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Öl Trading: So funktioniert der Handel mit Öl

Öl gehört zu den wichtigsten Rohstoffen der Welt – und zugleich zu den Märkten, deren Preise stark schwanken können. Angebot und Nachfrage, geopolitische Ereignisse oder Entscheidungen großer Förderländer sorgen regelmäßig für Bewegung.


Beim Öl Trading kannst du auf diese Preisbewegungen setzen, etwa über CFDs, Futures oder Optionen. Doch wie funktioniert der Ölhandel, was unterscheidet Brent und WTI und welche Chancen und Risiken gibt es? Das erfährst du in diesem Artikel.

 

 

Öl Trading – Das Wichtigste in Kürze:

💡 Brent und WTI sind die wichtigsten Benchmarks für den weltweiten Ölmarkt.


💡 Angebot und Nachfrage, Fördermengen und geopolitische Ereignisse zählen zu den wichtigsten Einflussfaktoren auf den Ölpreis.


💡 Öl handeln kannst du unter anderem über CFDs, Optionen und Futures sowie indirekt über Aktien und ETFs.


💡 Starke Preisschwankungen können Chancen eröffnen, bringen aber ebenso erhebliche Verlustrisiken mit sich.

Öl gehört zu den wichtigsten Rohstoffen der Welt – und zugleich zu den Märkten, deren Preise stark schwanken können. Angebot und Nachfrage, geopolitische Ereignisse oder Entscheidungen großer Förderländer sorgen regelmäßig für Bewegung.


Beim Öl Trading kannst du auf diese Preisbewegungen setzen, etwa über CFDs, Futures oder Optionen. Doch wie funktioniert der Ölhandel, was unterscheidet Brent und WTI und welche Chancen und Risiken gibt es? Das erfährst du in diesem Artikel.

 

 

Öl Trading – Das Wichtigste in Kürze:

💡 Brent und WTI sind die wichtigsten Benchmarks für den weltweiten Ölmarkt.


💡 Angebot und Nachfrage, Fördermengen und geopolitische Ereignisse zählen zu den wichtigsten Einflussfaktoren auf den Ölpreis.


💡 Öl handeln kannst du unter anderem über CFDs, Optionen und Futures sowie indirekt über Aktien und ETFs.


💡 Starke Preisschwankungen können Chancen eröffnen, bringen aber ebenso erhebliche Verlustrisiken mit sich.

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Was ist Ölhandel?

Rohöl wird täglich in großen Mengen gehandelt – sowohl als physischer Rohstoff als auch über die Finanzmärkte. Doch was genau bedeutet es eigentlich, Öl zu handeln?

Was versteht man unter Öl Trading?

Als Ölhandel bzw. Öl Trading bezeichnet man den Kauf und Verkauf von Rohöl oder Finanzinstrumenten, deren Wert an den Ölpreis gekoppelt ist. Während Unternehmen wie Raffinerien oder Energieversorger tatsächlich physisches Öl kaufen, handeln Trader in der Regel mit Finanzinstrumenten, ohne das Rohöl selbst zu besitzen.

Zu den bedeutendsten Handelsplätzen beim Trading mit Öl gehören die New York Mercantile Exchange (NYMEX) und die ICE Futures Europe, an denen unter anderem Terminkontrakte auf Rohöl gehandelt werden.

Beim Öl Trading versuchen Trader also, von Veränderungen des Ölpreises zu profitieren. Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die wir weiter unten genauer betrachten.

Warum wird Öl gehandelt?

Öl wird aus unterschiedlichen Gründen gehandelt. Unternehmen können sich beispielsweise gegen schwankende Rohstoffpreise absichern, während Trader versuchen, Preisbewegungen für ihre Trading Strategie zu nutzen.

Denn der Ölpreis kann deutlich schwanken – etwa durch Veränderungen bei Angebot und Nachfrage, geopolitische Ereignisse oder Entscheidungen großer Förderländer. Diese Dynamik macht Öl zu einem viel beachteten Markt für Trader.


Wie funktioniert der Ölhandel weltweit?

Der Ölmarkt ist global vernetzt: Veränderungen der Fördermengen in einzelnen Ländern, politische Entscheidungen oder Störungen wichtiger Lieferwege können sich auf das weltweite Angebot und damit auf den Ölpreis auswirken. Um den Ölhandel zu verstehen, lohnt sich deshalb ein Blick auf die wichtigsten Produzenten und Einflussfaktoren.

Welche Länder produzieren das meiste Öl?

