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Trendanalyse im Trading: Wie du Trends erkennst und erfolgreich nutzt

Wer sich länger mit den Finanzmärkten beschäftigt, merkt schnell, dass sich die Kurse zwar tagtäglich ändern, aber trotzdem kaum einem völlig chaotischen Verlauf zu folgen scheinen. 


Stattdessen entstehen über Wochen und Monate oft klar erkennbare Richtungen, sei es nach oben, nach unten oder seitwärts. Diese Bewegungen sind aber kein Zufall, sondern repräsentieren wirtschaftliche Entwicklungen sowie die Erwartungen und das Verhalten vorwiegend institutioneller Marktteilnehmer. 


Trotzdem handeln viele Trader gegen den Trend. Sie versuchen, Turnarounds exakt zu erwischen, kaufen nach starken Rückgängen in der Hoffnung einer schnellen Erholung oder verkaufen inmitten eines intakten Aufwärtstrends. Das kann funktionieren. Häufiger führt es allerdings dazu, dass sie sich erfolglos gegen die dominante Marktbewegung stellen.


Die Trendanalyse verfolgt einen nüchterneren Ansatz, indem sie zunächst fragt, ob überhaupt ein Trend vorliegt, wie stabil dieser ist und auf welcher Zeitebene er sich zeigt. Erst danach geht es um mögliche Einstiege. 


Dieses Vorgehen ist auf verschiedene Märkte wie Aktien, Indizes, Währungen oder Rohstoffe übertragbar, denn: Überall dort, wo sich Preise frei bilden, sind auch Trends beobachtbar. Mit ihrer systematischen Untersuchung lassen sich Entscheidungsgrundlagen treffen, ohne auf Prognosen angewiesen zu sein.

 

 

Trendanalyse – Das Wichtigste in Kürze:

💡 Die Trendanalyse untersucht die vorherrschende Kursrichtung eines Marktes auf Basis von Hoch- und Tiefstrukturen im Chart. Dabei soll die dominante Bewegungsrichtung systematisch identifiziert werden.


💡 Aufwärtstrends (steigende Hochs und Tiefs), Abwärtstrends (fallende Hochs und Tiefs) sowie Seitwärtsphasen ohne klare Richtung bilden die drei Grundformen.


💡 Zentrale Werkzeuge sind Trendlinien, gleitende Durchschnitte sowie Indikatoren wie MACD oder ADX zur Einschätzung von Momentum und Trendstärke.


💡 Jede Trendanalyse bleibt eine Wahrscheinlichkeitsaussage. Stop-Loss-Regeln und diszipliniertes Positionsmanagement sind unverzichtbar.

Wer sich länger mit den Finanzmärkten beschäftigt, merkt schnell, dass sich die Kurse zwar tagtäglich ändern, aber trotzdem kaum einem völlig chaotischen Verlauf zu folgen scheinen. 


Stattdessen entstehen über Wochen und Monate oft klar erkennbare Richtungen, sei es nach oben, nach unten oder seitwärts. Diese Bewegungen sind aber kein Zufall, sondern repräsentieren wirtschaftliche Entwicklungen sowie die Erwartungen und das Verhalten vorwiegend institutioneller Marktteilnehmer. 


Trotzdem handeln viele Trader gegen den Trend. Sie versuchen, Turnarounds exakt zu erwischen, kaufen nach starken Rückgängen in der Hoffnung einer schnellen Erholung oder verkaufen inmitten eines intakten Aufwärtstrends. Das kann funktionieren. Häufiger führt es allerdings dazu, dass sie sich erfolglos gegen die dominante Marktbewegung stellen.


Die Trendanalyse verfolgt einen nüchterneren Ansatz, indem sie zunächst fragt, ob überhaupt ein Trend vorliegt, wie stabil dieser ist und auf welcher Zeitebene er sich zeigt. Erst danach geht es um mögliche Einstiege. 


Dieses Vorgehen ist auf verschiedene Märkte wie Aktien, Indizes, Währungen oder Rohstoffe übertragbar, denn: Überall dort, wo sich Preise frei bilden, sind auch Trends beobachtbar. Mit ihrer systematischen Untersuchung lassen sich Entscheidungsgrundlagen treffen, ohne auf Prognosen angewiesen zu sein.

 

 

Trendanalyse – Das Wichtigste in Kürze:

💡 Die Trendanalyse untersucht die vorherrschende Kursrichtung eines Marktes auf Basis von Hoch- und Tiefstrukturen im Chart. Dabei soll die dominante Bewegungsrichtung systematisch identifiziert werden.


