Momentum Trading gehört zu den bekanntesten Handelsansätzen an den Finanzmärkten. Das Grundprinzip klingt einfach: Geh mit dem Trend und kaufe, was steigt, und verkaufe, was fällt. Doch in der Praxis steckt mehr dahinter als dieser simple Satz vermuten lässt.
Viele Anleger hören von Momentum Aktien und Momentum Strategien, verstehen aber nicht genau, wie sie diese Konzepte konkret anwenden können. Oft bleibt die Erklärung entweder zu technisch oder zu oberflächlich.
Dieser Ratgeber ändert das und schafft Klarheit. Du erfährst, was Momentum Trading bedeutet, wie eine Momentum Strategie in der Praxis funktioniert und welche Indikatoren dir dabei helfen, starke Aktien zu identifizieren.
Dabei geht es nicht um Renditeversprechen, sondern um ein realistisches Verständnis der Chancen und Risiken dieses Handelsansatzes.
Momentum Trading – Das Wichtigste in Kürze:
💡 Momentum Trading ist eine Strategie, bei der Anleger auf die Fortsetzung bestehender Kurstrends setzen. Starke Aktien werden gekauft, schwache gemieden oder leerverkauft („geshorted“).
💡 Das Grundprinzip basiert auf der Beobachtung, dass Kursbewegungen oft eine gewisse Trägheit aufweisen. Was steigt, steigt häufig weiter, zumindest für eine gewisse Zeit.
💡 Momentum Strategien lassen sich auf verschiedene Anlageinstrumente anwenden: Aktien, ETFs, Indizes oder CFDs.
💡 Wichtige Momentum Indikatoren sind der RSI (Relative Strength Index), der MACD und gleitende Durchschnitte.
💡 Die Strategie bietet Chancen auf überdurchschnittliche Renditen, birgt aber auch Risiken, insbesondere bei plötzlichen Trendwenden.
Momentum Trading gehört zu den bekanntesten Handelsansätzen an den Finanzmärkten. Das Grundprinzip klingt einfach: Geh mit dem Trend und kaufe, was steigt, und verkaufe, was fällt. Doch in der Praxis steckt mehr dahinter als dieser simple Satz vermuten lässt.
Viele Anleger hören von Momentum Aktien und Momentum Strategien, verstehen aber nicht genau, wie sie diese Konzepte konkret anwenden können. Oft bleibt die Erklärung entweder zu technisch oder zu oberflächlich.
Dieser Ratgeber ändert das und schafft Klarheit. Du erfährst, was Momentum Trading bedeutet, wie eine Momentum Strategie in der Praxis funktioniert und welche Indikatoren dir dabei helfen, starke Aktien zu identifizieren.
Dabei geht es nicht um Renditeversprechen, sondern um ein realistisches Verständnis der Chancen und Risiken dieses Handelsansatzes.
Momentum Trading – Das Wichtigste in Kürze:
💡 Momentum Trading ist eine Strategie, bei der Anleger auf die Fortsetzung bestehender Kurstrends setzen. Starke Aktien werden gekauft, schwache gemieden oder leerverkauft („geshorted“).
💡 Das Grundprinzip basiert auf der Beobachtung, dass Kursbewegungen oft eine gewisse Trägheit aufweisen. Was steigt, steigt häufig weiter, zumindest für eine gewisse Zeit.
💡 Momentum Strategien lassen sich auf verschiedene Anlageinstrumente anwenden: Aktien, ETFs, Indizes oder CFDs.
💡 Wichtige Momentum Indikatoren sind der RSI (Relative Strength Index), der MACD und gleitende Durchschnitte.
💡 Die Strategie bietet Chancen auf überdurchschnittliche Renditen, birgt aber auch Risiken, insbesondere bei plötzlichen Trendwenden.
Was ist Momentum Trading und wie funktioniert das Prinzip?
Momentum Trading ist eine Handelsstrategie, bei der Anleger gezielt in Wertpapiere investieren, die sich bereits in einem Aufwärts- oder Abwärtstrend befinden.
Die Idee dahinter: Was sich in eine Richtung bewegt, bewegt sich oft weiter in dieselbe Richtung. Momentum Trader versuchen, von dieser Fortsetzung zu profitieren, anstatt gegen den Trend zu handeln.
