oder das Ziel zu weit gesetzt ist.
  • Limits setzen: Eine gute Plattform erlaubt bereits beim Platzieren einer Order Stop Loss und Take Profit anzugeben. 
  • Risikomanagement-Tools: Sehr hilfreich sind automatische Berechnungen in der Plattform, zum Beispiel von Auswirkungen von SL/TP-Sets auf Positionsgrößen und Budgets. Damit ist der CRV deutlich leichter zu kontrollieren.

In der XTB App erledigt das der integrierte Rechner. Damit wird für klare Struktur, weniger Fehler und konsequente CRV-Umsetzung gesorgt.

 

 

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FAQ

Das Chance-Risiko-Verhältnis beschreibt das Verhältnis zwischen dem potenziellen Gewinn eines Trades und dem möglichen Verlust.  

Bestimme den Abstand vom Einstiegskurs zum Take Profit (das ist deine Chance) und zum Stop Loss (Risiko). Teile nun die Chance durch das Risiko. Beispiel: Chance 10€, Risiko 5€; daraus ergibt sich ein CRV von 10/5 = 2, also 2:1. 

Was ein „gutes“ CRV ist, hängt letztlich von deiner Strategie ab. Als Richtwert gilt häufig ein CRV von mindestens 2:1. So kannst du auch mit wenigen Gewinn-Trades profitabel sein.  

Auch beim Aktien Trading planst du jeden Trade mit einem CRV so, dass das Gewinnpotenzial deutlich höher ist als das Verlustpotenzial. Du setzt einen sinnvollen Stop Loss und definierst ein Kursziel nach oben mit einem Take Profit.  

Ein CRV von 2:1 bedeutet, dass der erwartete Gewinn doppelt so hoch ist wie das eingegangene Risiko. Du riskierst also beispielsweise 100€, um 200€ Gewinn zu erzielen.  

Das CRV diszipliniert dich, immer einen Stop Loss festzulegen und nicht zu viel zu riskieren. Du weißt schon vor dem Trade, wie viel du im Worst Case verlieren würdest. Wenn du nur Trades mit einem stimmigen CRV eingehst, kannst du verhindern, dass kleine Gewinne durch große Verluste zunichte gemacht werden.  

Typische Fehler: Stops zu eng am Einstiegskurs setzen, um das CRV „aufzuhübschen“, Gewinnziele unrealistisch hoch stecken, oder das CRV isoliert betrachten und andere Faktoren ignorieren.  

Nicht wirklich. Das CRV ist zwar wichtig, aber für sich genommen kein vollständiger Handelsansatz. Eine erfolgreiche Strategie braucht auch klare Einstiegsregeln und Marktanalyse. Nutze das CRV also als einen Teil deiner Strategie, nicht als alleinigen Motor. 

In weniger volatilen Märkten wie Standardaktien oder Anleihen sind oft moderate CRVs üblich, da die Kurse nicht sprunghaft steigen. In volatileren Märkten wie Forex oder Kryptowährungen kannst du theoretisch höhere CRVs erzielen (3:1 oder mehr). Insgesamt sollte man das CRV stets an die Marktbedingungen anpassen.  

Sehr hilfreich sind Plattform-Tools, die bei der Berechnung von Chance und Risiko helfen und die wichtigsten Informationen im Kurschart visuell darstellen. Zudem solltest du ein Trading-Tagebuch führen. So kannst du nachträglich analysieren, ob du dein angepeiltes CRV eingehalten hast, und aus Fehlern lernen. 

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Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten investiert sein.

Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen an den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.
Wertentwicklungen von Handelswerten aus der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für Wertentwicklungen in der Zukunft!


Risikohinweis

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 75% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Anlageberatung dar. Die Mitteilungen sind als Werbemitteilung zu verstehen.

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