Die weltweite Ölproduktion konzentriert sich auf vergleichsweise wenige Länder. Zu den größten Produzenten zählen die USA, Saudi-Arabien und Russland, die zusammen einen erheblichen Teil des weltweiten Rohöls fördern. Weitere wichtige Förderländer sind unter anderem Kanada, Irak, China, die Vereinigten Arabischen Emirate, Brasilien, Iran und Kuwait.

Dabei unterscheiden sich die Länder nicht nur hinsichtlich ihrer Fördermenge. Auch ihre Bedeutung für den globalen Ölmarkt fällt unterschiedlich aus. Die USA können ihre Produktion dank der Schieferölförderung vergleichsweise flexibel anpassen. Saudi-Arabien verfügt dagegen über große Förderkapazitäten und kann insbesondere im Zusammenspiel mit der OPEC+ Einfluss auf das weltweite Ölangebot nehmen.

Andere Produzenten sind stärker eingeschränkt: Kanada ist beispielsweise von kapitalintensiven Ölsandprojekten geprägt, während Länder wie Iran und Russland durch Sanktionen und geopolitische Entwicklungen beeinflusst werden können. Entscheidend für den Ölhandel weltweit ist daher nicht allein, wie viel ein Land produziert, sondern auch, wie flexibel und zuverlässig dieses Öl auf den Weltmarkt gelangt.

Öl Trading: Größte Länder

⚡ Auf den Punkt gebracht
Für den Ölhandel weltweit zählt nicht allein die Fördermenge. Entscheidend ist auch, wie flexibel ein Land seine Produktion verändern kann und wie zuverlässig das geförderte Öl auf den Weltmarkt gelangt.

 

Welche sind die größten Ölunternehmen der Welt?

Hinter der globalen Ölproduktion stehen sowohl staatlich kontrollierte Energiekonzerne als auch börsennotierte Unternehmen. Zu den bedeutenden Akteuren gehören beispielsweise: 

  • Saudi Aramco
  • ADNOC 
  • PetroChina 

sowie internationale Ölkonzerne wie: 

  • ExxonMobil
  • Shell
  • BP
  • Chevron 
  • TotalEnergies

Ihre Geschäftsmodelle unterscheiden sich teilweise deutlich. Während staatlich kontrollierte Unternehmen häufig eng mit der Energie- und Förderpolitik ihres Landes verbunden sind, müssen börsennotierte Ölkonzerne zusätzlich wirtschaftliche Ziele und die Interessen ihrer Aktionäre berücksichtigen.

Öl Trading: Unternehmen

Viele der großen Ölkonzerne sind zudem entlang mehrerer Stufen der Wertschöpfungskette aktiv – von der Förderung über die Raffination bis zum Vertrieb. Dadurch hängt ihre wirtschaftliche Entwicklung nicht ausschließlich vom Rohölpreis ab.

Wodurch wird der Ölpreis beeinflusst?

Der Ölpreis wird vor allem durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimmt. Da der Ölmarkt global vernetzt ist, können jedoch zahlreiche Faktoren für Bewegung sorgen:

  • Angebot und Nachfrage: Eine steigende Nachfrage kann die Preise antreiben, während ein Überangebot sie unter Druck setzen kann.
  • OPEC und OPEC+: Änderungen der Fördermengen können das weltweite Ölangebot und damit den Preis beeinflussen.
  • Geopolitik: Konflikte, Sanktionen oder gestörte Handelswege können die Versorgung mit Öl beeinträchtigen.
  • Konjunktur: Wirtschaftswachstum erhöht häufig die Ölnachfrage, während eine schwächere Konjunktur sie dämpfen kann.
  • Lagerbestände: Hohe oder niedrige Ölreserven geben Hinweise auf die aktuelle Versorgungslage.
  • US-Dollar: Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, können Wechselkursschwankungen den Ölpreis beeinflussen.
  • Technologie und Energiepolitik: Neue Fördermethoden sowie der Wandel hin zu alternativen Energien können Angebot und Nachfrage langfristig verändern.

Oft wirken mehrere dieser Faktoren gleichzeitig. Das kann zu deutlichen Preisbewegungen führen, sowohl bei Brent als auch bei WTI. 


Brent oder WTI – welche Ölsorten werden gehandelt?

Rohöl ist nicht gleich Rohöl. Je nach Herkunft und Qualität unterscheiden sich die einzelnen Sorten, weshalb es keinen einheitlichen Ölpreis gibt. Für den weltweiten Ölhandel dienen deshalb sogenannte Benchmarks als Referenz. Die mit Abstand bekanntesten sind Brent Crude und West Texas Intermediate (WTI).

Was ist Brent Crude?

