Wenn du aktiv mit Aktien, CFDs oder Optionen handelst, stehst du vor einem praktischen Problem: Du kannst nicht rund um die Uhr am Bildschirm sitzen, um im richtigen Moment Gewinne mitzunehmen oder Verluste zu begrenzen.
Genau hier setzt die OCO Order an. Die Abkürzung steht für „One Cancels the Other“, zu Deutsch etwa „eine storniert die andere“. Dahinter steckt eine einfache Idee: Du platzierst zwei miteinander verknüpfte Orders gleichzeitig, und sobald eine davon ausgeführt wird, löscht das System die andere automatisch.
So legst du dein Gewinnziel und deine Verlustgrenze in einem Schritt fest, ohne den Markt dauerhaft beobachten zu müssen. Für dein Risikomanagement bedeutet das einen spürbaren Zugewinn an Effizienz und Disziplin. Dieser Artikel erklärt dir, wie eine OCO Order funktioniert, wann sie sinnvoll ist und wo ihre Grenzen liegen.
OCO Order – Das Wichtigste in Kürze:
💡 Definition: Eine OCO Order verknüpft zwei Wertpapieraufträge zu einer Einheit.
💡 Automatik: Wird eine der beiden Orders ausgeführt, storniert das System die andere sofort.
💡 Typisches Einsatzszenario: meist als Kombination aus Take Profit (Gewinnziel) und Stop Loss (Verlustbegrenzung).
💡 Zweck: automatisiertes Ordermanagement, klare Handelsregeln und weniger emotionale Entscheidungen.
💡 Grenzen: kein Schutz vor Slippage oder Kurslücken und keine Garantie auf Ausführung zum Wunschpreis.
Wenn du aktiv mit Aktien, CFDs oder Optionen handelst, stehst du vor einem praktischen Problem: Du kannst nicht rund um die Uhr am Bildschirm sitzen, um im richtigen Moment Gewinne mitzunehmen oder Verluste zu begrenzen.
Genau hier setzt die OCO Order an. Die Abkürzung steht für „One Cancels the Other“, zu Deutsch etwa „eine storniert die andere“. Dahinter steckt eine einfache Idee: Du platzierst zwei miteinander verknüpfte Orders gleichzeitig, und sobald eine davon ausgeführt wird, löscht das System die andere automatisch.
So legst du dein Gewinnziel und deine Verlustgrenze in einem Schritt fest, ohne den Markt dauerhaft beobachten zu müssen. Für dein Risikomanagement bedeutet das einen spürbaren Zugewinn an Effizienz und Disziplin. Dieser Artikel erklärt dir, wie eine OCO Order funktioniert, wann sie sinnvoll ist und wo ihre Grenzen liegen.
OCO Order – Das Wichtigste in Kürze:
💡 Definition: Eine OCO Order verknüpft zwei Wertpapieraufträge zu einer Einheit.
💡 Automatik: Wird eine der beiden Orders ausgeführt, storniert das System die andere sofort.
💡 Typisches Einsatzszenario: meist als Kombination aus Take Profit (Gewinnziel) und Stop Loss (Verlustbegrenzung).
💡 Zweck: automatisiertes Ordermanagement, klare Handelsregeln und weniger emotionale Entscheidungen.
💡 Grenzen: kein Schutz vor Slippage oder Kurslücken und keine Garantie auf Ausführung zum Wunschpreis.
Was ist eine OCO Order?
Bevor es um die praktische Umsetzung geht, sollten dir folgende Punkte klar sein: Was ist eine OCO Order eigentlich, wofür steht die Abkürzung, und warum greifen Trader überhaupt zu dieser Orderart?
Was bedeutet „One Cancels the Other“ genau?
OCO steht für „One Cancels the Other“, also „eine storniert die andere“. Der Name beschreibt exakt, was passiert: Du hinterlegst zwei Orders, die zusammengehören und sich gegenseitig ausschließen. Sobald die eine ausgeführt wird, verliert die andere ihre Gültigkeit und wird vom Handelssystem entfernt.