💡 Aufwärtstrends (steigende Hochs und Tiefs), Abwärtstrends (fallende Hochs und Tiefs) sowie Seitwärtsphasen ohne klare Richtung bilden die drei Grundformen.


💡 Zentrale Werkzeuge sind Trendlinien, gleitende Durchschnitte sowie Indikatoren wie MACD oder ADX zur Einschätzung von Momentum und Trendstärke.


💡 Jede Trendanalyse bleibt eine Wahrscheinlichkeitsaussage. Stop-Loss-Regeln und diszipliniertes Positionsmanagement sind unverzichtbar.

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Was ist eine Trendanalyse im Trading?

Bevor Methoden, Indikatoren oder Strategien ins Spiel kommen, steht eine einfache Frage im Raum: Bewegt sich der Markt aktuell in eine erkennbare Richtung? Die Trendanalyse liefert darauf eine strukturierte Antwort. Sie gehört unabhängig der Assetklasse zu den Grundlagen des Tradings.

Was bedeutet Trendanalyse konkret?

Trendanalyse bedeutet, die vorherrschende Bewegungsrichtung eines Marktes systematisch zu bestimmen. Im Kern geht es darum, Kursverläufe so zu untersuchen, dass klar ersichtlich wird, ob steigende Hochs und steigende Tiefs (Aufwärtstrend) oder fallende Hochs und fallende Tiefs (Abwärtstrend) dominieren oder ob sich der Markt ohne eine klare Richtung seitwärts bewegt.

Dabei stützt sich die Trendanalyse in erster Linie auf Preisbewegungen im Chart. Sie fragt nicht nach Unternehmensbewertungen oder volkswirtschaftlichen Kennzahlen, sondern betrachtet das sichtbare Ergebnis aller Marktinformationen, also den Kurs selbst. Ihr Ziel ist es, eine objektive Grundlage für Handelsentscheidungen zu schaffen, anstatt sich auf Vermutungen über mögliche Wendepunkte zu verlassen.

Welche Arten von Trends gibt es beim Trading?

Grundsätzlich lassen sich drei Trendarten unterscheiden. Das sind:

  1. Aufwärtstrend: Der Markt bildet sukzessive höhere Hochs und höhere Tiefs. Rücksetzer bleiben über dem vorherigen Tief, was auf anhaltende Nachfrage hinweist.
  2. Abwärtstrend: Es entstehen tiefere Hochs und tiefere Tiefs. Erholungen scheitern unterhalb des vorherigen Hochs – ein Zeichen für dominierenden Verkaufsdruck.
  3. Seitwärtstrend: Der Kurs pendelt in einer Spanne, ohne klare Reihenfolge von höheren oder tieferen Extrempunkten. Angebot und Nachfrage halten sich weitgehend die Waage.

Eine solche Einteilung ist wichtig, weil viele Handelsansätze, so auch die Trendfolgestrategien, darauf aufbauen, die jeweils dominierende Richtung zu identifizieren. 

Trendanalyse vs. technische Analyse – was ist der Unterschied?

Zwar ist die Trendanalyse ein Bestandteil der technischen Analyse. Dennoch sollten sie nicht miteinander gleichgesetzt werden. So umfasst die technische Analyse sämtliche Methoden, die Kursdaten und Handelsvolumen auswerten, darunter etwa Chartformationen, Indikatoren oder Oszillatoren.

Dagegen konzentriert sich die Trendanalyse gezielt auf die Frage nach der Richtung und Struktur einer Bewegung. Sie bildet damit häufig den ersten Schritt innerhalb einer umfassenderen technischen Betrachtung.
 


Wie erkennt man einen Trend im Chart?

Eine Trenddefinition allein nützt nicht viel, wenn sie im Chart nicht nachvollziehbar ist. Deshalb beginnt jetzt die praktische Arbeit, an deren Ende die Struktur einer Kursbewegung sichtbar sein sollte. Dafür gibt es klare, überprüfbare Methoden.

Trendlinien richtig einzeichnen

Der einfachste Ansatz besteht darin, Hoch- und Tiefpunkte systematisch zu verknüpfen. In einem Aufwärtstrend lassen sich mindestens zwei aufeinanderfolgende höhere Tiefs durch eine Linie verbinden. Diese Linie fungiert als visuelle Orientierung für die vorherrschende Richtung. Im Abwärtstrend werden entsprechend fallende Hochpunkte verbunden.