Brent Crude stammt aus der Nordsee und gilt als wichtigste internationale Referenz für Rohöl. Brent wird per Schiff gehandelt und kann dadurch vergleichsweise flexibel zwischen verschiedenen Regionen transportiert werden. Entsprechend spiegelt der Brent-Preis stärker die Bedingungen auf dem globalen Ölmarkt wider.

Brent gehört zu den leichten und schwefelarmen – sogenannten „süßen“ – Rohölsorten. Diese Eigenschaften erleichtern die Verarbeitung in Raffinerien, beispielsweise zu Benzin oder Diesel.

Was ist WTI?

West Texas Intermediate (WTI) ist die wichtigste Referenzsorte für den US-amerikanischen Ölmarkt. Das Rohöl stammt aus den USA und wird am zentralen Umschlag- und Lagerplatz Cushing im US-Bundesstaat Oklahoma bepreist. WTI dient unter anderem als Basis für Öl-Futures an der NYMEX.

Auch WTI ist ein leichtes und schwefelarmes Rohöl. Im Vergleich zu Brent ist es sogar etwas leichter und schwefelärmer. Sein Preis reagiert allerdings stärker auf Entwicklungen innerhalb der USA, etwa Veränderungen der US-Ölproduktion sowie Engpässe bei Pipelines oder Lagerkapazitäten.

Was ist der Unterschied zwischen Brent und WTI?

Obwohl Brent und WTI ähnliche Rohölsorten sind und sich ihre Preise häufig in dieselbe Richtung bewegen, gibt es einige wichtige Unterschiede.

  • Herkunft: Brent stammt aus der Nordsee, WTI aus den USA.
  • Qualität: Beide gelten als leicht und schwefelarm, WTI ist jedoch etwas leichter und „süßer“.
  • Preisbildung: Brent orientiert sich stärker am internationalen Ölmarkt, WTI stärker am nordamerikanischen Markt.
  • Transport: Brent kann als seegestütztes Rohöl relativ flexibel international transportiert werden. WTI ist stärker von der US-amerikanischen Pipeline-, Lager- und Exportinfrastruktur abhängig.
  • Geopolitik: Globale Lieferausfälle und geopolitische Risiken können sich stärker auf Brent auswirken, während bei WTI regionale Faktoren in den USA eine größere Rolle spielen.
💡 Gut zu wissen
Brent und WTI haben nicht automatisch denselben Preis. In den vergangenen Jahren wurde Brent häufig mit einem Aufschlag gegenüber WTI gehandelt. Dieser Abstand wird als Brent-WTI-Spread bezeichnet und kann sich je nach Angebot, Nachfrage, Lagerbeständen und Transportkapazitäten verändern. Das Preisverhältnis ist daher keine feste Regel.


So kannst du ins Öl Trading einsteigen

Für den Einstieg ins Öl Trading stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Dabei kannst du entweder direkt auf die Entwicklung des Ölpreises setzen oder indirekt über Unternehmen und Fonds am Ölmarkt teilnehmen.

Welche Möglichkeiten gibt es, Öl zu handeln?

Welche Handelsform geeignet ist, hängt unter anderem davon ab, ob du kurzfristig auf Preisbewegungen setzen oder längerfristig am Ölsektor partizipieren möchtest.

  • Öl CFDs: Mit Öl CFDs kannst du auf steigende und fallende Ölpreise spekulieren, ohne den zugrunde liegenden Rohstoff zu besitzen. CFDs werden mit Hebel gehandelt, wodurch sich sowohl mögliche Gewinne als auch Verluste verstärken können.
  • Öl Futures: Futures sind standardisierte Terminkontrakte, bei denen der Kauf oder Verkauf einer bestimmten Menge Öl zu einem festgelegten Preis und zukünftigen Zeitpunkt vereinbart wird. Brent- und WTI-Futures gehören zu den wichtigsten Instrumenten im professionellen Ölhandel.
  • Öl Optionen: Optionen geben dem Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht, einen zugrunde liegenden Vermögenswert zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Aufgrund zusätzlicher Einflussfaktoren wie Laufzeit und Volatilität gelten sie als vergleichsweise komplex.
  • Öl Aktien: Über Aktien von Ölproduzenten, Raffinerien oder Energiekonzernen kannst du indirekt an der Entwicklung des Ölsektors teilhaben. Dabei hängt der Aktienkurs jedoch nicht allein vom Ölpreis, sondern beispielsweise auch von Unternehmenszahlen und Förderkosten ab.
  • Öl ETFs: ETFs ermöglichen eine breitere Streuung über mehrere Unternehmen oder Bereiche des Energiesektors. Auch hier entspricht die Wertentwicklung nicht zwangsläufig der Entwicklung des Rohölpreises.
💡 Gut zu wissen
CFDs, Futures und Optionen ermöglichen einen vergleichsweise direkten Zugang zu Preisbewegungen am Ölmarkt. Bei Aktien und ETFs investierst du dagegen indirekt in den Ölsektor, weshalb zusätzliche Faktoren ihre Kursentwicklung beeinflussen können.