Was bedeutet „Momentum“ im Trading-Kontext?
Der Begriff Momentum stammt aus der Physik und beschreibt dort die Bewegungsenergie, sozusagen den Schwung oder Impuls eines Körpers. Das Ziel eines Momentum Traders ist, diesen Schwung „mitzunehmen“.
Übertragen auf die Finanzmärkte bezeichnet der Begriff Momentum die Stärke und Geschwindigkeit einer Kursbewegung. Ein Wertpapier mit starkem positivem Momentum steigt nicht nur mit gleichbleibender, sondern mit zunehmender Dynamik.
Dieses Momentum entsteht durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Wenn viele Marktteilnehmer eine Aktie kaufen wollen, steigt der Preis. Steigende Preise ziehen weitere Käufer an, die den Trend nicht verpassen wollen, was den Preis weiter nach oben treibt. Dieser selbstverstärkende Mechanismus ist die Grundlage des Momentum Tradings.
Warum steigen starke Aktien häufig weiter – und warum fallen schwache immer tiefer?
Die Fortsetzung von Trends lässt sich durch mehrere Faktoren erklären. Marktpsychologie spielt eine zentrale Rolle: Anleger neigen dazu, Gewinner zu kaufen und Verlierer zu meiden. Dieses Verhalten verstärkt bestehende Trends.
Hinzu kommt der Einfluss institutioneller Anleger. Große Fonds und Vermögensverwalter kaufen oft über längere Zeiträume hinweg in eine Position hinein, was den Kurs kontinuierlich stützt.
Auch wie sich verfügbare Informationen auswirken, kann zum Momentum beitragen. Neue Informationen, etwa positive Quartalszahlen, werden vom Markt nicht immer sofort vollständig eingepreist. Der Kurs steigt zunächst, und erst nach und nach realisieren weitere Anleger das Potenzial, was zu weiteren Käufen führt.
Bei negativen Nachrichten funktioniert der Mechanismus umgekehrt: Schlechte Neuigkeiten führen zu Verkäufen, die weitere Verkäufe nach sich ziehen.
Momentum Trading vs. Trendfolge – wo liegt der Unterschied?
Momentum Trading und Trendfolge sind verwandte Konzepte, aber nicht identisch. Trendfolgestrategien konzentrieren sich darauf, einen übergeordneten Trend zu identifizieren und diesem zu folgen, oft über längere Zeiträume.
Momentum Trading dagegen fokussiert sich stärker auf die kurzfristige Dynamik und Stärke einer Bewegung. Ein Momentum Trader achtet nicht nur darauf, ob ein Trend existiert, sondern auch darauf, wie stark und wie schnell sich der Kurs bewegt.
Der Unterschied in einem Satz zusammengefasst: Momentum fokussiert auf kurzfristige Beschleunigung, während Trendfolge langfristige Richtungen priorisiert. In der Praxis überschneiden sich diese Ansätze häufig, und viele Trader kombinieren Elemente aus beiden Strategien.
Wie funktioniert eine Momentum Trading Strategie in der Praxis?
Zwar ist der Grundgedanke hinter Momentum Trading leicht verständlich, die praktische Umsetzung erfordert jedoch einen strukturierten Ansatz mit klaren Regeln.
Welche Grundregeln hat eine Momentum Strategie?
Die wichtigste Regel im Momentum Trading lautet: Kaufe Stärke, nicht Schwäche. Abhängig davon, ob Anleger auf steigende Kurse (Long-Position) oder auf fallende Kurse (Short-Position) setzen, kann ein signifikanter Trend nach oben oder unten entstehen. Zur Verdeutlichung des Konzepts wird im Folgenden der Fokus auf Long-Strategien gelegt.
Anders als beim Value Investing, bei dem Anleger nach unterbewerteten Aktien suchen, konzentrieren sich Momentum Trader auf Wertpapiere, die bereits gut laufen.
Das Ziel ist beispielsweise nicht, den Tiefpunkt nach einem Kurssturz zu erwischen und dann zuzugreifen (sogenanntes bottom-fishing), sondern vielmehr auf einen schon fahrenden Zug aufzuspringen.