Wichtig ist dabei die Logik. Eine Trendlinie sollte immer auf klar erkennbaren Extrempunkten basieren. Je häufiger der Kurs eine solche Linie respektiert, ohne sie signifikant zu durchbrechen, desto relevanter wird sie. Allerdings besteht ein häufiger Fehler darin, Linien „passend“ zu verschieben, nur damit sie zur eigenen Erwartung passen. 

Übrigens gilt: Ein einzelner Kontaktpunkt reicht nicht aus. Erst mehrere Berührungspunkte geben einer Trendlinie Aussagekraft.

Indikatoren, die sich für die Trendanalyse eignen

Indikatoren können helfen, eine im Chart erkennbare Tendenz zu objektivieren, da sie zusätzliche Hinweise darauf liefern, ob eine Bewegung Substanz hat oder an Dynamik verliert.

Häufig genutzt wird beispielsweise der MACD (Moving Average Convergence Divergence). Er basiert auf dem Abstand zweier gleitender Durchschnitte und macht sichtbar, ob Momentum in Trendrichtung vorhanden ist. Schneidet die MACD-Linie die Signallinie von unten nach oben, kann das auf eine zunehmende Aufwärtsdynamik hindeuten – umgekehrt entsprechend auf nachlassende Stärke.

Einen anderen Ansatz verfolgt der ADX (Average Directional Index). Er misst die Stärke eines Trends. Steigt der ADX über gängige Orientierungswerte – oft wird die Marke von 20 oder 25 herangezogen – deutet das auf eine zunehmende Trendintensität hin. Niedrige Werte sprechen eher für einen richtungslosen Markt.

Zwar wird der RSI (Relative Strength Index) primär als Überkauft-/Überverkauft-Indikator eingesetzt. In Trendphasen kann er jedoch zeigen, ob Rücksetzer im Rahmen normaler Schwankungen verlaufen oder ob eine Bewegung überdehnt wirkt. In starken Aufwärtstrends verharrt der RSI häufig länger im oberen Bereich, ohne dass dies unmittelbar eine Trendumkehr signalisiert.

Sei dir aber bewusst, dass Indikatoren mathematische Ableitungen aus dem Kursverlauf sind. Sie reagieren auf bereits entstandene Bewegungen und liefern dir lediglich Wahrscheinlichkeiten. Ihre Stärke liegt somit vorrangig in der Bestätigung.

Wie entstehen Trend Trading Signale?

Typischerweise entstehen Trend Trading Signale, wenn Struktur und Bestätigung zusammenfallen. Das kann ein Rücksetzer an eine etablierte Trendlinie sein, der durch steigendes Momentum gestützt wird. Ebenso zählen Ausbrüche aus Konsolidierungsphasen in Richtung des übergeordneten Trends dazu.

Moderne Trading-Plattformen stellen für diese Analyse integrierte Zeichenwerkzeuge und Indikatoren bereit, sodass Trendlinien, gleitende Durchschnitte oder Momentum-Indikatoren direkt im Chart angewendet werden können. Entscheidend bleibt aber trotzdem zuallererst die saubere Anwendung der Methode.


Wie führt man eine Trendanalyse Schritt für Schritt durch?

Jede saubere Trendanalyse folgt einem klaren Ablauf. Mit einer systematischen Vorgehensweise reduzierst du den Interpretationsspielraum und erhöhst die Nachvollziehbarkeit deiner Entscheidungen. Die folgenden Schritte haben sich in der Praxis bewährt:

Schritt 1: Markt und Zeiteinheit wählen

Zunächst legst du fest, welcher Markt analysiert werden soll. Das kann etwa eine einzelne Aktie, ein Index, ein Währungspaar oder ein Rohstoff sein. Grundsätzlich eignen sich alle liquiden Märkte mit ausreichendem Handelsvolumen für die Trendanalyse, da dort Preisbewegungen weniger durch einzelne Transaktionen verzerrt werden.

Genauso wichtig ist die Wahl der Zeiteinheit. Ein Tageschart zeigt eine andere Struktur als ein Stunden- oder Wochenchart. Kurzfristig orientierte Trader arbeiten häufig mit kleineren Zeitebenen, während längerfristige Marktteilnehmer übergeordnete Trends betrachten. Wer Zugriff auf ein breites Produktangebot hat, kann Trends in unterschiedlichen Märkten vergleichen und gezielter selektieren.