Aber was bedeutet eine OCO Order praktisch und konkret? Es ist keine eigene Orderform, sondern eine Verknüpfung zweier gewöhnlicher Orders zu einem Paar mit einer klaren Regel: Nur eine von beiden darf greifen.
Diese gegenseitige Abhängigkeit ist der Kern der Sache. Ohne sie hättest du zwei unabhängige Orders im Markt, die theoretisch beide ausgelöst werden könnten. Bei einer One Cancels the Other Order ist das ausgeschlossen. Genau deshalb eignet sich die Konstruktion, um Szenarien sowohl bei steigenden als auch fallenden Kursen in einem einzigen Auftrag abzubilden.
Aus welchen Ordertypen besteht eine OCO Order?
In der Praxis besteht eine OCO Order fast immer aus zwei bekannten Ordertypen: einer Limit Order und einer Stop Order. Die Limit Order dient dabei häufig als Gewinnziel (Take Profit), die Stop Order als Verlustbegrenzung (Stop Loss).
Diese Kombination wird auch als OCO Limit Order bezeichnet, weil die Limit-Komponente das obere Kursziel definiert. Ganz praktisch heißt das: Du hältst eine Position und möchtest sie entweder mit Gewinn verkaufen, sobald ein bestimmter höherer Kurs erreicht ist, oder mit begrenztem Verlust schließen, falls der Kurs unter eine festgelegte Marke fällt.
Die Limit Order deckt das erste Szenario ab, die Stop Order das zweite. Beide liegen gleichzeitig im Markt, aber nur eine kommt zur Ausführung. Welche das ist, entscheidet der Kursverlauf. Die jeweils andere Order wird automatisch gelöscht.
OCO Order vs. andere Orderarten
Weil Trading-Einsteiger die Ordertypen leicht verwechseln, hier noch einmal eine Abgrenzung. Man muss dabei unterscheiden, wann genau und zu welchem Kurs genau eine Order ausgeführt wird.
- Eine Market Order wird sofort zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt: schnelle Ausführung, aber keine Preisgarantie. Im Gegensatz hierzu sind die nächsten beiden Ordertypen sogenannte Pending Orders („ausstehende Aufträge“), die im System schweben, bis ihre Ausführung durch den Kurs getriggert wird.
- Eine Limit Order wird nur zu einem von dir festgelegten oder einem besseren Kurs ausgeführt; sie garantiert den Preis, aber nicht die Ausführung.
- Eine Stop Order wird erst aktiv, wenn ein bestimmtes Kursniveau erreicht ist, und wandelt sich dann in eine Market Order um.
Eine OCO Order ist keine vierte, konkurrierende Orderart, sondern die Klammer um eine Limit und eine Stop Order. Sie koppelt die beiden so, dass sie sich gegenseitig aufheben.
In der Investment Plattform von XTB lassen sich die verschiedenen Orderarten zentral und benutzerfreundlich verwalten. Probiere es in einem kostenlosen Demokonto aus und mach dich mit den Orderarten vertraut. So verstehst du auch besser, wie eine OCO Order funktioniert.
Wie funktioniert eine OCO Order in der Praxis?
Am besten lässt sich eine OCO Order an einem konkreten Zahlenbeispiel nachvollziehen. Der folgende Ablauf zeigt Schritt für Schritt, wie du Gewinnziel und Verlustgrenze gleichzeitig setzt und was danach passiert.
OCO Order Beispiel: Gewinnziel und Stop Loss gleichzeitig festlegen
Ein einfaches OCO Order Beispiel: Du kaufst eine Aktie zu 100 Euro und hast zwei Erwartungen im Kopf: Steigt der Kurs auf 110 Euro, möchtest du den Gewinn mitnehmen. Fällt er dagegen auf 95 Euro, möchtest du die Position schließen, bevor der Verlust größer wird.