Der Ausstieg erfolgt, wenn das Momentum nachlässt. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Kurs fallen muss. Auch eine Verlangsamung des Aufwärtstrends kann ein Signal sein, Gewinne mitzunehmen.
Eine weitere Grundregel ist die konsequente Verlustbegrenzung. Da nicht jeder Trade erfolgreich ist, müssen Verluste durch Stop-Loss-Orders begrenzt werden, bevor sie zu groß werden.
Welche Anlageinstrumente kannst du für Momentum Trading nutzen?
Momentum Trading ist nicht auf Aktien beschränkt. Das Prinzip lässt sich auf verschiedene Anlageklassen anwenden. Einzelaktien sind der Klassiker, insbesondere in liquiden Märkten wie dem US amerikanischen oder europäischen Aktienmarkt.
ETFs (Exchange Traded Funds) ermöglichen es, Momentum auf Sektor- oder Länderebene zu handeln, etwa indem du in einen Technologie ETF investierst, wenn der Sektor starkes Momentum zeigt.
CFDs (Contracts for Difference) bieten zusätzliche Flexibilität. Mit ihnen kannst du sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen und einen Hebel nutzen, um mit weniger Kapital größere Positionen zu bewegen. Allerdings erhöht die Hebelwirkung auch das Risiko.
Für Momentum Trader, die verschiedene Instrumente handeln möchten, bieten sich Broker wie XTB mit einem breiten Angebot an. Hier ist der Handel mit echten Aktien, ETFs und CFDs über eine einzige Plattform möglich.
Wie sieht eine einfache Momentum Trading Strategie Schritt für Schritt aus?
Eine einfache Momentum Strategie lässt sich in fünf Schritte unterteilen.
- Zunächst wählst du den Markt oder den Bereich aus, in dem du handeln möchtest, etwa die Aktien eines bestimmten Index oder eines Sektors.
- Im zweiten Schritt identifizierst du die stärksten Wertpapiere innerhalb dieses Bereichs, beispielsweise die Aktien mit der besten Performance der letzten drei oder sechs Monate.
- Der dritte Schritt ist der Einstieg. Viele Momentum Trader warten auf einen kleinen Rücksetzer innerhalb des Aufwärtstrends, um einen günstigeren Einstiegspunkt zu finden.
- Im vierten Schritt sicherst du deine Position ab, indem du einen Stop Loss setzt. Dieser sollte so platziert sein, dass „normale“, im Handelsverlauf erwartbare Schwankungen ihn nicht auslösen, aber größere Verluste begrenzt werden.
- Der fünfte Schritt ist der Ausstieg. Dieser erfolgt entweder bei Erreichen eines Kursziels, bei nachlassendem Momentum oder wenn der Stop Loss ausgelöst wird.
Welche Zeiträume eignen sich für Momentum Trading?
Momentum Trading funktioniert auf verschiedenen Zeitebenen.
- Daytrader nutzen Momentum auf Intraday Basis und halten Positionen nur für wenige Minuten oder Stunden. Diese Variante erfordert viel Zeit, schnelle Entscheidungen und niedrige Transaktionskosten.
- Swing Trader halten Positionen über mehrere Tage oder Wochen und konzentrieren sich auf längerfristige Momentum Signale. Der Zeitaufwand ist hierbei für den Trader geringer.
- Mittelfristige Momentum Strategien betrachten Zeiträume von mehreren Monaten. Hier werden Aktien oder ETFs gekauft, die über die letzten drei bis zwölf Monate die beste Performance gezeigt haben. Diese Variante erfordert weniger aktives Management, ist aber anfällig für plötzliche Trendwenden.
Unabhängig vom gewählten Zeitrahmen gilt: Häufige Trades, also Kaufen und Verkaufen mit höherer Frequenz, bedeuten automatisch höhere Transaktionskosten. Ein Broker mit günstiger Kostenstruktur wie XTB, bei dem der Aktienhandel bis 100.000 Euro monatlich kommissionsfrei (danach entstehen Kosten, Details: xtb.com/de/aktien) ist, kann hier einen entscheidenden Unterschied machen.
Wie kannst du Momentum Aktien finden?