Schritt 2: Trendrichtung bestimmen

Im zweiten Schritt analysierst du die Marktstruktur. Hier kommt es auf die Abfolge von Hoch- und Tiefpunkten an. Bildet der Markt höhere Hochs und höhere Tiefs, liegt definitionsgemäß ein Aufwärtstrend vor. Entstehen tiefere Hochs und tiefere Tiefs, handelt es sich um einen Abwärtstrend.

Zur Visualisierung kannst du eine Trendlinie einzeichnen, die zentrale Extrempunkte miteinander verbindet. Diese Linie dient dir dann als Orientierung. Solange die Struktur intakt bleibt, gilt der Trend als gültig. Ein klarer Bruch kann dagegen auf eine Abschwächung oder einen Richtungswechsel hinweisen.

Schritt 3: Indikatoren zur Bestätigung nutzen

Erst im dritten Schritt kommen die Indikatoren ins Spiel. Sie sollen die beobachtete Struktur bestätigen. Dieses Zusammenspiel wird häufig als Konfluenz-Prinzip bezeichnet: Mehrere unabhängige Hinweise stützen dieselbe Einschätzung.

Beispielsweise kann ein steigender ADX eine zunehmende Trendstärke anzeigen, während der MACD positives Momentum signalisiert. Achte dennoch darauf, die Anzahl der Indikatoren zu begrenzen. Zu viele Signale führen andernfalls oft zu widersprüchlichen Interpretationen und erschweren dir klare Entscheidungen.

Schritt 4: Einstiegssignal definieren

Auch wenn du einen Trend aufgespürt hast, reicht das allein noch nicht für ein Handelssignal. Der Einstieg erfolgt typischerweise erst bei Rücksetzern in Richtung der Trendlinie oder bei Ausbrüchen aus Konsolidierungen innerhalb des bestehenden Trends. Solche Trend Trading Signale entstehen, wenn Struktur und Momentum zusammenpassen. Ganz wichtig – definiere immer im Voraus, wann genau du einsteigen möchtest. 

Schritt 5: Stop Loss und Risiko planen

Kein Trend hält ewig. Deshalb gehört ein klar definierter Stop Loss zwingend zu jeder Analyse. Er sollte dort platziert werden, wo die Trendstruktur objektiv verletzt wäre. Zusätzlich ist die Positionsgröße so zu wählen, dass ein möglicher Verlust dein Gesamtkapital nicht übermäßig stark belastet.

Falls du die vorgenannten Schritte zur Trendanalyse zunächst in einer sicheren Umgebung testen möchtest, bietet sich hierfür ein Trading Demokonto an. Du kannst dort die Prozesse nach und nach verinnerlichen, ohne dabei echtes Geld riskieren zu müssen. 


Anwendung der Trendanalyse: So funktioniert die Trendfolgestrategie

Während dir die Trendanalyse zeigt, in welche Richtung der Markt sich bewegt, übersetzt dir die Trendfolgestrategie diese Erkenntnis in eine konkrete Vorgehensweise. Im Kern ist sie simpel: Du versuchst nicht, eine mögliche Trendwende vorherzusagen, sondern handelst in die Richtung, die der Markt bereits eingeschlagen hat.

Was ist die Trendfolgestrategie und wie funktioniert sie?

Wenn du eine Trendfolgestrategie anwendest, gehst du davon aus, dass ein bestehender Trend mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit weiterläuft – zumindest so lange seine Struktur noch intakt ist. In einem Aufwärtstrend erkennst du diese Struktur an höheren Hochs und höheren Tiefs. In einem Abwärtstrend bilden sich entsprechend tiefere Hochs und tiefere Tiefs.

Statt auf den perfekten Tiefpunkt zu warten, suchst du innerhalb dieses Trends nach einer geeigneten Einstiegssituation. Das kann ein Rücksetzer an eine Unterstützung im Aufwärtstrend sein oder ein Ausbruch aus einer kurzfristigen Seitwärtsphase in Trendrichtung. In jedem Fall sollte dein Einstieg zur bestehenden Marktstruktur passen.

Genauso wichtig ist deine Ausstiegsregel. Sobald die Abfolge von Hochs und Tiefs sichtbar gebrochen wird, ist die Grundlage deiner ursprünglichen Annahme nicht mehr gegeben. Eine Trendfolgestrategie funktioniert nur, wenn du akzeptierst, dass Trends enden können und du dein Risiko begrenzt.

Welche Indikatoren werden häufig genutzt?

Zur Unterstützung kannst du typische Trendfolgestrategie-Indikatoren einsetzen. 