Statt zwei getrennte Aufträge zu überwachen, hinterlegst du in nur zwei Schritten eine OCO Order, die beide Marken kombiniert:
- Take Profit (Limit Order): Verkauf bei 110 Euro. Erreicht der Kurs dieses Niveau, wird die Position mit Gewinn geschlossen.
- Stop Loss (Stop Order): Verkauf bei 95 Euro. Fällt der Kurs auf diese Marke, wird die Position verkauft und der Verlust begrenzt.
Beide Orders liegen gleichzeitig im Markt. Bewegt sich der Kurs nach oben und berührt 110 Euro, greift die Limit Order, und die Stop Order bei 95 Euro wird im selben Moment automatisch gelöscht. Dreht der Kurs stattdessen nach unten und erreicht 95 Euro, wird die Stop Order ausgeführt und die Limit Order verschwindet.
Du musst dabei nicht überlegen, wann welches Szenario eintritt und den Verkauf live anstoßen. Genau das nimmt dir die OCO Order ab. Wichtig sind natürlich die konkreten Kursmarken, da ja erst diese Kombination von Limit- und Stop-Order das Ganze zur OCO Order macht.
Um die passenden Kursmarken für deine beiden Order zu bestimmen, braucht es etwas Übung. Du solltest diese nicht einfach nur aus dem Bauch heraus festlegen, sondern dafür dein eigenes Risikoprofil, die jeweilige Marktvolatilität sowie bestimmte Chartmuster zur Hilfe nehmen. Immer aber gilt: Setzt du die Marken zu eng, riskierst du eine vorzeitige Auslösung der Order durch normale Schwankungen; setzt du sie zu weit, verpufft der Schutzeffekt.
Die genauen Klickpfade zum Setzen einer OCO Order unterscheiden sich in der Investmentplattform von XTB, je nachdem welches Finanzinstrument du handelst und ob du dafür die mobile App oder Web benutzt. Genau beschrieben sind die einzelnen Schritte im Hilfe-Center, wie zum Beispiel hier für Aktien.
Im Fall des CFD Handels würde eine beispielhafte Order-Maske so aussehen:
Was genau passiert, wenn eine der beiden Orders ausgeführt wird?
Der eigentliche Mechanismus steckt in einem einzigen Satz: Sobald eine der beiden Orders ausgeführt wird, löscht das System die andere automatisch. Das ist der Kern einer OCO Order und der Grund, warum sie sich von zwei einzeln gesetzten Orders unterscheidet.
Ohne diese Kopplung, also der automatischen Stornierung der zweiten Order, nachdem die erste ausgeführt wurde, könnte es zu für dich unerwünschten Ergebnissen kommen. Angenommen, der Kurs erreicht das gesetzte Stop Limit, deine Position wird folglich aufgelöst (verkauft), aber die Take-Profit-Order bleibt weiterhin bestehen.
Wenn dann der Kurs zu einem späteren Zeitpunkt das Limit der (mittlerweile vergessenen) Take-Profit-Order erreicht, könnte das System ungewollt die Position noch einmal „leer“ verkaufen.
Mit einem solchen Leerverkauf würde für dich, ohne dass du es beabsichtigt hattest, eine sogenannte Short-Position eröffnet, mit der du bei ungünstigem Kursverlauf auch Verluste erleiden könntest.
Die automatische Stornierung bei einer OCO-Order verhindert genau diese Art von „Geister-Order“ zuverlässig. Es bleibt immer nur ein Trading-Ergebnis übrig: entweder Gewinnmitnahme oder Verlustbegrenzung, nie beides.
Ganz praktisch bedeutet das übrigens auch, dass du dich nach der Ausführung nicht um das Aufräumen deiner Handelspositionen kümmern musst. Die überflüssige Order ist bereits weg, deine Position ist geschlossen, und du kannst neue Trades planen.
Die verschiedenen Orderarten und Risikomanagement-Funktionen lassen sich dabei in der Handelsplattform von XTB bequem verwalten. Das erleichtert es, Gewinnziel und Verlustgrenze im Blick zu behalten, ohne zwischen mehreren Ansichten zu wechseln.