 

Öl Trading Schritt für Schritt

Hast du dich für ein Handelsinstrument entschieden, lässt sich der Einstieg ins Öl Trading grundsätzlich in einige Schritte unterteilen:

  1. Handelsinstrument auswählen: Entscheide zunächst, ob du beispielsweise Öl CFDs, Futures oder Optionen handeln oder über Aktien und ETFs indirekt am Ölmarkt teilnehmen möchtest.
  2. Markt auswählen: Beim direkten Öl Trading spielen insbesondere Brent und WTI eine Rolle. Welche Benchmark relevant ist, hängt vom gewählten Instrument ab.
  3. Ölmarkt analysieren: Beobachte Faktoren wie Angebot und Nachfrage, Förderentscheidungen der OPEC+, Lagerbestände, Konjunkturdaten und geopolitische Entwicklungen.
  4. Handelsstrategie festlegen: Bestimme unter anderem deinen Einstiegszeitpunkt, deine Positionsgröße und – sofern das Instrument dies ermöglicht – ob du auf steigende oder auf fallende Kurse setzen möchtest.
  5. Risiko begrenzen: Lege fest, wie viel Kapital du pro Position riskieren möchtest. Instrumente wie Stop-Loss-Orders können dabei helfen, Verluste zu begrenzen.
  6. Position überwachen und schließen: Behalte sowohl den Ölpreis als auch relevante Marktnachrichten im Blick und schließe deine Position entsprechend deiner Strategie.

Gerade beim gehebelten Handel ist ein konsequentes Risikomanagement wichtig, da bereits vergleichsweise kleine Kursbewegungen zu größeren Gewinnen, aber ebenso zu größeren Verlusten führen können.

So kannst du bei XTB Öl handeln

Bei XTB kannst du über die Trading Plattform auf unterschiedliche Weise am Ölmarkt handeln. Für die direkte Spekulation auf Preisbewegungen stehen unter anderem Öl CFDs zur Verfügung. Damit kannst du sowohl Long- als auch Short-Positionen eröffnen und somit auf steigende oder fallende Ölpreise setzen.

Möchtest du stattdessen indirekt am Ölsektor teilnehmen, kannst du bei XTB auch Aktien ausgewählter Öl- und Energiekonzerne sowie ETFs handeln. Dadurch stehen dir sowohl kurzfristig orientierte Handelsinstrumente als auch Möglichkeiten für einen längerfristigen Anlagehorizont zur Verfügung.

Wenn du dich zunächst mit der Plattform und dem Öl Trading vertraut machen möchtest, kannst du außerdem das kostenlose Demokonto nutzen. So kannst du die Plattform und ihre Funktionen ausprobieren, ohne zunächst eigenes Kapital einzusetzen.


Welche Chancen und Risiken gibt es beim Öl Trading?

Der Ölmarkt kann innerhalb kurzer Zeit deutlich auf wirtschaftliche oder geopolitische Entwicklungen reagieren. Diese Volatilität eröffnet Tradern Chancen, geht jedoch gleichzeitig mit entsprechenden Risiken einher.

Chancen beim Öl Trading

Zu den möglichen Vorteilen des Ölhandels gehören:

  • Hohe Liquidität: Brent und WTI gehören zu den meistgehandelten Rohöl-Benchmarks. Dadurch lassen sich Positionen in der Regel schnell eröffnen und schließen.
  • Chancen durch Kursschwankungen: Ölpreise können sich aufgrund von OPEC+-Entscheidungen, Konjunkturdaten oder geopolitischen Ereignissen deutlich bewegen. Trader können versuchen, diese Schwankungen für ihre Strategie zu nutzen.
  • Steigende und fallende Kurse handeln: Mit Instrumenten wie Öl CFDs kannst du sowohl Long- als auch Short-Positionen eröffnen und damit auf unterschiedliche Marktrichtungen setzen.
  • Verschiedene Handelsmöglichkeiten: CFDs, Futures und Optionen ermöglichen einen direkten Zugang zu Ölpreisbewegungen. Aktien und ETFs bieten dagegen Möglichkeiten, indirekt am Ölsektor teilzunehmen.
  • Hebelwirkung: Bei Hebelprodukten wie CFDs kannst du mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz eine größere Position bewegen. Dadurch können mögliche Gewinne verstärkt werden.