Gleitende Durchschnitte gehören zu den bekanntesten dieser Werkzeuge. Sie zeigen dir, ob sich der Durchschnittskurs über einen bestimmten Zeitraum aufwärts oder abwärts bewegt. Wenn ein kurzfristiger Durchschnitt einen längerfristigen von unten nach oben schneidet, werten manche Trader das als Hinweis auf eine zunehmende Aufwärtsdynamik. 

Dabei solltest du aber im Hinterkopf behalten, dass solche Signale immer auf vergangenen Kursen basieren und deshalb zeitverzögert auftreten.

Derweil hilft dir der ADX, die Stärke eines Trends einzuschätzen. Steigt sein Wert, deutet das auf eine ausgeprägtere Bewegung hin. Auch der MACD wird häufig genutzt, um Momentum in Trendrichtung sichtbar zu machen. Trotzdem: Keiner dieser Indikatoren ersetzt deine eigene Analyse. Sie liefern nur Hinweise. 


Chancen und Risiken der Trendanalyse

Im Trading gilt die Trendanalyse als eine etablierte Methode. Sie erfordert in der Umsetzung aber Disziplin und ein realistisches Erwartungsmanagement. Damit du sie sinnvoll einsetzen kannst, ist es wichtig, über ihre Stärken und Schwächen Bescheid zu wissen. 

Vorteile der Trendanalyse

Wenn du mit Trends arbeitest, stellst du dich nicht gegen die dominante Marktbewegung. Das klingt selbstverständlich, ist aber in der Praxis dennoch ein wichtiger Aspekt. Statt permanent nach dem exakten Wendepunkt zu suchen, orientierst du dich an einer bestehenden Struktur. 

Höhere Hochs und höhere Tiefs liefern dir im Aufwärtstrend ein klares Bild, tiefere Hochs und tiefere Tiefs im Abwärtstrend ebenso.

Durch eine solche Logik sorgst du für Ordnung in deinem Entscheidungsprozess. Du weißt, wann deine Annahmen noch gültig sind und wann nicht mehr. Das schafft Disziplin. Zudem ist die Methode universell einsetzbar. Überall dort, wo sich Kurse frei bilden und ausreichend Liquidität vorhanden ist, lassen sich Trends nachvollziehen.

Typische Fehler beim Trend Trading

Probleme entstehen häufig durch Ungeduld. Nicht jede erste Bewegung ist auch bereits ein tragfähiger Trend. Wer zu früh einsteigt, interpretiert oft kurzfristige Schwankungen als strukturelle Veränderung.

Ebenso verbreitet ist der Versuch, sich gegen einen intakten Trend zu positionieren, weil eine Gegenbewegung „überfällig“ erscheint. Märkte können jedoch länger in eine Richtung laufen, als man erwartet. Auch das Überladen der Analyse mit Indikatoren führt selten zu besseren Ergebnissen. Wenn jedes Signal erst durch drei weitere bestätigt werden soll, wird die Entscheidung eher verzögert als verbessert.

Wann funktioniert Trendanalyse nicht?

Während Seitwärtsphasen liefert dir die Trendanalyse nur wenig Mehrwert. Bewegt sich der Kurs in einer engen Spanne und wechseln Hochs und Tiefs andauernd, fehlt die für die Trendanalyse notwendige Richtung. 

Hinzu kommen Ereignisse, die abrupt neue Informationen in den Markt bringen wie etwa unerwartete wirtschaftliche oder politische Entwicklungen. Solche Impulse können bestehende Trends kurzfristig aufbrechen und das Chartbild deutlich verändern.


Trendanalyse Beispiel mit XTB: So könnte ein Trade aussehen

Schauen wir uns zum Abschluss an, wie du eine Trendanalyse konkret auf der XTB Plattform umsetzen kannst – Schritt für Schritt anhand eines einfachen Beispiels.

Beispiel einer Trendanalyse bei einer Aktie

Angenommen, du öffnest in der XTB Plattform eine große Index Aktie im Tageschart. Direkt fällt dir eine Serie steigender Zwischenhochs und Zwischentiefs auf – ein klassischer Aufwärtstrend.

Mithilfe der integrierten Zeichenwerkzeuge kannst du nun:

  • eine Trendlinie entlang der Tiefpunkte einzeichnen 
  • sowie einen gleitenden Durchschnitt (z. B. 50 oder 100 Tage) hinzufügen 

Du erkennst, dass größere Rücksetzer immer wieder im Bereich dieses gleitenden Durchschnitts enden. Das spricht für eine stabile Nachfrage und bestätigt die Trendstruktur.