Das Identifizieren von Momentum Aktien ist der Kern jeder auf den Aktienmarkt bezogenen Momentum Strategie. Es gibt verschiedene Ansätze und Kennzahlen, die dir dabei helfen. Die gute Nachricht: In modernen Handelsplattformen verlässlicher Broker findest du entsprechende Tools.
XTB etwa bietet in der hauseigenen Plattform mehrere Funktionen, die Momentum Trader unterstützen. Mit dem integrierten Aktien-Scanner kannst du nach verschiedenen Kriterien filtern, darunter die Performance über bestimmte Zeiträume oder Volumenveränderungen.
Außerdem sind alle gängigen Momentum Indikatoren verfügbar und ergänzend stellt XTB regelmäßig Marktanalysen und Research bereit, die aktuelle Trends und potenzielle Momentum Kandidaten beleuchten. So kannst du aus derzeit über 7.300 Aktien schnell diejenigen identifizieren, die aktuell starkes Momentum zeigen.
Was sind typische Merkmale von Momentum Aktien?
Momentum Aktien zeichnen sich durch mehrere Merkmale aus. Sie haben eine überdurchschnittliche Kursentwicklung im Vergleich zum Gesamtmarkt oder ihrer Vergleichsgruppe gezeigt, und zwar über einen längeren Zeitraum hinweg.
Zudem weisen sie eine gewisse Trendstabilität auf, das heißt, der Aufwärtstrend verläuft relativ gleichmäßig ohne zu starke Schwankungen.
Ein weiteres Merkmal ist oft ein erhöhtes Handelsvolumen. Steigendes Volumen bei steigenden Kursen deutet darauf hin, dass die Aufwärtsbewegung von echtem Kaufinteresse getragen wird und nicht nur von wenigen großen Orders.
Schließlich zeigen Momentum Aktien häufig eine positive relative Stärke gegenüber einem Vergleichsindex: Während der Gesamtmarkt seitwärts tendiert oder fällt, halten sie sich besser oder steigen sogar.
Welche Kennzahlen helfen dir, Momentum zu erkennen?
Die relative Stärke (gemeint ist hier nicht der RSI sondern das einfache Verhältnis von durchschnittlichen Gewinnen zu Verlusten über einen bestimmten Zeitraum) vergleicht die Performance einer Aktie mit der eines Indizes oder einer Vergleichsgruppe. Aktien mit hoher relativer Stärke haben sich besser entwickelt als der Durchschnitt.
Die Performance über definierte Zeiträume ist eine weitere wichtige Kennzahl. Viele Momentum Strategien nutzen die Rendite der letzten drei, sechs oder zwölf Monate als Auswahlkriterium.
Die Volumenentwicklung gibt Hinweise auf die Qualität einer Kursbewegung. Steigendes Volumen bei steigenden Kursen ist ein positives Zeichen, da es zeigt, dass viele Marktteilnehmer an der Bewegung beteiligt sind. Abnehmendes Volumen bei steigenden Kursen kann dagegen ein Warnsignal dafür sein, dass das Momentum nachlässt.
In welchen Märkten findet man häufig Momentum?
Momentum tritt in allen Märkten auf, ist aber in einigen Segmenten besonders ausgeprägt. Wachstumsaktien, insbesondere aus dem Technologiesektor, zeigen oft starkes Momentum, da sie von Trends und Innovationszyklen profitieren. Auch in Schwellenländern kann Momentum ausgeprägt sein, da diese Märkte tendenziell volatiler sind.
Verschiebungen in der Bedeutung von Wirtschaftssektoren ist ein weiterer Bereich, in dem Momentum oft eine Rolle spielt. Bestimmte Branchen können über Monate oder Jahre hinweg den Gesamtmarkt übertreffen, bevor ihre Führungsposition von anderen Sektoren eingenommen wird.
Wichtig ist, sich immer klarzumachen, dass das Auftreten von Momentum in der Vergangenheit nicht garantiert, dass es auch in der Zukunft anhält. Jede Marktphase ist anders, und was gestern funktioniert hat, kann morgen scheitern.
Welche Indikatoren werden im Momentum Trading genutzt?