Wann und für welche Märkte eignet sich eine OCO Order?
Eine OCO Order ist nicht an einen einzelnen Markt gebunden. Sie funktioniert überall dort, wo sich zwei Kursmarken sinnvoll gegenüberstellen lassen, und das ist in vielen Anlageklassen der Fall.
Kannst du OCO Orders bei Aktien, CFDs und Optionen nutzen?
Grundsätzlich kannst du OCO Orders bei Aktien, CFDs und Optionen einsetzen, sofern deine Handelsplattform die entsprechende Verknüpfung anbietet. Das Prinzip bleibt in jedem Markt identisch: ein Gewinnziel oben, eine Verlustgrenze unten, gekoppelt zu einem Paar.
Besonders nützlich wird das in volatilen Märkten, beispielsweise bei Krypto oder Rohstoffen wie Öl, Gas oder Agrarprodukten. Wenn Kurse stark und schnell schwanken, ist es kaum möglich, jeden Ausschlag manuell zu begleiten. Eine OCO Order übernimmt hier die Wächterfunktion und reagiert automatisch, sobald eine deiner Marken erreicht ist.
Gerade bei Produkten mit Hebelwirkung, etwa CFDs, bei denen sich Bewegungen verstärkt auf dein Kapital auswirken, ist eine im Voraus definierte Verlustgrenze mehr als nur Komfort. Auch bei Optionen, deren Wert sich durch Hebel und Zeitwert dynamisch verändert, hilft eine klar gesetzte OCO-Order dabei, Ein- und Ausstieg nicht dem Zufall oder der Emotion zu überlassen.
Wann ist eine OCO Order besonders sinnvoll?
Wann also lohnt es sich ganz konkret, eine One Cancels Other Order zu setzen?
Im kurzfristigen Daytrading, wo Positionen oft nur Stunden gehalten werden, sorgt die OCO Order dafür, dass du nicht permanent am Bildschirm sitzen musst, um Ein- und Ausstieg zu treffen.
Im Swing Trading, bei dem Positionen über mehrere Tage laufen, deckt sie die Zeiträume ab, in denen du den Markt ohnehin nicht beobachten kannst, etwa nachts oder während der Arbeit.
Und beim Management bestehender Positionen erlaubt sie dir, ein einmal erreichtes Kursniveau automatisch abzusichern, was zum Beispiel bei stark schwankenden Aktien oder Kryptos mit schnellen Richtungswechseln nützlich ist.
In all diesen Fällen geht es im Grunde um dasselbe: klare Regeln vorab statt hektischer Entscheidungen im Moment. Die OCO Order ist damit ein Instrument, dass dir dabei hilft, dein Trading zu strukturieren.
Diese Art von Ordermanagement kannst du bei XTB auf verschiedenen Märkten anwenden. In der Investment Plattform finden sich Aktien, CFDs und mehr als 140 US-Aktienoptionen an einem Ort. Somit ist es nicht notwendig, die Plattform zu wechseln, wenn du unterschiedliche Instrumente handeln möchtest.
Welche Vorteile und Risiken hat eine OCO Order?
Wie jedes Hilfsmittel im Trading ist auch die OCO Order keine Allzweckwaffe! Sie nimmt dir Arbeit ab und diszipliniert deine Entscheidungen, aber sie alleine ist noch kein umfassendes Risikomanagement. Vor- und Nachteile sind also abzuwägen.
Welche Vorteile bietet eine OCO Order?
Die Vorteile liegen vor allem im automatisierten Ablauf:
- Automatisiertes Ordermanagement: Gewinnziel (Take Profit) und Verlustgrenze (Stop Loss) arbeiten ohne dein Zutun, sobald sie einmal gesetzt sind.
- Klare Handelsregeln: Du legst vorab fest, unter welchen Bedingungen du aussteigst, und hältst dich zwangsläufig daran.
- Weniger emotionale Entscheidungen: Weil die entscheidenden Preismarken vorab feststehen, entfällt der Impuls, im Kursstress von der Strategie abzuweichen.