Risiken beim Öl Trading

Den Chancen stehen allerdings erhebliche Risiken gegenüber:

  • Hohe Volatilität: Ölpreise können innerhalb kurzer Zeit stark schwanken. Unerwartete politische Ereignisse oder Veränderungen bei Angebot und Nachfrage können zu schnellen Kursbewegungen führen.
  • Hebelrisiko: Der Hebel wirkt in beide Richtungen. Entwickelt sich der Markt gegen deine Position, können deshalb auch Verluste deutlich verstärkt werden.
  • Schwer kalkulierbare Einflussfaktoren: Geopolitische Konflikte, OPEC+-Entscheidungen oder unerwartete Produktionsausfälle lassen sich kaum zuverlässig vorhersagen.
  • Komplexität: Gerade Futures und Öl Optionen besitzen zusätzliche Besonderheiten wie Laufzeiten oder Verfallstermine, die du vor dem Handel verstehen solltest.
  • Indirekte Anlagen folgen dem Ölpreis nicht 1:1: Bei Öl Aktien und ETFs beeinflussen neben dem Rohölpreis beispielsweise Unternehmenszahlen, Kosten und die allgemeine Börsenentwicklung den Kurs.
⚠️ Wichtig: Gerade eine hohe Volatilität und der Einsatz von Hebeln können sowohl Chancen als auch Risiken vergrößern. Ein klarer Handelsplan, eine angemessene Positionsgröße und konsequentes Risikomanagement sind deshalb beim Öl Trading besonders wichtig.

 

Für wen eignet sich Öl Trading?

Öl Trading kann für erfahrenere und risikobewusste Trader interessant sein, die sich regelmäßig mit dem Markt beschäftigen und stärkere Kursschwankungen aushalten können. Wer mit CFDs, Futures oder Optionen handelt, sollte außerdem die Funktionsweise und Risiken des jeweiligen Instruments verstehen.

Für Anleger mit einem längeren Anlagehorizont können Öl Aktien oder ETFs eine Alternative zum direkten Trading des Rohölpreises darstellen. Auch hier bestehen jedoch Kurs- und Verlustrisiken.

 

 

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FAQ

Beim Ölhandel kaufst und verkaufst du Rohöl oder Finanzinstrumente, deren Wert an den Ölpreis gekoppelt ist. Dazu gehören beispielsweise CFDs, Futures und Optionen.

Beim Öl Trading versuchen Trader, von Veränderungen des Ölpreises zu profitieren. Je nach Instrument kannst du dabei auf steigende oder fallende Kurse setzen.

Zu den wichtigsten Handelsplätzen gehören die New York Mercantile Exchange (NYMEX) und die ICE Futures Europe. Dort werden unter anderem Futures auf WTI und Brent gehandelt.

Brent stammt aus der Nordsee und dient als internationale Öl-Benchmark. WTI stammt aus den USA und ist die wichtigste Referenz für den US-amerikanischen Ölmarkt.

Du kannst Öl handeln über CFDs, Futures oder Öl Optionen. Indirekt kannst du über Aktien von Ölunternehmen oder entsprechende ETFs am Ölsektor teilnehmen.

Ein Öl CFD ist ein Derivat, mit dem du auf steigende oder fallende Ölpreise spekulieren kannst, ohne physisches Öl zu besitzen. CFDs werden mit Hebel gehandelt, wodurch sich Gewinne und Verluste verstärken können.

Zu den wichtigsten Faktoren zählen Angebot und Nachfrage, OPEC+-Entscheidungen, geopolitische Ereignisse, die Weltkonjunktur, Lagerbestände und Wechselkursentwicklungen.

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Gewinne sind ebenso möglich wie Verluste und hängen unter anderem von Marktbewegungen, Strategie, Positionsgröße und Risikomanagement ab.

Die OPEC+ koordiniert die Förderpolitik wichtiger Ölförderländer. Änderungen der Fördermengen können das weltweite Ölangebot und dadurch den Ölpreis beeinflussen.

Öl Trading kann aufgrund starker Kursschwankungen und komplexer Instrumente anspruchsvoll sein. Anfänger sollten sich daher zunächst mit dem Ölmarkt, dem jeweiligen Handelsinstrument und dem Risikomanagement vertraut machen.

Jens Chrzanowski

Deutschland Chef von XTB

Mit über 25 Jahren Erfahrung in der Finanzwelt gehört Jens Chrzanowski zu den anerkannten Experten im Bereich Wertpapiere, Börse, Kapitalmarkt, CFD und Investment.

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Offenlegung gemäß § 80 WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte

Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten investiert sein.

Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen an den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.
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