Technische Indikatoren helfen dabei, Momentum zu quantifizieren und Handelssignale zu generieren. Die wichtigsten solltest du kennen und verstehen.
Welche Momentum Indikatoren solltest du kennen?
- Der RSI (Relative Strength Index) misst die Geschwindigkeit und das Ausmaß von Kursbewegungen auf einer Skala von 0 bis 100. Werte über 70 gelten als überkauft, Werte unter 30 als überverkauft. Im Momentum Trading nutzen viele Trader den RSI, um die Stärke eines Trends zu bestätigen oder mögliche Wendepunkte zu identifizieren.
- Der MACD (Moving Average Convergence Divergence) zeigt die Beziehung zwischen zwei gleitenden Durchschnitten. Der MACD Indikator besteht aus der MACD Linie, der Signallinie und dem Histogramm. Kreuzt die MACD Linie die Signallinie von unten nach oben, gilt dies als Kaufsignal, und umgekehrt.
- Gleitende Durchschnitte (Moving Averages) selbst sind ebenfalls nützlich. Ein einfacher Ansatz: Liegt der Kurs über seinem 200 Tage Durchschnitt, befindet sich die Aktie in einem langfristigen Aufwärtstrend.
- Der klassische Momentum Indikator (MOM) vergleicht den aktuellen Kurs mit dem Kurs vor einer bestimmten Anzahl von Perioden. Er misst die Stärke oder Beschleunigung von Kursbewegungen. Ein positiver Wert zeigt, dass der aktuelle Kurs höher ist als in der Vergangenheit, also positives Momentum vorliegt.
Die Kombination mehrerer Indikatoren kann die Zuverlässigkeit von Signalen erhöhen. Beispielsweise könntest du einen Trade nur eingehen, wenn sowohl der MACD ein Kaufsignal gibt als auch der RSI nicht im überkauften Bereich liegt.
Wie interpretierst du Momentum Signale richtig?
Bei der Interpretation von Momentum Signalen kommt es oft auf Feinheiten an. Ein häufiger Fehler ist es, überkaufte Signale automatisch als Verkaufssignal zu interpretieren. In starken Aufwärtstrends können Aktien lange im überkauften Bereich bleiben.
In einem solchen Szenario zeigt ein hoher RSI zunächst nur, dass das Momentum stark ist, nicht unbedingt, dass eine Umkehr bevorsteht. Erst wenn das Momentum nachlässt, etwa durch eine Divergenz zwischen Kurs und Indikator, ist Vorsicht angebracht.
Divergenzen, also eine Diskrepanz zwischen Preisverlauf und Indikator, sind für sich genommen besonders aussagekräftig. Wenn der Kurs neue Hochs erreicht, der RSI oder MACD aber nicht entsprechend nachzieht, deutet dies auf nachlassendes Momentum hin. Solche negativen Divergenzen können Vorboten einer Trendwende sein.
Positive Divergenzen funktionieren umgekehrt bei Abwärtstrends.
Noch ein hilfreicher Tipp: Leistungsfähige Plattformen wie die von XTB bieten eine Integration von Kursdiagrammen und Momentum Indikatoren. So kannst du RSI, MACD und gleitende Durchschnitte direkt im Chart anwenden und analysieren – ohne zusätzliche Software.
Für wen eignet sich Momentum Trading – und wie kannst du starten?
Momentum Trading ist nicht jedermanns Sache. Bevor du startest, solltest du ehrlich einschätzen, ob dieser Ansatz zu dir passt.
Ist Momentum Trading für Anfänger geeignet?
Momentum Trading ist grundsätzlich auch für Anfänger zugänglich, da das Grundprinzip leicht verständlich ist. Allerdings erfordert die Umsetzung Disziplin und ein gewisses Maß an Markterfahrung.
Anfänger neigen vor allem dazu, zu spät einzusteigen, wenn ein Trend bereits weit fortgeschritten ist, oder zu früh zu verkaufen, wenn der erste Rücksetzer kommt. Beide Fehler können kostspielig sein.
Ein gutes Gefühl für das Timing kann man entwickeln, wenn man zunächst mit einem Trading Demokonto übt. Das ist ideal, um einfache Strategien zu testen, bevor echtes Geld eingesetzt wird.