- Zeitersparnis: Du musst den Markt nicht durchgehend beobachten, um im richtigen Moment zu reagieren.
- Planung in einem Schritt: Gewinnmitnahme und Verlustbegrenzung werden gemeinsam definiert, nicht nachträglich improvisiert.
Welche Risiken und Einschränkungen solltest du kennen?
Den Vorteilen stehen klare Grenzen gegenüber und auch diese solltest du kennen:
- Slippage: Bei einer ausgelösten Stop Order wird zum nächsten verfügbaren Kurs verkauft. In schnellen Märkten, in denen sich der Kurs abrupt ändert, kann dieser deutlich unter deiner angepeilten Zielmarke liegen und du fährst unvorhergesehene Verluste ein. Eine solche Situation wird als Slippage bezeichnet.
- Kurslücken (Gaps): Springt der Kurs zwischen zwei Handelsperioden, also etwa, wenn es über Nacht eine wichtige Nachrichtenentwicklung gegeben hat, über deine OCO Ordermarken hinweg, wird zum ersten handelbaren Preis ausgeführt, nicht zwingend zu deinem Wunschkurs.
- Geringe Liquidität: In dünn gehandelten Werten kann die Ausführung verzögert oder zu ungünstigen Kursen erfolgen.
- Keine Ausführungsgarantie: Eine OCO Order stellt sicher, dass nur eine der beiden Orders greift, garantiert aber nicht, dass eine Order überhaupt (wenn die Kursmarken gar nicht erreicht) oder zum exakten Preis ausgeführt wird.
Kurz gesagt: Die OCO Order steuert, welche Order greift, nicht zu welchem Preis das geschieht. Gegen Slippage und Kurslücken schützt sie nicht.
Welche Fehler solltest du bei einer OCO Order vermeiden?
Diese typischen Anfängerfehler lassen sich mit etwas Vorbereitung vermeiden:
- Unrealistische Kursziele: Diese können dazu führen, dass die Limit Order nie erreicht wird und nur die Verlustseite arbeitet.
- Zu enge Stop-Abstände: Unter Umständen wird die Handelsposition bei unbedeutenden Kursschwankungen ausgelöst, obwohl der eigentliche Trend noch intakt ist.
- Mangelndes Verständnis: Wer die zugrunde liegenden Ordertypen Limit und Stop, nicht wirklich verstanden hat, setzt die Marken schnell an der falschen Stelle oder verwechselt Auslöse- und Ausführungskurs.
- Bedeutung der OCO Order überschätzen: Ebenso riskant ist es, eine OCO Order als Ersatz für einen schlüssigen Handelsplan einzusetzen, anstatt sie als einen Baustein davon zu sehen.
Wenn du den Umgang mit verschiedenen Orderarten zunächst gefahrlos üben möchtest, kannst du das im kostenlosen Demokonto tun. Dort lassen sich Take Profit, Stop Loss und ihre Verknüpfung mit virtuellem Kapital durchspielen, bevor echtes Geld im Einsatz ist.
So integrierst du OCO Orders sinnvoll in dein Risikomanagement
Für sich genommen ist eine OCO Order nur ein Handelsauftrag. Sie entfaltet ihren vollen Nutzen erst im Zusammenspiel mit weiteren Tools. Und eingebettet in einen Handelsplan wird sie zu einem Werkzeug des effektiven Risikomanagements.
Wie hilft eine OCO Order bei einem strukturierten Handelsplan?
Ein strukturierter Handelsplan beantwortet drei Fragen, bevor du überhaupt kaufst:
- Wo nimmst du Gewinne mit?
- Wo begrenzt du Verluste?
- Wie groß fällt die Position aus?
Genau diese Vorab-Entscheidungen bildet eine OCO Order technisch ab. Sie zwingt dich, Gewinnziel und Stop Loss schon vor dem Einstieg zu benennen, statt sie im laufenden Trade nachzujustieren.