Nach einer stärkeren Aufwärtsbewegung geht der Kurs in eine enge Seitwärtsphase über. In der Plattform kannst du diese Konsolidierung klar eingrenzen, indem du:

  • Unterstützung und Widerstand als horizontale Linien markierst 
  • das Volumen-Tool nutzt, um die nachlassende Aktivität während der Konsolidierung zu beobachten 

Möglicher Einstieg mit XTB

Jetzt wird es spannend: Du beobachtest den Ausbruch aus dieser Range. Kommt es zu einem dynamischen Ausbruch nach oben, kannst du deinen Trade direkt über die Plattform umsetzen. Dabei unterstützt dich XTB mit:

  • einer schnellen Orderausführung direkt aus dem Chart 
  • der Möglichkeit, Stop Loss und Take Profit direkt im Orderfenster festzulegen 
  • klaren Positionsdaten, sodass du dein Risiko jederzeit im Blick behältst 

Bleibt die übergeordnete Struktur intakt, spricht vieles für eine Fortsetzung des Trends.

Was hätte schiefgehen können?

Auch in der Handelsplattform von XTB zeigt sich: Kein Setup ist garantiert.

Ein möglicher Fehlausbruch würde sich zum Beispiel dadurch bemerkbar machen, dass der Kurs schnell wieder in die zuvor eingezeichnete Range zurückfällt. In diesem Fall hilft dir dein zuvor gesetzter Stop Loss, das Risiko zu begrenzen.

Zusätzlich solltest du bedenken, dass auch externe Faktoren – etwa Unternehmensnachrichten – das Chartbild jederzeit verändern können. Gerade deshalb ist es sinnvoll, jede Analyse direkt mit einem konkreten Risikomanagement auf der Plattform zu verknüpfen.


 

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FAQ

Mit einer Trendanalyse untersuchst du, ob sich ein Markt über einen bestimmten Zeitraum überwiegend aufwärts, abwärts oder seitwärts bewegt. Grundlage ist die Struktur aus Hoch- und Tiefpunkten im Chart. Ziel ist es, die dominierende Richtung zu erkennen und Entscheidungen daran auszurichten.

Ein Aufwärtstrend zeigt sich durch steigende Hochs und steigende Tiefs, ein Abwärtstrend durch fallende Hochs und fallende Tiefs. Bleiben klare Strukturen aus und pendelt der Kurs zwischen festen Marken, liegt eher eine Seitwärtsphase vor. Trendlinien können helfen, diese Bewegungen visuell sauber einzuordnen.

Bei der Trendfolgestrategie steigst du nicht am vermeintlichen Wendepunkt ein, sondern innerhalb eines bestehenden Trends. Du nutzt Rücksetzer oder Ausbrüche in Trendrichtung und bleibst investiert, solange die Marktstruktur intakt ist.

Häufig eingesetzt werden gleitende Durchschnitte, der MACD zur Einschätzung des Momentums sowie der ADX zur Messung der Trendstärke. Sie dienen als Bestätigung der Chartstruktur, sollten aber nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage herangezogen werden.

Ja. Gerade bei liquiden Aktien lassen sich Trends gut nachvollziehen, da institutionelle Investoren häufig über längere Zeiträume Positionen auf- oder abbauen. Das führt oft zu gut erkennbaren Bewegungen im Chart.

Du wählst zunächst den Markt und die Zeiteinheit, analysierst die Hoch- und Tiefstruktur, ergänzt bei Bedarf Indikatoren zur Bestätigung und definierst erst danach einen möglichen Einstieg samt Risikobegrenzung. Die Reihenfolge ist entscheidend.

Klassische Signale sind Rücksetzer an eine etablierte Trendlinie oder Ausbrüche aus Konsolidierungen in Richtung des übergeordneten Trends. Achte darauf, dass Struktur und Momentum zusammenpassen.

Das hängt ganz von deinem Handelsstil ab. Kurzfristig orientierte Trader nutzen beispielsweise oft Stunden- oder nur Minutencharts, längerfristige Anleger eher Tages- oder Wochencharts. Wichtig ist, die gewählte Zeitebene konsequent beizubehalten.

Trend Trading zielt auf die Fortsetzung einer übergeordneten Bewegung ab. Swing Trading hingegen konzentriert sich stärker auf einzelne Schwankungen innerhalb eines Trends oder einer Handelsspanne.

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