Zudem sollten Anfänger mit kleineren Positionsgrößen beginnen und sich auf wenige Märkte konzentrieren, anstatt zu viele verschiedene Werte gleichzeitig zu handeln.
Welche Voraussetzungen solltest du mitbringen?
Der Faktor Zeit ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Momentum Trading, insbesondere für kurzfristigere Momentum Strategien. Du musst die Märkte geduldig beobachten, Signale erkennen und zeitnah handeln können.
Disziplin wiederum ist entscheidend, um deinen Trading Plan auch dann zu befolgen, wenn die Emotionen dagegen sprechen. Das bedeutet, Verluste zu akzeptieren und Gewinne laufen zu lassen, nicht umgekehrt.
Ein klares Risikobewusstsein ist unverzichtbar. Momentum Strategien können zu schnellen Gewinnen führen, aber auch zu schnellen Verlusten, insbesondere wenn ein Trend abrupt endet. Du solltest nur Geld einsetzen, dessen Verlust du im Zweifel verkraften könntest, und immer mit bewährten Instrumenten des Risikomanagements wie Stop-Loss-Orders arbeiten.
Wie kannst du Momentum Trading lernen und üben?
Wenn du Momentum Trading erlernen willst, ist es am besten, wenn du es in der Praxis übst – dealerweise aber zunächst ohne echtes Geld zu riskieren. XTB bietet ein kostenloses Demokonto, mit dem du die Handelsplattform kennenlernen und Strategien testen kannst. Du kannst Momentum Indikatoren anwenden, Trades simulieren und sehen, wie deine Strategie unter realen Marktbedingungen funktioniert hätte.
Ergänzend bietet XTB Schulungsmaterialien, Webinare und börsentägliche Marktanalysen an, die dir helfen, dein Wissen zu vertiefen. Der deutschsprachige Kundenservice steht bei Fragen zur Verfügung.
Wenn du dich bereit fühlst, kannst du ein Handelskonto eröffnen und mit echtem Kapital starten. Der Handel mit Aktien und ETFs ist bei XTB bis zu einem monatlichen Volumen von 100.000 Euro kommissionsfrei (danach entstehen Kosten, Details: xtb.com/de/aktien), was besonders für aktive Momentum Trader attraktiv ist.
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FAQ
Momentum Trading ist eine Handelsstrategie, bei der du gezielt auf bestehende Trends setzt. Du kaufst Wertpapiere, die bereits eine starke Kursbewegung zeigen (nach oben oder unten), in der Erwartung, dass sich diese Bewegung kurzfristig fortsetzt.
Momentum Aktien sind Aktien, die über einen bestimmten Zeitraum eine überdurchschnittlich starke Kursentwicklung gezeigt haben und aktuell einen klaren Trend aufweisen – meist nach oben.
Du identifizierst Wertpapiere mit starkem Trend, steigst in Trendrichtung ein und sicherst deine Position z. B. mit einem Stop Loss ab. Der Ausstieg erfolgt, wenn das Momentum nachlässt, ein Trendbruch erkennbar ist oder dein Kursziel erreicht wird.
Gängige Momentum Indikatoren sind der RSI (Relative Strength Index), der MACD, gleitende Durchschnitte und der klassische Momentum Indikator.
Du findest Momentum Aktien durch die Analyse von relativer Stärke, Kursperformance über verschiedene Zeiträume und Handelsvolumen. Besonders interessant sind Aktien, die konstant stärker laufen als der Gesamtmarkt.
Studien zeigen, dass Momentum als Faktor historisch positive Renditen geliefert hat. Allerdings funktioniert keine Strategie zu jeder Zeit, und es gibt Phasen, in denen Momentum Strategien Verluste erleiden.
Dabei investierst du in ETFs, die gezielt Aktien mit hohem Momentum auswählen. Diese Momentum ETFs passen ihre Zusammensetzung regelmäßig an, um weiterhin in die aktuell stärksten Trends zu investieren.
Grundsätzlich ja, da das Prinzip einfach ist. Allerdings erfordert die Umsetzung Disziplin und Übung. Ein Demokonto zum risikofreien Testen ist für Anfänger empfehlenswert.
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