Erst das Zusammenspiel aus festgelegtem Einstieg, definierten Kursmarken und passender Positionsgröße ergibt ein belastbares Risikoprofil. Die OCO Order sorgt dann dafür, dass dieser Plan auch ohne dein ständiges Eingreifen umgesetzt und dein Trading Ergebnis optimiert wird.
Welche Orderarten ergänzen eine OCO Order sinnvoll?
Neben der klassischen OCO-Konstruktion von Stop Loss und Take Profit gibt es Orderarten, die sie sinnvoll ergänzen.
Der Trailing Stop Loss geht einen Schritt weiter: Er zieht die Verlustgrenze automatisch nach, wenn sich der Kurs zu deinen Gunsten bewegt, und sichert so bereits erzielte Gewinne, ohne das Aufwärtspotenzial zu deckeln.
Je nach Situation kannst du diese Werkzeuge kombinieren, etwa einen Trailing Stop für laufende Gewinne und feste Marken für klar definierte Ziele. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von deinem Zeithorizont und deiner Strategie ab.
Wie unterstützt dich die Investment Plattform von XTB beim Ordermanagement?
Zum Abschluss der praktische Bezug: Über die Handelsplattform von XTB kannst du verschiedene Orderarten an einer Stelle verwalten, von Market und Limit über Stop bis zu Trailing Orders.
Gehandelt werden können dort nicht nur Aktien und CFDs, sondern auch amerikanische Aktienoptionen, sodass sich das beschriebene Ordermanagement über mehrere Anlageklassen hinweg anwenden lässt.
Für den Einstieg ist vor allem eines hilfreich: Den Umgang mit den einzelnen Orderarten zunächst im kostenlosen Demokonto zu üben, mit virtuellem Kapital und unter realistischen Bedingungen. So bekommst du ein Gefühl dafür, wie Take Profit, Stop Loss und ihre Verknüpfung zusammenspielen, bevor du sie mit echtem Geld einsetzt.
Und denke immer daran: Der eigentliche Mehrwert der OCO Order liegt nicht in ihrer technischen Funktion selbst, sondern darin, dein Ordermanagement strukturiert an einem Ort zu bündeln.
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FAQ
Eine OCO Order verknüpft zwei Orders so, dass die Ausführung der einen die andere automatisch storniert. Meist kombiniert sie ein Gewinnziel mit einer Verlustbegrenzung.
Der Begriff heißt übersetzt „eine storniert die andere“ und beschreibt genau das Prinzip: Nur eine der beiden verknüpften Orders wird ausgeführt, die andere erlischt.
Du setzt zwei Kursmarken gleichzeitig, zum Beispiel Take Profit und Stop Loss. Sobald der Kurs eine Marke erreicht, wird diese Order ausgeführt und die andere gelöscht.
In der Regel aus einer Limit Order als Gewinnziel und einer Stop Order zur Verlustbegrenzung, die zu einem Paar gekoppelt sind.
Eine Limit Order ist ein einzelner Auftrag zu einem festgelegten Kurs. Eine OCO Order verbindet zwei Orders und storniert automatisch die eine, sobald die andere greift.
Ja, das Prinzip funktioniert in diesen Märkten grundsätzlich gleich, sofern deine Handelsplattform die Verknüpfung unterstützt.
Die ausgelöste Order wird ausgeführt, und die verknüpfte zweite Order wird im selben Moment automatisch aus dem Markt genommen.
Sie automatisiert Gewinnmitnahme und Verlustbegrenzung, reduziert emotionale Entscheidungen und spart Zeit, weil du den Markt nicht durchgehend beobachten musst.
Sie schützt nicht vor Slippage oder Kurslücken und garantiert keine Ausführung zum exakten Wunschkurs, besonders in volatilen oder illiquiden Märkten.
Ja, sofern du die zugrunde liegenden Ordertypen verstehst. Das Üben im kostenlosen Demokonto hilft, die Verknüpfung sicher anzuwenden, bevor echtes Geld im Spiel ist.
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